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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/tomorrow-s-home/robotik/robot-valley/rv-sniffbot.php 03.03.2022 14:19:22 Uhr 04.10.2022 05:03:35 Uhr

Robotereinsatz im Katastrophenfall

SNIFFBOT, Technische Universität Dresden

Der Sniff-Bot der TU Dresden.
Der Sniff-Bot der TU Dresden.

Ob bei Unfällen, Naturkatastrophen oder der Beseitigung von Kriegsschäden – wo gefährliche Gase im Spiel sind, sollten Menschen besser Abstand halten. Aus diesem Grund hat die TU Dresden den sogenannten Sniff-Bot entwickelt. Der Roboter kann Gase erschnüffeln und kommt in gefährlichen Umgebungen zum Einsatz, um Gefahrenquellen zu identifizieren und aus dem Weg zu räumen. An der Entwicklung des SNIFFBOT waren Wissenschaftler von sieben Professuren der TU Dresden beteiligt, darunter Prof. Dr. Uwe Aßmann, Projektleiter und Dekan der Fakultät für Informatik. Für die Konstruktion der Sniff-Bots hat er zusammen mit seinem Team kleine Drohnen und Fahrroboter mit Bio- und Mikrosensoren ausgestattet.

Damit die Sniff-Bots nicht nur sehen, hören und riechen können, sondern auch dazu in der Lage sind motorische Arbeiten zu verrichten, mussten die Dresdner Wissenschaftler komplexe Entwicklungsaufgaben lösen. Neben einer hochmodernen Gas-Sensorik verfügen die Sniff-Bots deshalb auch über vielfältig einsetzbare Roboterarme und die Möglichkeit, im Schwarm zu arbeiten. So können sie Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven beobachten und die Gefahrenlage optimal einschätzen. Dabei profitieren sie von ihrer Fähigkeit sowohl mit der Umwelt und dem Menschen als auch den anderen Robotern kommunizieren und interagieren zu können. Die kleinen Roboter sind damit auch außerhalb von Katastrophenfällen ein nützlicher Helfer und können auch bei industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen, wie bei der Überwachung von komplexen Produktionsanlagen. Das SNIFFBOT-Projekt wird im Rahmen des Smart Systems Hub Dresden mit einer Summe von insgesamt 1,78 Millionen Euro von der Sächsischen Aufbaubank gefördert.

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