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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/11/pm_014.php 07.11.2022 15:08:01 Uhr 09.12.2022 14:58:28 Uhr
Meldung vom 07.11.2022

Ukrainisches Begegnungszentrum im Quartier QF eröffnet

Oberbürgermeister Dirk Hilbert, der Vorsitzenden der Plattform e. V. Dr. Tetiana Ivanchenko und der Centermanagerin des Quartier QF, Andrea Knabe, vor dem neuen Begegnungsort "Ukrainshaus"

Oberbürgermeister Dirk Hilbert besuchte heute gemeinsam mit der Vorsitzenden des Plattform e. V. Dr. Tetiana Ivanchenko das neue Begegnungszentrum der Ukrainisches Community im Untergeschoss des QF Quartier an der Frauenkirche. 
Hilbert: „Der Krieg in der Ukraine dauert an – tausende Ukrainerinnen und Ukrainer haben seit Anfang des Jahres Zuflucht in Dresden gefunden. Von der ersten Minute an hat sich eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Community und dem Plattform Dresden e. V. entwickelt. Bürgerschaftlichen Engagement liegt mir als Bindeglied zu demokratischer Teilhabe, Integration und Dialog sehr am Herzen.“
Ivanchenko: "Mit dem „Ukrainischen Haus“ wollen wir keine geschlossene Gesellschaft von Ukrainern für Ukrainer schaffen, sondern ein gemeinsames schützendes Dach, ein Zuhause für die Tausende, die vor dem Angriffskrieg Russlands fliehen mussten. Wir wollen einen Ort des Zusammentreffens und Austausches schaffen, wo sich Dresdner und Ukrainer treffen und zugleich über sowie voneinander lernen können – über die jeweilige Kultur, die Sprache und die Traditionen. Es soll für jene da sein, die schon etliche Jahre hier leben und solche, die erst vor einigen Tagen ankamen, für die Einheimischen wie auch für die ukrainischen Geflüchteten. Ein Hafen, ein Haus, ein Zuhause für Kultur, Kunst, Medien, Integration, Literatur und zugleich ein Dach unter dem sich alle versammeln können – Kinder und Erwachsene, Aktivisten und Freiwillige sowie alle, die Hilfe brauchen und die Hilfe bieten."

Der Begegnungsort hat eine Fläche von etwa 200 Quadratmetern. Die Adresse lautet Töpferstraße 5 in 01067 Dresden im QF Quartier an der Frauenkirche. Die ukrainische Community wird den Ort nutzen für kulturelle Angebote, Begegnungen und Austausch. Geplant sind ein Kinderzentrum mit Deutschunterricht, eine Medienschule für Jugendliche, Lesungen und Bücherpräsentationen, der Frauenclub, ein Seniorentreff, der Deutsch-Ukrainische Stammtisch sowie Ausstellungen ukrainischer Künstler. Gemeinsames Ziel sind Vernetzung und Aktivitäten mit vielen Akteuren der Stadtgesellschaft. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Die Landeshauptstadt plant regelmäßige Gesprächsangebote des ukrainischen Verbindungsbüros des Bürgermeisteramtes. Mit dem Lokalen Handlungsprogramm sind gemeinsam mit der ukrainischen Community spannende Informations- und Veranstaltungsformate für das kommende Jahr geplant. 

Die Landeshauptstadt übernimmt die Betriebskostenpauschale von monatlich 1.300 Euro (netto) zunächst für ein Jahr. Strom zahlt der Verein selbst. Der Plattform Dresden e. V. wird das „Ukraine-Haus“ betreiben.

Seit Kriegsbeginn sind insgesamt 8.832 Schutzsuchende aus der Ukraine in Dresden angekommen und registriert worden. Von diesen Geflüchteten leben in Dresden aktuell 7.254 Menschen. (Stand 1. November 2022)

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