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Aktuelles

07. Mai 2021 | Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung: Senodis bezieht neuen Firmensitz

Das Senodis-Gründerteam: Thomas Härtling, Björn Erik Mai, Marek Rjelka Christoph Kroh.
Das Senodis-Gründerteam: Thomas Härtling, Björn Erik Mai, Marek Rjelka Christoph Kroh.

Digitales Tracking von Bauteilen spielt für smarte Industrieanwendungen eine wichtige Rolle, stellt in manchen Fällen jedoch eine große technische Herausforderung dar. So etwa bei Bauteilen aus Metall, die während ihrer Verarbeitung extremen Temperaturen ausgesetzt werden. Das Dresdner Startup Senodis hat aus diesem Grund das Verfahren “CeraCode” entwickelt, das Metallteile mit einer besonders widerstandsfähigen Tinte aus Keramik-Pigmenten kennzeichnet, sodass sie auch bei Temperaturen von über 900 Grad noch erkannt und digital nachverfolgt werden können. Um dieses Verfahren zur Marktreife zu bringen, unterstützte die Wirtschaftsförderung Dresden das Start-up in der Vergangenheit mit finanziellen Mitteln in Höhe von 80.000 Euro und der Vermittlung eines Firmensitzes im Dresdner TechnologieZentrum Nord.

Die neuen Geschäftsräume in dem innovativen Umfeld konnte Senoris vor kurzem in Betrieb nehmen: „Wir danken der Stadt Dresden für die Unterstützung und den damit verbundenen Vertrauensbeweis in der frühen Gründungsphase von Senodis. Es bestätigt sich für uns täglich, dass Dresden mit seinem Technologieumfeld und seiner wachsenden Startup-Szene ein exzellenter Standort ist, um unsere Ideen in die Tat umzusetzen“, sagt Dr. Christoph Kroh, Co-Gründer und Technischer Geschäftsführer von Senodis. Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung, ist froh das Unternehmen, das 2019 als Spin-Off des Fraunhofer IKTS gegründet wurde, an seinem neuen Standort begrüßen zu dürfen: “Senodis hat uns mit einer wirklich innovativen Technologie überzeugt, die wir unbedingt hier am Standort halten wollten. Unsere Innovationsförderung hat sich einmal mehr als erfolgreicher Katalysator bewiesen, exzellente Ideen in zukunftsträchtige Geschäftsmodelle zu verwandeln“, so Dr. Robert Franke.

30. April 2021 | Dresdner Autosoftware-Hersteller Tracetronic auf Wachstumskurs

TraceTronic Geschäftsführer Dr. Peter Strähle, Tracetronic Geschäftsführer Dr. Rocco Deutschmann, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig und Dr. Robert Franke von der Wirtschaftsförderung Dresden
TraceTronic Geschäftsführer Dr. Peter Strähle, Tracetronic Geschäftsführer Dr. Rocco Deutschmann, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig und Dr. Robert Franke von der Wirtschaftsförderung Dresden

Ob Fahrerassistenzsysteme, Autonomes Fahren oder Infotainment: die Komplexität von Automobil-Software steigt exponentiell. Bis zu 100 Steuergeräte sind mittlerweile im Fahrzeug verbaut. Das Dresdner Unternehmen Tracetronic hat Softwarelösungen entwickelt, damit die elektronischen Steuergeräte vollautomatisiert in unterschiedlichsten Umgebungen getestet werden können - beginnend beim Test einzelner Software-Komponenten bis hin zum abschließenden Test in Fahrzeugen. Dadurch können Fehler früher erkannt und Markteinführungszeiten erheblich verkürzt werden. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, errichtet das Unternehmen am Hauptsitz Dresden einen modernen Gebäudekomplex für bis zu 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gestern war die Grundsteinlegung.

2004 aus der Technischen Universität Dresden gegründet, hat sich Tracetronic seitdem zu einem globalen Unternehmen mit weiteren Standorten in Deutschland, den USA und Korea entwickelt. Mehr als 150 Unternehmen der internationalen Automobil- und Zuliefererindustrie unterstützt Tracetronic mit Software-Produkten und innovativen Lösungen zur Entwicklung und Absicherung komplexer eingebetteter Systeme in Fahrzeugen. Dazu zählen Audi, die BMW Group, Bosch, CLAAS, Continental, Daimler, Denso, Ford, Geeley, IAV, John Deere, Magna, Porsche, Rivian, Siemens oder Volkswagen. „TraceTronic ist ein Paradebeispiel für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Dresden. 2004 aus der TU Dresden ausgegründet und aus guten Gründen hier geblieben, strahlt es heute aus dem Gewerbegebiet Coschütz-Gittesee in alle Ecken der automobilen Welt, von Korea bis ins Silicon Valley“, so Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung zur Grundsteinlegung.

23. April 2021 | Künstliche Muskeln für den Roboter der Zukunft – PowerON will in Dresden die Entwicklung beschleunigen

PowerON-CEO Dr. Markus Henke stellt flexible Robotik-Komponenten vor.

Das aufstrebende Startup PowerON hat sich zum Ziel gesetzt, die Robotik zu revolutionieren. Dabei werden auf Basis sogenannter „künstlicher Muskeln“ Produkte entwickelt, die die Transformation der Roboter von steifen, unflexiblen und schwerfälligen Fließbandarbeitern hin zu geräuschlosen, nachgiebigen, flexiblen und agilen Alltagsassistenten ermöglichen. „Egal, ob im Haushalt, beim Einkauf oder im Gesundheitswesen, es werden sich zahlreiche neue Einsatzmöglichkeiten erschließen, mit denen wir momentan noch nicht einmal rechnen“ so Dr. Markus Henke, CEO von PowerON.

Bereits seit 2015 forscht das Gründerteam gemeinsam an der dafür genutzten Technologie. Mit Gründung der PowerON Limited 2019 in Neuseeland und der PowerON GmbH im Sommer 2020 in Dresden wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. „Für uns ist Dresden der ideale Standort. Jedes Jahr verlassen zahlreiche erstklassige Absolventen die ansässigen Universitäten, wodurch wir auf ein hervorragendes Netzwerk im Bereich der Forschung und Entwicklung zurückgreifen können. So arbeiten wir zum Beispiel im Rahmen eines Nachwuchsprojekts sehr eng mit der TU Dresden zusammen. Darüber hinaus gehört die Stadt Dresden im Bereich der Robotik zu den führenden Standorten“, so Dr. Henke.

Derzeit arbeitet das internationale Team vorrangig an der Entwicklung von nachgiebigen Sensoren, die es unter anderem ermöglichen, Robotergreifer mit einem Tastsinn auszustatten. Den möglichen Anwendungsfeldern der Technologie sind aber kaum Grenzen gesetzt. So ist es auf Basis der gleichen Materialen auch möglich, flexible Aktoren zu entwickeln, die beispielsweise als Pumpen oder auch als Antriebe für Prothesen genutzt werden können. Dieses Gebiet soll nach einer Erweiterung des Teams in den nächsten Monaten stärker in den Fokus rücken.

16. April 2021 | Sprung bei Perowskit-Forschung: TU Dresden macht Herstellung hocheffizienter Solarzellen reproduzierbar

Prof. Dr. Yana Vaynzof, TU Dresden
Prof. Dr. Yana Vaynzof, Lehrstuhl für Neuartige Elektronik-Technologien, cfaed und IAPP, Technische Universität Dresden

Leistungsstarke und kostengünstige Solarzellen sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende, weshalb die Technologie schon seit vielen Jahren intensiv erforscht wird. Ein Bereich, der in den vergangenen Jahren für viel Aufsehen gesorgt hat, sind sogenannte Perowskit-Zellen. Die kleinen Sonnenkraftwerke sind deutlich leichter und weniger aufwändig in der Produktion als herkömmliche Silizium-Zellen und konnten zuletzt erhebliche Effizienzsteigerungen für sich verbuchen. Bei ihrer Herstellung stand die Forschung allerdings lange Zeit vor einem Rätsel, zeigten die hergestellten Zellen bisher unerklärliche Qualitätsunterschiede. Einer Forschungsgruppe der Technischen Universität Dresden ist es jetzt gelungen das Rätsel zu lösen. Als Ursache für die geringe Reproduzierbarkeit identifizierten sie ein bestimmtes Anti-Lösungsmittel. In ihrer Studie konnten sie zeigen, wie unterschiedliche Anwendungen des Mittels zu abweichenden Ergebnissen in der Produktion führten. Auch war es den Forschern der TU möglich, Empfehlungen für eine optimale Anwendung aus ihrer Arbeit abzuleiten. „Unsere Ergebnisse auf diesem Gebiet bieten damit wertvolle Einblicke, um eine Weiterentwicklung dieser vielversprechenden Technologie in ein kommerziell erfolgreiches Produkt zu ermöglichen”, so Studienleiterin Prof. Dr. Yana Vaynzof. Die Ergebnisse wurden im renommierten Journal „Nature Communications“ veröffentlicht.

9. April 2021 | TU Dresden stößt mit organischen Dioden erstmals in den Gigaherz-Bereich vor

Prof. Karl Leo
Prof. Karl Leo will mit seinem Team neue Anwendungsfelder im Bereich der organischer Elektronik erschließen.

Das Institut für Angewandte Physik (IAP) an der Technischen Universität Dresden gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der organischen Elektronik. Ziel von Institutsleiter Prof. Karl Leo und seinem Team ist es, völlig metallfreie Bauteile zu entwickeln, um neue Anwendungsfelder wie aufrollbare Bildschirme, organische Mensch-Maschine-Schnittstellen oder körperverträgliche elektronische Implantate zu ermöglichen. Bisher galten Dioden aus rein organischen Materialien allerdings als zu langsam (Rechenleistung von etwa 20 bis 30 Megahertz), weshalb sie stets mit Silizium-Komponenten ergänzt wurden. Eine neue Technologie der TU Dresden, bei der kohlenstoffbasierte Transistoren durch eine neuartige vertikale Bauweise miteinander kombiniert werden, könnte das allerdings ändern. Mit ihr lassen sich rein organische Dioden erzeugen, die Schaltfrequenzen von bis zu 3 Gigahertz erreichen. Prof. Karl Leo und sein Team sind zuversichtlich, mit der vertikalen Technik bald auch komplexe organische Schaltungen herstellen zu können, die ähnlich schnell wie Siliziumchips sind. Mit ihnen wären dann auch vollständig aufrollbare OLEDs nicht mehr weit entfernt.

