Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/neuigkeiten.php 22.07.2022 09:42:17 Uhr 20.08.2022 01:39:16 Uhr

Neuigkeiten

Abbildung des Ausstellungsplakates mit Schriftzug "Neun Meter Vierzig" vor Flusspegelanzeige auf blauem Hintergrund sowie Ausstellungsdaten

Ausstellungseröffnung NEUN METER VIERZIG - Die Jahrhundertflut in Dresden 2002

Das Ereignis markierte einen historischen Wendepunkt im Bewusstsein der städtischen Bevölkerung im Umgang mit der Gewässerlandschaft Dresdens. Viele Wohn- und  Lebensbereiche waren vom Hochwasser  betroffen. In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtarchiv die vielfältigen Facetten  bürgerlichen Engagements sowie die  zahlreichen Hilfseinsätze der öffentlichen  Institutionen, die zur Bewältigung der  Flutschäden beigetragen haben und unsere Stadt nachhaltig prägen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns am 17. August 2022 zur Ausstellungseröffnung um 19 Uhr besuchen.

Reinhard Elbertzhagen und Prof. Thomas Kübler beim Sichten der Unterlagen.
Reinhard Elbertzhagen übergibt seine Forschungsarbeit zum öffentlichen Nahverkehr an Herr Prof. Thomas Kübler.

Entwicklung des öffentlichen Nahverkehr im Stadtarchiv jetzt erforschbar

Herr Reinhard Elbertzhagen übergab im Frühjahr 2022 Pläne über die von ihm erforschte geschichtliche Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt Dresden. In den einschlägigen Publikationen über den öffentlichen Nahverkehr Dresdens von den Anfängen der Pferdebahn bis zur Gegenwart blieben wichtige Fragen zu historischen Eckdaten unbeantwortet oder konnten nur ungenau beantwortet werden. Es entstand der Wunsch, diese Abweichungen genauer zu hinterfragen. So begann die Recherche in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek mit der Durchsicht Dresdner Tageszeitungen und denen der umliegenden Gemeinden. Anschließend folgte die Sichtung vorhandener betrieblicher Unterlagen im Archiv der Dresdner Verkehrsbetriebe, dem Stadtarchiv und dem Hauptstaatsarchiv.

Aus den so ermittelten Daten wurden folgende vier Pläne erarbeitet:

1. Die Entwicklung des Straßenbahnstreckennetzes in Dresden 1872 bis 1945;

2. Die Entwicklung des Straßenbahnstreckennetzes in Dresden nach dem 13.02.1945;

3. Die Entwicklung des Kraftomnibusstreckennetzes in Dresden 1914 bis 1945

4. Die Entwicklung des Kraftomnibusstreckennetzes in Dresden 1945 bis 1990

Sie beinhalten u.a. die Termine zu Streckeneröffnungen und -stilllegungen. In der Regel sind diese mit zeitgenössischen Quellen aus den oben benannten Institutionen belegt. Die Pläne, die den aktuellen Arbeitsstand wiedergeben und an deren Vervollständigung fortlaufend gearbeitet wird, sind ab jetzt im Stadtarchiv für wissenschaftlich Interessierte nach Absprache einsehbar.

Der ehemalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden übergibt seinen Dienstkalender aus dem Jahr 1989 an Herrn Prof. Kübler
Der ehemalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden übergibt seinen Dienstkalender aus dem Jahr 1989 an das Stadtarchiv.

20. Mai 2022 Herbert Wagner übergibt Unterlagen an das Stadtarchiv

Am 20. Mai konnte sich das Stadtarchiv Dresden über einen Bestandszuwachs freuen. Der ehemalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Herbert Wagner übergab seinen Dienstkalender aus dem 1989 dem Stadtarchiv. Der Kalender ist ein bedeutendes Stück Zeitgeschichte, war doch Herbert Wagner Mitglied der Gruppe der 20. Die Mitglieder waren am 8. Oktober 1989 in Dresden von den Demonstranten ernannt wurden, um am folgenden Tag mit den örtlichen Behörden über ihre politischen Forderungen zu verhandeln. Über die Vielzahl der eingetragenen Termine und Gesprächspartner gibt der Kalender detailreich Auskunft über die bewegten Monate vor der Friedlichen Revolution und stellt eine wichtige Ergänzung des bereits im Stadtarchiv befindlichen Vorlass von Herbert Wagner dar.

