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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/klima-und-energie/klimaanpassung/inklibau/anpassungsmassnahmen/inklibau_rueckstausicherung.php 16.06.2023 08:10:52 Uhr 27.05.2024 15:31:48 Uhr

Rückstausicherung

Grafik einer Rückstauklappe
Funktionsweise einer Rückstauklappe

Der Einbau einer Rückstausicherung gehört zu den wichtigsten und meist wirksamsten Maßnahmen beim Schutz gegen Schäden infolge von Starkregen.

Das Kanalnetz ist in den meisten Städten Deutschlands nicht darauf ausgelegt, extreme Niederschlagsmengen sofort ableiten zu können. Ist das Kanalnetz als klassisches Mischsystem ausgeführt, wird sämtliches Niederschlags- und Schmutzwasser gemeinsam abgeleitet. Dies kann bei Starkregen zu einer Überlastung der Kanalisation und damit zum Rückstau und Eindringen von Wasser über die Abwasserrohre ins Gebäude führen. Besonders bei Kellerräumen mit einer übergeordneten Nutzung, wie bei Souterrain-Wohnungen, kann es dabei zu erheblichen Schäden kommen.

Eine Überflutung durch Rückstau kann über verschiedene Maßnahmen verhindert werden:

Ein Rückstauverschluss (umgangssprachlich Rückstauklappe) verhindert, dass Abwasser aus der Kanalisation über den häuslichen Abwasseranschluss ins Gebäude laufen kann. Kommt es zum Rückstau, verschließt sie sich automatisch und versperrt dem Kanalwasser den Weg ins Gebäude. Es ist zu beachten, dass im geschlossenen Zustand kein Wasser aus dem Gebäude abgeführt werden kann. Rückstauverschlüsse dürfen deshalb nur eingebaut werden, wenn auf die angeschlossenen Geräte und sanitären Einrichtungen zeitweise verzichtet werden kann. Rückstauverschlüsse sollten zweimal im Jahr gewartet werden. Im Schadensfall kann eine nicht normgerecht gewartete Rückstausicherung dazu führen, dass Versicherungen den Schaden nicht übernehmen.

Eine Abwasserhebeanlage pumpt das Abwasser über die Rückstauebene (Höhe beim Kanalnetzbetreiber zu erfragen), bevor es in die Kanalisation geleitet wird. Im Gegensatz zu Rückstausicherungen können Abwasserhebeanlagen auch während des Rückstaus Abwasser aus dem Gebäude abführen. Sie eignen sich daher beispielsweise für Souterrainwohnungen oder Gewerberäume im Keller.