Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/kultur/kulturfoerderung/kulturpreise/foerderpreis.php 19.10.2020 15:40:58 Uhr 20.10.2020 08:30:13 Uhr

Förderpreise der Landeshauptstadt Dresden

  • Kategorie:
    alle Sparten der Kunst
  • Donator:
    Landeshauptstadt Dresden
  • Gründungsjahr:
    1993
  • Intention:
    Vergabe an Personen (und Ensembles), die nach ihrer Persönlichkeit und ihren künstlerischen Leistungen herausragende künstlerische Aussagen erwarten lassen.
  • Verleihungsmodus:
    jährlich; Dotierung 5.000 Euro, Ehrenplastik und Urkunde
  • Bewerbungs- und Vorschlagsverfahren:
    Institutionen, Vereine u.ä. schlagen Künstler bzw. Künstlergruppen u.a. vor
  • Auswahlverfahren:
    Auswahl durch eine vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden berufene Jury
  • Ehrungstypus:
    Auszeichnung von besonders "innovativen" künstlerischen Leistungen
  • Hinweis:
    Vorschlagsberechtigt sind Dresdnerinnen und Dresdner, Dresdner Verbände, Vereine, Kultureinrichtungen, der Ausschuss für Kultur und Tourismus des Stadtrates und die Beigeordnete für Kultur und Tourismus.
    Einreichungstermin: 31.10. des Vorjahres

Förderpreise 2020

Die zwei Förderpreise gehen an den Verein Musaik – Grenzenlos Musizieren und die Regisseurin Miriam Tscholl.

Der Verein Musaik – Grenzenlos Musizieren bietet vor allem geflüchtete und nicht-geflüchtete Kinder, die aus benachteiligten Familien stammen, die Möglichkeit, in ihrer Freizeit gemeinsam zu musizieren. Er eröffnet derzeit 80 Kindern und Jugendlichen die Chance zu kostenfreier, musikalischer Bildung in Gemeinschaft im Stadtteil Prohlis. Der Verein wird für die außergewöhnlich engagierte und integrative Arbeit seiner Mitglieder zur kulturellen Teilhabe in Dresden geehrt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert betont: „Beim gemeinsamen Musizieren schulen die Vereinsmitglieder Kreativität, Selbstvertrauen und Ausdauer. Außerdem fördern sie die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen und eröffnen ihnen neue Perspektiven.“
Initiiert wurde das soziale Musikprojekt 2017 von den Musikpädagoginnen Luise Börner und Deborah Oehler, die den Preis entgegennehmen. Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie spricht die Laudatio.

Miriam Tscholl initiierte und leitete von 2009 bis 2019 die Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden. Sie entwickelte dort Formate wie das Bürgerdinner, das Montagscafé oder das Europäische Bürgerbühnenfestival.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert sagt: „Der Regisseurin hat die Bürgerbühne als eigene Kunstform in Deutschland etabliert. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz hat sie Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen auf die Bühne gebracht und deren Auffassungen und Probleme thematisiert. Damit ist es ihr gelungen, neue Publikumskreise zu erschließen und an das Theater zu binden.“ Miriam Tscholl inszeniert und arbeitet derzeit in mehreren europäischen Städten. Ihr Lebensmittelpunkt ist weiterhin in Sachsen, wo sie Ideen und Pläne für die Kulturentwicklung im ländlichen Raum umsetzt. Die Rede von Laudator Dr. Hajo Kurzenbacher, Dramaturg, Regisseur und Professor im Ruhestand der Technischen Universität Hildesheim wird per Video eingespielt.


Laudatio auf Förderpreisträgerin Miriam Tscholl von Dr. Hajo Kurzenbacher

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