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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/01/pm_058.php 28.01.2026 14:58:28 Uhr 28.01.2026 16:34:49 Uhr |
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Emil und Charlotte sind die beliebtesten Vornamen in Dresden
Wenig Geburten, mehr Sterbefälle und eine hohe Nachfrage bei Namensänderungen
Im Jahr 2025 wurden in der Landeshauptstadt Dresden insgesamt 5.947 Kinder geboren (2024: 5.877), darunter 3.056 Jungen und 2.887 Mädchen. Bei der Beurkundung von vier Kindern war das Geschlecht unbestimmt. Damit bewegt sich die Zahl der Geburten weiter auf einem niedrigen Niveau. Unter den Neugeborenen gab es 93 Zwillingspärchen sowie zwei Drillingsgeburten. Zusätzlich wurden 81 Geburten nachbeurkundet, bei denen die Kinder im Ausland geboren wurden. Das Geburtsjahr und das Jahr der Nachbeurkundung sind dabei in der Regel nicht identisch.
49 Prozent der Mütter waren nicht verheiratet. 34 Prozent der Eltern wohnten außerhalb des Standesamtsbezirkes Dresden. Beide Werte unterliegen seit Jahren nur geringen Schwankungen. Der Anteil der Elternteile mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag 2025 bei 21,2 Prozent. Insgesamt waren 124 verschiedene Länder vertreten. Platz 1 belegte Syrien mit 300 Elternteilen, gefolgt von der Ukraine (188) und Indien (142). Auf den Plätzen vier und fünf folgten die Russische Föderation (122) sowie Polen (110).
Emil zum zehnten Mal beliebtester Vorname
Bei den Mädchen war 2025 Charlotte mit 37 Vergaben der beliebteste Vorname und führte erstmals die Statistik an. Es folgten Emma (32 Vergaben und beliebtester Vorname 2024) sowie Alma und Mathilda mit jeweils 30 Vergaben.
Bei den Jungen lag Emil bereits das zehnte Jahr in Folge auf Platz 1 (49 Vergaben). Dahinter folgten Noah (37) und Theo (36).
Die zehn beliebtesten ersten Vornamen für Mädchen:
- Charlotte (37)
- Emma (32)
- Alma (30)
- Mathilda (30)
- Ella (28)
- Emilia (27)
- Leni (27)
- Mia (27)
- Ida (26)
- Amelie (25)
Die zehn beliebtesten ersten Vornamen für Jungen:
- Emil (49)
- Noah (37)
- Theo (36)
- Oskar (34)
- Anton (33)
- Arthur (33)
- Elias (33)
- Karl (32)
- Theodor (31)
- Henry (30)
3.632 Kinder wurden mit nur einem Vornamen beurkundet. 723 Mädchennamen und 644 Jungennamen wurden jeweils nur einmal vergeben. Zu Namensablehnungen führt das Standesamt keine statistischen Erhebungen.
Viele Hochzeiten, Mai ist Spitzenmonat
Die Zahl der Eheschließungen blieb auch 2025 auf einem hohen Niveau, lag jedoch etwas unter dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden 1.817 (2024: 1.984) Ehen geschlossen, darunter 65 Paare gleichen Geschlechts. Der beliebteste Monat für Eheschließungen war der Mai mit 256 Trauungen, während der Januar mit lediglich 35 Eheschließungen das Schlusslicht bildete.
Bei 194 Eheschließungen hatten ein oder beide Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit. Am häufigsten vertreten waren Syrien (44), die Türkei (30) und Österreich (22). Besonders gefragt war weiterhin der Hauptsitz des Standesamtes die „Villa Weigang Dresden“ auf der Goetheallee, in der 2025 insgesamt 1.418 Ehen geschlossen wurden.
Jan Pratzka, Beigeordneter für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit„Das neue Onlinebuchungsportal des Standesamtes wird sehr gut angenommen: Für das Jahr 2026 ist die Villa Weigang an den Wochenenden von April bis September nahezu vollständig ausgebucht. Eheschließungstermine können maximal ein Jahr im Voraus reserviert werden.“
Weitere Eheschließungen fanden statt:
- im Kulturrathaus: 44
- im Schloss Albrechtsberg: 95
- im Lingnerschloss: 50
- im Landhaus: 41
- im Schloss Schönfeld: 56
- im Palais im Großen Garten: 21
- im Kraszewski-Museum: 31
- im Rathaus Weixdorf: 33
- im Neuen Rathaus: 25
Ein Vergleich zwischen den Trauorten ist nur eingeschränkt möglich, da viele Eheschließungsobjekte ausschließlich zu bestimmten Terminen in der Hauptsaison geöffnet sind. Die Villa Weigang hingegen steht ganzjährig zur Verfügung.
Sterbefälle erneut gestiegen
Im Jahr 2025 wurden 6.902 Sterbefälle beurkundet, darunter 3.569 Männer und 3.332 Frauen. Die Anzahl ist damit erneut höher als im Vorjahr (2024: 6.717). 177 der verstorbenen Personen besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zudem wurden zwölf Sterbefälle nachbeurkundet, die sich im Ausland ereignet hatten.
Die Zahl der ausgestellten Urkunden ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Insgesamt wurden 18.810 (2024: 18.414) Personenstandsurkunden ausgestellt.
Viele Namensänderungen, hohe Nachfrage beim Selbstbestimmungsgesetz
Seit dem 1. Mai 2025 gibt es ein neues Namensrecht. Die neuen Regelungen ermöglichen mehr Flexibilität bei der Wahl von Geburts- und Ehenamen, außerdem werden nachträgliche Namensänderungen erleichtert. Seit Inkrafttreten des Gesetzes wurden 164 Erklärungen zum Geburtsnamen beurkundet, die zuvor rechtlich nicht zulässig gewesen wären. Am häufigsten wurde dabei die sogenannte Rückbenennung gewählt, also die Rücknahme des Namens eines Stiefelternteils. Ergänzend dazu wurden 46 Erklärungen zum Ehenamen aufgenommen. Besonders häufig entschieden sich Ehegatten für einen gemeinsamen Doppelnamen, der künftig von beiden Partnern geführt wird.
Seit dem 1. November 2024 besteht aufgrund des neu eingeführten Selbstbestimmungsgesetzes die Möglichkeit, das Geschlecht durch Erklärung gegenüber dem Standesamt zu ändern. Im Jahr 2025 nahm das Standesamt Dresden mit 252 (2024: 240) beurkundeten Erklärungen eine gleichbleibend hohe Zahl an Vorgängen auf. 159 Personen erklärten eine neue Geschlechtszugehörigkeit, nachdem sie zuvor als weiblich registriert waren. 92 Personen waren zuvor als männlich registriert. 35 Erklärungen wurden von Personen unter 18 Jahren abgegeben.
Vergangenes Jahr gab es 2.159 Kirchenaustritte, die Anzahl ist damit leicht gesunken (2024: 2.455).
Hinweis:
Die Standesbeamtinnen und Standesbeamten der Landeshauptstadt Dresden beurkunden Personenstandsfälle, die sich auf dem Territorium der Stadt ereignet haben. Aus diesen Zahlen ist kein Rückschluss auf die mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldete Bevölkerung möglich. Die Arbeitsbilanz bezieht sich auf das Beurkundungsdatum und die Zuständigkeit.