Kondolenzbuch der Familie Sarrasani liegt im Stadtarchiv aus
Kondolenzbuch der Familie Sarrasani liegt im Stadtarchiv aus

Kondolenzbuch der Familie Sarrasani liegt im Stadtarchiv aus

Bürgerinnen und Bürger können sich eintragen 

Die Artistin, Zirkusdirektorin und Geschäftsfrau - Ingrid Stosch-Sarrasani spielte auf allen Bühnen der Welt und konnte auf ein turbulentes und erfülltes Leben zurückblicken. Mit Willen, Mut und Ehrgeiz führte Sie auch in schwierigen Zeiten den traditionsreichen Zirkus Sarrasani. Vor nunmehr über 20 Jahren übergab Sie die Leitung an Ihren Sohn André Sarrasani, war jedoch bis zuletzt als vertrauensvolle Beraterin vor und hinter der Manege mit dabei. 

In der vergangenen Woche verstarb Ingrid Stosch-Sarrasani im Alter von 88 Jahren in Radebeul. Über die Trauer um ihren Tod steht der Dank für ihr Wesen und Wirken. Das Andenken und die Erinnerung wird noch lange in der Landeshauptstadt Dresden und darüber hinaus strahlen.

Dresdnerinnen und Dresdner können sich ab Donnerstag, 5. Mai 2022 bis Ende Mai im Dresdner Stadtarchiv ins Kondolenzbuch der Familie Sarrasani eintragen und sich auf diesem Weg persönlich verabschieden. Das Kondolenzbuch liegt im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1, 3. Etage. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr. 

Übergabe des Lastenrades an das Stadtarchiv, v.l.n.r.: Mandy Ettelt, Lucie Schoop, Prof. Thomas Kübler und die Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft Eva Beate Jähnigen
Übergabe des Lastenrades an das Stadtarchiv, v.l.n.r.: Mandy Ettelt, Lucie Schoop, Prof. Thomas Kübler und die Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft Eva Beate Jähnigen

Stadtarchiv Dresden erhält Lastenrad vom Klimaschutzstab

Im Februar 2022 lieferte der Fahrradanbieter Elbbikes aus Pirna dem Stadtarchiv Dresden ein neues, starkes und klimafreundliches Team-Mitglied. Transporte, die zu groß und unhandlich für normale Räder mit Korb sind, aber auch zu geringfügig, um das Auto zu benutzen, bewerkstelligt nun ein Lastenrad aus Kopenhagen. Damit werden vielzählige Übernahmen aus privaten Haushalten sowie die Transporte zwischen dem Stadtarchiv und dem Zwischenarchiv (etwa 400 m Entfernung) jetzt autofrei umgesetzt. "Nach mehreren Jahren Vorarbeit ist es nun endlich geschafft und wir können mit unserem neuen Mitglied den ökologischen Fußabdruck des Stadtarchivs fortan beachtlich minimieren.", freut sich Herr Professor Kübler über den schneidigen Zugewinn. 16 Archivkartons, die weit über 25.000 Blatt fassen, kann das Rad hin und her bewegen. Mit einer Plane als Verdeck über der Transportkiste ist das Lastenrad gut ausgerüstet und kann auch an Schlechtwettertagen zum Einsatz kommen.

Finanziert wurde die Beschaffung des Rades aus zwei Töpfen. Den Hauptanteil leistete der Geschäftsbereich Umwelt und Kommunalwirtschaft unter der Leitung von Frau Bürgermeisterin Eva Jähnigen. Ein weiterer beachtlicher Teil dieser Maßnahme wurde mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes in Höhe von 1500 Euro mitfinanziert. "Wir sind wirklich sehr dankbar für die Bereitstellung dieser Mittel und ebenfalls für die Unterstützung durch die Mitarbeitenden des Klimaschutzstabes bei der Suche nach dem richtigen Rad", betont Herr Professor Kübler. Mit diesem Projekt leistet die Stadtverwaltung einmal mehr einen effektiven Beitrag zur "Entwicklung der Landeshauptstadt zur Modellstadt Elektromobilität".

