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https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/neuigkeiten.php 30.07.2019 14:33:47 Uhr 16.09.2019 19:31:37 Uhr

Neuigkeiten

24. Juli 2019: Archiv der Stiftung Sächsischer Architekten als Depositum in das Stadtarchiv Dresden übergeben

v.l.n.r. Archivdirektor des Stadtarchivs Dresden Thomas Kübler, Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes und künftiger Sächsischer Landeskonservator Alf Furkert, Kustodin der Stiftung Dr. Susann Buttolo.
v.l.n.r. Archivdirektor des Stadtarchivs Dresden Thomas Kübler, Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes und künftiger Sächsischer Landeskonservator Alf Furkert, Kustodin der Stiftung Dr. Susann Buttolo.

Geschichtsträchtiger Tag im Stadtarchiv – am 24. Juli 2019 wurde symbolisch das Archiv der Stiftung Sächsischer Architekten als Depositum in das Stadtarchiv Dresden übergeben. Alf Furkert Vorsitzender des Stiftungsvorstandes und künftiger Sächsischer Landeskonservator und Dr. Susann Buttolo Kustodin der Stiftung, überbrachten der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch und dem Archivdirektor des Stadtarchivs Dresden Thomas Kübler, symbolisch einige wertvolle Zeichnungen aus der stiftungseigenen Architektursammlung. In den nächsten Wochen folgt der große Umzug und anschließend die Aufbereitung der wertvollen Archivalien.

Annekatrin Klepsch und Thomas Kübler zeigten sich sehr über den Zuwachs an architekturbezogenen Dokumenten erfreut, da mit dem Depositum des Stiftungsarchivs im Stadtarchiv Dresden die kommunale Überlieferung der Dresdner Stadtbaugeschichte gestärkt und als „bauliches Gedächtnis“ nutzerfreundlich an einem Ort gebündelt wird. Archivdirektor Kübler betonte, dass nunmehr die größte Sammlung von architekturbezogenen Zeichnungen, Plänen, Fotografien und Bauakten der Landeshauptstadt im Stadtarchiv entsteht. Gleichermaßen gilt es nicht nur zu sammeln, sondern auch die bestehenden Synergien weiter auszubauen, um die Dresdner Baukultur weiter in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und in die fachlichen Diskurse einzubringen.

Zeichnungen und Skizzen, Fotografien von Bauwerken oder Stadträumen, (Ideen-)Modelle, baugebundene Kunst und natürlich auch Korrespondenzen, Vorträge oder Veröffentlichungen sind bedeutende Zeugnisse des Baugeschehens vergangener Zeiten und wirken bis in die Gegenwart hinein. Seit ihrer Gründung im April 2011 bewahrt die Stiftung Sächsischer Architekten wertvolle Dokumente des Planens und Bauens in Sachsen auf. Darunter befinden sich Vor- und Nachlässe von in Sachsen tätigen Persönlichkeiten, die sich auf vielfältige Weise mit dem Bauen beschäftigten: Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Denkmalpfleger, Bauhistoriker und auch bildende Künstler mit besonderem Schwerpunkt. Die Bestände des hierfür gegründeten Stiftungsarchivs reichen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Der Umfang des beständig wachsenden Stiftungsarchivs beträgt derzeit ca. 45 lfm Schriftgut, etwa 2.500 Pläne, Karten, Architekturzeichnungen, Zeichnungen, ca. 25.000 Fotografien, Dias und Negative, Bilddokumente und Sammlungsgut unterschiedlicher Provenienzen.

24. Mai 2019: Start des Elektronischen Stadtarchivs

Das Elektronische Stadtarchiv wurde am 24. Mai 2019 durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden eröffnet.

30. November 2018: Krimi, kriminell, Kriminalregister - Stadtarchiv präsentiert den zweiten Band des Dresdner Kriminalregisters

Buchpräsentation Kriminalregister - V.l.n.r. sind auf den Bildern zu sehen: Thomas Kübler, Mandy Ettelt, Professor Jörg Oberste.
Buchpräsentation Kriminalregister - v.l.n.r. Thomas Kübler, Mandy Ettelt, Professor Jörg Oberste.

