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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/smartcity/smart-energy.php 30.11.2023 14:51:24 Uhr 15.07.2024 10:41:48 Uhr

Smart Energy and Environment

Zukunftshaus in der Dresdner Johannstadt
Zukunftshaus in der Dresdner Johannstadt

Die Stadt Dresden will neue Impulse in Sachen Klimaschutz setzen und schreibt deshalb ihr Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept (IEK) fort. Das Ziel: Klimaneutralität deutlich vor 2050.
Neuen Schub erfährt das Ziel dank des EU-Programms „100 climate-neutral cities by 2030 – by and for the citizens“. Dies fördert Modellstädte, bis 2030 klimaneutral zu sein.

Die 100 ausgewählten Städte, darunter Dresden, werden zum Labor für ganz Europa. Die Modellstädte erproben und setzen dafür als „Innovation Hubs“ für die gesamte EU bis 2030 Lösungen um. Als Innovationskern sollen sie andere Städte auf deren Weg zur Klimaneutralität inspirieren. Auf diesem Gebiet verfügt Dresden bereits über einen reichen Erfahrungsschatz. In dem von HORIZON 2020 geförderten EU-Projekt MAtchUP erprobte die Stadt bis September 2022 am Beispiel des Stadtquartiers Johannstadt 48 Maßnahmen für die nachhaltige Stadtentwicklung. Diese beinhalten den Einsatz Erneuerbarer Energien, lastflexible Stromtarife, Mieterstrommodelle, Mobilitätslösungen u. a. im Zusammenspiel mit einer breiten Bürgerbeteiligung. Die daraus resultierenden Maßnahmen dienen als Vorbilder für Lern-Partner, die sogenannten Follower Cities, Skopje (Dresdens Partnerstadt in Mazedonien), Herzlia (Israel), Ostende (Belgien) und Kerava (Finnland).

Ein Beispiel, wie das zukünftig in der Lebensrealität aussehen könnte, ist das Dresdner Zukunftshaus, in dem ein großer Teil dieser Technologien zum Einsatz kommt und zeigt, wie in dem Bestand einer Stadt Mieter an neuen Energie- und IT-Modellen partizipieren können. Die Erfahrungen, was man innerhalb des Bebauungsbestandes einer Stadt realisieren kann, dienen dabei als Blaupause für zukünftige Projekte.    
Auch die Stadt selbst etabliert für ihre kommunalen Liegenschaften eine Zentrale Gebäudeleitstelle. Diese wird zukünftig die Energieverbräche in Schulen, Kitas, Behördengebäuden erfassen und optimierend eingreifen.

Das Nachfolgeprojekt von MAtchUP - NEUTRALHPATH – wird in "Positive Clean Energy Districts" (PCED), die nach partizipativen und endkundenzentrierten Grundsätzen konzipiert und umgesetzt werden, weitere Lösungen etablieren, die wesentlich zur Transformation der Städte in Richtung Klimaneutralität beitragen. Dazu gehören die Ergrünung von Fernwärme, Sanierungen mit aktiven Fassadenelementen, Neubauten mit innovativen Bautechnologien, wie Carbonbeton oder Holzbau, der Ausbau von Photovoltaik und Geothermie, ein Energiemanagement für das gesamte Quartier sowie der Ausbau von Hochleistungs-Ladeinfrastruktur und bidirektionalem Laden. Dresden (Deutschland) und Zaragoza (Spanien), die über große Erfahrung mit städtischen Transformationsprojekten werden als Leuchtturmstädte PCEDs von der Planung bis zur Umsetzung und Bewertung demonstrieren. Beide Städte beabsichtigen, als Vorreiter dieses Prozesses zu agieren und klimaneutrale Wohnquartiere zu schaffen.

Im Projekt DymoBat werden KI-basierte Algorithmen für die Energiewirtschaft zur Regelung und Optimierung von dezentraler Erzeugung, Speicherung und Verbrauch entwickelt und erprobt. Insbesondere die Integration mobiler Energiespeicher in Form von batterieelektrischen Flottenfahrzeugen in ein intelligentes Energiemanagementsystem wird dabei pilothaft untersucht.