Damit es sich auch vollständig integriert fühlt, haben die Stadtarchiv-Mitarbeitenden nach einem passenden Namen gesucht. LaRa ist es geworden und steht kurz für Lastenrad.

Übergabe des Vorsitzes des Dresdner Notfallverbunds an das Stadtarchiv, v.l.n.r.: Herr Michael John, Frau Maria Morstein (neue Stellvertreterin), Herr Professor Thomas Kübler (Amtsleiter Stadtarchiv, neuer Vorsitzender d. Notfallverbunds), Herr Dr. Michael Vogel
Übergabe des Vorsitzes des Dresdner Notfallverbunds an das Stadtarchiv, v.l.n.r.: Herr Michael John, Frau Maria Morstein (neue Stellvertreterin), Herr Professor Thomas Kübler (Amtsleiter Stadtarchiv, neuer Vorsitzender d. Notfallverbunds), Herr Dr. Michael Vogel

30. März 2022: Stadarchiv übernimmt Vorsitz im Notfallverbund

Am 30. März 2022 übernahm das Stadtarchiv in Person von Herrn Kübler zusammen mit der Depotleiterin des Grünen Gewölbes den Vorsitz im Dresdner Notfallverbund. Für die folgenden Wochen steht hier vor allem die Koordination zur Ukraine-Hilfe im Vordergrund.

Gründung des Arbeitskreises
Neugründung des Arbeitskreises der Dresdner Archiv- und MuseumsdirektorInnen

28. März 2022: Arbeitskreis wiederbelebt

Im Stadtarchiv Dresden trafen sich am 28. März 2022 Direktorinnen und Direktoren der Dresdner Archive, Bibliotheken und Museen. Die Leitungen aus 20 Häusern in städtischer, staatlicher und kirchlicher Trägerschaft begründeten den seit 1994 bestehenden Arbeitskreis wieder, der 2015 seine Arbeit vor allem aus personalkapazitativen Gründen eingestellt hatte. Mit der Übergabe des Aktenbestandes des Arbeitskreises an das Stadtarchiv Dresden stand die Frage der Wiederbelebung, die mit der Initiative des Stadtarchives Dresden, Herrn Prof. Kübler und der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Frau Prof. Ackermann und dem Direktor der Mathematisch- Physikalischen Sammlung Dr. Plassmayer nun umgesetzt wurde. Als gemeinsame Arbeitsziele einigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Schaffung eines aktiven Netzwerkes zum wissenschaftlichen Austausch, zur Koordinierung der Digitalisierungsstrategien der Häuser und gemeinsamer Digitalisierungsprojekte.

Übergabe der Vereinsunterlagen an das Stadtarchiv. v.l.n.r: Josef Krauter, Mandy Ettelt und Prof. Thomas Kübler
Übergabe der Vereinsunterlagen an das Stadtarchiv. v.l.n.r: Josef Krauter, Mandy Ettelt und Prof. Thomas Kübler

24. Januar 2022: Männergesangsverein Wilschdorf e.V. übergibt Bestand

Herr Josef Krauter, ehemaliges Mitglied des Männergesangsvereins Wilschdorf e.V., übergab den Bestand des 138 Jahre alten Männerchors nun offiziell in die Hände des Stadtarchivs. Nachdem sich der Verein aufgrund von Nachwuchsproblemen im vergangenen Jahr auflöste, war es Herrn Krauter eine Herzensangelegenheit, das Konvolut konservatorisch und inhaltlich gesichert zu wissen. Mit der Übernahme des Bestandes des Männergesangsvereins Wilschdorf e. V. überliefert das Stadtarchiv nun ein reiches Volksliedgut mit zahlreichen Fotos und eindrucksvollen Objekten.

