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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/klima-und-energie/klimaschutz/treibhausgasbilanz.php 22.09.2020 17:12:04 Uhr 28.07.2021 02:19:40 Uhr

Treibhausgasbilanz

Die Landeshauptstadt Dresden verfolgt seit dem Beitritt zum Klima-Bündnis im Jahr 1994 das Ziel bis 2030 alle fünf Jahre die Treibhausgasemissionen um zehn Prozent zu senken – ausgehend von 2005. Dies entspricht einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mehr als 40 Prozent von 2005 bis 2030.

Die Treibhausgasbilanz oder CO2-Bilanz ist eine Möglichkeit, die Wirksamkeit und den Erfolg von Klimaschutzaktivitäten messbar und damit sichtbar zu machen.

Aktuelle Treibhausgasbilanz mit Kurzerläuterung

Die Treibhausgasemissionen pro Kopf sind in der nachfolgenden Grafik von 1990 bis 2016 dargestellt. Dabei ist auch die Ziellinie der beschlossenen Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2030 zu sehen. Da auch andere Gase zum Treibhauseffekt beitragen, wird deren Wirkung auf die Wirkung von CO2 umgerechnet und damit in einer Maßzahl, der CO2-Äquivalenzmenge, ausgedrückt.

Das Nachhaltigkeitsniveau von einer Tonne CO2-Äquivalente zeigt im Vergleich zu den dargestellten aktuellen Werten, wie viel Treibhausgasmengen pro Kopf in Deutschland ausgestoßen werden darf, um klimaneutral zu sein. Klimaneutralität bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffemissionen und der Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre in Kohlenstoffsenken herzustellen. Um ein nachhaltiges, klimaneutrales Niveau von etwa 1 Tonne CO2-Äquivalent pro Person und Jahr zu erreichen, ist der aktuelle Ausstoß der klimaschädlichen Gase um etwa 90 Prozent zu reduzieren.



In den Jahren von 2010 bis 2014 sind die Emissionen um rund fünf Prozent gestiegen. Im Jahr 2016 lagen die Pro-Kopf-Emissionen bei 9,9 Tonnen CO2-Äquivalente je Einwohner. Damit wurde im Vergleich zum Jahr 2014 eine Reduktion um 2,7 Prozent erreicht. Jedoch sind die Klimaschutzziele der Landeshauptstadt Dresden weiterhin weit verfehlt. Der angestrebte Zielwert für 2016 liegt bei 7,8 Tonnen CO2-Äquivalente je Einwohner und Jahr, was eine Abweichung von etwa 27 Prozent vom Iststand zum Zwischenziel bedeutet. Um das Ziel für 2030 noch zu erreichen, muss sich die jährliche Reduktion von zwei Prozent auf mehr als vier Prozent erhöhen.

Die Anstrengungen von EU, Bund, Ländern, der Kommune, Energieversorgungsunternehmen, Industrie und Gewerbe sowie der Privathaushalte müssen deshalb deutlich verstärkt werden, um die mittel- und langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen.

Weitergehende Informationen zur Methodik der Treibhausbilanz finden Sie in dem gesonderten Dokument „Erläuterungen zur Treibhausgasbilanz der Landeshauptstadt Dresden“.

Hinweis zur Barrierefreiheit: Die vorliegende pdf-Datei ist nicht komplett barrierefrei, da sich der Inhalt ausschließlich an ein kleines Fachpublikum richtet. Informationen zum Inhalt erhalten Sie per E-Mail unter klimaschutz@dresden.de

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