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Smart Energy

Zukunftshaus in der Dresdner Johannstadt
Zukunftshaus in der Dresdner Johannstadt

Aus den Anforderungen für die Energiewende ergeben sich viele Überlegungen, wie unsere Stadt der Zukunft aussehen könnte. In dem von HORIZON 2020 geförderten EU-Projekt MAtchUP erprobt die Stadt Dresden am Beispiel des Stadtquartiers Johannstadt 48 Maßnahmen für die nachhaltige Stadtentwicklung. Diese beinhalten den Einsatz Erneuerbarer Energien, lastflexible Stromtarife, Mieterstrommodelle, Mobilitätslösungen u. a. im Zusammenspiel mit einer breiten Bürgerbeteiligung. Die daraus resultierenden Maßnahmen dienen als Vorbilder für Lern-Partner, die sogenannten Follower Cities, Skopje (Dresdens Partnerstadt in Mazedonien), Herzlia (Israel), Ostende (Belgien) und Kerava (Finnland).

Ein Beispiel, wie das zukünftig in der Lebensrealität aussehen könnte, ist das Dresdner Zukunftshaus, in dem ein großer Teil dieser Technologien zum Einsatz kommt und zeigt, wie in dem Bestand einer Stadt Mieter an neuen Energie- und IT-Modellen partizipieren können. Die Erfahrungen, was man innerhalb des Bebauungsbestandes einer Stadt realisieren kann, dienen dabei als Blaupause für zukünftige Projekte.    

Auch die Stadt selbst etabliert für ihre kommunalen Liegenschaften eine Zentrale Gebäudeleitstelle. Diese wird zukünftig die Energieverbräche in Schulen, Kitas, Behördengebäuden erfassen und optimierend eingreifen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Elektromobilität und die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt verbraucht Strom. Andererseits ergeben sich dank der Systeme immense Einsparpotenziale an Energie und CO2. So lassen sich mit modernen Technologien Stromnetze effizienter verbinden und es wird insgesamt weniger verbraucht. Aber auch hierfür braucht es neue Wege und Szenarien. Dresden war von 2017 bis 2021 aktiver Partner im vom BMBF geförderten Projekt WindNODE, dem „Schaufenster für intelligente Energie aus dem Nordosten Deutschlands“. In 50 verschiedenen Teilarbeitspaketen haben mehr als 70 Partner an Musterlösungen für das zu 100 Prozent regenerative, intelligente Energiesystem der Zukunft gearbeitet.

Dresden hat sich in WindNODE als Hochtechnologiestandort mit einem hohen Anteil an energieintensiven Industrien und einer Vielzahl an Forschungseinrichtungen eingebracht. Dazu verfügt die Stadt über eine Vielzahl kommunaler Liegenschaften, Eigenbetrieben und städtischen Einrichtungen. Alles zusammen ergibt enorme Möglichkeiten zur Energieeinsparung sowie für den kurz- und mittelfristigen Lastausgleich im Stromnetz. Im Teilvorhaben der Landeshauptstadt "Modellregion Dresden / Kommunale Lastverschiebungspotenziale" wurden diesbezügliche Reserven der Stadt untersucht und erschlossen. Im Rahmen von WindNODE arbeitete die Landeshauptstadt Dresden daher an dem Arbeitspaket "Quartierkonzepte - Prototypen der Smart City".

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