Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/nachhaltigkeit.php 20.11.2020 11:31:31 Uhr 27.11.2020 06:51:24 Uhr

Nachhaltigkeit in Dresden

Seit Januar 2020 gibt es in Dresden das durch Engagement Global (BMZ) geförderte Projekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ (KEpol). Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für die Landeshauptstadt Dresden. Damit sollen bereits vorhandene entwicklungspolitische Aktivitäten miteinander verknüpft werden und die koordinierte Umsetzung und wirksame Weiterentwicklung bestehender Konzepte und Maßnahmen gesichert werden.

Als äußerer Zielrahmen gilt die Agenda 2030 mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen - Sustainable Development Goals (SDG). Die Ziele und das zugehörige Indikatoren-Set dienen damit zum einen als Kompass für die Kommunalentwicklung, zum anderen auch als globaler Referenzrahmen, welcher die Kompatibilität auf kommunaler Ebene sowie auf Länder- und Bundesebene ermöglicht. Man kann also feststellen, wo die Stadt Dresden auf ihrem Weg zu den Nachhaltigkeitszielen steht und ob die Maßnahmen, welche in der Stadt umgesetzt werden, eine nachhaltige Entwicklung begünstigen oder ob Ergänzungen notwendig sind. Einen kleinen Einblick, wie das funktioniert, gibt auf anschauliche Art und Weise das SDG-Portal für Kommunen. Hier kann man die Entwicklung der Stadt Dresden mit anderen Städten und Kommunen in Deutschland vergleichen.

Im Rahmen des Projektes soll gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitenden an den SDGs orientierte Zielsetzungen und messbare Indikatoren ausgewählt werden und mit Maßnahmen, welche der Zielerfüllung dienen, untersetzt werden.

Der Prozess wird in Abstimmung mit der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK 2025+) umgesetzt werden.

Die Agenda 2030 – was ist das?

Die Agenda 2030 ist ein Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung, der am 25. September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Das Ziel ist, die Welt auf den Pfad von Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit zu bringen und dabei niemanden zurückzulassen.

Das Kernstück des Aktionsplans bilden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, nach der englischen Bezeichnung auch SDGs genannt (Sustainable Development Goals). Die Ziele sind unterteilt in 169 Unterziele und darauf ausgerichtet, die Menschenrechte für alle zu verwirklichen. Dabei werden die drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung beachtet, also wirtschaftliche, soziale und ökologische Dimension. Die 17 Ziele betreffen alle Lebensbereiche von Bildung über Gesundheit, nachhaltigen Konsum und Produktion, Klimaschutz und Wirtschaftswachstum.

Logo mit drei Reihen von farbig unterschiedlichen Kästchen mit Symbolen und Themen der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

Was hat Dresden mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung zu tun?

Über 50 Prozent der Weltbevölkerung (in Deutschland 77 Prozent) lebt in Städten. Die Themen der Agenda 2030 liegen daher nah an den Aufgabenbereichen der Kommunen - von Armutsbekämpfung über Wirtschaftswachstum, Klimawandel, Chancengleichheit, bis hin zu Bildung und Beschäftigung. Kommunen spielen also bei der Umsetzung aller 17 Ziele eine wichtige Rolle. Sichtbar wird dies insbesondere, aber nicht ausschließlich, durch Ziel 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden: „Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten“

Wie können wir sicherstellen, dass in Dresden alle Zugang zu ausreichend Einkommen, zu gesunder Ernährung, zu Gesundheitsleistungen, zu hochwertiger Bildung und zu bezahlbarem Wohnraum erhalten ohne dabei die Ressourcen unseres Planeten zu erschöpfen? Wie können wir darüber hinaus mit unserem lokalen Handeln sogar zu mehr Wohlstand und Frieden auf der globalen Ebene beitragen? Die Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigkeitsziele bieten hierfür eine Orientierungshilfe, indem sie konkrete Unterziele und Indikatoren benennen, anhand derer sich die drei Dimensionen auf ihre nachhaltige Entwicklung überprüfen lassen. Diese Unterziele und Indikatoren sollen nun für die Stadt Dresden geprüft und in ganz konkrete Maßnahmen übersetzt werden, welche zur Zielerfüllung führen können.

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