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https://www.dresden.de/de/kultur/kulturentwicklung/tacheles2026.php 05.01.2026 11:23:29 Uhr 20.04.2026 05:30:01 Uhr

TACHELES - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Vom 14. Dezember 2025 bis 12. Dezember 2026 steht Sachsen unter dem Motto TACHELES - Jahr der jüdischen Kultur. Das Themenjahr rückt jüdische Kultur, Geschichte und das jüdische Leben hier vor Ort in den Mittelpunkt.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden wird jüdische Kultur und jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart 2026 erstmals ein Jahr lang in ganz Sachsen in den Fokus gerückt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ziel des Themenjahres ist es, jüdisches Leben, jüdische Kultur und Geschichte als selbstverständlichen Teil der sächsischen Gesellschaft und Kulturlandschaft sowie der Lokal- und Regionalgeschichte zu etablieren. Es umfasst die Bereiche Kunst und Kultur, Geschichte und Erinnerungskultur sowie kulturelle historische und schulische Bildung und Begegnungsangebote.

Das Themenjahr richtet sich an alle Kultursparten, Museen, Theater, Kinos und andere kulturelle, wissenschaftliche, bildende und kirchliche Einrichtungen sowie Vereine, Initiativen und Gruppen im Freistaat. Die Federführung hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus.

Viele Dresdner Institutionen und Vereine beteiligen sich mit einem vielfältigen Programm aus Veranstaltungen, Projekten und Ausstellungen. Jede und jeder kann mitmachen.

Weitere Informationen zum Jahr der Jüdischen Kultur finden Sie auf www.tacheles.sachsen.de

Veranstaltungskalender

Im Veranstaltungskalender finden Sie genau die Programmpunkte zu jüdischer Kultur und Geschichte in Dresden, die Sie interessieren. 

Veranstaltungshighlights in Dresden 

Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus
© Marcus Rahm

Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus

Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten sowie von Arbeiten u.a. von Arnold Zweig oder Heinz Knobloch zeigt der Historiker Alexander Walther die Handlungsoptionen und Motivationen jüdischer, vereinzelt auch nichtjüdischer Akteure und Akteurinnen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen an den Staat untersucht.

Jüdische Woche Dresden 2026
© Daniel Paikov

Jüdische Woche Dresden 2026

Die Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden ist ein Festival für jüdische Kultur in Musik, Theater, Film und Literatur. Vom 29.10. bis 4.11.2026 lädt sie unter dem Motto „Verflechtungen – Jüdische Gegenwarten in Europa“ internationale Künstlerinnen und Künstler ein, die Vielfalt jüdischer Gegenwart und deren künstlerische Ausdrucksformen sichtbar zu machen.

Sinfoniekonzert mit Werken von Mieczyslaw Weinberg
© Christian Gahl

Sinfoniekonzert mit Werken von Mieczyslaw Weinberg

Mieczysław Weinbergs Sinfonietta Nr. 1 ist ein Werk voller Leichtigkeit und Zugänglichkeit. Doch hinter dem optimistischen Klang steckt eine beklemmende Geschichte. 1948 komponiert, entstand das Stück inmitten von Stalins antisemitischer Kampagne.

Die ewige Schrift - Eine Torah für Dresden
© Rostislav_Komitov

Die ewige Schrift - Eine Torah für Dresden

Der vollständige Schreibprozess einer Sefer Tora – der handgeschriebenen Rolle der fünf Bücher Mose – wird öffentlich sichtbar gemacht. Auf dem Vorplatz des Stadtmuseums Dresden entsteht in einem eigens konzipierten, gläsernen Schreibpavillon über 18 Monate hinweg ein Werk, das in jüdischer Tradition als heilig gilt – und nun zum Anlass für Austausch, Lernen und gemeinsame Erfahrung wird. 

Mendele Lohengrin: Ein Klezmer-Singspiel
© Anja Schneider

Mendele Lohengrin: Ein Klezmer-Singspiel

1898 erzählte Heinrich York-Steiner von Mendele, einem armen jüdischen Musikanten, der sich einen Besuch im Wiener Hoftheater leistet und dort zufällig Wagners „Lohengrin“ hört. Die Oper überwältigt ihn – zurück im Shtetl will er statt traditioneller Melodien nur noch Wagner spielen.

Best of Klassik: Mozart Klavierkonzert
© Björn Kadenbach

Best of Klassik: Mozart Klavierkonzert

Mozarts Klavierkonzert in d-Moll ist eines seiner spannendsten Werke und hat auch 200 Jahre nach seiner Entstehung nichts an Kraft verloren. Diese Musik erzählt von großen Gefühlen: Dramatik, Sehnsucht und Leidenschaft. Er schrieb das Konzert in einer Zeit, als er mit seiner Musik neue Wege ging und mutig experimentierte. 

Dresdens Stadtgeschichte und Gegenwart ist an vielen Stellen geprägt von jüdischer Kultur wie von Persönlichkeiten mit jüdischem Hintergrund oder Religion. TACHELES in Dresden soll im Jahr 2026 ein Beitrag sein, jüdische Kultur in besonderer Weise zu erleben. Ich danke allen Beteiligten und Unterstützern, die das ermöglichen.

Annekatrin Klepsch, Kulturbürgermeisterin Landeshauptstadt Dresden

Kulturelle Einrichtungen, Vereine, Initiative, Kunst- und Kulturschaffende aus Dresden und ganz Sachsen sind eingeladen, eigene Beiträge zum Themenjahr zu entwickeln und umsetzen.

In Dresden sind mehrere jüdische Gemeinden sowie Vereine und Glaubensgemeinschaften aktiv. 

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