1. April 2021 | Dresdner Start-up Packwise startet mit frischem Geld ins internationale Geschäft

Das Packwise-Gründerteam: René Bernhardt, Gesche Weger und Felix Weger.
Das Packwise-Gründerteam: René Bernhardt, Gesche Weger und Felix Weger.

Das Dresdner Start-up Packwise digitalisiert Wertschöpfungsketten von Unternehmen aus der Chemie- und Lebensmittelindustrie, indem es Industrieverpackungen mit kleinen Internet-Of-Things-Sensoren ausstattet. Die Technologie bietet Kunden eine Vielzahl an Funktionen an, um ihre Supply Chain transparenter, sicherer und effizienter zu gestalten, wofür Packwise vergangenes Jahr mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland ausgezeichnet wurde. Von seinen Investoren, darunter auch dem Technologiegründerfonds Sachsen, konnte das 2017 gegründete Unternehmen nun einen siebenstelligen Eurobetrag in einer Pre-Series A Finanzierungsrunde einsammeln. Mit dem Geld will Packwise seine Softwareplattform ausbauen, das Wachstum im europäischen Markt beschleunigen und seinen Marktstart in Nordamerika vorbereiten. Dafür plant das Start-up sein Entwicklungs- und Vertriebsteam weiter auszubauen.

26. März 2021 | KI-basiertes Identifikationsverfahren für Zellen: Biophysiker Herbig erhält den Dresdner Exzellenzpreis

Mit dem DRESDEN EXCELLENCE AWARD werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus Dresden ausgezeichnet.
Mit dem DRESDEN EXCELLENCE AWARD werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus Dresden ausgezeichnet.

Der Dresden Excellence Award ist ein Wissenschaftspreis, der von der Stadt Dresden einmal im Jahr an herausragende Forschungsarbeiten verliehen wird, die für die Dresdner Stadtentwicklung von besonderer Relevanz sind. Der Preis wird in den Kategorien Bachelor, Master, Promotion und Habilitation vergeben, diesjähriger Gewinner in der Kategorie Promotion ist der Biophysiker Dr. Maik Herbig vom Zentrum für regenerative Therapien (CRTD) der Technischen Universität Dresden. In seiner Abschlussarbeit konnte der Wissenschaftler ein neues Verfahren zur Identifikation von Zellarten entwickeln, dass auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning basiert und Zellen anhand von mechanischen und morphologischen Eigenschaft unterscheiden kann. Dabei verzichtet die neue Technologie (RT-DC genannt) auf den Einsatz von Farbmarkern, was sie günstiger und schneller als herkömmliche Verfahren macht und ihren Anwendungsbereich vergrößert.

Das Verfahren wird bereits von einer TU-Ausgründung eingesetzt. Für Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung Dresden, ein wichtiger Beitrag zur Innovationskraft und Attraktivität des Standorts: “Ob neue Behandlungsansätze im Kampf gegen Multiple Sklerose oder die revolutionäre Identifizierung von Zellarten - alle ausgezeichneten Arbeiten haben praktische Anwendungsbezüge und hohen Wert für unser Leben – heute und in Zukunft”. Das Amt für Wirtschaftsförderung begleitet den Award seit 2017.

19. März 2021 | Infineon und GLOBALFOUNDRIES: Gemeinsam zum Hightech-Ventil

DPF-2 Review Deepdive Anforderung
DPF-2 Review Deepdive Anforderung

Das “Silicon Saxony” in Dresden gehört zu den führenden Halbleiter-Clustern der Welt und beherbergt die größte und modernste Chip-Fabrik Europas. Die Niederlassung des amerikanischen Chip-Herstellers Globalfoundries ist vor kurzem zum Austragungsort einer besonderen Challenge des Branchenverbands Smart Systems Hub geworden. Aufgabe der Challenge war es ein neues Überwachungssystem für die speziellen Ventile der Fabrik zu entwickeln. Als Ergebnis haben die Teilnehmer nun ein KI-basiertes Kontrollsystem mit Hightech-Sensorik und Edge-Computing-Lösung vorgestellt, das defekte Ventile frühzeitig erkennen und so Produktionsunterbrechungen vermeiden kann. An der Entwicklung beteiligt waren neben Globalfoundries auch Infineon Dresden, Sensry, Coderitter und T-Systems Multimedia. Ihr Prototyp soll künftig zur Marktreife gebracht werden.

12. März 2021 | Dresdner Chip-Hersteller entlasten die Automobilindustrie

Blick auf das fertiggestellte Halbleiterwerk im Dresdner Norden
Blick auf das fertiggestellte Halbleiterwerk im Dresdner Norden

Über leere Auftragsbücher kann sich die Dresdner Halbleiterindustrie derzeit nicht beklagen. Ganz im Gegenteil: Der stark wachsende Einsatz von Silizium-Wafern in der Automobilindustrie hat in der jüngeren Vergangenheit zu einem regelrechten Nachfrageboom geführt. Die Folge: Expansionsdruck im Silicon Saxony, Dresdens renommiertem Halbleiter-Cluster, das mit Bosch, Infineon und Globalfoundries drei der weltweit führenden Hersteller beherbergt. Während der Chip-Spezialist Globalfoundries derzeit damit beschäftigt ist, seine bestehenden Kapazitäten auszubauen, plant Bosch die Eröffnung seiner ersten Chipfabrik am Standort Dresden. Ab Juni sollen dann auch hier die begehrten Silizium-Wafer produziert werden.

Die Chipfabrik, in die Bosch insgesamt rund eine Milliarde investiert hat, zählt zu den mordernsten der Welt und wird durch die deutsche Bundesregierung gefördert. Das gleiche zählt auch für den Ausbau der Globalfoundries-Fabrik. Mit den staatlichen Förderungen soll die strategisch wichtige Schlüsselindustrie noch stärker an den Standort gebunden werden.

Die Technik-Journalistin Nicole Scott besucht die neue Bosch 300mm Halbleiterfabrik in Dresden

5. März 2021 | ZEISS und TU Dresden gehen strategische Kooperation ein

Prof. Dr. Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden, unterzeichnet während des virtuellen Meetings den Kooperationsvertrag mit der ZEISS Gruppe
Prof. Dr. Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden, unterzeichnet während des virtuellen Meetings den Kooperationsvertrag mit der ZEISS Gruppe

Ob in Sachen Mikroelektronik, Quantenmaterialien, Halbleitertechnik oder 6G – am Innovationsstandort Dresden ziehen Wirtschaft und Wissenschaft an einem Strang. Das gilt ab sofort auch für die Technische Universität Dresden und das Technologieunternehmen ZEISS, die vor kurzem eine langfristige Kooperation eingegangen sind. Der Optik-Spezialist aus Jena will die Zusammenarbeit nutzen, um sich intensiv mit Studierenden und Wissenschaftlern der TU Dresden, Medizinern des Universitätsklinikums, sowie Start-ups und innovativen Unternehmen aus der Region zu vernetzen.

Die Kooperation soll sich nicht nur auf optische Technologien beschränken, sondern auch Bereiche wie Lebenswissenschaften, Medizintechnik, Mikroelektronik, Nanotechnologie, Informatik und Künstliche Intelligenz abdecken. Zum Auftakt steht ein Projekt aus dem Feld der Organoide an, bei dem unter anderem auch das Leibniz-Institut für Polymerforschung und das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Digitale Gesundheit mitwirken. Organoide sind künstlich erzeugte Gewebeteile, die menschlichen Organen ähneln. Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt.

26. Februar 2021 | TU Dresden entwickelt Schnüffel-Roboter für den Katastropheneinsatz

© Technische Universität Dresden

Ob bei Unfällen, Naturkatastrophen oder der Beseitigung von Kriegsschäden -  Gase können für den Menschen eine große Gefahr darstellen, gerade wenn sie geruchlos sind. Aus diesem Grund hat ein Zusammenschluss von sieben Professuren der TU Dresden gemeinsam den SNIFFBOT entwickelt - ein ferngesteuerter Roboter, der mittels Gas-Sensorik die Gegend inspizieren und absichern kann. Der Roboter soll bei Gefahrensituationen in größerer Anzahl zum Einsatz kommen und sowohl mit Menschen, seiner physischen Umwelt als auch mit anderen Robotern kommunizieren können. Neben der Absicherung von Katastrophenfällen soll die Technologie auch für industrielle Anwendungen wie die Überwachung komplexer Produktionsanlagen geeignet sein, so Projektleiter Prof. Dr. Uwe Aßmann. Das SNIFFBOT-Projekt wird im Rahmen des Smart Systems Hub Dresden mit einer Summe von insgesamt 1,78 Millionen Euro von der Sächsischen Aufbaubank gefördert und läuft noch bis Ende 2021.

19. Februar 2021 | Fraunhofer-Gesellschaft startet Forschungsprojekt zur Entwicklung eines 6G-Standards

Mit dem Forschungsprojekt 6G SENTINEL arbeitet die Fraunhofer-Gesellschaft an dem kommenden 6G-Mobilfunkstandard.

Mit dem Forschungsprojekt 6G SENTINEL der Fraunhofer-Gesellschaft soll die Entwicklung wichtiger Technologien für den 6G-Mobilfunkstandard vorangetrieben werden. An dem Projekt beteiligt ist unter anderem das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) aus Dresden, das mit seiner Forschung wichtige Pionierarbeit in einem zentralen Schlüsselmarkt der Digitalisierung leisten will. Der Mobilfunkstandard 6G soll für bessere Leistungen bei der Datenrate, der Energieeffizienz, der Latenz und der Zuverlässigkeit des Mobilfunknetzes sorgen. Er gilt als wichtige Voraussetzung für die flächendeckende Echtzeit-Fernsteuerung physischer Objekte, wie sie zum Beispiel bei IoT-Anwendungen oder selbstfahrenden Autos zum Einsatz kommen soll. Ein Forschungsbereich, der in Dresden bereits seit vielen Jahren intensiv bearbeitet wird, unter anderem vom Barkhausen Institut und dem 5G Lab Germany an der Technischen Universität Dresden.

