Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/internationales/direktorin-kunstsammlungen-yad-vashem.php 18.11.2021 13:51:55 Uhr 17.01.2022 20:49:31 Uhr

Besuch von Eliad Moreh-Rosenberg

Eliad Moreh-Rosenberg trägt sich in Gästebuch ein, rechts neben ihr Oberbürgermeister Dirk Hilbert
Eliad Moreh-Rosenberg beim Eintrag ins Gästebuch der Landeshauptstadt Dresden

Am 9. November besuchte Eliad Moreh-Rosenberg, Kuratorin und Direktorin der Kunstsammlungen von Yad Vashem, das Dresdner Rathaus und traf Oberbürgermeister Dirk Hilbert zum Gespräch. Yad Vashem, die Internationale Holocaust Gedenkstätte, wurde im Jahr 1953 durch ein von der Knesset beschlossenes Gesetz als staatliche Behörde gegründet. Ihre Aufgabe ist das Gedenken an den Holocaust, seine Dokumentation, Erforschung und Vermittlung. Die Gedenkstätte besitzt die weltweit größte und vielfältigste Kollektion von Holocaust-bezogener Kunst. Sie enthält etwa 10.000 Werke, die überwiegend aus der Zeit des Holocaust stammen.

Eliad Moreh-Rosenberg gilt als eine der weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet und hat wesentlichen Anteil an der Vergrößerung der Sammlung – durch Recherche und Überzeugung von Privatbesitzern, ihre Werke der Gedenkstätte zur Verfügung zu stellen. Ihr Team hat umfangreiche Recherchen zur Kunst der von den Nazis verfolgten und ermordeten Künstler betrieben, Künstler aus dem Vergessen gerettet und ihre einzigartigen visuellen Zeugnisse der Welt bekannt gemacht. Allein der Akt des Malens sei ein Zeichen des geistigen Widerstandes gewesen, sagt Eliad Moreh-Rosenberg. Die gezeigten Bilder verkörperten die Kraft des menschlichen Geistes, der nicht aufgegeben habe. Vielen Künstlern sei bewusst gewesen, dass sie nicht überleben würden. „Es war ihre Hoffnung, dass etwas für die nächsten Generationen überleben wird."

Beim Treffen mit Oberbürgermeister Hilbert trug sie sich ins Gästebuch der Landeshausstadt ein und tauschte sich mit ihm über die Themen jüdisches Leben in Dresden, Kultur und Stadtentwicklung aus. Anschließend nahm sie am öffentlichen Gedenken anlässlich des 83. Jahrestags der „Reichspogromnacht“ an der Gedenkstele am Hasenberg teil.

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