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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/10/pm_053.php 21.10.2019 13:43:46 Uhr 18.11.2019 07:05:53 Uhr
Meldung vom 15.10.2019

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Das Dresdner Gesundheitsamt empfiehlt, sich ab Oktober mit einer Schutzimpfung gegen Grippe zu wappnen. Nach den Diskussionen in den vergangenen Jahren wird jetzt generell ein Impfstoff verabreicht, der vor vier Virustypen schützt. „Niemand kann vorhersagen, welche Virustypen uns attackieren werden und wie gut der Impfstoff dann schützt. Und trotzdem: Nur wer sich impfen lässt, kann überhaupt einen Schutz vor einer Influenza-Infektion erwarten“, gibt Jens Heimann, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes zu bedenken.

Die Grippesaison beginnt im Oktober und endet im Mai. In der Saison 2018/19 gab es in Dresden 2 140 gemeldete Influenzafälle. Davon starben elf Personen. 280 mussten im Krankenhaus aufgenommen werden. In der Saison 2017/18 waren es 4 808 Influenzafälle mit 22 Todesfällen und 490 Krankenhauseinweisungen. Die meisten Grippefälle treten in der Regel von Januar bis April auf. „An diesen Zahlen erkennen wir, wie wichtig die Schutzimpfung ist. Ich rufe daher die Dresdner Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an ihre Grippeschutzimpfung zu denken. Es lohnt sich für Menschen egal welchen Alters“, sagt der Erste Bürgermeister Detlef Sittel. Er geht mit gutem Beispiel voran und wird sich am Freitag, 18. Oktober 2019, im Städtischen Klinikum Dresden impfen lassen.

Grippeschutzimpfungen führen die niedergelassenen Ärzte und die Impfstelle des Gesundheitsamtes auf der Bautzner Straße 125 durch. Die Impfungen sollten bevorzugt in den Monaten Oktober und November erfolgen, aber auch spätere Impfungen sind immer möglich. In Deutschland wird die Influenza-Impfung für Menschen ab dem 60. Lebensjahr sowie für sogenannte Risikogruppen empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt. In Sachsen und einigen anderen Bundesländern wird die Impfung - unabhängig vom persönlichen Risiko – ebenso für alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene befürwortet und meist von den Krankenkassen übernommen.

Impfung auch für Schwangere empfohlen

Kinder können bereits ab dem siebenten Lebensmonat geimpft werden. Säuglinge sind geschützt, wenn sich die Mutter in der Schwangerschaft impfen lässt. Durch die Impfung der Schwangeren wird ein so genannter Nestschutz aufgebaut. Vorzugsweise sollte ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel geimpft werden. In den vergangenen Jahren sind trotz Impfempfehlung deutschlandweit im Schnitt nur zehn Prozent der Schwangeren geimpft worden. Die Angst vor Impfungen mit bestimmten Impfstoffen in der Schwangerschaft ist unbegründet. Große weltweite Studien haben gezeigt, dass weder für das ungeborene Leben noch für die Schwangere Komplikationen zu erwarten sind.

Diejenigen, die sich regelmäßig gegen Grippe impfen lassen, haben bessere Chancen, einer schwerwiegenden Erkrankung oder einer Komplikation im Rahmen einer Influenza-Infektion zu entgehen. Heimann: „Nicht zuletzt hat die Impfung zum Schutz vor Influenza auch etwas mit Solidarität zu tun. Es ist sinnvoll, möglichst viele Menschen im Umfeld von älteren Mitbürgern oder chronisch Kranken zu impfen. Diese Personengruppen profitieren vom Schutz der Mitmenschen in ihrer Umgebung.“

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