Mitbegründer des 5G Labs ist der langjährige Mobilfunkexperte Prof. Dr. Gerhard Fettweis, der vor kurzem mit dem European SEMI Award ausgezeichnet wurde. Als einer der führenden Forscher im Bereich der Elektro- und Nachrichtentechnik beschäftigt sich Fettweis unter anderem mit der Entwicklung eines einheitlichen 6G-Funkspektrums, mit dem sowohl die zelluläre als auch die sensorische Kommunikation von robotischen Anwendungen abgewickelt werden soll. Dazu findet vom 23.-24.02.2021 das erste “IEEE

International Online Symposium on Joint Communications & Sensing” online statt, organisiert vom Barkhausen Institut und der TU Dresden.

12. Februar 2021 | Aus Plastikmüll wird Rohöl - Biofabrik aus Dresden geht mit Recyclinganlage in Serienproduktion

Oliver Riedel, CEO und Gründer der Biofabrik in Dresden, ist auf Öl gestoßen. An jedem Ort der Welt. Die “WASTX Plastic” macht Plastikmüll zu Kraftstoff.
Oliver Riedel, CEO und Gründer der Biofabrik in Dresden, ist auf Öl gestoßen. An jedem Ort der Welt. Die “WASTX Plastic” macht Plastikmüll zu Kraftstoff.

Von der Wegwerfgesellschaft zur Kreislaufwirtschaft - mit der “WASTX Plastic” der Biofabrik aus Dresden könnte es in Zukunft möglich sein. Eingebaut in Schiffscontainer ist die mobile Recyclinganlage dazu in der Lage, Verpackungsmüll aus Kunststoff bei rund 400 Grad aufzuspalten und in synthetisches Rohöl umzuwandeln - ein Vorgang, der auch als Pyrolyse bezeichnet wird. Da die Technologie bei Kunststoffen bisher allerdings als ineffizient und zu energieintensiv galt, wurde sie kaum genutzt. Mit der “WASTX Plastic” der Biofabrik ist es jedoch möglich, Kunststoffe bei vergleichsweise geringen Temperaturen einzuschmelzen, was die Anlage hochprofitabel und vielseitig einsetzbar macht. So hat das Team der Biofabrik um CEO und Gründer Oliver Riedel bereits ein Pilotprojekt in Afrika und eine Pyrolyse-Großanlage in Deutschland geplant, die aus vielen einzelnen Containern zusammengebaut wird und täglich rund 200 Tonnen Plastikmülll verwerten soll. Aus einem Kilogramm Abfall entsteht dabei rund ein Liter Rohöl.

Um die benötigten Anlagen bereitzustellen, hat die Biofabrik die Produktion an regionale Auftragsfertiger abgegeben, die nun mit der Serienfertigung gestartet sind. 2021 sollen noch bis zu 100 Anlagen gefertigt werden, 2022 sind bereits mehrere hundert geplant. Der Bedarf für Recyclinganlagen bei Plastikmüll ist groß: Jährlich werden über 400 Millionen Tonnen Kunststoff produziert - vieles davon wird nach einmaliger Nutzung wieder entsorgt. Erst im November hat die Biofabrik eine weitere Recyclinganlage, die WASTX Oil, an erste Kunden ausgeliefert. Mit dieser Anlage wird Altöl wiederaufbereitet. Seit 2011 entwickelt die Biofabrik mit Sitz in Dresden-Rossendorf technische Lösungen für die großen Energie- und Abfallprobleme des 21. Jahrhundert - zunächst im kleinen Maßstab, um sie später zu skalieren.

5. Februar 2021: Dresdner Zukunftscluster SaxoCell gewinnt Millionen-Förderung

Das sächsische Innovationsnetzwerk SaxoCell konnte mit seiner Forschung zu neuartigen Zell- und Gentherapien überzeugen und eine zweistellige Millionen-Förderung einstreichen. SaxoCell will sogenannte lebende Arzneimittel für eine breite Öffentlichkeit verfügbar machen und damit zur Bekämpfung einer Vielzahl von Krankheiten beitragen. Das Konsortium, an dem unter anderem die TU Dresden beteiligt ist, wurde nun in das Förderprogramm “Clusters4Future” aufgenommen. Das Programm ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und unterstützt in zwei Förderrunden jeweils sieben Zukunftscluster über drei Jahre mit bis zu 15 Millionen Euro. Die erste Förderrunde, für die sich auch SaxoCell qualifiziert hat, soll im Herbst 2021 beginnen. Im Rahmen seiner Förderung will SaxoCell die Bereiche Gen- und Zelltherapie, Künstliche Intelligenz, Automatisierung sowie regulatorische Bereiche aus Wissenschaft und Industrie zusammenbringen und so eine einzigartige Wertschöpfungskette in Sachsen etablieren. Dabei werden als wichtiger Erfolgsfaktor auch regionale Industrie und kommerzielle Partner beteiligt sein.
Spitzenforschung aus Sachsen: Das Zukunftscluster SaxoCell gewinnt Förderungen in Millionenhöhe.

29. Januar 2021 | Volkswagen startet Serienproduktion des ID.3 in der Gläsernen Manufaktur Dresden

Hoher Besuch zum ersten Roll-Out des ID.3 in Dresden: Martin Dulig (Wirtschafts- und Verkehrsminister Sachsen), Dirk Hilbert (Oberbürgermeister Dresden), Dr. Stefan Loth (Volkswagen Geschäftsführung Technik & Logistik), Karen Kutzner (Volkswagen Geschäftsführung Finanz & Controlling) und Dirk Coers (Volkswagen Geschäftsführung Personal), Jens Rothe (Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Volkswagen Sachsen).
Hoher Besuch zum ersten Roll-Out des ID.3 in Dresden: Martin Dulig (Wirtschafts- und Verkehrsminister Sachsen), Dirk Hilbert (Oberbürgermeister Dresden), Dr. Stefan Loth (Volkswagen Geschäftsführung Technik & Logistik), Karen Kutzner (Volkswagen Geschäftsführung Finanz & Controlling) und Dirk Coers (Volkswagen Geschäftsführung Personal), Jens Rothe (Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Volkswagen Sachsen).

Fast ein halbes Jahr haben die Umrüstungen an der Fertigungslinie gedauert, nun ist es endlich soweit: Im Beisein von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig und Oberbürgermeister Dirk Hilbert rollt der erste ID.3 in der Gläsernen Manufaktur vom Band. Nach Zwickau wird Dresden damit zum zweiten Produktionsstandort des Kompaktstromers von Volkswagen, der 2020 als Golf-Nachfolger und erstes Modell der ID.-Reihe auf den Markt kam.

Wie alle vollelektrischen Fahrzeuge des Volkswagenkonzerns basiert auch der ID.3 auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB), dem technologischen Rückgrat der Volkswagen E-Offensive. Die Gläserne Manufaktur ist weltweit erst der vierte Standort, der auf den neuen Baukasten wechselt. Für Oberbürgermeister Dirk Hilbert ein Schritt von dem auch die Stadt Dresden profitiert: “Wir wollen Dresden zur Modellstadt für nachhaltige und integrierte urbane Mobilität entwickeln. Dazu gehört auch, dass wir das neue E-Modell mit in den Fuhrpark der Landeshauptstadt aufgenommen haben. Auch arbeiten wir als Kommune schon seit längerem daran, dass die Ladeinfrastruktur sich stetig verbessert”. Parallel zum Produktionsstart des ID.3 in der Manufaktur schlägt auch das benachbarte Besucherzentrum von Volkswagen ein neues Kapitel auf. Als “Home of ID.” soll es jährlich bis zu 9.700 ID.-Fahrzeuge an Kunden ausliefern. Ein weiterer Schwerpunkt der strategischen Neuausrichtung ist der Ausbau des Forschungsstandortes. Hier entstehen neue Möglichkeiten innovative Projekte in Kleinserie in der Manufaktur zu testen, bevor sie an den großen Volumenstandorten zum Einsatz kommen.



19. Januar 2021 | NorcSi will Silizium-Akkus zur Marktreife bringen – Helmholtz-Zentrum an Entwicklung beteiligt

Inbetriebnahme der Blitzanlage durch die NorcSi-Gründer Dr. Marcel Neubert, Georg Ochlich, Udo Reichmann und Dr. Charaf Cherkouk
Inbetriebnahme der Blitzanlage durch die NorcSi-Gründer Dr. Marcel Neubert, Georg Ochlich, Udo Reichmann und Dr. Charaf Cherkouk

Von der Taschenlampe bis zum Elektroauto – Lithium-Ionen-Akkus sind in den vergangenen Jahren immer leistungsfähiger geworden, heute haben sie ihre technologischen Grenzen jedoch so gut wie erreicht. Mit Blick auf künftige Entwicklungssprünge sind deshalb neue Materialien gefragt. Ein verheißungsvoller Kandidat ist Silizium. Das Halbmetall könnte die Speicherkapazität von Akkus verzehnfachen, verändert allerdings sehr schnell seine chemische Struktur, was industriellen Anwendungen bisher im Weg stand.

Mit einer neuen Fertigungstechnologie, bei der das Silizium mit Blitzen behandelt wird, ließe sich das jedoch ändern. Entwickelt wurde sie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), zur Marktreife bringen soll sie das Dresdner Start-Up NorcSi. Das Unternehmen, eine Ausgründung des HZDR, will die Silizium-Akkus in den kommenden Jahren bis zur Serienproduktion bringen. Es ist zuversichtlich, dass die neue Technologie nicht nur leistungsfähiger, sondern auch kostengünstiger als derzeitige Akkus ist. Da der Ausbau der E-Mobilität momentan stark vorangetrieben wird, ist die Nachfrage nach derartigen Energiespeichern international hoch.

12. Januar 2021 | Sachsen fördert Senorics mit zwei Millionen Euro

Dr. Ronny Timmreck, CEO des Dresdner Hightech-Herstellers Senorics, mit einem seiner vielversprechenden Mini-Sensoren.
Dr. Ronny Timmreck, CEO des Dresdner Hightech-Herstellers Senorics, mit einem seiner vielversprechenden Mini-Sensoren.

