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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/01/pm_018.php 12.01.2026 14:34:55 Uhr 12.01.2026 17:53:17 Uhr |
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Dresden würdigt Carl Maria von Weber mit großem Festjahr 2026
Vielfältiges Kulturprogramm, Sonderausstellungen und Sanierung des Weber-Museums
Dresden stellt das Jahr 2026 ganz ins Zeichen Carl Maria von Webers. Anlässlich des 200. Todestages des Komponisten am 5. Juni 2026 würdigt die Landeshauptstadt gemeinsam mit zahlreichen Kulturinstitutionen Leben, Werk und nachhaltigen Einfluss eines der bedeutendsten Vertreter der deutschen Romantik. Unter dem Motto „Romantik entdecken. Festjahr 2026“ erwartet Einheimische wie Gäste ein facettenreiches Programm mit Konzerten, Opernaufführungen, Ausstellungen, Vorträgen und touristischen Angeboten in Dresden und der gesamten Region Dresden-Elbland.
Carl Maria von Weber lebte und wirkte von 1817 bis zu seinem Tod 1826 in Dresden. Als Königlicher Kapellmeister und Direktor der Deutschen Oper am Dresdner Hoftheater prägte er das Musikleben der Stadt nachhaltig. Dresden wurde unter seinem Wirken zu einem Zentrum der musikalischen Romantik, hier entstand auch sein berühmtestes Werk, die Oper „Der Freischütz“. Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres liegt im Zeitraum vom 28. Mai bis 28. Juni 2026 rund um Webers Todestag.
Carl-Maria-von-Weber-Museum als Herzstück des Festjahres
Zentrales historisches und kulturelles Zentrum des Festjahres ist das Carl-Maria-von-Weber-Museum im historischen Winzerhaus in Dresden-Hosterwitz, der einstigen Sommerresidenz des Komponisten. Die Stadtverwaltung lässt das denkmalgeschützte Gebäude von 2026 bis 2028 mit Fördermitteln des Bundesprogramms KulturInvest sanieren. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2028 geplant.
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch„Das musikalische Erbe Carl Maria von Webers und die anstehende Sanierung seines einstigen Sommerhauses sind Anlass, ihn im Jahr seines 200. Todestages an authentischen Orten herausragend zu würdigen. Ich freue mich auf die vielfältigen Veranstaltungen und zeitgenössischen Interpretationen seiner Musik und lade Gäste der Region Dresden-Elbland ein, auf Webers Spuren zu wandeln.“
Baubürgermeister Stephan Kühn„Im März 2026 beginnen wir mit der denkmalgerechten Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziert die Arbeiten am historischen Dachstuhl und dem tragenden Gebälk. 2027 und 2028 folgen alle weiteren Sanierungsschritte. Rund fünf Millionen werden in das Gebäude fließen. Zudem machen wir mit Unterstützung der Bürgerinitiative Keppgrund den wildromantischen Keppgrundweg, einen Lieblingswanderweg Webers, wieder verkehrssicher.“
Das 1957 eingerichtete Carl-Maria-von-Weber-Museum ist eine Außenstelle des Stadtmuseums Dresden.
Direktorin Stadtmuseum, Dr. Christina Ludwig„Die Erforschung und Vermittlung von Webers Leben und Werk ist ein wichtiger Bestandteil der Dresdner Stadtgeschichte und bietet zahlreiche spannende Anknüpfungspunkte. Als authentischer Lebensort ist das Carl-Maria-von-Weber-Museum eine Gedenkstätte und birgt zugleich das Potenzial für eine vielfältige museale Vermittlung. Im Jubiläumsjahr wird neben einer Sonderausstellung im Kügelgenhaus auch die Neukonzeption der Dauerausstellung im Fokus stehen. Zusammen mit der Sanierung des Museums sind dies Meilensteine für die Geschichte der Museen der Stadt Dresden.“
Auch die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden beteiligt sich am Festjahr.
Rektor Prof. Lars Seniuk„Wir ehren unseren Namensgeber spartenübergreifend und innovativ – mit historischen Wiederentdeckungen von Webers Werken ebenso wie mit Uraufführungen, mit Chor- und Orchesterwerken sowie mit Jazz- und Popklängen. Begleitet wird das Jubiläumsjahr von einem wissenschaftlichen Weber-Symposium und der Gründung des Weber Music Campus Dresden, dem neuen Nachwuchsnetzwerk von Musikhochschule und Sächsischem Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber Dresden.“
Festjahr als Impuls für Kultur- und Musiktourismus
Touristisch begleitet die Dresden Marketing GmbH (DMG) das Festjahr mit gezielten Kommunikationsmaßnahmen, darunter ein eigener Flyer, eine Internetseite und ein neu entwickelter Weber-Weg, der zentrale Wirkungsorte des Komponisten verbindet.
