Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/galerie-2-stock_137059.php 02.10.2026 17:41:14 Uhr 12.10.2026 23:08:56 Uhr

saubere.schwanken.herum

9. Oktober bis 29. Dezember 2026

Sebastian Bestier: o. T., Mischtechnik auf Holz, 2026
Conny Köckritz: Digga, Öl auf Leinwand, 2026
Lars Kohl: Zentralperspektive 2 (Heeme), Acryl auf Leinwand, 2025
Michael Kral: Elbflorenz, Öl auf Leinwand, 2025
Katharina Probst: Johannstädter Fährgarten am Morgen, Öl auf Leinwand, 2026
Nadine Wölk: Shark // Friedrichstadt II, Acryl auf Leinwand, 2023

Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, 18 Uhr öffnet im KUNSTFOYER des Kulturrathauses, Königstraße 15 (1. Etage), die zweite Ausstellung der Jahresreihe „Meine, Deine – Unsere Stadt“ der freien und offenen Künstlergruppe „Neue Nischen“. Von Seiten des Amtes für Kultur und Denkmalschutz begrüßt Martin Chidiac die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung. Musikalisch begleitet wird die Vernissage von einer Sound-Performance des ebenfalls ausstellenden Künstlers Sebastian Bestier. Die Performance des Klang-Künstlers Sebastian Bestier nutzt ganz unterschiedliche Zeit- und Steinschichten Dresdens – er strebt an, den „Klang der Stadt“ hör- und erlebbar einzufangen und temporär akustisch zu verstärken. Als Ausgangsmaterial dienen ihm verschiedene, in der Stadt gefundene Gesteine, Bilder und Filmsequenzen.

Die Ausstellungsreihe Meine, Deine – Unsere Stadt erkundet das Verhältnis von Künstlerinnen und Künstlern zu ihrer Stadt, von persönlichen Blicken („Meine“) über gesellschaftliche Perspektiven („Deine“) bis hin zu kollektiven urbanen Narrativen („Unsere“). Alle Ausstellungen tragen Titel, die auf der Seite www.what3words.com generiert wurden. Diese Titel verweisen jeweils auf konkrete Dresdner Orte und schaffen so eine spielerische Verbindung zwischen Kunst, Stadtraum und Publikum.

Die zweite Ausstellung der Jahresreihe zeigt Malerei und heißt saubere.schwanken.herum. Mit diesem 3-Wort-Code gelangt man direkt zum Albertinum, dessen Gemäldesammlung zweifellos alle Kunstschaffenden, die in Dresden leben und arbeiten, in irgendeiner Weise beeinflusst haben wird. Von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter: Im Albertinum sind die Meisterwerke ab 1800 aus Romantik, Impressionismus, Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Gegenwart versammelt. Die Ausstellung „saubere.schwanken.herum“ spiegelt den Einfluss aus diesen vielfältigen Epochen, Stilen, Kunstauffassungen und Perspektiven auf malerische Weise wider. Gezeigt werden Gemälde von Sebastian Bestier, Conny Köckritz, Lars Kohl, Michael Kral, Katharina Probst und Nadine Wölk – künstlerische Innen- und Außensichten, Werke zwischen Ruhe und Dynamik, Struktur und Chaos, Tagsicht und Nachtsicht, Belebtheit und Einsamkeit.

Zu den einzelnen künstlerischen Positionen:

Sebastian Bestier: Meine Arbeiten untersuchen das Reiben zwischen materieller Schwere, Illusion und Resonanz. Auf spiegelglatt geschliffenem Holz entstehen illusionistische Stein- und Objektwelten – optische Monolithe, die eine Masse vortäuschen, die physikalisch nicht existiert.

Conny Köckritz: Die Neubauten von damals sind die Altlasten von heute. Für mich ist die Darstellung der abgenutzten Gebäudeoberflächen, der Gebrauchspuren an den Balkonen und Markisen das Nachspüren eines Lebensgefühls. Es ist ein Nachempfinden – ich selbst bewohnte bisher Altbauten.

Lars Kohl: Ich zeige drei Malereien aus meiner Werkserie „Zentralperspektive“. Zu sehen ist auf jedem Bild eine Ansicht hinunter am eigenen Körper, über den Schoß, zu den Schuhen auf den Boden – wie ein Gewahrwerden oder die unsichere Selbstvergewisserung. Je nach Bild variieren Pose, Kleidung und Umgebung.

Michael Kral: Meine Bilder erfassen die Stadt in ihren vielfältigen Formen und Farben. Die Leichtigkeit der Wahrnehmung und die räumliche Ausdehnung in die Bildtiefe spiegeln mein Wesen als Städter als auch meine große Naturverbundenheit wider. Ich wähle Ausschnitte, in denen der Strich oft gegen die Form arbeitet.

Katharina Probst: Die Elbe ist für mich zu einer wichtigen Inspirationsquelle geworden. Das Wasser, mit seinem stillen und stetigen Fließen, empfinde ich als willkommene Zäsur im Gewusel der Stadt.

Nadine Wölk: Ausgangspunkt in meinen Arbeiten sind oft fotografisch anmutende Momentaufnahmen des Alltags. Dabei interessiert weniger die dokumentarische Abbildung als die Verschiebung zwischen Wiedererkennen und Verfremdung. Licht, Farbe und Ausschnitt erzeugen eine Atmosphäre zwischen Nähe und Distanz – zwischen meiner, deiner und unserer Stadt.

Zur Künstlergruppe

Die im Frühjahr 2026 gegründete freie und offene Künstlergruppe Neue Nischen nimmt im Namen bewusst Bezug auf die 2018 aufgelöste Dresdner Künstlergruppe 12 Nischen. Unter deren Gründer und Leiter Walter Battisti (1968–2018) hatte diese ebenso freie und offene Künstlergruppe in den Jahren 2011 und 2018 Konzepte für zwei Ausstellungsreihen in der Galerie 2. Stock erfolgreich umgesetzt. Dieser Intention folgend, gründeten Alexandra Kaufhold und Conny Köckritz die Gruppe neu und entwickelten das Konzept für die neue vierteilige Jahresreihe „Meine, Deine – Unsere Stadt“. In dieser von ihnen gemeinsam kuratierten Ausstellungsreihe werden künstlerische Innen- und Außensichten in ihrer unmittelbaren Verschränkung sowie in ihrer Vielfältigkeit gezeigt.

Geöffnet ist die Ausstellung im Kulturrathaus montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr, außer an Feiertagen. Der Eintritt ist frei.


Link zur Seite „Dresden Contemporary Art“:

Veranstaltungen | Dresden Contemporary Art

Link zur Seite „what3words“:
what3words /// The simplest way to talk about location