Die Senorics GmbH ist ein Hightech-Unternehmen aus Dresden, das organische Sensoren für die Stoffanalyse von Speisen, Getränken und Textilien entwickelt. Ihre alltagstauglichen Mini-Sensoren stellen eine günstige Alternative zu Laboranalysen dar und sollen in Zukunft verschiedenste Anwendungen im Verbraucherbereich möglich machen, etwa zur Bestimmung des Zuckergehalts von Obst. Auf dem Weg zur Massenproduktion unterstützt der Freistaat Sachsen das Unternehmen deshalb mit einem Zuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro. Das Geld wird für den Aufbau einer Pilotlinie eingesetzt und stammt aus einem gemeinsamen Förderprogramm Sachsens und der EU, aus dem bereits rund 50 Millionen Euro an sächsische Unternehmen geflossen sind. Anlässlich der Förderung betonte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig die Innovationskraft von Senorics und die Bedeutung des Unternehmens für den Standort. Senorics ging 2017 aus dem Institut für Lichtphysik (IAP) der TU Dresden hervor und beschäftigt zurzeit etwa 40 Mitarbeiter.

08. Januar 2021 | Coding-Plattform EntwicklerHeld sammelt frisches Geld für Expansion

Mitgründer Felix Hanspach freut sich auf die kommenden Aufgaben bei EntwicklerHeld
Mitgründer Felix Hanspach freut sich auf die kommenden Aufgaben bei EntwicklerHeld

Der Technologiegründerfonds Sachsen und Björn Bak, Gründer der Dating-Plattform Lovoo und des Risikokapitalgebers Edition.VC aus Dresden, investieren einen hohen sechsstelligen Betrag in die Dresdner Coding-Plattform EntwicklerHeld. Das 2018 gegründete Unternehmen bietet Softwareentwicklern Programmier-Challenges an, mit denen sie sich untereinander messen und gleichzeitig auf dem Arbeitsmarkt auf sich aufmerksam können. Das Besondere: Auf der Plattform mit derzeit rund 20.000 Nutzern tummeln sich nicht nur aktiv suchende Fachkräfte, sondern auch solche, die lediglich über einen latenten Wechselwunsch verfügen. Das Unternehmen geht davon aus, dass etwa 70 Prozent aller Entwickler für neue Jobangebote offen sind. Da sich viele von ihnen in ihrer Freizeit mit Coding beschäftigen, sehen die Investoren in der Plattform großes Potential. Mit ihrer Investition wollen sie die Expansion von EntwicklerHeld in den kommenden Jahren weiter voranzutreiben. Die Plattform ist von den Gründern bereits während ihres Studiums an der TU Dresden entworfen und später in der Zusammenarbeit mit dem Hochschulservice dresden|exists und zahlreichen IT-Partner aus der Region weiterentwickelt worden.

30. Dezember 2020 | Dresdner Chipfirma FMC sammelt 20 Millionen US-Dollar für neue Speichertechnologie ein

FMC ist eine Ausgründung der TU Dresden (2016) und Technologieführer für ferroelektrische Speichertechnologien.
FMC ist eine Ausgründung der TU Dresden (2016) und Technologieführer für ferroelektrische Speichertechnologien.

Die Dresdner Chipfirma Ferroelectric Memory GmbH (FMC) hat in einer Finanzierungsrunde der Serie B rund 20 Millionen US-Dollar für die Weiterentwicklung einer vielversprechenden Datenspeicher-Technologie erhalten. Die Finanzierungsrunde wurde von den neuen Investoren M Ventures und imec.xpand angeführt, ebenfalls beteiligt waren Hynix, Robert Bosch Venture Capital und weitere Kapitalgeber aus der Technologiebranche. FMC ist auf die Entwicklung ferroelektrischer Speicher spezialisiert, die sich durch besonders hohe Geschwindigkeiten, eine enorme Skalierbarkeit  und einen extrem niedrigen Stromverbrauch auszeichnen. Die kleinen Chips gelten als Speicherlösung der nächsten Generation und eröffnen neue Anwendungsmöglichkeiten für Technologien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Internet of Things, Big Data und 5G. Das Unternehmen mit Sitz in Dresden will die innovativen Speicher in den kommenden Jahren zur Marktreife bringen. Dafür soll das Team vergrößert und die internationale Expansion vorangetrieben werden, auch auf dem US-amerikanischen und dem asiatischen Markt. Seine Technologie hat FMC gemeinsam mit Globalfoundries am Nanoelektronik-Labor der TU Dresden entwickelt.

23. Dezember 2020 | Dresdner Forscher lassen Strom zu Quanten-Honig werden

Gitterstruktur von „Herbertsmithite“, einem Material mit hervorragenden Leitfähigkeiten, das in Zukunft für wichtige Entwicklungen in der Mikroelektronik sorgen könnte.
Gitterstruktur von „Herbertsmithite“, einem Material mit hervorragenden Leitfähigkeiten, das in Zukunft für wichtige Entwicklungen in der Mikroelektronik sorgen könnte.

Herbertsmithite ist ein Quantenmaterial, das von Wissenschaftlern des Dresdner Exzellenzclusters ct.qmat entdeckt wurde und für künftige Entwicklungen im Bereich der Mikroelektronik eine entscheidende Rolle spielen könnte. Der Grund: Das Material verfügt über eine besondere Gitterstruktur, in der sich Elektronen nicht nur einzeln fortbewegen, sondern aneinander gekoppelt, wie eine zähe Flüssigkeit, die durch das Gitter kaum gestört wird. Ein Phänomen, das Johanna Erdmenger und Ronny Thomale, Wissenschaftler des Exzellenzclusters, als “Quantenhonig” bezeichnen und künftig für einen schnelleren und effizienteren Transport von Strom nutzen wollen. Johanna Erdmenger ist Expertin für die Physik schwarzer Löcher, Ronny Thomale auf dem Gebiet fester Körper. Die Entdeckung des Materials gelang den beiden Forschern nur, weil sie zwei bisher getrennte Theorien zur Quantengravitation und Festkörperphysik miteinander kombiniert haben. Die Forschungsergebnisse wurden vor kurzem in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

16. Dezember 2020 | Jenoptik investiert in Fertigungsanlage zur Herstellung zukünftiger Sensor-Generationen

Für die Halbleiterindustrie stellt Jenoptik spezielle Hightech-Komponenten her, deren hochpräzise Fertigung unter besonderen Bedingungen stattfindet.
Für die Halbleiterindustrie stellt Jenoptik spezielle Hightech-Komponenten her, deren hochpräzise Fertigung unter besonderen Bedingungen stattfindet.

Jenoptik investiert in eine neue Elektronenstrahl-Anlage, die Mitte 2022 am Standort Dresden in Betrieb genommen wird. Die neue Anlage wird bei dem in Jena ansässigen Spezialisten Vistec Electron Beam gebaut. Sie soll ein Kernelement bei der Entwicklung und Produktion neuer Generationen von Präzisionssensoren bilden. Aufgrund ihrer enormen Genauigkeit ist sie dazu in der Lage Materialien im 10-Nanometer-Bereich zu bearbeiten, was ungefähr einem 2.000stel eines Haares entspricht. Die Anlage ist vielseitig einsetzbar und wird in Dresden unter anderem für die Herstellung von Mikrooptiken eingesetzt, das Herzstück der Jenoptik-Sensoren. Die Sensoren sind für die Halbleiterindustrie, in der ebenfalls unter hochpräzisen Anforderungen gearbeitet wird, unverzichtbar. Jenoptik ist einer der weltweit führenden Entwicklungs- und Produktionspartner für optische und mikrooptische Systeme.

09. Dezember 2020 | Schaufler Lab@TU Dresden lässt Kunst und Wissenschaft über KI diskutieren

Der Kickoff am 28. Oktober an der TU Dresden: Rektorin Prof. Ursula Staudinger, Kirsten Vincenz, Prof. Lutz Hagen und Initiator Prof. Hans Müller-Steinhagen
Der Kickoff am 28. Oktober an der TU Dresden: Rektorin Prof. Ursula Staudinger, Kirsten Vincenz, Prof. Lutz Hagen und Initiator Prof. Hans Müller-Steinhagen

Das Schaufler Lab@TU Dresden ist eine Initiative der Schaufler Foundation und der TU Dresden, die Wissenschaftler und Künstler zusammenbringt und über technische Innovationen und den Wandel von Gesellschaft und Kultur diskutieren lässt. Das Lab besteht aus zwei Säulen, dem Schaufler Kolleg@TU Dresden und der Schaufler Residency@TU Dresden. Es wurde am 28. Oktober im Rahmen eines virtuellen Kickoffs offiziell eröffnet. In der ersten Projektphase des Labs soll es um die Frage gehen, wie Künstliche Intelligenz (KI) kulturelle und gesellschaftliche Strukturen verändert und gleichzeitig selbst durch diese hervorgebracht und verändert wird.

An der TU Dresden tragen viele Forschungseinheiten aus Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften entscheidend zur Entwicklung von neuen KI-Technologien bei. Die Teilnehmer des Labs sind einer transdisziplinär angelegten Forschungsmethode an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst verpflichtet.

02. Dezember 2020 | Dresdner Biofabrik recycelt Altöl - erste Serienanlagen ausgeliefert

Ab jetzt in Serie: Die Recyclinganlage WASTX Oil, mit der sich täglich bis zu 3.000 Liter verschmutztes Öl in nutzbaren Kraftstoff umwandeln lassen.
Ab jetzt in Serie: Die Recyclinganlage WASTX Oil, mit der sich täglich bis zu 3.000 Liter verschmutztes Öl in nutzbaren Kraftstoff umwandeln lassen.

Technische Lösungen für die großen Energie-, Ernährungs- und Abfallprobleme unserer Zeit - daran arbeitet die Biofabrik aus Dresden mit innovativen Anlagen, wie der WASTX Oil. Das ist eine Recyclinganlage für Altöl, die seit Anfang November in Serie gefertigt wird und künftig an Partner in der ganzen Welt ausgeliefert werden soll. Mit ihr lassen sich flüssige Reststoffe wie Altöl, Altdiesel und Heizölreste, aber auch Kerosin und Schifffahrtsöle dezentral und vollautomatisch wiederaufbereiten. So können aus einem Liter altem Öl bis zu 0,9 Liter neuer Kraftstoff hergestellt werden. Für Nutzer der Anlage eine hoch-profitable Technologie, die zugleich sehr umweltfreundlich ist. Laut Biofabrik fallen jährlich rund 25 Millionen Tonnen Altöl an, wovon bis zu 95 Prozent verbrannt, deponiert oder illegal in der Natur entsorgt werden. Könnte man die Energie des jährlich anfallenden Altöls nutzen, ließen sich die 85 energetisch schwächsten Länder der Welt preiswert mit Energie versorgen.

