Die Brücke erhält einen neuen Farbanstrich als Korrosionsschutz, der sie vor dem Rosten schützt. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege konnte der ursprüngliche Farbton der Brücke von 1893 bestimmt werden. Der neue Korrosionsschutz wurde im Vorfeld auf Testflächen am Blauen Wunder getestet.
Ebenso werden defekte Stahlbauteile ausgetauscht, die Brückenlager ertüchtigt und die Pfeiler umfassend instandgesetzt. Auch die Ausstattung der Brücke wird erneuert. Unter anderem die Beleuchtung und die Geländer. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, stehen weiterhin umfangreiche Arbeiten an den Ankerkammern und die Fahrbahninstandsetzung an. Hier befinden sich die Fachleute noch in der Planungsphase. Die Fahrbahnübergänge konnten bereits in der 2022 stattgefundenen Maßnahme ertüchtigt werden.
Je nach Baukostenentwicklung und eintretenden Risiken werden sich die Gesamtkosten zwischen 96 und 126 Millionen Euro bewegen. Davon werden für Stahlbau und Korrosionsschutz Mittel in Höhe von etwa 40 Mio. Euro benötigt.
Auf der Loschwitzer Hälfte läuft die Sanierung bereits seit Mai 2025 und endet etwa zum Jahresbeginn 2031. Ende Oktober 2026 startet die Sanierung der Blasewitzer Hälfte des Blauen Wunders. Diese wird bis in das Frühjahr 2031 andauern.
Durch die parallele Sanierung auf beiden Bauwerkshälften kann die Dauer der Verkehrseinschränkungen reduziert werden. Nach wie vor kann während der Bauzeit je eine Fahrspur pro Fahrtrichtung genutzt werden.