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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/kultur/kulturfoerderung/kulturpreise/foerderpreis.php 02.03.2026 09:15:47 Uhr 12.03.2026 21:05:39 Uhr |
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Förderpreise der Landeshauptstadt Dresden
Die Landeshauptstadt Dresden vergibt jährlich bis zu zwei Förderpreise an Künstlerinnen und Künstler, Kulturakteure oder Ensembles zur Unterstützung ihrer künstlerischen/fachlichen/professionellen Entwicklung.
Förderpreis 2026 | ÄTNA
ÄTNA ist es in wenigen Jahren gelungen, sich einen Ruf als eines der innovativsten neuen Electro-Musikprojekte aufzubauen und aus dem Underground zu einem der gefragtesten Live-Acts Europas aufzusteigen. Sängerin Inéz und der Schlagzeuger Demian Kappenstein, lernten sich an der Hochschule für Musik in Dresden kennen und fand schnell zu einer gemeinsamen künstlerischen Sprache. Das Dresdner Duo macht alles andere als Norm-Pop, „Kunstvolle Stimulation“ ist vielleicht die treffendste Beschreibung. Als avantgardistisch klingende Künstler und Künstlerinnen mit einem ausgeprägten Gespür für eingängige Hooks und treibende Rhythmen sind ÄTNA ein Kraftzentrum der Kreativität und musikalischen Innovation. Dabei werden Grenzen gesprengt, von gängigen Genre- und Geschlechtervorstellungen über Rollenvorstellungen und stilistischen Konventionen bis hin zu althergebrachten Vorstellungen davon, was Musik darf und soll. Komplettiert wird die Musik von ÄTNA durch ihre visuelle Welt, ein weiterer Mosaikstein in ihrem Multiversum aus Klang, Design, Mode, Bewegung und Sprache, Virtualität und Verrücktheit.
Begründung der Jury
„ÄTNA steht für Musik, die Grenzen sprengt und Herzen erreicht. Inéz und Demian Kappenstein verweben Jazz, Electro und Pop zu faszinierenden Klangwelten voller Intensität. Mit ihrer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz begeistern sie auch ein internationales Publikum. Dennoch bleibt das Duo der Stadt Dresden verbunden, hier verorten sie ihr Schaffen und treten für eine vielschichtige und offene Musikszene ein.“
Inéz und Demian KappensteinDresden ist der Ort, an dem unsere gemeinsame künstlerische Reise begann und bis heute fortwährt. Hier entstehen unsere Ideen, hier entwickeln wir uns als ÄTNA ständig weiter. Umso schöner ist es, dass nun unsere Arbeit von unserer Heimatstadt wahrgenommen und gewürdigt wird.
Förderpreis 2026 | Banda Comunale
Die im Jahr 2001 als Protest gegen Neonazi-Aufmärsche gegründete Dresdner Brassband Banda Comunale mischt Brass, Balkanbeats, Klezmer, Afrofunk und Cumbia zu einem mitreißenden, feierlichen Sound. Das rund 20-köpfige Kollektiv aus lokalen und internationalen Musikerinnen und Musikern begleitet seit seinen Anfängen Demonstrationen wie „Laut gegen Nazis“ und spielte bereits über 600 Konzerte bei Festivals, in Flüchtlingsheimen und Gefängnissen. Ab 2015 wuchs das Kollektiv durch geflüchtete Mitglieder zur „Banda Internationale“ heran und kehrt 2021 als „Comunale“ zurück. Mit ihren vielseitigen musikpädagogischen Projekten in Schulen und andernorts setzt das Kollektiv Musik als Brücke gegen Vorurteile und für Toleranz ein.
Begründung der Jury
„Die Banda Comunale ist weit mehr als ein Musikensemble. Sie ist ein Symbol für Zusammenhalt, Vielfalt und gesellschaftliches Engagement. Mit ihren mitreißenden Bläserklängen bringt sie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen und zeigt, dass Musik eine gemeinsame Sprache sein kann. Ihr Wirken beweist, dass Kunst nicht nur für sich selbst stehen darf, sondern Verantwortung übernehmen und Haltung zeigen kann. Banda Comunale verbindet künstlerische Qualität mit gesellschaftlichem Bewusstsein."
Banda ComunaleBanda Comunale und alle, die mit uns im Boot sitzen, freuen sich über diese Anerkennung! Wir sind seit 25 Jahren die Dorfkapelle Dresdens. Wir positionieren uns gegen Rechtsruck, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, Fremden- und Muslimfeindlichkeit. Solange unseren Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde und uns selbst täglich die Gleichwertigkeit abgesprochen wird, spielen gemeinsam gegen Menschenfeindlichkeit. Ja, unsere Blasmusik ist politisch. Und wenn sie es nicht mehr sein muss, wird man uns wieder nur noch auf Hochzeiten, Dorffesten und Beerdigungen hören. Auch wenn es nach Außen selten durchdringt: in diesen 25 Jahren hat sich Dresden trotz der beständigen Präsenz von Fremdenfeindlichkeit sehr verändert. Es gibt ein transkulturelles, quereeres, multireligiöses, offenes, vielsprachiges, tolerantes, buntes, und ja, auch ein jüdisches Dresden. Ein Dresden mit viel mehr Fingern an einer Hand, als Faschisten zählen können. Das ist unser Zuhause. Und das bleibt.
Hintergrund
Bis zum 31. Oktober des Vorjahres hatten Bürgerinnen und Bürger 70 Vorschläge eingereicht. Die durch den Stadtrat berufene Jury wählte daraus die drei Preisträgerinnen und Preisträger aus. Die feierliche Preisverleihung findet am 1. Juni 2026 statt.
Eckdaten zum Förderpreis
Liste Förderpreisträgerinnen und Förderpreisträger
Kontakt
Downloads
- Statut Förderpreise (*.pdf, 353 KB)
- Formblatt für Vorschläge zum Förderpreis (*.pdf, 155 KB)