Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/kultur/kulturfoerderung/kulturpreise/kunstpreis.php 02.04.2021 14:19:54 Uhr 19.04.2021 11:20:29 Uhr

Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden

  • Kategorie:
    alle Sparten der Kunst
  • Donator:
    Landeshauptstadt Dresden
  • Gründungsjahr:
    1993 (Vorläufer: Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden seit 1959; 1991/ 1992 keine Preisverleihung)
  • Intention:
    Vergabe an Personen oder Ensembles mit anerkanntem künstlerischen Werk, die in Dresden einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit haben oder deren Werk von großer Bedeutung für die Stadt ist.
  • Verleihungsmodus:
    jährlich; Dotierung 7.000 Euro, Ehrenplastik und Urkunde
  • Bewerbungs- und Vorschlagsverfahren:
    Institutionen, Vereine u.ä. schlagen Künstler bzw. Künstlergruppen u.a. vor
  • Auswahlverfahren:
    Auswahl durch eine vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden berufene Jury
  • Ehrungstypus:
    Auszeichnung von nachhaltig wirkenden, herausragenden Einzelleistungen oder herausragenden kontinuierlichen künstlerischen Leistungen
  • Hinweis:
    Vorschlagsberechtigt sind Dresdnerinnen und Dresdner, Dresdner Verbände, Vereine, Kultureinrichtungen, der Ausschuss für Kultur und Tourismus des Stadtrates und die Beigeordnete für Kultur und Tourismus.
    Einreichungstermin: 31.10. des Vorjahres

Ingo Schulze - Kunstpreisträger 2021

Kunstpreisträger Ingo Schulze
Kunstpreisträger Ingo Schulze

Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, studierte von 1983 bis 1988 klassische Philologie in Jena. Anschließend war er bis 1990 als Dramaturg am Landestheater Altenburg, dann in einer Zeitungsredaktion tätig. Diese Arbeit führte ihn 1993 für ein halbes Jahr nach Sankt Petersburg. Seither lebt er als freier Autor in Berlin. 1998 wurde er mit seinem Buch Simple Storys. Ein Roman aus der ostdeutschen Provinz bekannt. Seine Romane, Erzählungsbände und Essays wurden in dreißig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Sächsischen Akademie. Schulze erhielt u. a. den aspekte-Preis (1995), den Berliner Literaturpreis (1998), den Preis der Leipziger Buchmesse (2007), den Premio Grinzane Cavour (2008), den Bertolt-Brecht-Preis der Stadt Augsburg (2013) und den Werner-Bergengruen-Preis (2019). Sein Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“ wurde 2020 durch das Staatsschauspiel Dresden für die Bühne adaptiert und uraufgeführt. 2020 erschien sein jüngster Roman "Die rechtschaffenen Mörder". Damit war er nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020.

In der Begründung der Jury heißt es: „Mit Ingo Schulze wird ein Schriftsteller gewürdigt, der sich seit drei Jahrzehnten mit seiner Heimat auseinandersetzt. Schulze ist Seismograf der neueren deutschen Geschichte und Gegenwart.“
Ingo Schulze: „Dort gewollt zu sein, wo man herkommt, ist ein Glück. Zudem habe ich unter denjenigen, die bisher den Dresdner Kunst- bzw. Förderpreis erhielten, etliche gefunden, die für mein Leben und meine Arbeit von Bedeutung sind.“

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