26. November 2020 | Handelsblatt-Ranking - Fabmatics belegt Platz 35. der wachstumsstärksten Mittelständler 2020

Fabmatics HERO
Mit Anlagen wie dem Helping Robot (HERO) schaffte es Fabmatics im Handelsblatt-Ranking der wachstumsstärksten Mittelständler bis auf Platz 35.

Fabmatics ist ein Dresdner Dienstleister für Fabrikautomatisierungen, der seinen Kunden innovative Lösungen für hochtechnisierte Produktionsumgebungen anbietet. Entstanden ist das Unternehmen 2016 aus einem Zusammenschluss der Roth & Rau – Ortner GmbH und HAP GmbH, zwei Automatisierungssspezialisten aus der Dresdner Halbleiterindustrie. Mit der Fusion gelang es Fabmatics sich als gesamtverantwortlicher Systemintegrator im Bereich Smart Factories und Industrie 4.0 zu positionieren, wo sie heute mit zu den führenden Anbietern gehören. In den vergangenen Jahren konnten sie dank einer hohen Nachfrage aus der HighTech-Industrie stark expandieren, was ihnen kürzlich den 35. Platz im Handelsblatt-Ranking der wachstumsstärksten deutschen Mittelständler 2020 eingebracht hat. Für das Ranking „TOP 100 des Mittelstands 2020“ wurden über 4.000 deutsche Mittelständler untersucht.

19. November 2020 | Dresdner Exzellenzcluster ct.qmat entwickelt maßgeschneiderte Kristalle für Quantenchips

Logo ct.qmat
Das Exzellenzcluster ct.qmat mit Sitz in Dresden bringt Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt zusammen, um die Werkstoffe der Zukunft zu entwickeln.

Atom für Atom erschaffen die Forscherinnen und Forscher des Exzellenzclusters ct.qmat in ihren Laboren die Werkstoffe des 21. Jahrhundert. Quantenmaterialien, wie Mangan-Bismut-Tellurid: Ein maßgeschneiderter Kristall, der auf seiner Oberfläche völlig verlustfrei Strom leiten kann, während er nach innen hin isoliert ist. Der Werkstoff gehört zu den Hoffnungsträgern einer Materialrevolution, an der seine Entdecker, unter ihnen die Dresdner Juniorprofessorin Anna Isaeva und Dr. Alexander Zeugner, gemeinsam mit einer Wissenschafts-Community aus 29 Nationen forschen. Das Wundermaterial kann, in dünnen Schichten aufgetragen, auf sämtlichen Oberflächen zum Einsatz kommen – auch auf sogenannten Quantenchips. Sie haben das Potenzial, den Energieverbrauch von Computern drastisch zu senken, während sie ihre Speicherkapazität und Rechenleistung deutlich erhöhen. Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Informationstechnologie stellen sie eine wichtige Entwicklung dar.

12. November 2020 | Digitale Infrastruktur für erneuerbare Energien – Kiwigrid entwickelt Software-Plattform weiter

In Dresden testet und optimiert Kiwigrid die Konnektivität und Steuerung dezentraler Energieressourcen.
In Dresden testet und optimiert Kiwigrid die Konnektivität und Steuerung dezentraler Energieressourcen.

Ob in privaten Haushalten oder bei Energieversorgern – Energiemanagementsysteme spielen für die effiziente Nutzung von erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle. Dank modernster Software können sie Photovoltaikanlagen mit stationären Speichern, dem Stromnetz oder E-Autos verbinden. Der Dresdner Hersteller Kiwigrid vernetzt auf diese Weise schon heute rund 150.000 Geräte auf einer dezentralen Plattform.

Mit einer neuen Generation, die neben Photovoltaik und E-Mobilität auch den Wärmesektor an die Plattform anbindet, sollen es sogar noch mehr werden. Das Ziel: Millionen Geräte bilden eine softwaregesteuerte Einheit, damit Strom in Echtzeit und über Ländergrenzen hinweg zur Verfügung gestellt wird. Der Standort Dresden könnte Kiwigrid bei diesem Ziel helfen, gilt er mit seiner universitären Landschaft und der Expertise in Elektrotechnik doch als besonders geeignet für Greentech-Unternehmen. Mit Solarwatt und Heliatek hat Kiwigrid sogar zwei Branchenpartner in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, hinter denen ebenfalls der Technologieinvestor Stefan Quandt steht.

6. November 2020 | Batterietests für die Automobilindustrie – Novum bekommt Kapitalspritze in Millionenhöhe

Novum Engineering ist ein Dresdner Startup, das KI-basierte Monitorings für Batterien anbietet. Anteilseigner des 2014 gegründeten Unternehmens sind der High-Tech Gründerfonds und der Risikokapitalgeber Dr. Hettich Beteiligungen, die zusammen bisher rund 3,5 Millionen Euro investierten. Sie wollen Novum nun bei der Verbesserung eines Diagnosegeräts unterstützen, das innerhalb weniger Sekunden den Verschleißzustand von Batterien testen kann. Das Gerät arbeitet mit einem patentierten Verfahren und kommt völlig ohne Internetverbindung aus. Herkömmliche Verfahren setzen dagegen voraus, dass die Batterien permanent online sind. Neben Großspeichern plant Novum das Offline-Verfahren künftig auch bei ausrangierten Automobilbatterien einzusetzen. Mit sogenannten 2nd-Life-Schnelltests ließen sie sich wesentlich schneller auf ihre Eignung für einen späteren Einsatz als stationäre Speicher überprüfen. Die Investoren sehen in der Anwendung im Automobilbereich großes Potential.

Mit dem “Module Observer” von Novum lässt sich der Zustand von Großbatterien bestimmen. Er soll mit frischem Kapital weiterentwickelt werden.

28. Oktober 2020 | Additive Drives sichert sich Seed-Finanzierung über 1,3 Mio. Euro

Im 3D-Drucker hergestellte Einzelspule für größtmögliche Flexibilität im Einsatz für alle denkbaren Motorgeometrien
Im 3D-Drucker hergestellte Einzelspule für größtmögliche Flexibilität im Einsatz für alle denkbaren Motorgeometrien

Drei Monate nach seiner Gründung hat das Dresdner Startup Additive Drives eine Seed-Finanzierungsrunde über 1,3 Millionen Euro abgeschlossen. Kapitalgeber ist der Münchner Investor AM Ventures Holding, der sich auf den Bereich additive Fertigungstechnologien spezialisiert hat. Die Finanzierung soll Additive Drives dabei unterstützen, die Markteinführung von 3D-gedruckten Einzelteilen für Elektromotoren weiter anzuschieben. Ziel des Unternehmens ist es, die Entwicklungszeit von Elektromotoren mithilfe dieser Komponenten zu halbieren. Das Startup ist eine Ausgründung der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, nahe Dresden. Neben dem Gründernetzwerk SAXEED kooperiert Additive Drives mit verschiedenen Universitäten und Wirtschaftsunternehmen.

22. Oktober 2020 | Globalfoundries stellt neuen KI-Chip “made in saxony” vor: Serienproduktion soll 2022 in Dresden starten

Mitarbeiter von Globalfoundries am Standort Dresden
Mitarbeiter von Globalfoundries am Standort Dresden

Der neuartige Chip wurde vom Halbleiterhersteller Globalfoundries in Zusammenarbeit mit dem belgischen Forschungsunternehmen Imec entwickelt. Seine Stärken liegen in der Verarbeitung großer Datenmengen, wie sie bei Big Data- und KI-Anwendungen vorkommen. Hier soll der Chip extrem energiesparend arbeiten und leistungsfähiger als herkömmliche Chips sein. Ein funktionsfähiger Demonstrator wurde der Öffentlichkeit kürzlich vorgestellt. Der Anlauf der Serienproduktion ist für 2022 geplant. Ausschließlicher Produktionsstandort ist Dresden, Europas größter Halbleiterstandort. Dort betreibt Globalfoundries ein Werk, das in der Halbleiterproduktion als weltweit führend gilt. Globalfoundries will 2021 rund 1,4 Milliarden Euro in die eigene Expansion investieren.

15.10.2020: CO2 in der Stahlproduktion: Dresdner Wasserstoffgewinnung im Hochofen spart jährlich acht Millionen Tonnen

Die wasserstoffbasierte Direktreduktion ist eine Schlüsseltechnologie für die CO2-freie Rohstahlproduktion.
Die wasserstoffbasierte Direktreduktion ist eine Schlüsseltechnologie für die CO2-freie Rohstahlproduktion.

Rund sieben Prozent der weltweiten CO2-Emissionen entstehen in der Stahlproduktion. Ein Grund dafür ist der CO2-intensive Einsatz von Koks bei der Reduktion von Eisenerz. Um den CO2-Ausstoß zu verringern, soll das Koks nun durch Wasserstoff ersetzt werden. Dazu forschen Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts, darunter das Dresdner Keramikinstitut IKTS, an einer neuen Verfahrensweise, der Direktreduktion. Mit ihr ließen sich 95 Prozent der bisherigen CO2-Emissionen einsparen – in Deutschland jährlich rund acht Millionen Tonnen.

Ermöglicht werden die Einsparungen durch eine in die Stahlproduktion integrierte Wasserstoffherstellung, bei der eine spezielle Elektrolyseanlage des IKTS eingesetzt wird. Dank hitzeresistenter Keramik-Zellen soll sie dazu in der Lage sein, neben Grünstrom auch die Hitze aus den Hochöfen für die Wasserstoffherstellung zu nutzen. Das Verfahren wurde von IKTS-Forscher Dr. Matthias Jahn bereits in einer Machbarkeitsstudie erprobt und soll im Rahmen eines sächsischen Wasserstoff-Kompetenzzentrums weiter untersucht werden.

09.10.2020 | Dresdner Hersteller von Mini-Windrädern bereitet Börsengang vor

Eine Kleinwindanlage von Iqron
Eine Kleinwindanlage von Iqron

Mit nur drei Mitarbeitern und vier installierten Anlagen steht das Dresdner Technologie-Start-Up iQron ganz am Anfang seiner Unternehmensgeschichte. Aber es hat bereits Großes vor. So will das Unternehmen künftig eine Produktion mit 50 Mitarbeitern in Sachsen aufbauen und jährlich rund 4.000 Kleinwindanlagen auf dem Weltmarkt verkaufen. Um das zu schaffen, braucht es allerdings zusätzliches Kapital, das iQron nun über den Gang an die Pariser Börse einspielen möchte, die Technologie-Start-Ups mit ihrem Access-Segment ein gutes Investitionsklima bietet. Durch den Verkauf von 25 Prozent der Anteile soll ein Erlös von acht Millionen Euro generiert werden. Davon sind 4,5 Millionen für den Aufbau der Produktion und des Vertriebs eingeplant, der Rest fließt laut „Sächsischer Zeitung“ zurück an die Eigentümerin, die Dresdner Wagniskapitalholding E2C3.

