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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/02/pm_007.php 05.02.2026 14:57:03 Uhr 05.02.2026 16:50:08 Uhr

Dresdner Wochenmärkte: Betrieb bis 2029 gesichert

Deutsche Marktgilde weiterhin Betreiber, Marktkalender online unter www.dresden.de/marktkalender 

Die Deutsche Marktgilde eG betreibt weiterhin die städtischen Wochenmärkte. Mit Vergabe der Konzession für den Zeitraum 2026 bis 2029 sorgt die Landeshauptstadt Dresden für einen verlässlichen Weiterbetrieb und erhält die Wochenmärkte als lebendige städtische Treffpunkte. Wegen allgemeiner Kostensteigerungen müssen die Standgelder erstmals seit 2001 angepasst werden. Insgesamt gibt es zwölf Wochenmärkte im gesamten Stadtgebiet, zum Beispiel auf dem Alaunplatz oder an der Lingnerallee. Sie finden je nach Standort an ein bis drei Tagen pro Woche statt. Alle Termine sind online unter www.dresden.de/marktkalender zu finden.

Umstrukturierung der Standgelder ab 1. Februar 2026 

Mit der Neuvergabe ist eine Anpassung und Umstrukturierung der Standgelder seit 1. Februar 2026 verbunden – nach rund 25 Jahren stabiler Entgeltstruktur. Künftig gelten neue, nach Kategorien gestaffelte Preise, die unter anderem Nachhaltigkeitsaspekte stärker berücksichtigen, wie den Umgang mit Verpackungen und Maßnahmen zur Abfallreduzierung. Der Quadratmeterpreis steigt für alle Anbieterinnen und Anbieter von Nahrungsmitteln, Blumen und Pflanzen von 1,60 Euro auf 2,00 Euro netto. Für andere Sortimente sowie für Imbissstände beträgt der Preis bis zu 2,30 Euro pro Quadratmeter. Auch nach der Erhöhung liegen die Standgelder weiterhin unter dem Niveau anderer sächsischer Großstädte.

„Die Anpassung der Standgelder ermöglicht es uns, die Wochenmärkte als Orte für frische Lebensmittel und regionale Produkte und als Treffpunkte zu erhalten und in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zielgerichtet weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird das Fortbestehen jener Standorte unterstützt, die aktuell unter schwierigen Rahmenbedingungen betrieben werden. Die Dresdner Wochenmärkte tragen zur Lebendigkeit der Stadtteile bei und daher freue ich mich, dass deren Betrieb bis 2029 in den erfahrenen Händen der Deutschen Marktgilde liegt.“

Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka

„Wir sind uns bewusst, dass die Preisänderung für unsere Beschickerinnen und Beschicker eine Herausforderung darstellt. Daher haben wir unsere Kalkulation besonders sorgfältig vorgenommen und uns entschieden, einen Teil der inflationsbedingten Mehrkosten weiterhin selbst zu tragen. Gleichzeitig freuen wir uns sehr über die weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden und sind überzeugt, dass wir gemeinsam die Zukunft der Wochenmärkte positiv gestalten können.“

Madeleine Megyesi-Lukaß, Niederlassungsleiterin der Deutschen Marktgilde für das Gebiet Dresden

Wochenmärkte oft wichtiger Bestandteil des Innenstadtbesuchs

Im März 2025 führte die STESAD im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden eine Besucherumfrage durch. Ziel war es, zu untersuchen, wie Wochenmärkte zur Belebung der Dresdner Innenstadt beitragen können. Untersetzt wurde die Studie mit einer Marktforschung, bestehend aus Experteninterviews, Workshops, Befragungen von Händlerinnen und Händlern sowie einer Umfrage für Bürgerinnen und Bürger online und vor Ort. An der Umfrage nahmen insgesamt 505 Personen teil.
Rund zwei Drittel der Befragten besuchen regelmäßig einen innerstädtischen Wochenmarkt, davon 30 Prozent einmal wöchentlich. Ausschlaggebend für den Besuch sind vor allem die Regionalität und Nachhaltigkeit der Waren sowie deren Qualität und Frische, ergänzt durch das besondere Flair der Märkte. So wurden am Sachsenmarkt auf der Lingnerallee besonders die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr und das Erscheinungsbild positiv bewertet. Beim Bauernmarkt an der Königstraße überzeugten vor allem der Standort und die Sauberkeit. Gleichzeitig zeigt die Umfrage Entwicklungspotenziale auf. Gewünscht werden insbesondere mehr Sitz- und Verweilmöglichkeiten und eine bessere Möglichkeit zur bargeldlosen Zahlung. Zudem verdeutlichen die Ergebnisse, dass Wochenmärkte – insbesondere der Bauernmarkt – für viele Besucher ein wichtiger Bestandteil des Innenstadtbesuchs sind und häufig mit weiteren Einkäufen oder Aufenthaltsangeboten verbunden werden.

Die Studie wurde aus dem Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)“ finanziert. Es unterstützt Städte und Gemeinden dabei, attraktive und zukunftsfähige Zentren zu entwickeln bzw. zu erhalten.