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Aktuelles

20. Mai 2022 | TU-Neurobiologin Catherina Becker erhält Humboldt-Professur

Prof. Catherina Becker ist eine Pionierin der Erforschung von Rückenmarksregeneration bei Zebrafischen.
Prof. Catherina Becker ist eine Pionierin der Erforschung von Rückenmarksregeneration bei Zebrafischen.

Am 12. Mai 2022 war es soweit: Catherina Becker, Neurobiologin der TU Dresden, nahm mit der Alexander von Humboldt-Professur den höchstdotierten internationalen Forschungspreis in Deutschland entgegen. Schwerpunkt ihrer Forschung am Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) bildet die Regeneration des zentralen Nervensystems, des Gehirns und des Rückenmarks. Dafür untersucht die weltweit führende Neurobiologin Mechanismen im Rückenmark von Zebrafischen, die über eine besondere Regenerationsfähigkeit verfügen. Bereits als junge Doktorandin war Becker fasziniert von der Fähigkeit von Fischen und Fröschen, ihr Nervensystem zu reparieren, was Menschen nicht können. „Als eines der führenden Institute auf dem Gebiet der Regenerationsforschung ist das CRTD ein sehr attraktives Forschungsumfeld, das mir viele Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten bietet“, sagt Prof. Catherina Becker. „Ich bin sehr glücklich, mit der Unterstützung durch die Humboldt-Professur am CRTD an der TU Dresden arbeiten zu können. Hier bin ich Teil des Johannstadt Campus, der wunderbare Möglichkeiten für Forschungskooperationen mit den umliegenden Instituten bietet.“

13. Mai 2022 | Hightech-Gründerfonds übergibt den Staffelstab: Dresdner Startup Arioso Systems von Bosch gekauft

Kleiner Chip, großer Effekt: Die Mikro-Lautsprecher von Arioso sind nur wenige Quadratmillimeter groß.
Kleiner Chip, großer Effekt: Die Mikro-Lautsprecher von Arioso sind nur wenige Quadratmillimeter groß.

Kleiner als eine Ein-Cent-Münze und dennoch mit hervorragendem Klang – der Markt für Mikro-Lautsprecher entwickelt sich rasant. Ganz vorne mit dabei: Das Dresdner Startup Arioso Systems, das an der Markteinführung besonders leistungsstarker und energieeffizienter Mikro-Lautsprecher arbeitet. Dabei kommt eine spezielle Technologie namens „Nanoscopic Electrostatic Drive“ zum Einsatz, die am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) entwickelt wurde. Aus dem in Dresden und Cottbus ansässigen Projektteam des IPMS stammen auch die Arioso-Gründer, die die Technologie in den vergangenen Jahren mit der finanziellen Unterstützung des Hightech-Gründerfonds zur Marktreife gebracht haben. Mit dem Einstieg von Bosch Sensoric will das Startup seine Mikro-Lautsprecher nun in die Massenproduktion bringen und an Hersteller von Bluetooth-Kopfhörern und Smartphones verkaufen –  etwa Apple oder Sennheiser. Das Besondere: Die Membranen der Arioso-Lautsprecher verfügen über ungewöhnlich viel Volumen, da sie im Gegensatz zum Wettbewerb nicht nur ihre Oberfläche, sondern auch vertikal angelegte Lamellen als Klangraum nutzen. Im Resultat führt das zu einer höheren Energieeffizienz und größeren Nachhaltigkeit und macht Arioso zu einem der weltweit innovativsten Anbieter von Mikro-Lautsprechern. Marktexperten prognostizieren für dieses Marktsegment in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum. Laut dem Tech-Spezialisten Yole soll der Gesamtmarkt für Mikro-Lautsprecher zum Beispiel von 9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 11 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 wachsen.

6. Mai 2022 | Europäischer Forschungsrat verteilt Millionen-Stipendien an Wissenschaftler der TU Dresden

Aushängeschild der sächsischen Forschungslandschaft: Die Technische Universität Dresden.
Aushängeschild der sächsischen Forschungslandschaft: Die Technische Universität Dresden.

Frisches Geld für Spitzenforschung aus Dresden – der Europäische Forschungsrat (ERC) macht es möglich. Rund 5,3 Millionen Euro will die renommierte Institution künftig für drei TU-Wissenschaftler aus ihren Fördertöpfen zur Verfügung stellen. Das Besondere: Bei den Geldern des sogenannten ERC Grants handelt es sich um hundertprozentige Fördermittel, die von den Forschungsgruppen für sämtliche Kosten und Bedarfe ihrer Projekte eingesetzt werden können. Über die Mittel freuen dürfen sich die drei TU-Wissenschaftler Prof. Dr. Triantafyllos Chavakis, Prof. Stefan Kaskel und Prof. Andreas Deutsch. Triantafyllos Chavakis ist Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin und erforscht mit seinem Team die Entstehung metabolischer Entzündungen. Um die Krankheit besser zu verstehen, verfolgt das Team einen innovativen Ansatz, bei dem die Mechanismen der Entzündung sowohl lokal auf Zellebene also auch ganzheitlich auf der Ebene des Immunsystems untersucht werden. Der Bekämpfung von Krankheiten widmet sich auch Andreas Deutsch vom Zentrum für Hochleistungsrechnen. Mit seiner Förderung will er Chemo-Immuntherapien gegen Tumorerkrankungen entwickeln, die auf einer neuartigen experimentellen Methode und mathematischen Modellierungen basieren. Anders Stefan Kaskel von der Fakultät Chemie und Lebensmittelchemie, der mit seinem Team an der Entwicklung einer biologischen Schnittstelle zwischen Mensch und Computer arbeitet. Die Technologie soll unter anderem den Energieverbrauch von Computern reduzieren und das On-Chip-Energiemanagement in autonomen mikroelektronischen Bauelementen ermöglichen. Für die TU Dresden stellen die drei Förderungen bereits die zweite Vergabe aus den Töpfen des ERC Grants in 2022 dar. Insgesamt belaufen sich die Mittel aus dem Programm nun auf über sieben Millionen Euro.

28. April 2022 | TU-Ausgründung "herone" ist bereit für die Serie

Das Gründerteam begrüßt die Gäste zur Einweihung der neuen Produktionsstätte. Von links: Alexander Rohkamm, Dr. Christian Garthaus und Daniel Barfuß.
Das Gründerteam begrüßt die Gäste zur Einweihung der neuen Produktionsstätte. Von links: Alexander Rohkamm, Dr. Christian Garthaus und Daniel Barfuß.

2018 als Ausgründung der TU Dresden gestartet, entwickelte "herone" in den vergangenen Jahren eine spezielle Produktionstechnik für Leichtbauteile, mit denen das Unternehmen künftig die Luftfahrtindustrie beliefern will. Die dafür nötigen Anlagen samt Produktionshalle hat herone nun mit einem Festakt eingeweiht. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme können die 13 Mitarbeiter des Unternehmens künftig bis zu 20.000 Bauteile pro Jahr herstellen. Insgesamt erhielt das Startup dafür finanzielle Unterstützungen in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro. Auch die Wirtschaftsförderung Dresden unterstützte herone 2018 mit einer Innovationsförderung sowie der Vermittlung von Räumlichkeiten und später beim Bau der neuen Produktionshalle. Mit seinen ultraleichten Bauteilen aus recycelbaren Kunststoffen will herone die Luftfahrt bei der Entwicklung emissionsfreier Maschinen unterstützen. „Unser Ziel ist es, Lösungen zur Überwindung von Grenzen anzubieten, und so unseren Beitrag zur Bewältigung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten“, so Mitgründer Christian Garthaus.

21. April 2022 | Fortschritt bei Deuterium-Gewinnung: TU Dresden filtert den Treibstoff von Raumschiff Enterprise

Nur Deuterium kann die Poren des metallorganischen Gerüsts „DUT-8“ öffnen, während Wasserstoff das Gerüst geschlossen lässt. Diese hochselektive Erkennung führt zu einer hohen Trennschärfe bei gleichzeitig hoher Deuterium-Aufnahme.
Nur Deuterium kann die Poren des metallorganischen Gerüsts „DUT-8“ öffnen, während Wasserstoff das Gerüst geschlossen lässt. Diese hochselektive Erkennung führt zu einer hohen Trennschärfe bei gleichzeitig hoher Deuterium-Aufnahme.

Bereits Raumschiff Enterprise flog mit Deuterium als Treibstoff durch die Galaxis. Auch wenn es sich dabei um Science-Fiction der 1960er Jahre handelt, an der realen Anwendung des Wasserstoffisotops für die Energieerzeugung wird heute noch geforscht. Denn Deuterium, der schwere Bruder von Wasserstoff, gilt als vielversprechender Stoff der Zukunft durch sein breites Anwendungsspektrum: ob in der Wissenschaft, zur Energiegewinnung oder bei der Arzneimittelherstellung. Doch die Gewinnung aus der natürlichen Isotopenmischung des Wasserstoffs ist bislang aufwendig und teuer. Das könnte nun bald effizienter und kostengünstiger gehen: mit einem porösen Material, das an der Technischen Universität Dresden entwickelt wurde. In einer interdisziplinären Zusammenarbeit haben die Gruppen von Prof. Stefan Kaskel und Prof. Thomas Heine von der TU Dresden gemeinsam mit Dr. Michael Hirscher vom MPI für Intelligente Systeme Stuttgart einen neuartigen Trennungsmechanismus für die Wasserstoffisotope entwickelt. Dieser beruht auf dem an der TU Dresden entwickelten flexiblen metallorganischen Gerüst „DUT-8“. „Unser Material ermöglicht eine Trennung von gasförmigem Deuterium D2 von Wasserstoff H2. DUT-8 ist hochflexibel und kann seine Porengröße dynamisch anpassen. Diese strukturelle Reaktion erweist sich jedoch als äußerst selektiv: Nur Deuterium kann die Poren öffnen, während Wasserstoff das Gerüst geschlossen lässt. Diese hochselektive Erkennung führt zu einer hohen Trennschärfe bei gleichzeitig hoher Deuterium-Aufnahme“, erklärt Stefan Kaskel, Professor für Anorganische Chemie an der TU Dresden.

14. April 2022 | Innovative Technologien im Handwerk: Handprothesen aus dem 3D-Drucker

Die beiden Ur-Dresdner Christoph Braun und Jonas Schubert sind Geschäftsführer von “stamos + braun”, der Elbstädter Manufaktur für Prothesen und Orthesen.
Die beiden Ur-Dresdner Christoph Braun und Jonas Schubert sind Geschäftsführer von “stamos + braun”, der Elbstädter Manufaktur für Prothesen und Orthesen.

