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04.05.2018

Bürger entscheiden über Zukunftsstadt-Projekte

Voting für 200 000 Euro - Gewinnerpräsentation auf Zukunftskonferenz 2018

Dresdner Bürgerinnen und Bürger sind ab Montag, 7. Mai 2018 eingeladen, über Zukunftsstadt-Projekte abzustimmen. 24 Projekte haben Anträge eingereicht. Zehn davon könnten bereits 2018 beginnen. Welche, dass dürfen die Bürger entscheiden. 200 000 Euro stehen zur Umsetzung von maximal drei Projekten zur Verfügung. Das Voting endet am Dienstag, 22. Mai. Informationen und Zugang zum Voting über www.dresden.de/zukunftsstadt

„Als größte Stadt im Zukunftsstadt-Wettbewerb entwickelt Dresden seit 2015 einen Beteiligungsprozess, bei dem Bürger Visionen der Zukunftsstadt Dresden zeichnen. Seit 2017 entstehen Projektideen für Dresdens nachhaltige Entwicklung, die nun umgesetzt werden sollen. Bürgerbeteiligung sehen wir hier als zentrales Element der Dresdner Stadtentwicklung. Dieses Voting ist die Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, über die Gestaltung Dresdens mitzuentscheiden", so Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

Mit welchen Projekten sollen wir anfangen? Im Projekt „Essbares öffentliches Stadtgrün“ soll ausprobiert werden, wie sich mit Anwohnerhilfe auf Dresdens Grünflächen essbare Pflanzen ansiedeln ließen. Das Projekt „Jugend unternimmt“ will Jugendliche befähigen, Ressourcenkreisläufe zu schließen und Dresdner Müll zu reduzieren. In „Zukunftsstadt für 1 Tag“ soll erprobt werden, wie Dresdner Unternehmen heute schon so wirtschaften können, als wäre die nachhaltige Zukunftsstadt bereits Realität. Andere Projekte zielen auf die Fitness der Bürger, wollen die Finanzierung von Bürgerprojekten ermöglichen oder ein fahrbares Repair Café in die Dresdner Stadtteile schicken. Um aus den Projekten zu lernen, findet die Umsetzung dieser Pilotprojekte unter wissenschaftlicher Begleitung statt.
Das Voting über die Projekte erfolgt in Zusammenarbeit mit der Crowdfunding-Plattform 99Funken. Jeder Bürger hat eine Stimme. Die offizielle Bekanntgabe der Ergebnisse findet zur Zukunftskonferenz 2018 am 2. Juni 2018 statt. Sie markiert den Abschluss der 2. Zukunftsstadt-Phase. „Im Rückblick wird deutlich, was wir über bürgerbeteiligte Projektentwicklung gelernt haben. Im Vorausblick wird sichtbar, mit welcher Strategie wir auf die nachhaltige Zukunftsstadt Dresden zuarbeiten wollen.“, so Norbert Rost, Projektleiter Zukunftsstadt. Die von Jury und Voting ausgewählten Real-Labore werden prämiert und vorgestellt.

Der Zukunftsstadt-Prozess ist ein vom Bundesforschungsministerium initiierter Städtewettbewerb. Insgesamt 23 Städte nehmen teil und gehen der Frage nach, wie Stadt sich unter Einbeziehen der Bürger zur nachhaltigen Zukunftsstadt entwickelt. Die Umsetzung der Projekte sollen als Reallabore erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Wissenschaftspartner ist das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und die Forschungsgruppe Wissensarchitektur an der TU Dresden.

Eine Jury entscheidet darüber, mit welchen Reallaboren sich Dresden auf die 3. Phase des Zukunftsstadt-Wettbewerbs bewerben wird. Acht Gewinnerstädten winken jeweils eine Million Euro. Mit diesem Geld kann die Umsetzung bürgerbeteiligter Projekte finanziert und wissenschaftlich begleitet werden. Während die beim Voting gewählten Projekte schon 2018 starten sollen, wird der Start der 3. Zukunftsstadt-Phase für 2019 erwartet.

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