Im Kriminalregister aus dem 16. Jahrhundert ist der Name Programm. So mancher Eintrag hält für Krimiautoren Inspirationen für spannende Geschichten über Kleinkriminelle und auch besonders rapide Verbrecher bereit. Doch nicht nur Hobby-Kriminalisten können aus den Inhalten der Bücher schöpfen. Diese Sammlung von Straffällen aus dem 16. Jahrhundert stellt ebenfalls für die Geschichtsforschung einen üppigen Fundus historischer Fakten dar. Das Kriminalregister präsentiert sich als zweibändiges Werk, dessen erster Band Straffälle von 1517 bis 1562 beinhaltet. Sein Folgeband beginnt mit Einträgen um das Jahr 1556 und datiert seinen spätesten Fall auf das Jahr 1580. Beide Bücher enthalten gemeinsam etwa 700 gerichtliche Angelegenheiten, die von einem Dresdner Bürger verübt wurden oder sich in Dresden zugetragen haben. All diese Strafangelegenheiten wurden vor dem Gericht der Stadt verhandelt. Danach übertrugen Gerichtsschreiber die Sachverhalte von losen Blättern in die großzügig angefertigten Bücher.

Der zweite und letzte Band des Kriminalregisters enthält wie sein Vorgänger, neben, aus heutiger Sicht geringfügigen Taten wie Fluchen, Trunkenheit und Ehebruch auch schwere Verbrechen wie Diebstahl, Mord und Totschlag. Von umtriebigen und wohl einschlägig bekannten Dieben wie Abraham Orgis, der seinen langen, raffsüchtigen Diebeszug mit dem Leben bezahlte, über unzufriedene Ehemänner, die ihren lieben Weibern an den Kragen wollten, ist im Kriminalregister so manche düstere Geschichte aus dem Leben in der Frühen Neuzeit überliefert. Die nun publizierte Edition des zweiten Kriminalbandes beschließt die 2006 begonnene Stadtbuchreihe des Stadtarchivs. Das aktuell vorgelegte Buch enthält ein für beide Bände zusammengestelltes Namens- und Ortsregister.

Am Montag, 3. Dezember 2018, 19 Uhr wird im Beisein der Kulturbürgermeisterin, Annekatrin Klepsch, das zweite edierte Kriminalregister im Stadtarchiv Dresden feierlich vorgestellt. Die Herausgeber Thomas Kübler und Professor Jörg Oberste sowie die wissenschaftliche Bearbeiterin Mandy Ettelt werden die Edition an diesem Abend mit einer kurzen Lesung vorstellen. Das Buch ist im Leipziger Universitätsverlag erschienen und am 3. Dezember 2018 im Stadtarchiv erhältlich. Der Eintritt ist kostenfrei.

7. September 2018: Dresden im Fokus - Fotografische Baudokumentationen und Luftbildaufnahmen von Jörg Schöner

Übergabe des Bestandes Jörg Schöner
Symbolische Bildübergabe: Professor Jörg Schöner; Annekatrin Klepsch; Thomas Kübler v.l.n.r.

Im Beisein der Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, erhielt das Stadtarchiv Dresden am 7. September 2018 den wertvollen Archivbestand, von Professor Jörg Schöner.

Der fotografische Vorlass von Professor Jörg Schöner umfasst etwa 32.000 analoge und digitale Fotos der Jahre 1973 bis 2016. Die Bilder dokumentieren öffentliche Bauvorhaben des Freistaats Sachsen und der Stadt Dresden sowie Industrie- und Werbefotografie aus den Jahren vor 1989.

Jörg Schöner dokumentierte von 1992 bis 1995 den Wiederaufbau des Taschenbergpalais und von 1993 bis 2005 den Wiederaufbau der Frauenkirche. 1992 bis 1995 erfasste er einen Großteil der Liegenschaften des Freistaates. Im Rahmen der sächsischen Staatsbauvorhaben erstellte Professor Schöner baubegleitende Dokumentationen vom Sächsischen Landtag, von Hochschul- und Klinikbauten sowie dem Neubau und der Rekonstruktion aller sächsischen Ministerialgebäude. Zu seinem Portfolio gehören ebenfalls Fotos von den Sparkassengebäuden am Güntzplatz und Altmarkt, der Albertstadt mit der ehemaligen Heeresbäckerei, sowie von Kreuzkirche, Hofkirche und Synagoge. Zudem entwickelte Schöner ein digitales System zur Darstellung von Fassaden- und Gebäudeoberflächen in Originalgröße. Diese Methode unterstützt Restauratoren bei Aufmaßarbeiten und bildet die Grundlage der Zustandsdokumentation des rekonstruierten Historischen Grünen Gewölbes und dem Monitoring-Programm am Dresdner Zwinger. Die Dokumentation des Grünen Gewölbes war dekoratives Umfeld von Ausstellungen der SKD in Shanghai, Doha und Seoul. Vervollständigt wird der Bestand durch die Übergabe seines Luftbildarchivs der Jahre 1992 bis 2011, in dem besonders die Veränderungen der Dresdner Innenstadt dokumentiert wurden.