Dem Dresdner Unternehmen “Stamos + Braun” ist es mit einem 3D-Drucker gelungen, aus medizinischen Silikonen individuell angepasste Silikon-Prothesen zu fertigen – und zwar mit bemerkenswerten Ergebnissen. So wiegen die hochwertigen Silikonteile bis zu 40 Prozent weniger als herkömmliche Exemplare und können darüber hinaus mit deutlichen Materialersparnissen hergestellt werden. Der Grund: Die robusten und viskosen Silikone werden digital erstellt und bei hohen Temperaturen mit minimalem Mengeneinsatz ausgedruckt. Das Verfahren stellt eine völlig neue Technologie und einen Meilenstein in der Produktion von Prothesen dar. Eine besondere Herausforderung dabei ist es, die Prothesen vollfarbig zu drucken. Zusammen mit der Technischen Universität Dresden ist es “Stamos + Braun” jedoch gelungen, Farbe und Form von verlorengegangenen Gliedmaßen authentisch wiederzugeben. Ziel von “Stamos + Braun” ist es, die Grenzen zwischen “künstlich” und “real” immer stärker verschwimmen zu lassen. Der Einsatz digitaler Technologien spielt dabei eine wichtige Rolle. Um seine Erfahrungen in diesem Feld mit anderen Handwerksbetrieben zu teilen, nimmt Geschäftsführer Christoph Braun am 13. April 2022 auf der Konferenz „Zukunftsland Sachsen“ teil. Unter dem Motto „Wie Digitalisierung dem sächsischen Handwerk hilft“ tauschen sich Experten dort über das Potential digitaler Tools im Handwerk aus.

7. April 2022 | Körperwärme in Strom verwandeln: So will die TU Dresden organische Hochleistungs-Thermoelektrika möglich machen

Handys mittels Körperwärme aufladen – was nach Zukunftsmusik klingt, könnte dank neuen Erkenntnissen aus der Thermoelektrik bald Realität werden. Ein wichtiger Baustein dafür: Die Entwicklung von organischen Halbleitern am Institut für Angewandte Physik (IAP) der TU Dresden. Denn im Vergleich zu anorganischen Materialien verfügen organische Halbleiter über eine höhere Flexibilität und bringen gleichzeitig ein geringes Gewicht sowie eine niedrige Wärmeleitfähigkeit mit. Bisher kam es bei der Technologie jedoch immer wieder zu Einschränkungen der Leitfähigkeit. Forschende der TU Dresden konnten dies nun umgehen, indem sie eine hocheffiziente Modulationsdotierung für die thermoelektrischen Bauelemente entwickelt haben. Die Ergebnisse wurden vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlicht. Teamleiter Prof. Karl Leo sieht in der Forschung ein großes Potential: "Unsere Arbeit ebnet neue Wege zu flexiblen thermoelektrischen Bauelementen, die es ermöglichen, auf elegante und effiziente Weise direkt elektrische Energie aus Wärme zu erzeugen."

Prof. Dr. Karl Leo vom Institut für Angewandte Physik der TU Dresden.
Prof. Dr. Karl Leo vom Institut für Angewandte Physik der TU Dresden.

1. April 2022 | Dresdner Startup-Förderung für Carbon Clouds: Mit Entengrütze zu sauberem Wasser und Biomasse

Geschäftsführer Marko Dietz fischt die arbeitende Entengrütze mit einem Sieb aus dem Wasser.
Geschäftsführer Marko Dietz fischt die arbeitende Entengrütze mit einem Sieb aus dem Wasser.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das ist der Plan des Dresdner Biotech-Startups Carbon Clouds. Das Unternehmen hat eine Methode entwickelt, bei der Wasserlinsengewächse – allgemein bekannt als Entengrütze – zur Säuberung von Abwasser genutzt und anschließend als Biomasse verwendet werden können. Bei der Methode wird dem Abwasser Nitrat und Phosphat entzogen, was deutliche Kosteneinsparungen bei der Wasseraufbereitung ermöglicht. Die Steuerung des Prozesses soll mithilfe von Künstlicher Intelligenz weitestgehend automatisiert werden. Die zu Biomasse verarbeitete Entengrütze lässt sich unter anderem als Dünger verwenden. Chemiker Marko Dietz, Geschäftsführer der Carbon Clouds GmbH, will daraus ein Geschäftsmodell machen: „Wir wollen aus den Problemen von heute Lösungen für morgen machen“, verkündete er das Credo seines Startups. Um die Technologie weiterzuentwickeln und Investoren davon zu überzeugen, eröffnete Carbon Clouds am 29. März einen Forschungs- und Show-Container in Dresden. Rund die Hälfte der Investitionskosten von 200.000 Euro kommen aus der Landeshauptstadt. Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Dresdner Wirtschaftsförderung: „Mit der Innovationsförderung ermöglichen wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen, zukunftsweisende Ideen mit städtischer Relevanz umzusetzen. Bereits 2019 hat uns Carbon Clouds überzeugt. Wir sind stolz, dass das Startup durchgehalten hat und wir einen Teil dazu beitragen konnten.“

28. März 2022 | Mobilfunklücken, Supraleiter, organische Elektronik: Vier Forscher:innen mit DRESDEN EXCELLENCE AWARD 2021 ausgezeichnet

Die Preisträger freuen sich über die Auszeichnung mit dem DRESDEN EXCELLENCE AWARD, v.l.n.r.: Andrey Ruzhanskiy, Dr. habil. Hans Kleemann, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Lukas Grambole.
Die Preisträger freuen sich über die Auszeichnung mit dem DRESDEN EXCELLENCE AWARD, v.l.n.r.: Andrey Ruzhanskiy, Dr. habil. Hans Kleemann, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Lukas Grambole.

Die Landeshauptstadt Dresden und das Netzwerk „Dresden – Stadt der Wissenschaften“ haben im März exzellente Forschungs- und Abschlussarbeiten mit dem DRESDEN EXCELLENCE AWARD gewürdigt. Lucas Grambole erhielt den Preis für seine Forschung zu Fragen der Energieversorgung und Andrey Ruzhanskiy für seine Erkenntnisse zur Stabilität von 5G-Netzen. Dr. Shreenanda Ghosh, die zu Supraleitern forscht, gehört ebenfalls zu den Preisträger:innen, ebenso wie Dr. Habil Hans Kleemann, der den Award für seine Untersuchungen zu organischen Halbleitermaterialien bekam.

Zentrale Kriterien der Jury-Entscheidungen für die vier Gewinner:innen sind die Relevanz für die Forschung sowie die Zukunftsorientierung für die Entwicklung der Dresdner Stadtgesellschaft. „Die aktuellen gesellschaftlichen Themen spiegeln sich in den Arbeiten wider: von Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Energieversorgung bis hin zu Digitalisierung und Pandemie-Folgen. Alle ausgezeichneten Arbeiten haben praktische Anwendungsbezüge und hohen Wert für unser Leben – heute und in Zukunft“, kommentiert Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, die Wahl der Jury.

16. März 2022 | “Quantenkatze” soll Forschung in die Schule bringen: Dresdner Exzellenzcluster entwickelt digitale Lernspiele für Quantenphysik

Die Spiele-App "Katze Q" vom Dresdner Exzellenzcluster soll unter jungen Schülern das Interesse für Quantenphysik wecken.
Die Spiele-App "Katze Q" vom Dresdner Exzellenzcluster soll unter jungen Schülern das Interesse für Quantenphysik wecken.

Quantenphysik ist hochkomplex und schwer vermittelbar – so das gängige Bild, dem Forschende vom Ct.qmat aus Dresden nun jedoch entgegenwirken wollen. Das Ziel: Mittels digitaler Lernspiele wollen die Physiker des Exzellenzclusters aktuelle Forschungsinhalte aus der Quantenphysik für eine jüngere Zielgruppe aufbereiten. Dafür haben sie unter anderem eine Lern-App (“Katze Q”) entwickelt, bei der Kinder von einer “totlebendigen” Katze – bekannt aus dem berühmten Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger – durch altersgerechte Lerninhalte geführt werden. Die preisgekrönte App für Kinder ab elf Jahren wurde bereits mehr als 80.000 Mal heruntergeladen und könnte in Zukunft auch in Schulklassen der sechsten Jahrgangsstufe eingesetzt werden, so Carsten Albert, der sich im Ct.qmat-Verbund um die Lernspiele kümmert. Derzeit werden quantenphysikalische Phänomene erst ab der Oberstufe behandelt. Das Ct.qmat (Complexity and Topology in Quantum Matter) ist ein 2019 gegründetes Exzellenzcluster der Universität Dresden und der Universität Würzburg. Es ist weltweit für seine führende Forschung im Bereich der Quantenmaterialien bekannt und beherbergt rund 270 Forschende aus 34 Ländern.

11. März 2022 | ILK installiert interaktives Außenthermometer am Institutsgebäude

Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Dresdner Wirtschaftsförderung, und Prof. Uwe Franzke, Direktor am Dresdner Institut für Luft- und Kältetechnik, bei der Einweihung des Außenthermometers.
Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Dresdner Wirtschaftsförderung, und Prof. Uwe Franzke, Direktor am Dresdner Institut für Luft- und Kältetechnik, bei der Einweihung des Außenthermometers.

Unter den neugierigen Blicken der Schüler des Dresdner Kreuzgymnasiums hat das Institut für Luft- und Kältetechnik Anfang März ein neues Außenthermometer installiert. Das 2,5-Meter hohe Thermometer an der Außenfassade des ILK Dresden deckt ein Temperaturspektrum von -273°C bis +100°C ab, das mit einer Reihe von Markierungen und QR-Code versehen ist. Über den QR-Code können Passanten Informationen zu den verschiedenen Temperaturständen des Thermometers aufrufen, zum Beispiel über Gefriertrocknung, Trockeneis, flüssigen Sauerstoff oder den kältesten Tag in Dresden. Mit der Aktion soll die Sichtbarkeit des Instituts erhöht werden – vor allem unter Schülern. „Besonders wichtig ist uns, die Schulleiter und Lehrer zu erreichen, um gemeinsam mit ihnen, die Dresdner Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern”, so ILK-Direktor Prof. Uwe Franzke. Das ILK ist mit seiner exzellenten Forschung im Bereich der Luft- und Kältetechnik ein absolutes Aushängeschild für den Wissenschaftsstandort Dresden und die bundesweite Forschungslandschaft.

2. März 2022 | Dresdner Spin-Offs auf Wachstumskurs: Senodis erhält 1,5 Millionen Risikokapital, Infrasolid mit neuem Investor

Das Gründerteam von Senodis blickt zuversichtlich in die Zukunft: Marek Rjelka, Christoph Kroh, Thomas Härtling, Björn Erik Mai
Das Gründerteam von Senodis blickt zuversichtlich in die Zukunft: Marek Rjelka, Christoph Kroh, Thomas Härtling, Björn Erik Mai

Das Dresdner Hightech-Unternehmen Senodis erhält eine Finanzspritze in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Die Investoren sind der High-Tech Gründerfonds, der Technologiegründerfonds Sachsen und der Fraunhofer Technologie Transfer Fonds. Mit dem Risikokapital will Senodis sein innovatives Ceracode-Verfahren weiterentwickeln und vermarkten. Das System basiert auf einer speziellen Keramik-Tinte, mit der sich hitzebeständige Codes auf Metallbauteile drucken lassen, um sie im Produktionsprozess digital nachverfolgen zu können. Als Ausgründung des Fraunhofer IKTS aus Dresden wurde Senodis im Rahmen der Innovationsförderung 2019 mit finanziellen Mitteln der Wirtschaftsförderung Dresden unterstützt. Investitionen, die sich nun bezahlt machen. Das gilt auch für die Dresdner TU-Ausgründung Infrasolid, die ebenfalls Teil der Innovationsförderung 2019 war. Das Unternehmen, das sich auf die Entwicklung technischer Infrarot-Lösungen spezialisiert hat, wechselte Ende Februar seinen Eigentümer. Statt zum Technologiegründerfonds Sachsen gehört Infrasolid nun zur Innovative Sensor Technology AG aus der Schweiz und will mit dem neuen Partner weiter wachsen. Ein Beleg, für die erfolgreiche Arbeitsweise der Wirtschafts- und Innovationsförderung in Dresden, die vielen Start-ups als Brutkasten dient.

