Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/pm_002_2026.php 05.01.2026 13:18:53 Uhr 07.01.2026 06:22:31 Uhr

Bett statt Bank: Plakat-Kampagne geht in die dritte Auflage

City-Light-Plakate machen auf wohnungslose Menschen und Unterstützungsangebote aufmerksam

Die Landeshauptstadt Dresden setzt die City-Light-Plakat-Kampagne „Bett statt Bank. Dresden schaut hin!“ fort. Von Dienstag, 6. Januar, bis Dienstag, 20. Januar 2026, hängen dazu im gesamten Stadtgebiet 100 Plakate. 

Die Kampagne war bereits Ende 2022 sowie Anfang Januar 2024 mit den markanten gelben Buchstaben sowie der eindrücklichen Bank mit dem Kopfkissen und der Decke in der Stadt zu sehen. Mit der dritten Auflage soll einerseits noch einmal deutlich auf die Situation von obdachlosen Menschen hingewiesen und andererseits auf die Hilfen und Unterstützungsangebote aufmerksam gemacht werden, die die Landeshauptstadt Dresden für Betroffene bereitstellt. Diese sind unter www.dresden.de/obdach zusammengefasst. Vor allem in dieser kalten Jahreszeit ist besonders wichtig: Wird eine obdachlose Person in der Stadt entdeckt, die sich augenscheinlich in einer gesundheitlichen Notlage befindet und nicht ansprechbar ist, sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. 

Wie sehen die aktuellen Zahlen aus?

In Dresden muss niemand im Freien übernachten. Wohnungslosen Menschen stehen in elf Heimen insgesamt 418 Betten sowie in 28 Wohnungen 56 Plätze für eine sichere Übernachtung zur Verfügung. Aktuell sind dort 427 Menschen untergebracht. Neben einem Schlafplatz und dem Aufenthalt am Tag, der Möglichkeit zu duschen und der Zubereitung von Mahlzeiten, sind vor Ort Beratungs- und Unterstützungsleistungen angebunden. 

Für einen städtischen Schlafplatz benötigt man eine Zuweisung des Sozialamts. Während der Dienstzeiten werden wohnungslose Menschen in die regulären Unterkünfte eingewiesen. Bei Fragen zur Wohnungsnotfallhilfe ist das Sozialamt telefonisch unter 0351-4884981 erreichbar. Die Sprechzeiten des Sozialamts, Junghansstraße 2, 01277 Dresden, sind dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Am Freitag ist die Sprechzeit von 9 bis 12 Uhr ausschließlich für wohnungslose Menschen vorgesehen. 

Außerhalb der Dienstzeiten erfolgt die Aufnahme in die Notschlafplätze über die Notaufnahme des Übergangswohnheims in der Hechtstraße 10, 01097 Dresden. Die Einrichtung bietet insgesamt 50 Notschlafplätze und ist telefonisch unter 0351-30980195 erreichbar. 
Ein zusätzliches Angebot für erwachsene Obdachlose, die keine städtischen Angebote nutzen möchten, bieten die ökumenischen Nachtcafés. Immer vom 1. November des laufenden Jahres bis zum 31. März des Folgejahres öffnen Dresdner Kirchgemeinden im täglichen Wechsel ihre Türen für obdachlose Frauen und Männer. 

Rechtzeitig im Sozialamt melden, wenn Wohnungslosigkeit droht

Damit Wohnungslosigkeit möglichst gar nicht erst entsteht, berät das Sozialamt Menschen in Wohnungsnot. Wichtig ist, dass sich Betroffene frühzeitig melden, damit schnell Hilfe möglich ist. Wenn die Räumung wegen Mietschulden droht, unterstützt das Amt bei der Antragstellung auf die Übernahme der Mietschuld. Zudem helfen Mitarbeiter der Wohnungsfürsorge bei der Suche nach preisgünstigem Wohnraum. Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen können sich auch an eine der vier Kontakt- und Beratungsstellen in Dresden wenden. Alle Gespräche sind vertraulich. Ratsuchende müssen für den Service nichts bezahlen, die Kosten übernimmt das Sozialamt.

Die vier Kontakt- und Beratungsstellen sind:

  • Pieschen: Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden gGmbH, Mohnstr. 43, 01127 Dresden, Telefon: 0351-8038728
  • Striesen: Gemeinnützige Gesellschaft Striesen Pentacon e. V., Ludwig-Hartmann-Str. 40, 01277 Dresden, Telefon: 0351-3122423
  • Löbtau: Radebeuler Sozialprojekte gGmbH, Schillingstr. 7, 01159 Dresden, Eingang über Reisewitzer Straße, Telefon: 0351-4207831
  • Plauen: Verein für Soziale Rechtspflege e. V. für straffällig gewordene Menschen, Karlsruher Str. 36, 01189 Dresden, Telefon: 0351-4020822

Weitere Angebote für obdachlose Menschen, die von der Stadt finanziell unterstützt werden, sind Tagestreffs sowie Streetwork. Die Heilsarmee leistet Straßensozialarbeit als zugehende Hilfen für wohnungslose Menschen. Im Winter ist sie mit einer Kältestreife in der Stadt unterwegs und bietet Obdachlosen auf der Straße warme Getränke und Suppe sowie Gesprächsmöglichkeiten an. Zudem fördert die Stadt die Bahnhofsmission am Dresdner Hauptbahnhof.