Herr Prof. Thomas KÜbler
Herr Prof. Thomas Kübler im MDR Sachsenspiegel

MDR-Beitrag über den Alten-Leipziger Bahnhof im Sachsenspiegel vom 20. Januar 2022

21.02.2022: Am 80. Jahrestag der Wannsee-Konferenz ist am Güterbahnhof Dresden-Neustadt an die vielen jüdischen Kinder, Frauen und Männer erinnert worden, die von hier aus in den Tod geschickt worden. Das Stadtarchiv unterstützte den Beitrag mit historischen Quellen zum Alten Leipziger Bahnhof.

Zu sehen ist der Beitrag in der MDR Online-Mediathek:

MDR SACHSENSPIEGEL: Jahrestag der Wannsee-Konferenz: Dresden erinnert an Deportationen | ARD Mediathek

 

Wohnhaus auf der Hans-Oster-Straße
Wohnhaus auf der Hans-Oster-Straße
ehemaliger Kiestagebau in Zschieren
Der ehemalige Kiestagebau in Zschieren

Stadtbildfotografie

Im August diesen Jahres startete das Projekt „Stadtbildfotografie“, das die fotografische Dokumentation Dresdens aufgreift und unsere Stadt im Jahr 2021/2022 für die Zukunft festhält. Gemeinsam mit den Stadtbezirken Prohlis, Leuben, Pieschen, Klotzsche, Altstadt, Neustadt, Cotta und Plauen möchten das Stadtarchiv und Herr Albrecht Voss an die knapp 150-jährige Tradition der Stadtbildfotografie anknüpfen. Die ersten Fotos wurden jetzt dem Stadtarchiv übermittelt.

Herr Albrecht Voss arbeitet seit 2012 als Werbefotograf und Videoproduzent mit einer Spezialisierung auf Architekturfotografie in Leipzig, Sachsen und Deutschland. Zu seinen Kunden gehören unter anderem die Stadt Leipzig, die TU Chemnitz sowie die Architektenkammer Sachsen und das Bellevue Hotel in Dresden.

Als Stadtbildfotografie wird die dokumentarische Sicht auf die bauliche und nichtbauliche Stadtlandschaft verstanden. Das reicht von der reinen Architekturfotografie über stadtplanerische Aspekte bis zur Fotografie öffentlicher Verkehrsräume. Es ist geplant, die Fotografien im Anschluss an das Projekt der Öffentlichkeit für die Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Link zur Homepage von Albrecht Voss: www.albrechtvoss.com

Buchübergabe im Stadtarchiv
Karin Franke übergibt Herrn Prof. Kübler die Publikation

Stadtarchiv erhält Publikation "Dresden que(e)r durch das Jahrhundert

Frau Karin Franke übergab dem Stadtarchiv die Publikation "Dresden que(e)r durch das Jahrhundert", die sie gemeinsam mit Andrea Siegert unter der Trägerschaft des *sowieso*, dem Verein Frauen für Frauen e.V. herausgegeben hat. Auf über 230 Seiten werden die Geschichte und die Geschichten von Dresdner Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen erkundet und dargestellt. Der informierende Charakter der Publikation steht im Vordergrund. Zugleich ist die Publikation eine wunderbare Zeitreise von 1900  2020. Nicht nur die vielen Biografien, auch die Einzeldarstellungen von Institutionen und ganzen Epochen machen das Buch zu einem wunderbaren Kompendium der Dresdner Geschichte. Die beeindruckende Fülle dieses Buches, das reich illustriert ist, wartet zum Teil mit unbekannten Dokumenten und Informationen zu Persönlichkeiten wie unter anderem Gret Palucca, Ludwig Renn, Sascha Schneider, Marianne Zwingenberger und Margarethe Junge auf.

