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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/02/pm_031.php 21.02.2020 10:49:33 Uhr 29.03.2020 04:17:48 Uhr
Meldung vom 17.02.2020

Strategisches Medizinkonzept für das Städtische Klinikum Dresden wird erarbeitet

Betriebsausschuss des Städtischen Klinikums entscheidet über Freigabe der Beraterkosten

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH soll die Betriebsleitung des Städtischen Klinikums Dresden bei der strategischen Unternehmensentwicklung unterstützen. Das sieht die Beschlussvorlage V0229/20 vor, die am Freitag, 14. Februar 2020, zur Beratung an den Finanzausschuss und den Gesundheitsausschuss überwiesen wurde. Ziel der Vorlage ist es, bis 30. September 2020 ein wirtschaftlich tragfähiges medizinisches Betriebskonzept für das Städtische Klinikum Dresden zu erarbeiten. Ein erster Entwurf mit detailliert untersuchten Szenarien und konkreten Leistungs- und Wirtschaftsdaten für die Weiterentwicklung des Klinikums bis 2035, soll – wie vom Stadtrat gefordert – bis zum 15. April 2020 vorliegen.

„Ziel ist es, in einem fairen und kooperativen Arbeitsprozess stärker herauszuarbeiten, wofür das städtische Klinikum steht und auch zukünftig stehen soll. Wir sind medizinisch exzellent aufgestellt und trotzdem sind wir gefordert, die Belange der Patientinnen und Patienten noch passgenauer zu reflektieren sowie berechtigte Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städtischen Klinikums umfassend zu berücksichtigen“, erklärt Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann. Die Betriebsleitung und die Berater werden dabei durch ein Begleitteam von Belegschaft, Personalrat, Betriebsausschuss und Stadtverwaltung unterstützt. „Das Begleitteam ist die ideale Plattform, um konstruktive nachhaltige Lösungen für die Zukunft des städtischen Eigenbetriebs zu diskutieren. Die 2017 formal begonnene Fusion gilt es nunmehr sowohl in medizinischer Hinsicht abzuschließen als auch unsere Kolleginnen und Kollegen organisatorisch, strukturell und kommunikativ besser mitzunehmen“, ergänzt Kaufmann. Auf Basis eines klaren, nachhaltigen und auf Langfristigkeit angelegten strategischen medizinischen Profils sind die hieraus folgenden kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zu definieren und die konkreten Umsetzungsschritte auszuweisen. „Die Rechtsform als städtischer Eigenbetrieb und die Tarifgebundenheit des kommunalen Unternehmens sind dabei gesetzt und werden nicht infrage gestellt“, betont Kaufmann. Am 29. Januar 2012 hatten sich die Dresdnerinnen und Dresdner in einem Bürgerentscheid mit 84,23 Prozent der Stimmen für die Eigenbetriebsstruktur ausgesprochen.

Da die Beraterkosten nach heutiger Schätzung über 250 000 Euro betragen werden, bedarf es einer Freigabe durch den Betriebsausschuss des Städtischen Klinikums. Das Geld kommt aus dem Geschäftsbereich Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen und belastet die Bilanz des Klinikums nicht. Der Ausschuss entscheidet in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 26. Februar 2020. Die Entscheidung über das finale Betriebskonzept wird der Stadtrat im vierten Quartal 2020 treffen.

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