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https://www.dresden.de/de/leben/wohnen/nachbarschaft.php 09.07.2019 08:08:54 Uhr 06.12.2019 06:53:18 Uhr

Nachbarschaft

Quartiersassistenten

Für eine lebendige Nachbarschaft, in der sich auch ältere Anwohnerinnen und Anwohner wohlfühlen, hat das Sozialamt die sogenannte Quartiersassistenz entwickelt. Quartierassistenten helfen Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Sie sind gute Geister im Wohngebiet, gehen beispielsweise mit Senioren spazieren, begleiten sie bei Ausflügen und Halbtagesfahrten, helfen bei Veranstaltungen und betreuen offene Seniorentreffs.

„Mit Quartiersassistenz wollen wir vor allem zwei Dinge erreichen: Menschen in Arbeit bringen und das Miteinander im Wohnquartier verbessern“, erklärt Dresdens Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann. „Im Fokus stehen die Teilhabe am Arbeitsleben sowie das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl. Quartiersassistenz soll ein Beitrag sein für zukunftsfähige und verlässliche Nachbarschaften, in denen sich Menschen generationenübergreifend unterstützen. Wir sagen der Vereinsamung den Kampf an“, kündigt die Sozialbürgermeisterin an.

Das Sozialamt hat die Quartiersassistenz auf der Basis der neuen Jobcenter-Förderung „Teilhabe am Arbeitsleben“ entwickelt. Dabei erhalten die Arbeitgeber bis zu 100 Prozent Lohnkostenzuschuss vom Jobcenter. Der Lohn wird maximal fünf Jahre gestützt. In den ersten beiden Jahren zu 100 Prozent. Danach sinkt er um jährlich zehn Prozent. Den städtischen Sozialplanern ist vor allem die soziale und regionale Infrastruktur wichtig. Um das zu unterstützen, stockt das Sozialamt das Angebot mit einer Pauschale für Sachkosten auf: 175 Euro im Jahr 2019 und 200 Euro im Jahr 2020, pro Arbeitsplatz und Monat.

Die Quartiersassistentinnen und der Quartiersassistenten sollen bedarfsgerecht im Quartier arbeiten. Ihre Arbeit soll an die Ressourcen und den Bedarf der Anwohnerinnen und Anwohner anknüpfen. Grundsätzlich gilt: Menschen, die selbst Unterstützung brauchen, handeln für Menschen die unterstützt werden wollen. Das sind insbesondere Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Pflegebedarf, Menschen mit Behinderung, Erwerbslose sowie Migrantinnen und Migranten. Quartiersassistenz bringt sie nach dem Prinzip „Stärken stärken“ zusammen. Das gemeinsame Tun soll im Quartier Integration und Verständnis für die Situation des anderen schaffen. Das gilt beispielsweise zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen, jungen und alten Menschen sowie deutschen und ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Aus der Quartiersassistenz heraus könnten sich Strukturen entwickeln und neue Netzwerke bilden. All das ist gut für das Zusammenleben.

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