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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/11/pm_009.php 02.11.2022 16:35:06 Uhr 09.12.2022 14:25:13 Uhr
Meldung vom 02.11.2022

Dresden erinnert an die Reichspogromnacht am 9. November

Einladung zum Gedenken an Dresdner, Schüler sowie Initiativen, Vereine und Organisationen 

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland, auch in Dresden. Viele jüdische Geschäfte wurden angezündet und geplündert, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger verhaftet. Anlässlich des 84. Jahrestages der Reichspogromnacht findet am Mittwoch, 9. November 2022, 15.30 Uhr, eine Gedenkveranstaltung an der Stele Brühlscher Garten, Hasenberg, statt. An dieser Stelle stand die von Gottfried Semper entworfene und 1840 eingeweihte Dresdner Synagoge bis zu ihrer Zerstörung in der Reichpogromnacht. Dresdnerinnen und Dresdner, Schülerinnen und Schüler sowie Mitglieder von Initiativen, Vereinen und Organisationen sind herzlich eingeladen, beim Gedenken dabei zu sein.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Die NS-Zeit ist zwar fester Bestandteil in unserem deutschen Bildungssystem. Doch es braucht für die nächsten Generationen authentische Anknüpfungspunkte – gegen das Vergessen und Verdrängen und für die Entwicklung einer aktiven Haltung in der Gegenwart. Wenn Zeitzeugen von 1938 immer weniger werden, rücken historische Gedenkorte wie etwa die Stele Brühlscher Garten am Hasenberg in den Fokus. Hierher laden wir ein, um die Erinnerung in unserer Stadt wachzuhalten. Lassen Sie uns gemeinsam zum 84. Jahrestag der Reichspogromnacht der Opfer gedenken und gemeinsam dafür eintreten, dass in unserer Stadtgesellschaft und in unserem Alltag Antisemitismus, Ausgrenzung und Hass keine Chance haben. Ich lade dazu herzlich ein!“

Zur Veranstaltung sprechen Oberbürgermeister Dirk Hilbert und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden Michael Hurshell. Der Synagogenchor Dresden übernimmt den musikalischen Rahmen. Es folgen das „El mole Rachamim“ und das Kaddisch-Gebet. Eine Lesung steht ebenfalls auf dem Gedenkprogramm. Anschließend findet eine Kranzniederlegung durch Repräsentanten aus dem Sächsischen Landtag, des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden statt.

Es besteht die Möglichkeit, Blumen niederzulegen. Während der Veranstaltung bleiben die Straßenzugänge am Hasenberg für den Verkehr gesperrt.

Im Anschluss haben Interessierte die Möglichkeit, am Gedenkrundgang teilzunehmen. Die Stationen sind: Synagoge Dresden – Stadtmuseum Dresden – Sporergasse 2 – Stolperstein am Kulturpalast – Theaterplatz – Alter Leipziger Bahnhof.

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