Corinne Miseer, Geschäftsführerin Dresden Marketing GmbH (DMG)„Weber und Wagner haben in Deutschland und ausgewählten Auslandsmärkten nachhaltig touristisches Potential für unsere Destination. Beide sind sehr spannende und bekannte Musikerpersönlichkeiten, mit denen wir alle Generationen ansprechen und unsere Bedeutung als Musikmetropole von Weltrang noch einmal untermauern können.“
Ausgewählte Programmhöhepunkte 2026
- Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB): Sonderausstellung „Kein Freischütz für Dresden. Carl Maria von Weber und die deutsche Oper“, vom 3. Februar bis zum 6. Juni mit Begleitprogramm, www.slub-dresden.de/besuchen/ausstellungen-buchmuseum
- Kügelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik, Sonderausstellung „WO SCHATTEN WOHNEN – E.T.A. Hoffmann, Carl Maria von Weber und das Dunkle in der Romantik“, 28. März bis 6. September mit Begleitprogramm, https://kuegelgen-dresden.de/programm/ausstellungen/wo-schatten-wohnen
- Touristische Weber-Tour auf Komoot mit mehreren Stationen: Tour auf der Altstädter Seite, Tour zwischen Barockviertel und Elbschlösser sowie Romantische Tour durch Hosterwitz und Pillnitz, www.visit-dresden-elbland.de/weber
- Konzerte der Dresdner Philharmonie mit Musik Carl Maria von Webers in mehreren Konzerten, www.dresdnerphilharmonie.de/de/konzerte-tickets/konzertkalender-dresden/
- Aufführungen der Sächsischen Staatsoper und der Sächsischen Staatskapelle Dresden mit Musik Carl Maria von Webers in mehreren Konzerten, www.semperoper.de/spielplan.html
- Junges Sinfonieorchester und Bigband des Sächsischen Landesmusikgymnasiums für Musik: „Weber meets Jazz“, Kulturpalast Konzertsaal, 30. März, https://kulturpalast-dresden.de/de/veranstaltungen/kalender/crossover-weber-meets-jazz/
- Chor und Sinfonieorchester der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, vergessene chorsinfonische Werke Webers und Uraufführungen, großer Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden, 29. Mai
- Konzerte der Dresdner Musikfestspiele mit Werken von Carl Maria von Webers, 14. Mai bis 14. Juni, www.musikfestspiele.com/de/programm
- Dresdner Geschichtsverein e.V., „Dresdner Heft“ zu Carl Maria von Weber, erscheint Ende März, www.dresdner-geschichtsverein.de/hefte
- Carl-Maria-von-Weber-Freundeskreis und Katholische Friedhöfe: Veranstaltung am Grab, 5. Juni
- Landesbühnen Sachsen, Oper „Silvana“, mehrere Aufführungen, www.landesbuehnen-sachsen.de/spielzeit/silvana/
- Weber-Wagner-Wiese (Familienfest), Richard-Wagner-Stätten Graupa, 7. Juni, www.wagnerstaetten.de/veranstaltungen/1400-wagnerweberwiese-2026-ein-musikalisches-familienpicknick-fuer-jung-und-alt/
- Felsenbühne Rathen (Landesbühnen Sachsen), Oper „Der Freischütz“, 10 Termine, https://www.landesbuehnen-sachsen.de/felsenbuehne-rathen/#spielplan
- 33. Elbhangfest unter dem Motto „Rockt den Weber“, 26. bis 28. Juni, https://elbhangfest.de/
- Tag des offenen Denkmals im Carl-Maria-von-Weber-Museum, 13. September, www.tag-des-offenen-denkmals.de/motto
Hintergrund: Carl Maria von Weber
Carl Maria von Weber war Komponist, Dirigent und Pianist. Er wurde am 18. oder 19. November 1786 in Eutin (Hochstift Eutin) geboren. 1817 kam er nach Dresden, wo er Königlicher Kapellmeister und Direktor der Deutschen Oper am Dresdner Hoftheater war. Neben seiner Tätigkeit als Kapellmeister komponierte er in den folgenden Jahren mehrere Opern, Instrumentalwerke und Chöre, wodurch Dresden zu einem Zentrum der deutschen Romantik auf musikalischem Gebiet wurde. Hier entstand auch sein berühmtestes Werk, die Oper „Der Freischütz“. Er lebte in der Dresdner Innenstadt. Sein Sommerhaus in Hosterwitz (bei Pillnitz) ist heute das Carl-Maria-von Weber-Museum. Webers Schriften sind wichtige Dokumente über die Musik und das Theater seiner Zeit. Er starb am 5. Juni 1826 in London, 18 Jahre später wurden seine sterblichen Überreste nach Dresden überführt und er wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden-Friedrichstadt bestattet. Richard Wagner hielt die Grabrede.
Neben dem Carl-Maria-von-Weber-Museum erinnert ein Standbild zwischen Semperoper und der Gemäldegalerie „Alte Meister“ an ihn. Seit 1959 trägt die Dresdner Musikhochschule seinen Namen.