25. Februar 2022 | 150 Millionen für den Kampf gegen Krebs: In Dresden will Dewpoint die Forschung vorantreiben

CEO Ameet Nathwani
CEO Ameet Nathwani

Mit einer Finanzspritze von 150 Millionen Euro sorgte das Dresdner Biotech-Unternehmen Dewpoint Therapeutics vor kurzem für viel Aufmerksamkeit. Nun verrät CEO Ameet Nathwani, wofür die Gelder aus der Serie C Finanzierung eingesetzt werden sollen. So plane das aus Boston stammende Unternehmen die Erforschung von insgesamt 20 neuen Krankheitsbildern, für die man künftig individualisierte Medikamente entwickeln will. Dafür soll der Dresdner Standort auf 2.000 Quadratmetern Fläche ausgebaut und die Mitarbeiterzahl von derzeit rund 220 auf mehr als 300 erhöht werden. Rasantes Wachstum für das 2018 gegründete Unternehmen, das sich mit der Entwicklung einer KI-gestützten Analysemethode und individualisierten Medikamenten einen Namen gemacht hat. Dabei konnte es auch von der Arbeit einiger Forschungseinrichtungen aus dem Dresdner Biotech-Cluster profitieren, wie dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Das von Direktor Anthony Hyman gegründete Institut war unter anderem an der Entdeckung von sogenannten biomolekularen Kondensaten beteiligt, die Dewpoint für die Entwicklung individualisierte Medikamenter untersucht. Ein kostengünstiger und hocheffizienter Ansatz im Kampf gegen Krebs, HIV sowie eine Reihe von Nerven-, Virus- und Herzerkrankungen. Dabei erhält Dewpoint Unterstützung von großen Pharmakonzernen wie Bayer und Pfizer.

16. Februar 2022 | Dresdner Forscher entwickeln ultrahelles Licht für Halbleiterindustrie und Mikrobiologie

Eine Millionen mal heller als die Sonne – so leistungsstark ist der Weißlichtlaser, den Dresdner Forscher vom Fraunhofer Institut entwickelt haben. Der ultrahelle Laser soll künftig bei Qualitätskontrollen in der Halbleiterindustrie und in der Mikrobiologie zum Einsatz kommen. Durch die Intensität der Lichtquelle können beispielsweise das Oberflächenprofil, tieferliegende Strukturen und sogar die Rückseite von Mikrochips in einem Vorgang charakterisiert werden. Auch die Mikrobiologie könnte von dem Laser profitieren, so bei der Untersuchung von Zellkulturen. Die verwendete Lichtquelle scheint etwa eine Million mal heller als die Sonne und lässt sich dennoch problemlos in industrielle Fertigungsprozesse eingliedern. Entstanden ist die Technologie im Rahmen einer Doktorarbeit, die der Wissenschaftler Dr. Tobias Baselt am Fraunhofer Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien (AZOM) und der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) angefertigt hat.

Mit dem neuen Weißlichtlaser von Dr. Tobias Baselt lassen sich Zellen in Echtzeit untersuchen.
Mit dem neuen Weißlichtlaser von Dr. Tobias Baselt lassen sich Zellen in Echtzeit untersuchen.

14. Februar 2022 | Dresdner “CUBE” feiert Richtfest: Der Rohbau des ersten Carbon-Hauses der Welt steht

Innovativ, nachhaltig und schon bald vollendet – mit dem Richtfest des CUBE rückt der Tag der Fertigstellung des weltweit ersten Carbon-Hauses aus Dresden einen großen Schritt näher. Die Arbeiten an dem Gebäude, das vollständig aus dem völlig neuartigen und nachhaltigen Baumaterial besteht, laufen bereits seit mehreren Jahren. Nach dem Richtfest am 3. Februar geht es nun mit dem Einbau der Fensterfronten, dem Innenausbau und der Hausanlagentechnik weiter. Die Einweihung des Gebäudes ist für September 2022 geplant. Das Gebäude ist ein wichtiger Beleg für die Marktreife des neuen Materials, das neben der Schonung von Ressourcen auch zu deutlichen CO2-Einsparungen in der Bauindustrie führen könnte. Bauherr Prof. Manfred Curbach, Professor für Massivbau an der TU Dresden und Vorstandsvorsitzender des Verbands C³, dankte den beteiligten Bauarbeitern für ihr unermüdliches Engagement und ihre Bereitwilligkeit, mit dem ungewohnten Baustoff zu arbeiten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte C³-Konsortium erforscht und entwickelt eine völlig neue Art des Bauens mit Hilfe des Verbundwerkstoffes Carbonbeton. Der CUBE ist ein Meilenstein für die breite Anwendung in der Praxis.

Bauherr Prof. Manfred Curbach zeigt die Funktionsweise des Carbonbetons am Modell.
Bauherr Prof. Manfred Curbach zeigt die Funktionsweise des Carbonbetons am Modell.

4. Februar 2022 | Smart Systems Hub baut IoT-Labor mit Edge-Cloud, 5G-Netz und Co-Bots aus

Mit Blick auf das wachsende Interesse der Wirtschaft am Internet der Dinge (IoT) baut die Dresdner Exzellenzinitiative Smart Systems Hub ihr „IoT-Lab“ in der Dresdner Neustadt aus. So können Unternehmen und Institute in dem 50 Quadratmeter großen Labor ab sofort eine neue Cloud-Infrastruktur nutzen, um Roboter über ein 5G-Campusnetz fernzusteuern. Das 5G-Netzwerk wurde vom Dresdener Unternehmen CampusGenius errichtet. Der kollaborative Roboter wurde von dem Tech-Unternehmen „Universal Robots“ installiert und kann über eine App des Dresdner Robotik-Spezialisten „Wandelbots“ für verschiedenste Mensch-Maschine-Aufgaben angelernt werden. Ein vielversprechendes Anwendungsfeld der Technologie liegt im Bereich der Industrie und des Handwerks, wo Co-Bots künftig dabei helfen könnten, dem zunehmendem Fachkräftemangel zu begegnen. Insgesamt wollen der Smart Systems Hub und seine Partner aus der Wirtschaft bis 2023 rund eine halbe Millionen Euro in das neue Labor investieren. Konzipiert ist es als Nukleus und Erprobungsumgebung für die florierende IoT-Community in Sachsen.

Bei der Einweihung des neuen IoT-Labors: Das Teams des Smart System Hubs aus Dresden.
Bei der Einweihung des neuen IoT-Labors: Das Teams des Smart System Hubs aus Dresden.

25. Januar 2022 | Greentech-Unternehmen Heliatek aus Dresden für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt nominiert

Für den deutschen Innovationspreis nominiert: Das Greentech-Unternehmen Heliatek ist es gelungen besonders klimafreundliche Solarfolien zur Marktreife zu bringen.
Für den deutschen Innovationspreis nominiert: Das Greentech-Unternehmen Heliatek ist es gelungen besonders klimafreundliche Solarfolien zur Marktreife zu bringen.

Der Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) würdigt das Engagement von Wirtschaft und Forschung für die Entwicklung von umwelt- und klimafreundlichen Technologien. Vergeben wird der mit 175.000 Euro dotierte Preis vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Für die diesjährige Verleihung haben rund 150 Unternehmen ihre zukunftsweisenden Entwicklungen eingereicht, darunter auch das Dresdner Greentech-Unternehmen Heliatek, das es mit seinen klimafreundlichen Solarfolien unter die 21 Nominierten geschafft hat. Die besonders dünnen, leichten und flexiblen Solarfolien von Heliatek werden auf Basis organischer Photovoltaik gefertigt und zeichnen sich durch einen sehr niedrigen CO2-Fußabdruck (10 gCO2e/kWh) aus. Das Unternehmen ist Teil eines in Dresden ansässigen Greentech-Clusters von rund 360 Akteuren, darunter etwa 70 Forschungseinrichtungen und mehr als 270 Start-ups, Spin-offs, Mittelständlern und international agierenden Konzernen. Mit der Entwicklung zahlreicher führender Klima-Technologien trägt das Cluster entschieden zur Bekämpfung des Klimawandels bei und sichert der Region grünes Wachstum mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.

24. Januar 2022 | Bundesministerium bringt Wissenschaftsjahr 2022 nach Dresden: TU installiert Pop-Up-Wissensorte in der Stadt

Mit Pop-Up-Wissensläden den Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaft stärken – das ist das Ziel der TU Dresden im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2022.
Mit Pop-Up-Wissensläden den Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaft stärken – das ist das Ziel der TU Dresden im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2022.

Fragen sammeln für die Forschung von morgen – das ist der Ansatz des diesjährigen „Wissenschaftsjahres 2022 – Nachgefragt!“, eine Initiative von Wissenschaft im Dialog und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, an der auch die TU Dresden teilnimmt. So hat die TU gemeinsam mit Partnern aus Dresden und Weißwasser das Projekt „POP-UP-WISSEN – Wissen schafft Dialog“ ins Leben gerufen, bei dem leerstehende Ladenflächen zu „Pop-Up-Wissensorten“ umgewandelt werden, um den Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaft stärker zu fördern. Im ersten Quartal des Projekts stehen das Sammeln von Fragen an die Wissenschaft und die Präsentation aktueller Projekte der TU Dresden im Vordergrund. Ab dem zweiten Quartal bis Jahresende sollen die Fragen dann in analogen und digitalen Formaten beantwortet werden. Fragen können über das gesamte Jahr direkt an das Projekt bzw. über die Dachkampagne gestellt werden.

13. Januar 2022 | TU Dresden baut weltweit führenden Fahrsimulator für autonomes Fahren

Im Inneren der Kugel befindet sich ein Cockpit, in dem Fahrer den Betrieb autonomer Autos testen können.
Im Inneren der Kugel befindet sich ein Cockpit, in dem Fahrer den Betrieb autonomer Autos testen können.

