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https://www.dresden.de/de/kultur/kulturfoerderung/kulturpreise/lyrikpreis-dd.php 09.11.2020 13:28:34 Uhr 17.04.2021 16:53:23 Uhr

Dresdner Lyrikpreis

Lyriker Christoph Wenzel

13. Dresdner Lyrikpreis gewinnt Christoph Wenzel, den Publikumspreis erhält Ondřej Krystyník

In diesem Jahr war auch beim Dresdner Lyrikpreis alles anders. Aufgrund der steigenden Fallzahlen wurde der Preis zur Förderung des gegenwärtigen poetischen Schaffens ins Digitale verlegt – und das funktionierte erstaunlich gut, so dass in diesem Jahr deutlich mehr Menschen über das Internet die Beiträge der Finalisten erleben konnten.

In ihrer online Sitzung am Abend vor der Preisverleihung entschied sich die siebenköpfige Jury einstimmig für den 41 jährigen in Hamm geborenen Lyriker, Schriftsteller, Herausgeber, Redakteur und wissenschaftlicher Mitarbeiter Christoph Wenzel. Wenzel ist Mitbegründer und -betreiber des [sic] – Literaturverlags und publiziert das Literaturmagazin [sic]. Bisher hat er vier Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt lidschluss. Seine Werke wurden zudem in Anthologien, Zeitschriften und im Rundfunk veröffentlicht. Außerdem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

„Christoph Wenzel betreibt eine klangstarke Provinz- und Heimatkunde, in Hörde ist er unterwegs, und an der Emscher, er kommt durch Dörfer, die nach ihrer 800-jahrfeier ´nur noch ehrenamtlich hier´ sind, und so kommen wir mit ihm – in einem ironischen Ton, in dem zugleich Wehmut wie Distanz anschlägt – durch Hinterland und Industriebrache,“ bekundet Jurymitglied Anja Uthler in Ihrer Laudatio.

Den dieses Jahr zum erste Mal ausgelobten Publikumspreis erhielt der 1993 in Marienbad geborene Schriftsteller und Lyriker Ondřej Krystyník. Krystyníks Gedichte wurden in den tschechischen Literaturzeitschriften Host, Tvar, Souvislosti, Partonyma, Weles und Prostor veröffentlicht. 2017 trat er beim tschechischen Sprach- und Literaturfestival Šrámkova Sobotka auf. Lyrikfans konnten vom 3. bis 7. November per Mausklick ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben und erstmals mitentscheiden. Der mit 500 Euro dotierte Preis wurden von der Euroregion Elbe/Labe gestiftet.

 

Hintergrund

Bereits zum 13. Mal wurde der Dresdner Lyrikpreis in der sächsischen Landeshauptstadt vergeben. Der mit 5000 € dotierte Preis zur Förderung des gegenwärtigen poetischen Schaffens richtet sich an Lyrikerinnen und Lyriker, die in deutscher oder tschechischer Sprache schreiben und in Europa leben.

Zu den bisherigen Preisträger gehören unter anderem Petr Hruška, Lutz Seiler, Uljana Wolf und Jan Škrob.

Das vom Erich Kästner Haus für Literatur in Kooperation mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz organisierte Rahmenprogramm zur Lyrikpreisvergabe fand vom 5.-8. November in Dresden statt. Die Jury bestand aus Nico Bleutge, Radka Denemarková, Christiane Filius-Jehne, Petr Hruška, Richard Kaniewski, Juliane Moschell und Anja Utler.

Der Dresdner Lyrikpreis wurde am Sonntag, dem 8. November, im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an den Sieger verliehen. Erstmals gab es auch einen von der Euroregion Elbe/Labe mit 500 € dotierten Publikumspreis.

Allgemeine Informationen

  • Kategorie: Literatur
  • Donator: Landeshauptstadt Dresden
  • Gründungsjahr: 1995
  • Intention: Förderung zeitgenössischen poetischen Schaffens von Autorinnen und Autoren, die in Europa leben und in deutscher oder tschechischer Sprache schreiben
  • Verleihungsmodus: alle zwei Jahre; die nächste Preisverleihung findet im Herbst 2018 statt
  • Dotierung: 5 000 Euro
  • Auswahlverfahren: Zweistufiges, anonymisiertes Auswahlverfahren; Ernennung durch eine Vor- und eine Hauptjury
  • Ehrungstypus: Auszeichnung von Werken zeitgenössischer Lyrik, die einem hohen künstlerischen Anspruch gerecht werden. 
  • Ausschreibung: Einsendeschluss für den Dresdner Lyrikpreis 2020 war der 31. August 2019.
  • Wettbewerbslesung am 7. November 2020, 19 Uhr, Kulturrathaus Dresden
  • Preisverleihung am 8.November, 11 Uhr, Kulturrathaus Dresden

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