In den kleinen Windrädern steckt großes Potential: Mit nur 4,4 Metern Durchmesser und einer Leistung von 2,5 bis sieben Kilowatt sind sie ideal für den emissionsfreien und kostengünstigen Betrieb von Mobilfunkmasten und Wasserpumpen. iQron wäre der erste Hersteller, der die Mini-Windräder in Serie produziert. An potentiellen Abnehmern mangelt es dem Unternehmen nicht: Weltweit gibt es rund zweieinhalb Millionen Funktürme, die infrage kommen. Mit der Deutschen Telekom hat das ambitionierte Start-Up bereits einen wichtigen Kooperationspartner für erste Feldversuche in Nürnberg gefunden.

02.10.2020 | Dresdner Carsharing-Dienstleister Carl und Carla expandiert in vier weitere Städte

Die Gründer von Carl und Carla mit Flottenfahrzeugen.
Die Gründer von Carl und Carla mit Flottenfahrzeugen.

Carl und Carla expandiert stark. Der Dresdner Carsharing-Anbieter für Transporter, Kleinbusse und Camper baut seine Flotte um 100 weitere VW-Kleintransporter aus und ist nun auch in Dortmund, Bonn, Erlangen und Fürth präsent. Insgesamt bietet das Unternehmen derzeit 500 Fahrzeuge in 21 deutschen Städten an. Als jüngstes Modell hat das Startup einen elektrischen Kleinbus von VW, den Elektro-6.1T, in die Flotte aufgenommen. Das Team will mit diesem Prototypen erfahren, wie Kunden das Angebot aufnehmen und damit umgehen. Carl und Carla ist im Future Mobility Incubator der Gläsernen Manufaktur von VW in Dresden entstanden. Das Startup-Programm ist eine Kooperation von Volkswagen und der Landeshauptstadt Dresden, um innovative Geschäftsideen rund um die Mobilität der Zukunft zu fördern.

25. September 2020 | Modernste Technik gegen Krebs – Neues Nationales Tumorzentrum an der Uniklinik Dresden

Wissenschaft, Forschung und Behandlung unter einem Dach: Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC)
Wissenschaft, Forschung und Behandlung unter einem Dach: Der Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC)

Mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC) hat in Dresden ein neuer Forschungs- und Behandlungs-Hotspot eröffnet. Träger des NCT ist neben dem Universitätsklinikum auch das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sind so im NCT eine Vielzahl namhafter Forschungseinrichtungen an einem Standort vereint.

Den Wissenschaftlern und Medizinern stehen vor Ort die bundesweit modernsten Analyse- und Behandlungsmethoden zur Verfügung. Durch die räumliche Nähe wird auch die für komplizierte Krebserkrankungen notwendige enge interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten und Fachrichtungen möglich und Prozesse von der Zellanalyse bis zur operativen Entfernung von bösartigem Gewebe vereinfacht. Ausschlaggebend ist hierbei die Vernetzung von Instrumenten und Geräten durch Experten aus Medizin und Informatik. Insgesamt werden im NCT in Dresden ab sofort bis zu 500 Menschen maßgeblich einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung von Tumorerkrankungen leisten.

Damit stärkt Dresden weiter seinen Status als einer der führenden Biotech-Standorte Europas. Erst im Juli ist mit der Neugründung von Innate Repair Saxony GmbH (iRSN) ein weiterer Biotech-Akteur am Standort entstanden. Die Stadt Dresden unterstützt das im Bereich der Diabetesforschung tätige Unternehmen im Rahmen der diesjährigen Innovationsförderung mit Fördermitteln in Höhe von 70.000 Euro.

17. September 2020 | Dresdner Innovationsförderung - Das sind die Preisträger 2020

Im vierten Jahr der Innovationsförderung unterstützt die Landeshauptstadt in diesem Jahr sieben außergewöhnliche Projekte, die mit neuen und klugen Herangehensweisen Problemstellungen mit städtischer Relevanz bearbeiten. Ein Fachgremium bewertete im Juni 2020 die eingereichten Anträge. Die Zuwendungsbescheide über Fördersummen zwischen 10.000 und 100.000 Euro wurden jetzt übergeben. Die diesjährigen Preisträger sind die Unternehmen Innate Repair, coboworx, SEMRON, eMAXX, PIKOBYTES, scoolio und IoT-Plan. Sie repräsentieren das breite Innovationsspektrum der Stadt: Von globalen Herausforderungen wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bis hin zu ganz praktischen Fragestellungen etwa zum Robotikeinsatz im Mittelstand oder zur Verbesserung der Fachkräftesicherung.

Der Innovationspreis ist themenoffen und ermöglicht Vorhaben aus den Bereichen Industrie 4.0, Smart City, neue Materialien, zukünftige Energiesysteme oder auch nicht-technische Neuerungen. Antragsberechtigt sind Gründer und Startups aus dem Hochtechnologiebereich, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz in Dresden sowie Forschungseinrichtungen und Nicht-KMU im Rahmen von Unternehmensverbünden.

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www.dresden.de
Innovationsförderung in Dresden
Informationen zur Antragstellung
Meldung DAWO
Innate Repair
coboworx
SEMRON
eMAXX
PIKOBYTES
scoolio
IoT-Plan

10.September 2020 | CeTI Dresden gründet “Campus Genius” – 5G-vernetzte Roboter unterstützen Betriebe weltweit

5G Campus-Container des CeTI (Centre for the Tactile Internet with Human-in-the-Loop)
5G Campus-Container des CeTI (Centre for the Tactile Internet with Human-in-the-Loop)

Das CeTI (“Center for Taktile Internet with Human-in-the-Loop”) der TU Dresden hat mit dem “Campus Genius” ein eigenes Unternehmen für sein Angebot individueller 5G-Netze gegründet. Hiermit reagiert das Exzellenzcluster CeTI auf die steigende Nachfrage nach lokalen 5G-Netzen zur Steuerung von Robotern. Durch deren Einsatz können Abläufe in Betrieben effizienter, schneller und kostengünstiger gestaltet werden. Der Mobilfunk der fünften Generation (5G) ist deutlich reaktionsschneller als sein Vorläufer LTE und kann viele hunderte Handgriffe parallel koordinieren.

Die angebotenen Campusnetz-Kerne und Container sind mobile 5G-Sendestationen im Frequenzfenster 3,7 und 3,8 Gigahertz. Sie sind vom öffentlichen Mobilfunk abgeschottet und daher auch unter Datenschutzaspekten und Spionagegesichtspunkten besonders attraktiv für die “Industrie 4.0”. Darüber hinaus setzt das Team um Thomas Höschele und Sebastian Itting keine umstrittene Technik ein, sondern verbaut ausschließlich bekannte Markenprodukte und Eigenentwicklungen.

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www.oiger.de

04.09.2020 | Dresdner Start-up WAKU Robotics expandiert international – Marktplatz für Industrieroboter wächst

Dresden zählt zu den bekanntesten Robotik-Hubs Europas. Junge Unternehmen machen sich die Innovationskraft des Standorts zunutze, wie die Robotikentwickler von Wandelbots, die no-code Robotics-Lösungen anbieten, oder Coboworx, wo maßgeschneiderte Robotikkonzepte für den Mittelstand entwickelt werden. Zu den jungen Playern in Dresden zählt auch das Start-up WAKU Robotics, das seinen internationalen Logistik- und E-Commerce-Kunden mit der unabhängigen Vergleichsplattform „LotsOfBots“ und dem Online Robot Solution Designer zwei Lösungen bietet, um die richtigen Roboter für ihre jeweiligen Anwendungen zu finden. Denn die Nachfrage nach Robotern ist international groß, doch die Beschaffung gestaltet sich oft schwierig und zeitaufwändig. WAKU Robotics hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, der weltweit größte Marktplatz für mobile Roboter zu werden. Bei der internationalen Expansion erfahren sie Unterstützung von starken Investoren wie dem Technologiegründerfonds Sachsen, der Innovationsplattform Plug and Play und Hans-Jürgen Cramer, ehemaligem Geschäftsführer von Vattenfall Europa, die zuletzt zusammen eine Million Euro in das Start-up investiert haben.

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founderella.de
wirtschaft-markt.de

Das Team von WAKU Robotics unterstützt mit seiner Vergleichsplattform „LotsOfBots“ und dem Online Robot Solution Designer internationale Unternehmen bei der Suche nach der passenden Robotikanwendung.
Das Team von WAKU Robotics unterstützt mit seiner Vergleichsplattform „LotsOfBots“ und dem Online Robot Solution Designer internationale Unternehmen bei der Suche nach der passenden Robotikanwendung.

25.08.2020 | Dresdner Unternehmen entwickelt Corona-App zur Nachverfolgung von Veranstaltungsteilnehmern

Ab dem 1. September soll die in Dresden entwickelte App “pass4all” zur Nachverfolgung von Kontakten zu Corona-Infizierten auf Veranstaltungen in den App Stores zum Download zur Verfügung stehen. Die App reduziert den Aufwand zur Erfassung der Identitäten der Besucher erheblich, so müssen keine personalisierten Tickets mehr vergeben werden. Stattdessen können die Gesundheitsämter mögliche Ansteckungsketten im Infektionsfall effektiv über die App nachverfolgen. Dies wird möglich, indem über einen QR-Code oder via Bluetooth auf dem Handy die Angaben über Aufenthaltsort, Zeit, Areal, Reihe und Sitzplatz der Besucher gespeichert werden. Diese Informationen werden schon auf dem Handy des Nutzers verschlüsselt und den Gesundheitsämtern so anonym übermittelt. pass4all ergänzt somit die offizielle Corona-Warn-App der Bundesregierung.

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www.mdr.de

Website des Unternehmens
www.pass4all.de

Die App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen auf Veranstaltungen verspricht Erleichterungen für die Branche und für Gesundheitsämter.
Die App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen auf Veranstaltungen verspricht Erleichterungen für die Branche und für Gesundheitsämter.