Jörg Schöner wurde am 6. August 1944 in Dresden geboren. Er absolvierte eine Fotografenausbildung und diplomierte extern 1983 mit einer Dokumentation der Altstadt von Görlitz an der HfGB Leipzig. Seit 1995 ist er Mitglied im Bund Freischaffender Fotodesigner und lehrte von 1996  bis 2013 am Lehrstuhl für Darstellungslehre der TU Dresden Fotografie für Architekten. Aktuell arbeitet Jörg Schöner an der Herausgabe eines Bildbandes über seine Reisen durch Georgien und den Kaukasus. Ein Thema, das ihn seit fünfzig Jahren beschäftigt. Die Gegenüberstellung der Görlitzer Altstadt damals und 2014/15 ist Inhalt für die Ausstellung „Görlitz-Auferstehung eines Denkmals“. Sie wurde bisher in Görlitz, Berlin, Wiesbaden, Dresden und Leipzig gezeigt.

Fremdes wird bekannt. Ein neues Schülerprojekt im Stadtarchiv

Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Dresdner Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts
Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Dresdner Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts

Dresden war als Residenzstadt im 16. Jahrhundert ein Ort der Begegnung mit Fremden. "Innen" und "außen", "bekannt" und "fremd" lagen eng beisammen, und die Grenzen zwischen ihnen waren fließend. Als Fremde galten die, die an das Tor der Stadt gelangten, sei es die Bäuerin aus der Umgebung, der weit gereiste Kaufmann, Kriegsflüchtlinge, Hausierer, Handwerker auf Stellungssuche oder Bettler. Das Stadtarchiv Dresden hat ein archivpädagogisches Programm entwickelt, um die Facetten vom Fremdsein und Migration in Dresden mit den Schülerinnen und Schülern historisch zu erkunden. Im Rahmen des von der Homann-Stiftung geförderten Projekts "Fremde in Dresden. Zur Geschichte der Aus- und Einwanderung in Dresden“ veranstaltete das Stadtarchiv mit einer neunten Klasse des Gymnasiums Dreikönigsschule und das Stadtarchiv mehrere Projekttage von März bis Mai.

Ziel war es, die Herausforderungen und Chancen von Migration anhand historischer Dokumente, wie Stadtplänen, Urkunden und Bürgerakten zu entdecken, zu hinterfragen und zu diskutieren. Anhand der Themenbereiche Ernährung, Architektur und Krankheit erhielten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Dreikönigsschule Einblicke in die Lebenswelt des 16. Jahrhunderts, als noch das Stadttor die zu überwindende Grenze einer Stadt war. Zu den einzelnen Themenbereichen entstanden Schülertexte, die auf einer Internetseite veröffentlicht werden sollen.

Damit soll stadtgeschichtliches Wissen und zugleich die Herausforderungen und Chancen von Migration in der Vergangenheit aufgezeigt werden. Darüber hinaus bieten die Module die Möglichkeit, sowohl Recherchekompetenzen zu erlernen als auch eine kritische Betrachtungsweise von Dokumenten zu erlangen. Die archivpädagogischen Module werden vom Stadtarchiv weiterhin für folgende Zielgruppen: Allgemeinbildende Schulen, Allgemeinbildende Förderschulen, insbesondere Schulen mit hohem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund angeboten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite: http://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/nutzung.php und eine Anmeldung für das Projekt „Fremde in Dresden“ ist unter der Telefonnummer 0351/4881515 möglich.

19. Juli 2018: Peter Bartels übergibt historische Festschrift zum 25. Deutscher Mietertag im Jahr 1930

„Übergabe der Festschrift“. Thomas Kübler, Marco Iwanzeck, Peter Bartels, v.l.n.r
„Übergabe der Festschrift“. Thomas Kübler, Marco Iwanzeck, Peter Bartels, v.l.n.r

Peter Bartels, Vorstandsvorsitzender des Mietervereins Dresden und Umgebung e. V., übergab am 19. Juli 2018 dem Stadtarchiv Dresden eine Festschrift zum 25. Deutscher Mietertag im Jahr 1930 sowie weitere private baubezogene Unterlagen. Die Festschrift gibt einen wunderbaren Überblick über die bauliche Entwicklung in Dresden in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Der Mieterverein Dresden und Umgebung e. V. ist der älteste belegte Zusammenschluss von Mietern. Die Gründung geht auf das Jahr 1868 zurück, so dass am 5. Dezember 2018 das 150-jährige Jubiläum gefeiert werden kann.

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