Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/wirtschaft/smartcity/smart-government.php 30.11.2023 14:52:30 Uhr 14.07.2024 15:34:49 Uhr

Smart Government

Daten gelten als Gold des 21. Jahrhunderts. Städte verfügen über einen unermesslichen Schatz daran. Dresden stellt rund 800 Datensätze auf seiner Open-Data-Plattform Bürger/innen, Wirtschaft, Wissenschaft und andere Verwaltungen kostenlos in einem standardisierten, maschinell abrufbaren Format zur Verfügung. Zusätzlich sind im Themenstadtplan Informationen aus 400 aktiven Themen abrufbar. Dazu gehören auch Informationen zu freien Stellplätzen, die über Stellplatzsensoren gewonnen werden, freie Ladesäulen für E-Fahrzeuge oder Umweltdaten.

Die Nutzung dieser Datensätze ist ausdrücklich erwünscht, denn die Datenauswertung ermöglicht einerseits der Wissenschaft neue Erkenntnisse. Weiterhin befördern Datenverknüpfung und -Weiterverarbeitung neue Geschäftsmodelle und das Entstehen wirtschaftlicher Potentiale. Bürgerinnen und Bürger erhalten anhand der Daten neue Beteiligungsmöglichkeiten und mehr Transparenz.

Junge Teams tüfteln jährlich im Auftrag der Stadt im Rahmen von Hackathons an kreativen und nützlichen Lösungen zu vorgegebenen Themen, wie den Dresdner Geodaten oder Verkehrslösungen für das Dynamo-Fußballstadion.

Im Themenstadtplan können sich Bürger und Besucher vielfältige Informationen für nahezu jeden Standort in der Stadt heraussuchen. Das beginnt bei Adressen und geht weiter über touristische Informationen, die nächstliegende Ladesäule für das eAuto bis zu Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Verwaltung selbst ist sich der Tatsache bewusst, dass die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels mit seiner Fülle an zukunftsgerichteten Konzepten für Mobilität, Kommunikation oder Energie auch völlig neue Anforderungen an das Verwaltungshandeln stellt. Aus diesem Grund baut Dresden ein neues Verwaltungszentrum. Der Neubau wird mit dem modernen Planungswerkzeug Building Information Modeling (BIM) realisiert. Dieses ermöglicht auch ein Monitoring für den späteren Gebäudebetrieb. Das Dresdner Projekt gilt dabei als Schrittmacher und Blaupause für andere Kommunen in Deutschland. BIM soll ab 2025 für die öffentliche Hand verpflichtend werden. Dresden setzt es bereits für drei BIM-Pilotprojekte ein, ergänzt von weiteren modernen Methoden für seine Infrastrukturprojekte.

In einem strategischen Organisationsentwicklungskonzept wurden Überlegungen für eine bürger- und unternehmensnahe sowie digitale Verwaltung angestellt. Ziel ist die organisationsübergreifende Zusammenarbeit mittels elektronischer Akte, die bis 2025, zur Fertigstellung des Verwaltungszentrums, realisiert sein soll. 

Voraussetzung, um Bürger digital in Entscheidungsprozesse einzubeziehen oder Dienstleistungen von Behörden auf digitalem Wege zu nutzen, ist das sichere Management digitaler Identitäten. Im Projekt ID-Ideal soll über die Automatisierung bzw. Standardisierung von ID-Prozessen eine Vereinfachung des Zugangs zu Diensten der Stadt und städtischen Partnern, die heute unterschiedliche Identifizierungsprozesse durchlaufen, erreicht werden. Dresden ist Leiter des Arbeitspaketes Großstadt und bearbeitet im Projekt 11 Anwendungsfälle. Die Lösungen werden nach ihrer Erprobung das Fundament für eine deutschland- und sogar europaweite Anwendung einer selbst souveränen digitalen Identität bilden.

Übrigens

Bei der Realisierung des Online-Zugangsgesetztes (OZG) befindet sich Dresden in einer Vorreiterposition. Zum Stichtag am 31. Januar 2023 wurden 171 Formulare digitalisiert, wovon bereits über 94 mit OZG-Relevanz und daraus sind 88 Online-Anträge entstanden. Darüber hinaus wurde auf der Internetpräsenz der LHD eine Übersicht der fertigen und sich in Umsetzung befindenden Online-Anträge erstellt: Elektronische Behördengänge (dresden.de).

Neuestes Angebot der Stadt an ihre Bürger sind Selbstbedienungsterminals im neuen „digitalen Bürgerbüro“ am Ferdinandplatz. Hier können Bürgerinnen und Bürger einen Personalausweis oder Reisepass beantragen – inklusive Erstellen des digitalen Passfotos sowie der Fingerabdrücke. Fertige Ausweisdokumente kann man während der Öffnungszeiten ohne Termin an der Dokumentenausgabebox abholen.