Die Entwicklung autonomer Autos stellt für Ingenieure eine der größten Herausforderungen der Gegenwart dar. Ähnliches gilt allerdings auch für Fahrer, die sich häufig noch an den Betrieb der neuen Technologie gewöhnen müssen. Die TU Dresden hat aus diesem Grund einen Fahrsimulator gebaut, der eigens auf die Besonderheiten von autonomen Fahrzeugen zugeschnitten ist und mit dem sich Übergabe-Szenarien im Fahrbetrieb zwischen Technik und Mensch besonders gut erforschen lassen. Darüber hinaus ist der Simulator aber auch dazu in der Lage, medizinische Einschätzungen zur Fahrtauglichkeit des Fahrers vorzunehmen oder die Wahrnehmung von Bewegungen, Fahrkomfort und Fahrbarkeit zu erforschen. Dabei kommt eine neue Simulationstechnik zum Einsatz, die eine realistische Wahrnehmung des Fahrzeugverhaltens samt Empfinden der Beschleunigung und Richtungsänderung ermöglicht. Eine “hochimmersive” Technologie, bei der das Bewusstsein die virtuelle Welt für real hält. Die Entwicklung des rund 12 Millionen Euro teuren Simulators ist vom Bundesverkehrsministerium mit sieben Millionen Euro unterstützt worden. Die kugelförmige Anlage gilt als weltweit modernster Simulator seiner Art und soll 2023 offiziell in Dresden in Betrieb genommen werden.

10. Januar 2022 | Kollaborative Roboter, das weltweit erste Carbonhaus und Wachstum in den Zukunftstechnologien – der Wirtschaftsstandort Dresden geht gestärkt ins neue Jahr

Leichtbau im Aufschwung: Die Elbe Flugzeugwerke wollen in Dresden auch 2022 weiter wachsen.
Leichtbau im Aufschwung: Die Elbe Flugzeugwerke wollen in Dresden auch 2022 weiter wachsen.

Der Wirtschaftsstandort Dresden blickt voller Vorfreude auf das kommende Jahr, das für die Region eine Reihe spannender Projekte bereithält. So steht mit der Eröffnung des “CUBE” bereits im Frühjahr ein wichtiger Meilenstein an. Der CUBE ist das weltweit erste Haus, das aus Carbonbeton gefertigt wird, ein recycelbarer und nachhaltiger Baustoff, der in Dresden entwickelt wurde und nun zur Marktreife gebracht wird. Ein Erfolg des Dresdner Greentech-Standortes, dessen rund 360 Akteure 2022 weiter wachsen wollen. Gleiches gilt auch für die Dresdner Robotik-Szene, die dem Fachkräftemangel mit smarten Co-Workern und kollaborativen Robotern den Kampf angesagt hat. Mit dem Robotics Festival und weiteren Projekten will das wachsende Dresdner Cluster den Durchbruch der Technologie weiter vorantreiben. Dabei helfen könnte ihr auch die Vernetzung von Theorie und Praxis am Standort, die 2022 durch staatliche Zuschüsse in Millionenhöhe noch verstärkt werden soll. Beteiligt an dem Projekt sind die TU Freiberg, die HTW Dresden und die TU Dresden, die mit den Fördergeldern den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter ausbauen wollen, sodass neue Forschungsergebnisse ihren Weg in die Praxis künftig noch schneller finden. Wozu das führen kann, zeigen die Elbe Flugzeugwerke (EFW), die in Dresden einen Standort zur Umrüstung von Flugzeugen betreiben, an dem hochmoderne Leichtbauteile zum Einsatz kommen. Für den zukunftsfähigen Industriezweig sucht EFW nun 300 neue Mitarbeiter, die das Unternehmenswachstum weiter vorantreiben werden.

14. Dezember 2021 | Vattenfall und Cloud&Heat starten Pilotprojekt zur Bereitstellung nachhaltiger Rechenkapazität

Mit Green-IT zu mehr Energieeffizienz: Wie es möglich ist zeigt Cloud&Head zusammen mit Projektpartner Vattenfall in Stockholm.
Mit Green-IT zu mehr Energieeffizienz: Wie es möglich ist zeigt Cloud&Head zusammen mit Projektpartner Vattenfall in Stockholm.

Rechenzentren fressen immer mehr Strom und Ressourcen – ein Problem, das das Dresdner Startup Cloud&Heat durch den Einsatz nachhaltiger Technologien und den Aufbau einer möglichst energieeffizienten Digitalen Infrastruktur lösen will. Dafür ist der IT-Spezialist nun eine Kooperation mit dem Energieunternehmen Vattenfall eingegangen. In einem Pilotprojekt wollen die beiden Partner an der Entwicklung fossilfreier High-End-Server arbeiten, die dank Künstlicher Intelligenz und High Performance Computing besonders hohe Rechenleistungen erfüllen können. Und das bei einem möglichst geringen Ressourcenverbrauch, wofür die Server zur Kühlung an ein Biomasse-Heizwerk gekoppelt werden. Auf diese Weise wird die überschüssige Abwärme aus dem Rechenzentrum, das in zwei Containern nahe Stockholm steht, abgeführt und in das angrenzende Fernwärmesystem einspeist. Angesichts der zunehmenden Bedeutung und Nachfrage von Green IT wollen Cloud&Heat und Vattenfall dieses Projekt weiter verbessern und mehr Lösungen anbieten, um weitere nachhaltige Dateninfrastrukturen zu fördern.

8. Dezember 2021 | Dresdner Forscherinnen erhöhen den Wirkungsgrad von nachhaltigen Perowskit-Solarzellen

Mit ihrer Forschung an der TU Dresden treibt Prof. Yana Vaynzof die Marktreife von Perowskit-Solarzellen maßgeblich mit voran.
Mit ihrer Forschung an der TU Dresden treibt Prof. Yana Vaynzof die Marktreife von Perowskit-Solarzellen maßgeblich mit voran.

Strom aus Sonnenenergie ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, weshalb Forschende permanent damit beschäftigt sind den Wirkungsgrad von Solarzellen zu verbessern. Prof. Dr. Yana Vaynzof, Inhaberin der Professur für Neuartige Elektronische Technologien an der TU Dresden, ist das in Zusammenarbeit mit Kolleginnen der italienischen Universität Pavia bei sogenannten Perowskit-Solarzellen mit einer “invertierten Architektur” gelungen. So konnte die Dresdner Forscherin den Wirkungsgrad der kleinen Kraftwerke durch die Beimischung von organischen Salzen von 23 auf 23,7 Prozent erhöhen. Doch nicht nur das: Mit der veränderten Zusammensetzung der Zellen hat sich auch ihre Stabilität erhöht. In Anbetracht dieser Verbesserungen sei man der Markteinführung der vielversprechenden Technologie einen großen Schritt näher gekommen, so Prof. Vaynzof. Perowskit-Zellen mit einer invertierten Architektur gelten als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Silizium-Zellen, da ihre Produktion deutlich weniger Energie verbraucht. Bisher ging das allerdings auf Kosten des Wirkungsgrads der besonders leichten Sonnenkraftewerke, was sich mit der veränderten Zusammensetzung nun geändert hat. Über die Forschungserfolge von Prof. Vaynzof haben wir bereits Mitte April berichtet, damals sorgte sie mit einem einem neuen Herstellungsverfahren von Perowskit-Zellen für Aufsehen, das eine bessere Reproduzierbarkeit ermöglichte.

2. Dezember 2021 | 22 Millionen für einen digitalen Zwilling: TU Dresden erhält Auftrag zur Erforschung der Zukunft der Straße

Die Zukunft der Straße ist vernetzt und digital.
Die Zukunft der Straße ist vernetzt und digital.

Die Zukunft der Straße ist digital – so viel scheint klar. Zur Erforschung des digitalen Verkehrswesens wurde an der TU Dresden ein Sonderbereich zur Untersuchung sogenannter Digitaler Zwillinge einberufen. Digitale Zwillinge sind Computermodelle, die physische Prozesse mittels sensorischer Echtzeit-Überwachung virtuell abbilden, um sie dann in Hinblick auf bestimmte Ziele zu optimieren. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des autonomen Fahrens werden sie in Zukunft voraussichtlich eine wichtige Rolle spielen. Der Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde deshalb mit einem Fördergeld von über 22 Millionen ausgestattet.

Die Leitung des neuen Bereichs namens „Digitaler Zwilling Straße – physikalisch-informatorische Abbildung des Systems Straße der Zukunft“ wird Professor Michael Kaliske vom „Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke“ der TU Dresden übernehmen. Weitere Institute sind als Partner mit an Bord, etwa von der RWTH Aachen. Neben dem neuen Forschungsbereich umfasst das Projekt auch zwei Graduiertenkollegs, die nun an der TU Dresden eingerichtet werden. Mit der Einwerbung des Projekts konnte sich der Forschungsstandort Dresden gegen eine Vielzahl anderer Bewerber durchsetzen.

26. November 2021 | Deutscher Astronaut führt für TU Dresden Experimente auf der ISS durch

ESA-Astronaut Matthias Maurer freut sich auf seine Reise in den Weltraum. Mit im Gepäck hat er zwei Hightech-Geräte, die unter anderem von der TU Dresden mitentwickelt wurden.
ESA-Astronaut Matthias Maurer freut sich auf seine Reise in den Weltraum. Mit im Gepäck hat er zwei Hightech-Geräte, die unter anderem von der TU Dresden mitentwickelt wurden.

Einmal als Astronaut in den Weltraum fliegen – ein Traum, der für Matthias Maurer nach langer Vorbereitung endlich wahr wurde. Am 12. November reiste der deutsche ESA-Astronaut erstmals in einer SpaceX-Rakete Richtung Orbit, um auf der internationalen Raumfahrtstation ISS eine Reihe wissenschaftlicher Experimente durchzuführen. Mit an Bord waren auch zwei Forschungsaufträge, die von der TU Dresden begleitet werden. Dabei handelt es sich zum einen um einen als “Bioprint First Aid” bezeichneten 3D-Drucker, der eine gewebebildende „Biotinte“ herstellen kann, mit der sich die Heilung von Schürfwunden beschleunigen lässt. Das zweite begleitete Experiment dient der Entwicklung eines smarten Atemgas-Analyse-Systems. Anders als bisherige Systeme soll das dem Träger deutlich mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen und die körperliche Leistungsfähigkeit des Trägers besser feststellen können. Matthias Maurer wird voraussichtlich die kommenden sechs Monate auf der ISS verbringen.

18. November 2021: Dresdener Forscher entwickeln neuartige Krebstherapie

Prof. Gerhard Ehninger, Mitbegründer der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und Gründer der Firma Cellex mit Sitz in Dresden.
Prof. Gerhard Ehninger, Mitbegründer der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und Gründer der Firma Cellex mit Sitz in Dresden.

Digitale Technologien revolutionieren die Medizin und versprechen neue Chancen für die Krebstherapie. Das Dresdener Unternehmen GEMoaB unterstützt mit seinen Forschungen die sogenannten CAR-T-Therapien, bei denen Blutkrebspatienten mit gentechnisch veränderten Abwehrzellen behandelt werden. Diese Killerzellen bekämpfen den Krebs, lösen jedoch häufig eine überschießende Immunreaktion des Körpers aus, die lebensgefährlich sein kann. Mithilfe der GEMoaB-Technologie soll es gelingen, diese Immunreaktion zu verhindern: Sie schaltet die Killerzellen an und ab. Gründer von GEMoaB ist Stammzellenexperte und Mediziner Prof. Gerhard Ehninger, der bereits den CAR-T-Ansatz mitentwickelt hat. Ehninger war Direktor der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus und Mediziner am Klinikum der TU Dresden. Er ist Mitbegründer der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und Gründer der Firma Cellex mit Sitz in Dresden und Köln. Blackstone Life Sciences investierte aktuell eine Viertelmilliarde US-Dollar in GEMoaB. Das Unternehmen ist künftig die europäische Zentrale der neu gegründeten internationalen Company Avencell Therapeutics. Dresden wird Sitz von Avencell Europe.

