Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/02/pm_008.php 05.02.2026 18:21:10 Uhr 05.02.2026 19:48:46 Uhr

Große Schritte bei der Sanierung der städtischen Gebäude

Eröffnung von Stadtteilhaus Johannstadt und „Scheune“ geplant

Die Landeshauptstadt setzt 2026 bei ihren Gebäuden konsequent auf Sanierung, Nachhaltigkeit und bedarfsgerechte Weiterentwicklung. 47 Millionen stehen für die städtischen Hochbauprojekte in diesem Jahr bereit. Schwerpunkte sind die Modernisierung der Verwaltungsgebäude, die Sanierung von Kultureinrichtungen sowie neue und modernisierte Orte für das Leben in den Stadtteilen. 

Verwaltungsgebäude zukunftsfähig machen

Ein zentraler Baustein ist die langfristig angelegte Unterbringungsstrategie „Verwaltung 2030+“. Ziel ist es, die Kernaufgaben der Stadtverwaltung weiterhin in eigenen, zentrumsnahen Gebäuden zu bündeln und diese für modernes, digitales Arbeiten zu ertüchtigen. Statt eines Neubaus des Verwaltungszentrums II am Ferdinandplatz schlägt die Verwaltung vor, das Ordnungsrathaus in der Theaterstraße 11–15 sowie das Sozialrathaus in der Junghansstraße 2 zu sanieren.

Neben dem Stadtforum bleibt das Neue Rathaus zentraler Standort der Verwaltung. Die Komplexsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes mit rund 48.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche wird bis Ende 2029 fortgeführt. Im Fokus stehen Brandschutz, Barrierefreiheit und die Sanierung der Hoffassaden. Der Lichthof soll künftig wieder als Versammlungsstätte für die Stadtgesellschaft genutzt werden. 

Kulturzentrum „Scheune“ und Stadtteilhaus Johannstadt eröffnen 2026

Mit dem Kulturzentrum „Scheune“ und dem Stadtteilhaus Johannstadt öffnen 2026 zwei wichtige Gebäude für das soziale und kulturelle Leben in Dresden. Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der Scheune sollen im August 2026 abgeschlossen sein. Das Projekt setzt auf Photovoltaik, Fassadenbegrünung sowie eine multifunktionale Hofgestaltung. Außerdem ist es Pilotvorhaben für die BIM-Methode (Building Information Modeling - damit setzt die Stadt auf digitale Gebäudeinformationen, um zu bauen und das Bauwerk über den gesamten Lebenszyklus effizient zu verwalten.)

Der Neubau des Stadtteilhauses Johannstadt wird im Juni 2026 eröffnet. Mit Unterstützung von Städtebaufördermitteln entstehen dort neue Begegnungs-, Beratungs- und Veranstaltungsräume für Vereine und Initiativen im Stadtteil. 

Römisches Bad – Wiederbelebung eines historischen Ortes 

Am Römischen Bad läuft derzeit der erste Bauabschnitt, der Abdichtungs- und Natursteinarbeiten sowie die Wiederherstellung des westlichen Portikus umfasst. Er soll voraussichtlich bis Herbst 2027 abgeschlossen werden. Für den zweiten Bauabschnitt, die Instandsetzung der Brunnenanlage, wirbt die Stadt weiterhin um Spenden. Dazu sind auch 2026 wieder Konzerte und andere Veranstaltungen vor Ort geplant. 

„Wir bekommen viel Unterstützung und Zuspruch aus der Stadtgesellschaft für die Sanierung des Römischen Bades. Der Blick über die Elbe, die Weinberge, der italienische Charme Dresdens. Das ist ein Ort, der wie kaum ein anderer für die Schönheit der Kulturlandschaft des Dresdner Elbtals steht. Für die vollständige Sanierung fehlen uns gegenwärtig noch die Mittel. Die Spenden der Dresdnerinnen und Dresdner sind aber ein ganz wichtiger Baustein, um Fördermittel beantragen zu können.“ 

Baubürgermeister Stephan Kühn

Frischekur für Museen

Auch die Dresdner Museumslandschaft profitiert von Investitionen. Ab Juli 2026 beginnt die Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums mit einer vorgezogenen Dachsanierung, ab 2027 folgt die denkmalgerechte Instandsetzung. Ebenfalls ab 2027 startet die energetische und denkmalgerechte Sanierung der Technischen Sammlungen Dresden. Das Stadtarchiv Dresden wird ab 2027 erweitert und technisch modernisiert. 

Neue Perspektiven für das Areal der ehemaligen Staatsoperette in Leuben

Nach dem Großbrand im Juni 2025 laufen seit November die Abbrucharbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Staatsoperette. Der Abbruch soll voraussichtlich bis Ende April abgeschlossen sein, anschließend werden die Hohlräume verfüllt. Parallel bereitet die Landeshauptstadt eine Konzeptausschreibung vor, die im Sommer dem Stadtrat vorgelegt werden soll. Geplant sind unter anderem ein Stadtteilhaus, neuer Wohnraum und Funktionsgebäude für die benachbarte Sportanlage.

Mehr barrierefreie Toiletten im öffentlichen Raum

Mit der Umsetzung des stadtweiten Toilettenkonzeptes beginnt 2026 die Errichtung neuer, kostenfrei nutzbarer WC-Anlagen. Bis Ende 2027 sollen insgesamt 13 barrierefreie Toilettenanlagen im gesamten Stadtgebiet entstehen. Der Baustart erfolgt unter anderem am Albertplatz und an der Ritterstraße.

Rund 100 Projekte in Bearbeitung

Das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung betreut aktuell rund 100 Projekte in unterschiedlichen Planungs- und Bauphasen. 2026 stehen dafür rund 40,5 Millionen Euro für Investitionen und etwa 6,5 Millionen Euro für Instandhaltungsmaßnahmen zur Verfügung. Neben Verwaltungs- und Kulturbauten gehören auch Kindertageseinrichtungen und Stadtteilhäuser dazu – viele Projekte mit hohen Anforderungen an Denkmalschutz, Barrierefreiheit und das Bauen im laufenden Betrieb.