20.08.2020 | In Dresden entsteht die erste durch 5G-Mobilfunk vernetzte Baustelle Deutschlands

In Dresden soll ab Mitte 2022 eine über 5G Mobilfunk automatisierte Pilot-Baustelle in Betrieb gehen. Dies plant ein durch das Institut für Mechatronischen Maschinenbau der TU Dresden koordiniertes Projekt, an dem über 20 Baufirmen, Baumaschinen-Hersteller, Softwareschmieden und weitere Institute beteiligt sind. Durch die Nachrüstung von Baumaschinen mit digitalen Assistenten und 5G-Modulen, sowie deren Vernetzung mit einer neuartigen Baustellen-Cloud soll ein effizienterer Bauprozess ermöglicht werden. Dabei handelt es sich lediglich um eine Teilautomatisierung. Die Steuerung der Roboter wird weiterhin durch Menschen auf der Baustelle erfolgen, die mit digitalen Assistenz-Systemen bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Dennoch soll durch die Innovation auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden können.

Zur Meldung

Durch Vernetztes Bauen über 5G soll effizienteres Bauen mit geringerem Personaleinsatz ermöglicht werden.
Durch Vernetztes Bauen über 5G soll effizienteres Bauen mit geringerem Personaleinsatz ermöglicht werden.

12.08.2020 | Forschungsteam der TU Dresden arbeitet an Entwicklung von Corona Schnelltest

Ein interdisziplinäres Forscherteam der TU Dresden arbeitet an der Entwicklung eines Corona Schnelltests, der weitaus schnellere Ergebnisse liefern soll als bisher möglich. Der Test soll anhand der Analyse von Blutstropfen innerhalb weniger Minuten erfolgen, während die Ergebnisse aktuell existierender Tests bisher im günstigsten Fall nach etwa vier Stunden vorliegen. Die Methode soll ab 2021 zur Anwendung gebracht werden. Langfristig ist auch die Entwicklung einer Testmethodik anvisiert, durch die Sensoren am Smartphone eine Infektion über Hautkontakt ermitteln. Durch die Möglichkeit schnellerer Tests kann die rechtzeitige Unterbrechung von Ansteckungsketten ermöglicht und so ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet werden.

Meldung der TU Dresden
Meldung der Süddeutschen Zeitung

Schematische Darstellung des Konstruktionsprinzips eines Sensors zum Direktnachweis von SARS-CoV-2-Viren
Schematische Darstellung des Konstruktionsprinzips eines Sensors zum Direktnachweis von SARS-CoV-2-Viren

06.08.2020 | Erweiterung der Universellen Werke geplant – Neuer Innovationscampus für Leichtbau und Robotik in Dresden

Die Universellen Werke, das Dresdner Innovationszentrum für Hightech-Unternehmen, soll bis 2022 weiter ausgebaut werden. Bereits jetzt beherbergt das Zentrum auf dem Gelände der alten Fabrikanlage Startups, Forschung und Technologieunternehmen aus den Bereichen Leichtbau und neue Materialien, Digitalisierung, zukünftige Mobilität und Robotik. Erst in 2019 eröffnet, erfreut sich der Standort großer Beliebtheit und , sodass die Wirtschaftsförderung Dresden gemeinsam mit den Immobilienexperten von Immopact nun die räumliche Erweiterung plant. Im Herzen der Stadt entsteht so ein ganz neuer Innovationscampus mit Schwerpunkt auf Robotik und Leichtbau. Durch die Reaktivierung von weiteren 15.000 Quadratmetern wird sich die Nutzfläche der Universellen Werke nahezu vervierfachen und Platz für zahlreiche weitere innovative Unternehmen bieten.

Weitere Informationen:

Oiger

TechnologieZentrumDresden

NanoCenter

Dresdner Gewerbehofgesellschaft mbH

Universelle Werke
Ein bereits renoviertes Gebäude auf der alten Fabrikanlage

30.07.2020 | Coboworx siedelt sich in den universellen Werken an – Standort Dresden attraktiv für aufstrebendes Robotik-Startup

Das Unternehmen coboworx mit Stammsitz in Osann-Monzel, Rheinland-Pfalz, zieht in die Universellen Werke, dem Technologiezentrum im Robot Valley Dresden, ein. Das Startup bietet roboterbasierte Automatisierungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen an. Als für die Standortwahl entscheidend nennen die Gründer die Innovationskraft der TU Dresden und das spannende Ökosystem des Standorts im Bereich der Robotik. Darüber hinaus konnte die schnelle Entscheidung der Stadt über eine Innovationsförderung überzeugen. coboworx ist auf kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, spezialisiert. So hat coboworx eine neue softwarebasierte Methode zur deutlich verkürzten Risiko- und Gefährdungsbeurteilung neuer Cobots entwickelt und bietet eine Online-Plattform zur digitalisierten Erkennung von Automatisierungspotenzial und Berechnung des ROI.

Mehr erfahren unter: Automationspraxis

oder DNN

Die coboworx Gründer Olaf Gehrels, Klaus Wagner, Georg Matheus und Ralf Zeisberger (v.l.)
Die coboworx Gründer Olaf Gehrels, Klaus Wagner, Georg Matheus und Ralf Zeisberger (v.l.)

14.07.2020 | Dresdener Unternehmen nehmen an den HANNOVER MESSE DIGITAL DAYS teil

Die HANNOVER MESSE DIGITAL DAYS fanden am 14. und 15. Juli digital unter reger Beteiligung Dresdner Unternehmen statt. Die N+P Informationssysteme GmbH präsentierte ihre Entwicklung “Digitaler Zwilling”, die als menschenzentrierter Informationspunkt in der Industrie-Software wirkt, die FCP Fuel Cell Powertrain GmbH innovative Brennstoffzellen und Powertrains für den internationalen Markt und Wandelbots sein neuestes Produkt, den TracePen. Auch zwei Fraunhofer Institute beteiligten sich, so stellte das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institutsteil EAS Dresden, eine Innovation im Bereich Sensorik und Predictive Maintenance vor und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS eine Innovation im Bereich Grüner Wasserstoff.

 

Hannover Messe Digital Days: Link

Die Präsentationen können hier abgerufen werden.

Hannover Messe Digital Days 14. & 15. Juli 2020

10.07.2020 | Exzellenzcluster der TU Dresden macht spektakuläre Entdeckung im Bereich der Festkörperphysik

Das Exzellenzclusters Complexity and Topology in Quantum Matter (CT.QMAT) der TU Dresden eröffnet mit einer spektakulären Entdeckung neue Forschungsfelder für Physiker aus aller Welt. Die Forschungsgruppe konnte Phänomene der Quantenphysik in ultrareinen Metallen erstmals auf makroskopischer Ebene nachweisen. Zuvor wurden die meisten dieser Phänomene nur auf der kleineren mikroskopischen Ebene, also der Größenordnung von Atomen und Elektronen, beobachtet. Der experimentelle Beleg erfolgte an den ultrareinen Metallen Palladiumkobaltoxid und Platinkobaltoxid durch die Messung periodischer Überlagerungen von Elektronenwellen über eine Länge von 20.000 Atomabständen. Bisher waren Messungen über eine Länge von zehn bis 100 Atomabständen üblich.

Exzellenz-Newsletter der TU Dresden, Thema: Wow-Forschung: Quantenphysik in ultrareinem Metall beobachtet

Exzellenzcluster Complexity and Topology in Quantum Matter CT.QMAT

Wissenschaftliche Publikation

Logo CT.QMAT

08.07.2020 | Drei Dresdner Startups mit dem Sächsischen Gründerpreis ausgezeichnet – Morphus Space GmbH gewinnt ersten Preis

Drei der fünf Gewinner des Sächsischen Gründerpreis 2020 kommen aus Dresden. Der Preis wurde im Rahmen des digitalen Formats der futureSAX- Innovationskonferenz verliehen. Mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurde die in Dresden ansässige Morpheus Space GmbH für erstaunlich kleine und effiziente Antriebslösungen für den autonomen Betrieb von Satelliten.

Auf dem zweiten Platz folgte die ebenfalls in Dresden ansässige Semron GmbH für die Herstellung von Halbleiterchips mit der Energieeffizienz eines Gehirns.

Auch der dritte Platz ging anteilig nach Dresden, an die Peerox GmbH für ein selbstlernendes Assistenzsystem für die Bedienung von Maschinen. Ebenfalls mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde die Chemnitzer LiGenium GmbH, den Publikumspreis erhielt BSW-Education aus Thalheim.

Der Award:
Artikel auf medienservice.sachsen.de
Artikel auf founderella.de

Die Start-Ups:
Morpheus Space
Semron
Peerox

24.06.2020 | Neuer Labor-Komplex in Dresden – Institut zur Erforschung von Quantenmaterialien geplant

Das Leibnitz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) plant die Errichtung eines Neubaukomplexes auf rund 10.000 Quadratmetern in Dresden. Dieser soll ab dem Jahr 2024 unter anderem Platz für Labore für die industrienahe Forschung, sowie ein neu geplantes Teilinstitut zur Erforschung von Quantenmaterialien bieten. Die Erforschung dieser Materialien, die aufgrund von Quanteneffekten besonders spezielle Eigenschaften haben, soll in den Bereichen des Quantencomputerbaus, der Energiewirtschaft und der Medizintechnik zu Durchbrüchen verhelfen. Das IWF ist bereits in Dresden ansässig, die aktuell genutzten Räumlichkeiten sind jedoch schon jetzt nicht ausreichend.
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17.06.2020 | Microsoft und Siemens investieren in Dresdner Startup Wandelbots – TracePen erfolgreich gelauncht

Die neueste Innovation von Wandelbots: Der Tracepen.
Die neueste Innovation von Wandelbots: Der Tracepen.

Der TracePen, die jüngste Innovation des Dresdner Startups Wandelbots, ist ab sofort auf dem Markt verfügbar. Dieser ermöglicht das unkomplizierte Programmieren von Industrierobotern ohne spezielle Vorkenntnisse. Im Rahmen seiner Series B Finanzierungsrunde sammelte Wandelbots erst kürzlich insgesamt 26 Millionen Euro ein. Unter den Geldgebern waren neben dem Londoner Investor VC 83North auch Microsoft und Siemens. Investoren, die sich bereits an der letzten Finanzierungsrunde 2018 beteiligt hatten, weiteten darüber hinaus ihre Beteiligungen weiter aus.