15. November 2021 | NTT DATA Business Solutions stärkt Sachsens IT-Netzwerk

Auf Wachstumskurs: Der Global Player am Standort Dresden.
Auf Wachstumskurs: Der Global Player am Standort Dresden.

Die Digitalisierung von Unternehmen schreitet voran. Cloud-Computing gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Auch die NTT DATA Business Solutions AG (vormals itelligence AG) mit Hauptsitz in Dresden bleibt dank des steigenden Cloud-Management-Bedarfs weiter auf Wachstumskurs: Im aktuellen Halbjahr verzeichnet der weltweit führende SAP-Dienstleister für den Mittelstand und Konzerne eine positive Geschäftsentwicklung. Die wachsende Nachfrage nach SAP-Support und Cloud-Management stärkt auch den Unternehmensstandort Sachsen, in den das Unternehmen bisher über 40 Millionen Euro investierte. In Zukunft will NTT DATA Business Solutions Innovationspartnerschaften bei Themen wie Smart City, 6G-Konnektivität und Industrial Internet of Things weiter ausbauen. Geplant ist unter anderem, die Zusammenarbeit mit dem Smart Systems Hub, dem Cluster Silicon Saxony und den Hochschulen der Region zu intensivieren. Auf diese Weise fördert das Unternehmen den Boom der IT- und Software-Branche am Innovationsstandort Dresden.

04. November 2021 | Amt für Wirtschaftsförderung und KarriereStart holen bundesweite Gründungswoche nach Dresden

Gründungswoche: Im Neuen Rathaus tauschen sich Gründer und Nachwuchskräfte aus.
Gründungswoche: Im Neuen Rathaus tauschen sich Gründer und Nachwuchskräfte aus.

Der Standort Dresden bietet Hightech-Gründern beste Bedingungen für einen erfolgreichen Start in den Markt. Zu den vielen regionalen Unterstützern gehören das Amt für Wirtschaftsförderung und die Bildungs-, Job- und Gründermesse KarriereStart: Anlässlich der Gründungswoche Deutschland laden die beiden Einrichtungen am 15. November 2021 zum Gründungsseminar „Auf die Plätze, Fertig, ... Stopp – Mit neuen Ideen und Zuversicht Konzepte entwickeln“ ein. Entscheider aus Unternehmen unterschiedlichster Branchen sowie Investoren berichten über Themen wie innovative Gründungsmodelle oder neue Strategien während der Coronakrise. Die Veranstaltung findet von 16 bis 20.30 Uhr im Neuen Rathaus statt, eine Anmeldung ist erforderlich und bis 11. November möglich.

Die diesjährige Gründungswoche Deutschland vom 15. bis 21. November steht unter dem Motto „Gründen heißt Vielfalt“. Ihr Ziel ist es, Nachwuchskräfte für Unternehmertum zu begeistern, den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Meinungen über Gründung und Selbstständigkeit zu ermöglichen und Initiativen zur Gründungsförderung vorzustellen.

27. Oktober 2021 | Dresdner Wasserstoff-Unternehmen sichert sich Millioneninvestition

109 Millionen Euro für Sunfire: Grüner Wasserstoff fördert die Energiewende.
109 Millionen Euro für Sunfire: Grüner Wasserstoff fördert die Energiewende.

Der Markt für klimafreundlichen grünen Wasserstoff wächst – auch in Europa. Investorengelder in Höhe von 109 Millionen Euro sollen es dem Dresdner Unternehmen Sunfire künftig ermöglichen, seine neuartige Elektrolyse-Technologie zu industrialisieren und erste Gigafactories zu errichten. Zu den Geldgebern gehören unter anderem die Lead-Investoren Lightrock und Planet First Partners sowie Carbon Direct Capital Management und HydrogenOne Capital. Mit der Entwicklung seiner Hochtemperatur-Elektrolyse (SOEC) setzt Sunfire neue Maßstäbe für die Herstellung von grünem Wasserstoff: Die Elektrolyseure des Startups sind in der Lage, in nur einem Schritt ein Synthesegas zu produzieren, das in Produkte wie Kerosin oder Diesel umgewandelt werden kann. Auf diese Weise hilft die Technologie von Sunfire dabei, fossile Ausgangsstoffe wie Erdöl oder Kohle zu ersetzen. Bis 2023 will das Unternehmen mit Hauptsitz in Dresden in Deutschland zusätzlich eine Produktionsstätte für alkalische Elektrolyseure mit einer Kapazität von 500 Megawatt pro Jahr aufbauen. Der weitere Ausbau ist bereits in Planung.

20. Oktober 2021 | Forscher der TU Dresden erhält Preis für innovative Materialkombination für Roboter-Arme

Kostengünstigere Antriebe für Roboter durch innovative Material-Kombination: Für diese Entwicklung wurde der aus Bangladesh stammende Maschinenbau-Experte Moniruddoza Ashir jetzt mit dem Innovationspreis vom Industrieclub Sachsen e.V. ausgezeichnet. Bereits seit 2013 forscht der studierte Textil- und Konfektionstechniker und promovierte Maschinenbauer am Institut für Textilmaschinen der TU Dresden zu alternativen Materialien für kinetische Systeme. Während Greif- und Roboter-Arme traditionell meist auf Metall basieren, empfiehlt Ashir in seiner Dissertation Formgedächtnislegierungen aus Nickel und Titan, die trotz Verformungen in ihre Ursprungsform zurückkehren können. Diese seien schon etabliert, aber teuer. Seine vorgestellte, neue Kombination mit Faser-Kunststoff-Verbünden wie Glas oder Carbon benötige weniger Legierungen und sei deshalb kostengünstiger in der Produktion.

Herr Dr. Ashir (2.v.re.) zur Preisverleihung des Innovationspreises des Industrieclubs Sachsen 2020 gemeinsam mit Frau B. Deutsch (Geschäftsführerin Industrieclub Sachsen e.V.), Herr Prof. Dr. Ch. Cherif (Direktor des ITM), Frau Prof. U. Staudinger (Rektorin der TUD) und Herrn Dr. G. Bruntsch (Präsident Industrieclub Sachsen e.V.); v.l.n.r.
Herr Dr. Ashir (2.v.re.) zur Preisverleihung des Innovationspreises des Industrieclubs Sachsen 2020 gemeinsam mit Frau B. Deutsch (Geschäftsführerin Industrieclub Sachsen e.V.), Herr Prof. Dr. Ch. Cherif (Direktor des ITM), Frau Prof. U. Staudinger (Rektorin der TUD) und Herrn Dr. G. Bruntsch (Präsident Industrieclub Sachsen e.V.); v.l.n.r.

19. Oktober 2021 | Elektronik-Nachwuchs lötet in den Ferien

Talente-Entwicklungsprogramm JUNIORDOKTOR startet die 14. Runde

Ab sofort können Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 12 wieder am JUNIORDOKTOR-Programm teilnehmen und bei rund 100 Veranstaltungen in Dresden ihre Talente testen. Besonders nachgefragt ist auch diesmal das Schülerlabor am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Auftakt der neuen JUNIORDOKTOR-Staffel war der Start des Herbstferienprogramms „Löten – Platinen bestücken – Radios bauen“ am Dienstag, 19. Oktober 2021, im HZDR. Hier lernen Schülerinnen und Schüler die Grundlagen der Mikroelektronik.

A disk of magnetic material is irradiated with ions.
Juniordoktor-Auftaktveranstaltung im Schülerlabor DeltaX

Prof. Sebastian Schmidt, wissenschaftlicher Direktor des HZDR, freut sich über das große Interesse am Schülerlabor: „Spitzenforschung ist nur möglich mit hochmotivierten und exzellent ausgebildeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Deshalb hat das HZDR als international renommierte Forschungseinrichtung im Blick, junge Menschen frühzeitig für Wissenschaft zu begeistern. Unser ausgebuchtes Schülerlabor DeltaX trifft mit seinen Angeboten für Schule und Freizeit dabei den Nerv der Forschergeneration von (über)morgen.“

Die große Nachfrage an den ersten Veranstaltungen stimmt die Initiatoren zuversichtlich: „Die bereits 14. Ausgabe des JUNIORDOKTORs und die ausgebuchten Veranstaltungen bestätigen uns Jahr für Jahr den Erfolg dieses Freizeit-Programms für Schülerinnen und Schüler. Die Begeisterung für Technologien bei jungen Talenten zu wecken und zu fördern, ist unser Ziel. An einem Hochtechnologie Standort wie Dresden arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft eng Hand in Hand. Daher unterstützen wir nachhaltige Konzepte wie diese des JUNIORDOKTORs zur Nachwuchskräftesicherung“, sagt Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung.

Informationen zum Programm werden fortlaufend unter www.juniordoktor.de veröffentlicht. Die ersten 16 der rund 100 Veranstaltungen stehen fest und werden bereits eifrig von den Kindern und Jugendlichen gebucht. Bisher sind folgende Veranstalter dabei:

  • Barkhausen Institut
  • Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Dresden
  • Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mit Schülerlabor DeltaX
  • Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke e. V.
  • Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden
  • SachsenEnergie AG
  • Technische Sammlungen Dresden
  • Technische Universität Dresden
  • tjg. theater junge generation

Geplant wird sowohl mit analogen als auch mit digitalen Formaten – je nach Möglichkeiten der Veranstalter. Die Evaluation der letzten Staffel zeigte, dass die Kinder und Jugendlichen sich ausdrücklich beide Formate wünschen. Für die einen ist die Sehnsucht nach realen Begegnungen groß, während andere, die zum Beispiel aus dem Dresdner Umland bis hin zu Leipzig kommen, überhaupt erst durch die digitalen Formate in die Dresdner Wissenschaft und Forschung eintauchen konnten und können. Mit der korrekten Beantwortung von insgesamt sieben Fragen und dem Nachweis von sieben Stempeln erwerben sie die JUNIORDOKTOR-Würde samt Hut und Urkunde.

Das stadtweite Talente-Entwicklungsprogramm JUNIORDOKTOR ist ein wichtiges Projekt des Netzwerks Dresden – Stadt der Wissenschaften. Es wird vom Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden koordiniert. Kinder und Jugendliche der Klassenstufe 3 bis 12 aus Dresden und Umgebung erhalten kostenlosen Zugang zu spannenden Veranstaltungen an rund 30 Hochschulen, Forschungseinrichtungen und technologieorientierten Unternehmen.

15. Oktober 2021 | Dresdner Startup unterstützt Kunststoffhersteller beim Recycling

Zu 100 Prozent recycelbar: Johanna Bialek und das Team von Holy Poly wollen Kunststoffabfälle vermeiden.
Zu 100 Prozent recycelbar: Johanna Bialek und das Team von Holy Poly wollen Kunststoffabfälle vermeiden.

