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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/01/pm_038.php 26.01.2021 14:54:34 Uhr 04.03.2021 04:39:54 Uhr
Meldung vom 20.01.2021

Corona: Neuerungen auf dem Dashboard des Amtes für Gesundheit und Prävention

Neue Datenbasis für Intensivbettenauslastung - Todesfälle jetzt nach Sterbedatum sortiert

Das Dashboard auf der Internetseite www.dresden.de/corona präsentiert sich ab heute, Mittwoch, 20. Januar 2021, ähnlich wie das Portal des Robert Koch-Institutes mit dunklem Hintergrund und bereitet die Sterbefälle und Intensivbettenauslastung anders als bisher auf. „Neue Rahmenbedingungen, ein sich stetig veränderndes Infektionsgeschehen sowie Anmerkungen und Nachfragen von Bürgern und Journalisten stellen uns vor die Aufgabe, Antworten zu geben und – wo es passt – nachzubessern“, erläutert der Amtsleiter des Amtes für Gesundheit und Prävention, Dr. Frank Bauer.

Bei der Darstellung der Bettenauslastung in Dresdner Krankenhäusern lagen dem Dashboard bisher die Zahlen der Krankenhausleitstelle Dresden/Ostsachsen zugrunde. Zu sehen war die Bettenanzahl auf Normal- und Intensivstationen, die Dresdner Krankenhäuser für COVID-19-Patienten vorhalten. Das überarbeitete Dashboard greift auf die Meldedaten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zurück. Jetzt sind die freien und belegten Behandlungskapazitäten in der Intensivmedizin dargestellt. Es gibt keine Unterscheidung mehr zwischen Betten für COVID-19-Patienten und Betten für andere Behandlungsanlässe. „Es gab sehr häufig Nachfragen, warum unsere Zahlen sich von denen des DIVI unterscheiden. Dies war auf Unterschiede in der Definition von Intensivbetten zurückzuführen. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, haben wir uns jetzt für die Darstellung der DIVI-Zahlen entschieden“, erklärt Dr. Bauer.

Hinsichtlich der Todesfälle gab es ebenfalls in der öffentlichen Wahrnehmung Verständnisprobleme. So wurden bisher die COVID-19-Sterbefälle pro Tag nach dem Meldedatum aufgegliedert. Das Meldedatum entspricht dem Tag, an dem das Gesundheitsamt Kenntnis von einem Todesfall erhält, und damit nicht immer dem tatsächlichen Todesdatum. Der Meldeprozess von Todesfällen dauert mit der steigenden Anzahl COVID-19-bedingter Todesfälle länger als unter normalen Umständen. Es kommt vor, dass COVID-19-bedingte Todesmeldungen in gesammelter Form dem Gesundheitsamt übermittelt werden, was wiederum zu einer hohen Zahl an Meldungen an einem Tag führt. Die bisherige Abbildung im Dashboard nach Meldedatum entsprach somit nicht mehr dem tatsächlichen Sterbegeschehen in Dresden. Die geänderte Darstellung der täglichen Sterbefälle aufgegliedert nach Todesdatum unter dem Reiter „Fälle/Tag“ ermöglicht einen besseren Überblick über den zeitlichen Verlauf der COVID-19-bedingten Todesfälle in Dresden. Es wird weiterhin täglich aufgeführt, wie viele Todesfälle im Vergleich zum Vortag durch das Amt für Gesundheit und Prävention erfasst wurden.

Seit Anfang März 2020 stellt das Dresdner Amt für Gesundheit und Prävention auf seinem Dashboard mehrmals täglich Zahlen zur Verfügung, damit sich die Bürgerinnen und Bürger umfassend über das Pandemiegeschehen informieren können. „Das Dashboard ist neben der städtischen Internetseite eines der wichtigsten kommunikativen Mittel, um die Entwicklung in Dresden anschaulich darzustellen. Die Zahlen unterstreichen das: Wir verzeichnen im Durchschnitt fast 34.000 Zugriffe täglich auf Anwendungen des Dashboards“, so Amtsleiter Dr. Bauer.

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