Produktvorstellung
Roboter-Teaching und Inbetriebnahme per Tracepen
Finanzierungsrunde
Internationale Berichterstattung

16.06.2020 | Dresden bringt klimafreundlichen Beton zum Einsatz – Grundstein für das Carbonhaus “CUBE” gelegt

Das Carbonhaus “CUBE”
Das Carbonhaus “CUBE”

Das erste gänzlich aus Carbonbeton gefertigte Haus befindet sich nun im Bau. Am 16. Juni wurde der Grundstein für das Carbonhaus “CUBE” auf dem Grundstück der TU Dresden gelegt. Die Universität entwickelte den kohlefaser-verstärkten Beton in langjähriger Forschung. Dieser ist deutlich leichter und haltbarer als Stahlbeton und ermöglicht somit durch den geringeren Materialverbrauch eine Einsparung von bis zu 70% CO2. Außerdem können so völlig neue architektonische Formen realisiert werden, wie das geschwungene Dach des Carbonhauses eindrucksvoll demonstriert. In Dresden kommt Carbonbeton bereits bei einer Brückenerweiterung zum Einsatz. Die Ausbauarbeiten an der "Carolabrücke" sind schon weit vorangeschritten und der Baustoff hat sich bislang gut bewährt.

Digitale Grundsteinlegung
CUBE: "Wir schreiben Geschichte"
Sächsische Zeitung: "Weltweit erstes Haus aus Superbeton
Baufortschritt Carolabrücke
Berichterstattung International

17.05.2020 | Dresden bietet optimale Jobaussichten auch nach der Krise

Roboter entwickelt durch das Excellenzcluster CeTI der TU Dresden
Roboter entwickelt durch das Excellenzcluster CeTI der TU Dresden

In einer umfangreichen Studie des Londoner Anbieters von Aus- und Weiterbildung FutureLearn, der die Jobperspektiven von Städten nach der Corona Krise bewertet hat, liegt Dresden im weltweiten Vergleich auf Platz 14 und belegt damit nach München (Platz 9) und Stuttgart (Platz 13) den dritten Platz im nationalen Ranking. Die Studie basiert auf Prognosen zur wirtschaftlichen Stabilität und den Karrierechancen des Standorts. In die Untersuchung flossen Faktoren wie Lebenshaltungskosten, Arbeitsrecht, Qualität der Gesundheitsvorsorge, Möglichkeiten für Einwanderer und Gleichberechtigung, sowie Prognosen zu Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum ein.
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06.05.2020 | 5G NetMobil stellt Forschungsergebnisse zum Informationsaustausch im Straßenverkehr vor

Mehr Sicherheit und Effizienz durch Echtzeit-Kommunikation
Mehr Sicherheit und Effizienz durch Echtzeit-Kommunikation

Das von der TU Dresden koordinierte Forschungsprojekt 5G NetMobil, in dem 16 Partner aus Forschung, Mittelstand und Industrie an digitalen Kommunikationskonzepten für den Straßenverkehr forschen, hat seine Ergebnisse vorgestellt. Neben fünf konkreten Anwendungen für die Vernetzung zwischen Fahrzeugen und deren Kommunikation mit der Verkehrsinfrastruktur wurden auch Anforderungen für das künftige 5G Netz für diese Vernetzung erarbeitet.

Die Ergebnisse fließen ein in die weltweite Standardisierung der Infrastruktur, sowie Geschäftsmodelle und erste Serienprojekte von Partnern wie BMW, Volkswagen und dem Ampelhersteller Dresden Elektronik Ingenieurtechnik GmbH:

5g-netmobil.de
www.saechsische.de

04.05.2020 | Wandelbots präsentiert TracePen zur Steuerung von Robotern

Vorführen statt Roboter programmieren –mit dem Tracepen von Wandelbots.
Vorführen statt Roboter programmieren –mit dem Tracepen von Wandelbots.

Das Dresdner Startup Wandelbots hat mit dem TracePen ein neues Produkt vorgestellt, das den Einzug von Robotern in kleineren Firmen erleichtern soll. Mit dem TracePen können Robotern manuell Bewegungen vorgegeben werden, so entfällt der kostenintensive Aufwand des Programmierens. Wandelbots bringt hiermit sein erstes in höheren Stückzahlen verfügbares Produkt auf den Markt.

Weitere Informationen:
www.wandelbots.com/tracepen
automationspraxis.industrie.de
www.k-zeitung.de
www.saechsische.de

09.04.2020 | Magazin „Business Punk“ erklärt Dresden zum idealen Standort für Hightech

Die Neue Terrasse angrenzend an das Congress Center
Neue Terrasse Congress Center

Heliatek, Sunfire und Cloud&Heat sind nur drei Beispiele von Dresdner Unternehmen, die mit neuen Technologien und Produkten Lösungen für den Klimawandel bieten. Der Business Punk hat sie besucht und den Hightech-Standort Dresden unter die Lupe genommen. Zum Artikel: weiterlesen

02.04.2020 | Fraunhofer-Ausgründung bringt revolutionäre Audio-Technologie in den Markt

Animation eines MEMS Mikrolautsprecher-Bauelementes mit parallel angeordneten Aktor-Paaren
Lautsprecher aus Silizium

Die Dresdner Fraunhofer IPMS- Ausgründung Arioso Systems GmbH hat ein neues siliziumbasiertes Schallwandlerprinzip in den Markt gebracht. Die neue Technologie ermöglicht eine neue Art von extrem kleinen Mikrolautsprechern. Diese finden beispielsweise Anwendung bei miniaturisierten Kopfhörern, welche nun um integrierte Anwendungen wie Instant-Übersetzungen oder weitere sprachbasierte Internetdienstleistungen erweitert werden können. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Technologiegründerfonds Sachsen, dem High-Tech-Gründerfonds III und Business Angeln.
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02.04.2020 | Dresdner Barkhausen Institut an Entwicklung des Corona Proximity Tracking Systems beteiligt

Das eng mit der TU Dresden zusammenarbeitende Dresdner Barkhausen Institut, das sich auf die Kernfelder des Internet der Dinge (Internet of Things - IoT) spezialisiert hat, ist Mitglied und Mitwirkender in der europäischen Initiative Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing (PEPP-PT). Diese entwickelt eine Grundlage für die digitale Rückverfolgung in Übereinstimmung mit dem europäischen Datenschutzgesetz, um so die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Leben und Gesellschaft zu verringern. Die Initiative konnte insbesondere zur Entwicklung der Sicherheitsarchitektur, zur Betriebssystemanbindung und zur Funkmessung zwecks Nähe-Erkennung zweier Handys beitragen.
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31.03.2020 | Forscher der TU Dresden entwickeln 3D-gestrickte Mund-Nasen-Maske

3D-gestrickte Mund-Nasen-Maske
3D-gestrickte Mund-Nasen-Maske

Den Technikern und Wissenschaftlern des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden ist es gemeinsam mit einem Kooperationspartner gelungen, eine schnelle Variante für die Fertigung neuartiger textiler 3D gestrickter Mund-Nasen-Masken – ganz ohne zusätzlichem Konfektionsaufwand – zu entwickeln und einen Prototyp für die sofortige Verwendung zu fertigen.
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23.03.2020 | DRESDEN-concept Partner im Kampf gegen das Coronavirus - mit 3D-Druckverfahren können dringend benötigte Teile für Beatmungsgeräte gefertigt werden

Ein additiv gefertigtes Ventil für Beatmungsgeräte aus dem 3D-Drucker der DRESDEN-concept-Partner.
Ein additiv gefertigtes Ventil für Beatmungsgeräte aus dem 3D-Drucker der DRESDEN-concept-Partner.

Durch die weltweite Verbreitung des Coronavirus sind aktuell Lieferketten teils unterbrochen, was zu Engpässen in der Produktion führt. In verschiedenen europäischen Ländern gründeten 3D-Druckfirmen Plattformen, um durch additive Fertigungsprozesse fehlende Bauteile beispielsweise für Beatmungsgeräte zu produzieren und so die Medizintechnikunternehmen zu unterstützen. Dem vergangene Woche gestarteten Aufruf der Europäischen Kommission an Forschungscluster, ihre 3D-Drucker zu melden und sich bei der Herstellung von benötigten Materialien zu beteiligen, folgten bereits mehrere DRESDEN-concept-Partner, wie das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, die Professur für Technisches Design der TU Dresden, das Zentrum für Translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und der Makerspace der SLUB.
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16.03.2020 | Globalfoundries Dresden gewinnt neue Kunden und Aufträge

Eine Halbleiterscheibe gefertigt vom Halbleiterkonzern Globalfoundries
Eine Halbleiterscheibe gefertigt vom Halbleiterkonzern Globalfoundries

Die Dresdner Chipfabrik des Halbleiterkonzerns Globalfoundries (GF) wird durch neue Kunden und Aufträge voraussichtlich bereits Ende 2020 voll ausgelastet sein. Die dort hergestellten Schaltkreise verbrauchen vergleichsweise wenig Strom. Das macht sie für mobile Geräte und batteriebetriebene Maschinen besonders interessant. Das Unternehmen rechnet derzeit mit einer Beeinträchtigung durch die Corona-Krise von zwei bis drei Monaten...
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05.03.2020 | Dresdner Solarmodul-Fabrik verdoppelt Produktionskapazität

Produktion von Photovoltaikmodulen in Dresden.
Produktion von Photovoltaikmodulen in Dresden.

Der Dresdner Photovoltaik-Systemanbieter "Solarwatt" ist auch in schwierigen Zeiten auf Wachstumskurs. Nach Absatzrekorden investiert das Unternehmen zehn Millionen Euro in Forschung und Entwicklung sowie eine neue Fertigungslinie in Dresden. Damit verdoppelt Solarwatt seine Produktionskapazität am Standort...
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05.03.2020 | Wandelbots Co-Founder Christian Piechnick erhält Preis für besten Newcomer der German Start-up Awards

Christian Piechnick wird beim „German Startup Award“ als „Bester Newcomer” ausgezeichnet
Christian Piechnick wird beim „German Startup Award“ als „Bester Newcomer” ausgezeichnet

Der Preis für den besten Newcomer des „German Startup Awards“ geht nach Dresden – an Christian Piechnick, einen der fünf Gründer von Wandelbots. Der Bundesverband Deutsche Startups kürte in Berlin erstmalig Akteure der deutschen Startup-Szene in fünf Kategorien.
www.germanstartupawards.de
www.handelsblatt.com
www.saechsische.de

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