In der Europäischen Union und damit auch in Deutschland sind seit dem 3. Juli 2021 zahlreiche Einwegplastikprodukte verboten. Auf diese Weise soll die Menge an Kunststoffmüll in der Umwelt verringert werden. Das Dresdner Start-up Holy Poly unterstützt Hersteller von Kunststoffprodukten dabei, die verschärften Vorgaben für mehr Recycling in den Betrieben und in der Gesellschaft zu erfüllen und selbstgesteckte Ziele bei der Abfallreduzierung zu erreichen. Kunden von Holy Poly sind dabei vor allem B2C-Markenhersteller, die höherwertige Kunststoffprodukte auf den Markt bringen. Das Entwicklungsziel sind laut Holy Poly Produkte, die zu 100 Prozent recycelt und zu 100 Prozent recycelbar sind – und eine Kunststoffbranche, die auf Kreislaufwirtschaft setzt. Bei diesem Schritt unterstützt Holy Poly Unternehmen mit verschiedenen Servicepaketen – von der Beratung über Design und Engineering bis hin zur Umsetzung. Erste Projekte wurden bereits mit Mattel und Innocent verwirklicht.

8. Oktober 2021 | Dresdner KI-Software erleichtert Leukämie-Diagnose

Knochenmarkausstrich eines AML-Patienten: Die neue Software erkennt eine bestimmte Genmutation anhand äußerer Zellmerkmale (dunkelgrüne Färbung).
Knochenmarkausstrich eines AML-Patienten: Die neue Software erkennt eine bestimmte Genmutation anhand äußerer Zellmerkmale (dunkelgrüne Färbung).

Digitale Technologien revolutionieren die Medizintechnik und schaffen neue Chancen, etwa für die Früherkennung von Krebserkrankungen. Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC), des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden und der TU Dresden haben ein neuartiges Computersystem entwickelt, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert. Die Analyse-Software unterstützt Ärztinnen und Ärzte hochpräzise dabei, eine akute myeloische Leukämie (AML) erstmals zu diagnostizieren. AML ist die in Deutschland häufigste Form einer schnell fortschreitenden Blutkrebserkrankung und betrifft das Knochenmark. Zudem erleichtert es die KI-Lösung, eine Genmutation zu erkennen, die für die Behandlung der Erkrankung wichtig ist. Entwickelt haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das System mithilfe künstlicher neuronaler Netze, die menschliche Fähigkeiten nachahmen. Der technologische Ansatz kann auf viele weitere bildbasierte Untersuchungsmethoden angewendet werden und ist derzeit im Ausbau.

7. Oktober 2021 | Dresden ist Aufsteiger des Jahres beim Smart City Index

Im diesjährigen Smart City Index der deutschen Großstädte gelang Dresden der größte Sprung: von Platz 24 im letzten Jahr auf den sechsten Platz in der aktuellen Shortlist. Das bundesweite Digitalranking wird jährlich vom IKT-Branchenverband erhoben, der dafür in fünf Themenbereichen rund 11.000 Datenpunkte erfasst und überprüft. Dresden ist einer der führenden Hochtechnologie-Standorte Europas und nutzt digitale Technologien unter anderem für die zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. Dresdner Akteure aus Forschung und Wirtschaft sind für Smart-City-Lösungen in vielen Bereichen weltweite Schrittmacher, etwa bei der Entwicklung von 6G. Die IT- und Software-Industrie ist mittlerweile der größte Arbeitsplatzgenerator in Dresden. Auch die Stadtverwaltung Dresden nimmt beim Thema Smart City eine führende Rolle ein, etwa in der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes in Deutschland. So können bereits über 80 verschiedene Verwaltungsleistungen per Onlineassistent elektronisch beantragt werden. Bis Ende 2022 sollen 200 Leistungen online verfügbar sein.

5. Oktober 2021 | Dresden will sich als Europas führender Hochtechnologie-Standort behaupten

Sichtprüfung der Siliziumkarbid-Halbleiter während der Produktion in der Waferfab von Bosch.
Sichtprüfung der Siliziumkarbid-Halbleiter während der Produktion in der Waferfab von Bosch

Dresdens Wirtschaft wächst – zu diesem Schluss kommt Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, bei der Vorstellung einer 12-Monats-Bilanz am heutigen Dienstag, 5. Oktober 2021: „Corona hat Branchen wie das Gastgewerbe, den Handel und die Kultur schwer erschüttert und fordert uns massiv heraus. Gleichzeitig erleben wir insbesondere im Hochtechnologiebereich eine absolute Boom-Situation, die enorme Wachstumsperspektiven für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Dresden eröffnet.“

Die vergangenen Monate waren geprägt von einer Reihe namhafter Investitionsentscheidungen für den Standort Dresden, so etwa von Vodafone, Jenoptik und Amazon Web Services. Hinzu kommen zahlreiche erfolgreiche Finanzierungsrunden für Startups in Hochtechnologiebereichen, etwa in der Biotechnologie und Robotik. Die Eröffnung des hochmodernen Chipwerkes von Bosch – sechs Monate vor dem Plan – hat die Aufmerksamkeit weltweit agierender Hightech-Unternehmen auf den Mikroelektronik-Standort Dresden gelenkt. „Der weltweite Chipmangel ist auch eine Chance für unseren Standort. Wir wollen die nächsten Akteure nach Dresden holen und das Silicon Saxony weiter ausbauen. Wir brauchen dafür eine zügige Regierungsbildung und Klarheit für die Investoren“, fordert Franke und fügt hinzu: „Wir wollen uns als Europas führender Hochtechnologiestandort behaupten“. Die Wirtschaftsförderung ist intensiv eingebunden in die infrastrukturelle Ertüchtigung des Dresdner Nordens und treibt die hinreichende Versorgung mit Strom, Wasser, Gas sowie ÖPNV voran.

Als deutlichen Wachstumsindikator sieht Franke die ungebrochen hohe Flächennachfrage: 114 Unternehmen erhielten in den vergangenen zwölf Monaten 170 Flächenangebote der Wirtschaftsförderung. Unterm Strich wurde 45 Neuansiedlungen und Erweiterungsprojekte begleitet, u. a. wurden 13 Hallen gebaut. „Es wird sich weiter ganz bewusst für Dresden entschieden. Unser gut vernetztes Ökosystem mit seiner wissenschaftlichen Exzellenz und den top ausgebildeten Fachkräften zieht insbesondere Unternehmen der künftigen Trend- und Wachstumsmärkte an“, so Franke. Sowohl die Gewerbegebiete als auch die Technologie- und Gründerzentren werden kontinuierlich weiterentwickelt. Rund vier Hektar werden in den Gewerbegebieten bis Jahresende verkauft werden, ähnlich hoch ist die Prognose für 2022. Bei den Immobilien sind durch das Nanocenter, die Universellen Werke und den Gewerbehof Freiberger Straße zuletzt 15.000 Quadratmeter Fläche hinzugekommen – die Auslastung liegt trotzdem bereits bei 98 Prozent.

24. September 2021 | Schwungrad der TU Dresden speichert Windenergie in Rekordhöhe

Installation des Schwungrades in Boxberg 2021
Installation des Schwungrades in Boxberg 2021

Für die Energiewende spielen Speichertechnologien wie Lithium-Ionen-Batterien, Pumpspeicherwerke oder synthetische Kraftstoffe eine wichtige Rolle. Eine weitere Technologie, die bisher nur wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, sind sogenannte Schwungräder, bei denen überschüssige Energie in Form von Rotationsenergie gespeichert wird. Wie groß das Potential dieser Technologie ist, zeigt ein von der TU Dresden entwickeltes Schwungrad in Boxdorf in der Lausitz, das eine halbe Megawattstunde Energie speichern und in der Spitze bis zu 500 Kilowatt abgeben kann. Der Demonstrator ist damit fünfmal so groß wie der bisher größte Schwungrad-Speicher. Aufgestellt in der Nähe eines Windparks soll die Technologie künftig dabei helfen, elektrische Energie aus Leistungsspitzen abzufangen und für wind-ärmere Zeiten zu speichern. Ein wirtschaftlicher Betrieb des Demonstrators ließe sich laut TU Dresden problemlos umsetzen.

24. September 2021 | TU Dresden wird Teil der europäischen Universität Eutopia

Von nun an ein Teil der europäischen Universität Eutopia: Die Technische Universität in Dresden.
Von nun an ein Teil der europäischen Universität Eutopia: Die Technische Universität in Dresden.

Eutopia ist ein Netzwerk von Partneruniversitäten, das es sich zum Ziel gesetzt hat die europäische Universität der Zukunft zu bauen. Dafür will Eutopia Studierende, Lehrkräfte und Lernende auf die Disruptionen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereiten. Gleichzeitig soll die Europäisierung des Studienangebots weiter angeschoben werden, woran nun auch die Technische Universität Dresden teilnehmt, die dem Netzwerk vor kurzem beigetreten ist. Rektorin Ursula M. Staudinger hofft mit dieser Mitgliedschaft, gemeinsame europäische Lehrprojekte an der TU Dresden gestalten zu können. Die Aufnahmezeremonie fand am Donnerstag, dem 23. September, in der Residenz des italienischen Botschafters in Belgien statt. Zusammen mit der TU Dresden schlossen sich dem Verbund auch die Università Ca'Foscari Venezia und der Universidade Nova de Lisboa an. Damit besteht Eutopia aus insgesamt neun Universitäten.

16. September 2021 | Erstes “Dresden Robotics Festivals” bringt die führenden Köpfe der Robotik-Szene zusammen

Das Dresden Robotics Festival bringt die führenden Köpfe der internationalen Robotik-Szene in die sächsische Landeshauptstadt
Das Dresden Robotics Festival bringt die führenden Köpfe der internationalen Robotik-Szene in die sächsische Landeshauptstadt

Das erste Dresden Robotics Festival bringt vom 16. bis zum 22. September die internationale Robotik-Szene aus Industrie, Forschung und New Business in der sächsischen Landeshauptstadt zusammen. Unter den 350 Teilnehmern und 60 internationalen Referenten des Events befinden sich führende Robotik-Hersteller wie Fanuc, Siemens, Stäubli und Yaskawa, genauso wie renommierte Wissenschaftler, Führungskräfte und Start-ups. Das Dresden Robotics Festival wurde vom “Robot Valley Saxony” ins Leben gerufen, einem Branchenverband, der gemeinsam mit sächsischen Startups, Zulieferern, Dienstleistern, Forschungsinstituten und öffentliche Einrichtungen den Robotik-Standort Sachsen fördert. Mit dem Dresden Robotics Festival unterstreicht die Innovationsregion Dresden einmal mehr ihre Fähigkeit, die Zukunft der Wachstumsbranche Robotik entscheidend mitzubestimmen.

9. September 2021 | Projektstart für 6G-Life-Forschungshub in Dresden

Eröffnung des 6G-life-Forschungshubs: Prof. Frank H. P. Fitzek, 6G-life Program Manager Sarah Franke, TUD-Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger und der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Eröffnung des 6G-life-Forschungshubs: Prof. Frank H. P. Fitzek, 6G-life Program Manager Sarah Franke, TUD-Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger und der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Mit „6G-Life“ ist an der Technischen Universität Dresden ein neuer Forschungs-Hub eröffnet worden, bei dem sich alles um 6G dreht – den Mobilfunkstandard der Zukunft. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und hat das Ziel, die Entwicklung der Quantenkommunikation und der Künstlichen Intelligenz im Mobilfunkbereich entscheidend voranzubringen. So sollen Entwicklungen wie Virtual Reality oder das Taktile Internet (Echtzeit-Fernsteuerung physischer Objekte) mit der Einführung des 6G-Netzes künftig Anwendung in einem breiten Markt finden.

Derzeit beschränken sich solche Anwendungen vor allem auf lokale 5G-Campusnetze. Im Unterschied zum 5G-Standard sind dafür jedoch deutliche Verbesserungen bei der Latenz, der Resilienz und der Netzsicherheit nötig, woran der 6G-Life-Hub ab sofort forscht. Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Förderung von Startups. Mit Blick auf die 6G-Entwicklung gilt Dresden als eines der weltweit führenden Forschungszentren. Mit seiner Förderung verbindet das BMBF das Ziel, Deutschland in der Weltspitze als Technologiepartner zu etablieren und den technologischen Wandel mitzugestalten.

2. September 2021 | Klimaschutz durch digitale Technologien: Bundesministerium zeichnet zwei Dresdner Forschungsprojekte aus

Mit innovativen Technologien den Ressourcenverbrauch der Digitalisierung reduzieren – das ist das Ziel des “Green ICT”, einem Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Gestartet ist der Wettbewerb mit 22 Forschungsteams, von denen Bundesministerin Anja Karliczek nun drei ausgezeichnet hat. Zwei stammen von der Technischen Universität Dresden – das "E4C" und das "DAKORE". Die beiden Projekte unter der Leitung von Professor Gerhard Fettweis und Professor Frank Ellinger entwickeln digitale Lösungen, die die Energieeffizienz von zukünftigen Kommunikations- und Informationstechnologien verbessern sollen. „Digitale Technik und Klimaschutz müssen Hand in Hand gehen. Deshalb arbeiten wir schon heute an Lösungen zur Frage nach energieeffizienter Digitaltechnik", so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei der Preisverleihung. Insgesamt werden die drei Siegerteams vom BMBF mit Fördermitteln von bis zu 12 Millionen Euro unterstützt.
Prof. Frank Ellinger präsentiert einen Aufbau zum Messen von sehr schnellen Mikrochips. Auf dem Monitor ist ein stark vergrößerter Chip zu sehen, der bei sehr hohen Frequenzen von etwa 200 Gigahertz arbeitet.
Prof. Frank Ellinger präsentiert einen Aufbau zum Messen von sehr schnellen Mikrochips. Auf dem Monitor ist ein stark vergrößerter Chip zu sehen, der bei sehr hohen Frequenzen von etwa 200 Gigahertz arbeitet.

27. August 2021 | Künstliche Intelligenz als Frühindikator: Wissenschaftler der TU Dresden erzielen Durchbruch bei implantierbaren KI-Systemen

Künstliche Intelligenz (KI) findet in der Medizin bereits an vielen Stellen Anwendung, zum Beispiel bei der Auswertung von Patientendaten, um anhand kleinster Veränderungen Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Wissenschaftler der TU Dresden gehen einen Schritt weiter: Mit einer bio-kompatiblen KI-Plattform gelang ihnen erstmals die Implantierung von KI in den menschlichen Körper. Ziel des Forscher-Teams um Prof. Karl Leo, Dr. Hans Kleemann und Matteo Cucchi der Professur für Optoelektronik ist es, mittels der KI-Plattform gesunde und krankhafte Muster in biologischen Signalen aufzudecken, Herzschläge in Echtzeit zu klassifizieren und so krankhafte Veränderungen ohne eine permanente ärztliche Überwachung in einem frühen Stadium zu erkennen. Basis für den KI-Chip sind polymer-basierte Faser-Netzwerke, die dem menschlichen Gehirn strukturell ähneln und die komplexe Verarbeitung von Daten ermöglichen („Reservoir Computing“). In dem Ansatz sehen die Wissenschafter eine Möglichkeit Smart Health-Lösungen für die Zukunft weiterzuentwickeln.

Polymer-basiertes künstliches neuronales Netz. Das stark nichtlineare Verhalten dieser Netze ermöglicht ihren Einsatz im Reservoir-Computing.
Polymer-basiertes künstliches neuronales Netz. Das stark nichtlineare Verhalten dieser Netze ermöglicht ihren Einsatz im Reservoir-Computing.

20. August 2021 | Dresdner Forscher entwickeln neue Hardware für das künstliche Gehirn

Das menschliche Gehirn arbeitet hoch-dynamisch und extrem effizient. Neuroinspirierte Rechner ahmen das nach – bislang hauptsächlich durch Softwarelösungen. Geht es jedoch nach Dr. Alina Deac, Projektleiterin am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), soll die Arbeitsweise des Gehirns künftig auch auf der Hardware-Ebene nachgebildet werden können. Gemeinsam mit ihrem Forschungsteam untersucht sie dafür kleinste Materialien, sogenannte Nano-Scheiben, die mit Ionenstrahlen manipuliert ein ähnliches Aktivitätsmuster aufweisen wie miteinander kommunizierende Nervenzellen im Gehirn. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für miniaturisierte Hardware-Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz, deren Praxistauglichkeit sich am Wissenschaftsstandort Dresden hervorragend erforschen lässt, so Dr. Alina Deac: „Dresden ist ein einzigartiger Standort für Innovationen rund um neuromorphes Computing oder Wi-Fi-Technologien. Es ist ein Riesenvorteil, dass wir unsere Entwicklung hier bereits vor Ort auf ihre Praxistauglichkeit testen können. Zum Beispiel können wir die Nano-Scheiben mit unseren Partnern an der TU Dresden und bei der Industrie langfristig auch in komplexere Elektronik integrieren“. Das Anwendungsspektrum der Nano-Scheiben ist enorm. Bereits heute werden vergleichbare Technologien in kommerziellen Magnetspeichern und für neue Drahtlos-Technologien eingesetzt.

Eine Scheibe aus magnetischem Material wird mit Ionen bestrahlt.
Eine Scheibe aus magnetischem Material wird mit Ionen bestrahlt.

12. August 2021 | Dresdner Forscher entwickeln Feststoffbatterien für elektrische Flugzeuge

Mit Schwefel zu leichteren Batterien: Das Fraunhofer IWS arbeitet am Durchbruch der Technologie.
Mit Schwefel zu leichteren Batterien: Das Fraunhofer IWS arbeitet am Durchbruch der Technologie.

Aus der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung – so das Ziel von “SoLiS”, einem Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das seit 2021 an der Marktreife von Feststoffbatterien arbeitet. An dem Projekt sind unter anderem die TU Dresden und das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) aus Dresden beteiligt, wo letzteres die Projektkoordination übernimmt. Anders als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus bestehen Feststoffbatterien aus einem Lithium-Schwefel-Gemisch und verfügen über vergleichsweise hohe Speicherkapazitäten und niedrige Materialkosten. In dem Projekt sollen innovative Herstellungsverfahren der neuen Technologie erprobt und optimiert werden. Die Forschungsergebnisse könnten dabei helfen die besonders leichten und kostengünstigen Batterien künftig in der elektrischen Luftfahrt einzusetzen. Das Projekt wird mit einer Gesamtsumme von knapp 1,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

06.08.2021 | Ohne Verkehrschaos zum Stadion? Hacker mit Ideen gesucht!

Open Data Camp 2019
Open Data Camp 2019

Dynamo-Fans, die Dresdner Stadtverwaltung und der Stadionbetreiber veranstalten Hackathon im Oktober 2021. Am Sonnabend, 23. Oktober 2021, und Sonntag, 24. Oktober 2021, werden Teams aus Hard- und Softwareentwicklern Ideen für neue Mobilitätslösungen im Umfeld des Rudolf-Harbig-Stadions gemeinsam entwickeln. Die Veranstalter stellen dafür zahlreiche offene Daten zur Verfügung, etwa aus dem Amt für Geodaten und Kataster oder von den Verkehrsbetrieben. Ziel ist es, dem hohen Verkehrsaufkommen bei Spielen von Dynamo Dresden mithilfe moderner technischer Möglichkeiten zu begegnen.

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4. August 2021 | Volkswagen und TraceTronic gründen neocx: Ein Joint Venture für automatisierte Software Integration

Axel Heinrich, Leiter der Elektrik-/Elektronik-Entwicklung bei Volkswagen, und Rocco Deutschmann, Geschäftsführer von TraceTronic, feiern die Gründung von neocx in Dresden.
Axel Heinrich, Leiter der Elektrik-/Elektronik-Entwicklung bei Volkswagen, und Rocco Deutschmann, Geschäftsführer von TraceTronic, feiern die Gründung von neocx in Dresden.

Leistungsfähige Fahrzeugfunktionen basieren auf dem vernetzten Zusammenspiel vieler Einzelkomponenten aus Software und Hardware. Diese Komponenten zusammenzuführen und im Gesamtverbund zu testen, ist eine der derzeit wichtigsten Entwicklungsaufgaben der Automobilindustrie. Das Joint Venture neocx, gegründet von Volkswagen und dem Dresdner IT-Spezialisten TraceTronic, will dabei helfen sie zu lösen. TraceTronic wurde 2004 als Spin-Off der TU Dresden gegründet und gehört heute mit rund 300 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Anbietern von Lösungen für das Testen und Integrieren von Fahrzeugsoftware.

Für Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung Dresden, stellt TraceTronic ein Paradebeispiel für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Dresden dar: “Das neue Gemeinschaftsunternehmen neocx mit Volkswagen ist ein besonderer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte von TraceTronic. Im Zukunftsmarkt Integration und Testen von hochvernetzter Fahrzeug-Software wird es nicht das letzte Kapitel des Dresdner Unternehmens sein. Die großen Themen der Automobilbranche – CO2-Minderung, Elektromobilität und hochautomatisiertes Fahren – treiben die Komplexität der Elektronik und Software und damit auch den Bedarf, diese automatisiert zu testen. Genau hier liegt die weltweit gefragte Expertise von Tracetronic.“

An dem Joint Venture neocx sind Volkswagen und TraceTronic zu jeweils 50 Prozent beteiligt.

03.08.2021 | Dresden fördert innovative Projekte aus Wirtschaft und Forschung

Die Landeshauptstadt Dresden fördert innovative Projekte aus Wirtschaft und Forschung mit 10.000 Euro bis maximal 100.000 Euro. Insgesamt stehen etwa 250.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung ist bewusst themenoffen und ermöglicht z. B. Vorhaben aus den Bereichen Industrie 4.0, Smart City, neue Materialien, zukünftige Energiesysteme oder auch nicht-technische Neuerungen. Bewerbungen sind bis zum 19. September 2021 möglich. Die Antragsformulare sowie weitere Informationen zur Förderung gibt es unter www.dresden.de/innovativ.

Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung: „Unsere Innovationsförderung hat sich vielfach als erfolgreicher Katalysator bewiesen, wenn es darum geht, exzellente Ideen mit städtischer Relevanz in zukunftsträchtige Geschäftsmodelle zu verwandeln.“

Antragsberechtigt sind Gründer und Startups aus dem Hochtechnologiebereich, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz in Dresden sowie Forschungseinrichtungen und Nicht-KMU im Rahmen von Unternehmensverbünden.

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29. Juli 2021 | NCT in Dresden entdeckt neue Therapiemöglichkeiten gegen Darmkrebs

Im NCT-Labor untersuchen Wissenschaftler die Wirksamkeit verschiedener Substanzen an Zellkulturen.
Im NCT-Labor untersuchen Wissenschaftler die Wirksamkeit verschiedener Substanzen an Zellkulturen.

Gut 58.000 Menschen erhalten in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Darmkrebs. Dennoch gibt es bisher nur wenige effektive Therapien gegen die Erkrankung, vor allem, wenn sie sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Ein Forscherteam unter Leitung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden und Heidelberg könnte das allerdings nun ändern. Bei seiner Forschung hat es ein Proteinkomplex (Cyclin K/CDK12) entdeckt, über das sich die Tumorzellen des Darmkrebs gezielt angreifen lassen. Als geeignetes Mittel dafür könnte eine bislang unbekannte Substanz aus der neuartigen Wirkstoffgruppe der molekularen Klebstoffe dienen, die ebenfalls von dem Forscherteam des NCT entdeckt wurde.

„Dies ist eine wichtige Grundlage, um künftig neue Medikamente für Patienten mit Darmkrebs zu entwickeln oder vorhandene CDK12-Inhibitoren auf ihre Wirksamkeit gegen diese Tumoren zu testen“, sagt Prof. Hanno Glimm, Direktor am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Dresden. Das NCT ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Dresdner Universitätsklinikums, der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR).

22. Juli 2021 | In Dresden spielt die KI-Musik

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wollen die Forschenden des CeTI die Fähigkeit des Klavierspiels digitalisieren, um sie anschließend in Lernprogramme zu überführen.
Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wollen die Forschenden des CeTI die Fähigkeit des Klavierspiels digitalisieren, um sie anschließend in Lernprogramme zu überführen.

Die menschliche Hand am Klavier: Ein komplexes Zusammenspiel von Sehnen, Sinneszellen und verschiedensten Muskeln. Wie es genau funktioniert, untersucht ein Forschungsteam der TU Dresden und des „Zentrums für taktiles Internet mit Mensch-Maschine-Interaktion“ (CeTI). Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wollen die Forschenden die Fähigkeit des Klavierspiels digitalisieren, um sie anschließend in Lernprogramme zu überführen. Dafür haben sie die Pianistin Inhye Park in einem Sensoranzug an ein Klavier gebeten und jede ihrer Bewegungen mittels Künstlicher Intelligenz analysiert. Jeder ihrer Tastenanschläge wird in Echtzeit auf dem Computer erfasst. Die so gesammelten Daten können nun als Grundlage für Lernprogramme dienen, bei denen Lernende ebenfalls in einen KI-Anzug schlüpfen und mittels Vibrationsfeedback sich selbst die richtigen Bewegungen antrainieren können. So lernen sie „beispielsweise, dass durch das Abfedern des Handgelenks ein eher weicherer oder härterer Ton entsteht", erklärt Karl-Heinz Simon, Klaviermethodiker am CeTI Dresden. Schon in einigen Jahren könnten solche Lernprogramme dabei helfen, Menschen unabhängig von Sprache oder anderen Barrieren verschiedenste Fähigkeiten beizubringen.

2. Juli 2021 | TU Dresden entwickelt Laserroboter zur Entsorgung von radioaktivem Giftmüll

Inhaber der Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik: Prof. Dr.-Ing. habil. Antonio Hurtado
Inhaber der Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik: Prof. Dr.-Ing. habil. Antonio Hurtado

Beim Abriss von alten Kernkraftwerken entstehen große Mengen radioaktiven Mülls. Sie zu entfernen kann für Menschen mit großen Gefahren verbunden sein. Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität Dresden wollen das nun ändern. Dafür hat das Team der Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik einen neuen Laserroboter entwickelt, der kontaminierte Materialien bereits vor dem Abriss unschädlich und für eine künftig Wiederverwendung zugänglich machen soll.

Im Fokus steht dabei eine krebserregende Lackierung aus Weichmachern, die sich auf vielen Wänden und Metallteilen von alten Kraftwerken befindet. Derzeit werden die radioaktiven Lacke mit Sandstrahlern abgetragen, was zu einer Kontaminierung des eingesetzten Sandes führt. Um das zu umgehen, wurde der Dresdner Roboter mit speziellen Lasern ausgestattet, die die Lacke so erhitzen können, dass die radioaktiven Stoffe zerfallen und sich anschließend absaugen lassen. Laut der TU Dresden besteht an der Technologie bereits ein internationales Interesse, da die Zahl maroder Kernkraftwerke immer weiter steigt.

25. Juni 2021 | Leichtbausymposium 2021 der TU Dresden: Mit Neutralleichtbau zu mehr Ressourceneinsparungen

Der Vorstand des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden lud zum 24. Leichtbausymposium in Dresden: Prof. Werner Hufenbach, Prof. Niels Modler, Prof. Hubert Jäger, Prof. Maik Gude (von links)
Der Vorstand des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden lud zum 24. Leichtbausymposium in Dresden: Prof. Werner Hufenbach, Prof. Niels Modler, Prof. Hubert Jäger, Prof. Maik Gude (von links)

„Neutralleichtbau - Mehrwert durch Ressourceneinsparung“, so das Motto des Dresdner Leichtbausymposiums 2021, das ganz im Zeichen einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Wirtschaftsweise stand. Gemeinsam mit ausgewählten Experten wurden auf der Veranstaltung des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der Technischen Universität Dresden die Leitplanken eines ressourcensparenden Leichtbaus im 21. Jahrhundert diskutiert. Ob „Cradle-to-Cradle“ oder innovative Lösungsansätze für die Kreislaufführung von Wertstoffströmen – die Plattform hat mit seinen etwa 100 digitalen Veranstaltungen eine große Bandbreite an Themen abgedeckt. Neben den Vorträgen konnten die mehr als 1.000 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auch etliche Möglichkeiten zur interaktiven Netzwerkbildung nutzen. Das Dresdner Leichtbausymposium gilt seit vielen Jahren als eine wichtige branchenübergreifende Plattform zum Erfahrungsaustausch von internationalen Entscheidungsträgern. Auch in diesem Jahr hat das Symposium mit dem Thema Neutralleichtbau einmal mehr den Nerv der Zeit getroffen.

18. Juni 2021 | Smart System Hub: Digital Product Factory aus Dresden geht mit neuer Challenge in die dritte Runde

Michael Kaiser, CEO und Hans Klingstedt, Senior Project Manager Business Development & Co-Innovation bei Smart Systems Hub, Dr. Georg Püschel, Product Manager und Mitbegründer von Wandelbots, Harald Heinrich, Lead Principal Engineering Automation und Uwe Gäbler, Director Development Center Dresden bei Infineon
Michael Kaiser, CEO und Hans Klingstedt, Senior Project Manager Business Development & Co-Innovation bei Smart Systems Hub, Dr. Georg Püschel, Product Manager und Mitbegründer von Wandelbots, Harald Heinrich, Lead Principal Engineering Automation und Uwe Gäbler, Director Development Center Dresden bei Infineon

Das Auge von Infineon, die Muskeln von Wandelbots, das Nervensystem von SAP und objective partner: so sieht die dritte Runde der Digital Product Factory, kurz DPF, aus. Die DPF ist ein Innovationsprogramm des Smart Systems Hub aus Dresden, das sich die Entwicklung digitaler Industrieanwendungen zum Ziel gesetzt hat. Ihre Projekte sind auf eine Laufzeit von drei Monaten begrenzt und bringen Kooperationspartner aus verschiedenen Disziplinen zusammen. In der dritten, aktuellen Ausgabe der Digital Product Factory arbeitet nun das Technologieunternehmen Infineon mit den Softwarespezialisten SAP, objektive partner und Wandelbots daran, die Interaktion von Mensch und Roboter mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu verbessern. Dafür haben sich die Co-Innovatoren zwei Ziele gesetzt: Die Entwicklung eines flexibel einsetzbaren Roboters, der mit einer Sensorfusion-basierten Edge-AI Lösung angelernt und überwacht werden kann, sowie die Möglichkeit, den Roboter digital abzurechnen.

Beides zusammen bildet ein ganzheitliches und skalierbares Geschäftsmodell, das auch als „robot and asset as a service“ bezeichnet wird. Das Smart Systems Hub Dresden gestaltet dafür die virtuellen und physischen Räume, leitet methodisch die Produktentwicklung und übernimmt die Organisation und die Akquise von Know-How.

14. Juni 2021 | Jenoptik, Vodafone, Bosch - Dresdens Hightech-Standort auf Wachstumskurs

Neue Reinräume für die Dresdner Fertigung: Jenoptik will die Bauarbeiten an seinem neuen Standort bis 2025 abgeschlossen haben.
Neue Reinräume für die Dresdner Fertigung: Jenoptik will die Bauarbeiten an seinem neuen Standort bis 2025 abgeschlossen haben.

Vodafone, Jenoptik und Bosch sorgen für Zuwachs am Hochtechnologie-Standort Dresden. Während sich der Mobilfunkspezialist Vodafone mit einem globalen Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung in der Landeshauptstadt niederlassen will, bauen Jenoptik und Bosch neue Fertigungsstätten im Silicon Saxony auf. Am neuen Vodafone-Standort sollen bis zu 200 Forscher an der Weiterentwicklung der 5G- und 6G-Technologie arbeiten und konkrete Anwendungen in den Bereichen autonomes Fahren, vernetzte Landwirtschaft, Chemie und Bau vorantreiben. Der Photonik-Konzern Jenoptik erwirbt ein Grundstück, um in eine neue Reinraum-Fabrik mit hochmodernem Fertigungsgebäude und Bürokomplex zu investieren. Der Industrieriese Bosch dagegen hat im Dresdner Norden gerade eine neue Halbleiterfabrik eröffnet. Der Standort gilt zu den modernsten seiner Art und als eine der größten Investitionen des Traditionsunternehmens. An allen drei Ansiedlungen war das Amt für Wirtschaftsförderung unmittelbar beteiligt. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert betont die Vorzüge des Standorts: „Das Zusammenspiel zahlreicher Unternehmen, Institute und Startups macht Dresden zu einem der führenden Hochtechnologiestandorte Europas. In Dresden ist die Zukunft zu Hause“. Dresdens exzellente Hochschulen würden gerade in den MINT-Fächern weltweit gefragte Talente ausbilden, denen sich vor Ort nun weitere sehr attraktive Chance bieten, so Hilbert.