Übergabe des fotografischen Bestandes von Christine und Günther Starke an das Stadtarchiv. v.l.n.r: Prof. Thomas Kübler, Christine Starke, Günter Starke und Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch
Übergabe des fotografischen Bestandes von Christine und Günther Starke an das Stadtarchiv. v.l.n.r: Prof. Thomas Kübler, Christine Starke, Günter Starke und Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch

Das Stadtarchiv erhält eine bedeutsame Fotodokumentation des Dresdner Fotografenpaars Christine und Günter Starke

Im Beisein der Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, erhielt das Stadtarchiv Dresden am Montag, den 27. September 2021, eine bedeutsame Dokumentation von Christine und Günter Starke aus den Jahren 1980 bis 2006.

Der Fotobestand umfasst ungefähr 10.000 Mittel- und Großformat Negative sowie Kleinbild Diapositive. Sowohl Christine Starke als auch Günter Starke fotografierten detailliert den Zustand historisch bedeutsamer öffentlicher Gebäude und Straßenzüge vor der Sanierung und stellten den Neubau vergleichend gegenüber. Die Kulturbürgermeisterin würdigte das Fotografenpaar als Persönlichkeiten und Chronisten Dresdens, die das stadtgesellschaftliche Leben nicht nur einzigartig künstlerisch, sondern auch kulturell erlebbar dokumentieren.

Mit der Übergabe des ersten Teils von Fotonegativen erhält das Stadtarchiv eine einzigartige Fotosammlung zu Dresdens Stadtentwicklung der letzten 30 Jahre die außerhalb der Verwaltungsunterlagen von unschätzbaren Wert sind, so der Amtsleiter Professor Thomas Kübler.

Vitrine mit historischen Unterlagen vom Bankhaus Gebrüder Arnhold
Das Bankhaus Gebrüder Arnhold auf der Waisenhausstraße
Das Bankhaus Gebrüder Arnhold auf der Waisenhausstraße
Blick auf das Arnholdbad, 1950
Blick auf das Arnholdbad im Jahr 1950

Besuch Familie Arnhold in Dresden

Anlässlich des 100. Geburtstages von Henry H. Arnhold dankte die Stadt Dresden dem Engagement der gesamten Familie für die geleisteten Stiftungen in Vergangenheit und Gegenwart. Gemeinsam mit dem Stadtmuseum arrangierte das Stadtarchiv Dresden eine kleine Ausstellung mit Exponaten aus den Beständen beider Institutionen.

Bankhaus Gebrüder Arnhold

Am 26. Dezember 1864 erfolgte die Gründung des Bankhauses Ludwig Philippson (1826-1894). Max Arnhold (1845-1908) trat als Prokurist ein und avancierte bis 1876 zum Alleininhaber. Wenige Monate nach dem Eintritt seines Bruders Georg (1853 – 1926) firmierte das Bankhaus ab dem 3. Januar 1882 unter dem Namen Gebrüder Arnhold.  Das Stammhaus befand sich in Dresden auf der Waisenhausstraße 20-22 und beschäftigte in den 1920er Jahren über 500 Mitarbeiter.

Georg-Arnhold-Bad

Nachdem im Mai 1923 die Ilgen-Kampfbahn, heute das Areal des Rudolf-Harbig-Stadion, eingeweiht wurde, entstand im selben Jahr die Idee zum Bau eines Freibades, für dessen Umsetzung Georg Arnhold 400.000 Reichsmark stiftete. Architekt des Bades sowie der Kampfbahn war der damalige Dresdner Stadtbaurat Paul Wolf. Am 27. Mai 1926 erfolgte die feierliche Einweihung und ab dem 4. Juni 1926 war das Bad für die Dresdner Öffentlichkeit freigegeben.

Deutsches Hygienemuseum

1930 fand die II. Internationale Hygiene-Ausstellung statt, zu der das Museum einen von Wilhelm Kreis entworfenen Museumsbau (1928–1930) im Stil zwischen Neoklassizismus und Bauhaus am Blüherpark bezog. Der Neubau finanzierte sich überwiegend aus Zuschüssen des Reichs, Land Sachsen und der Stadt Dresden. Dabei wurde deutlich, dass eine Umsetzung ohne Sach- oder Geld Stiftungen nicht möglich sein wird. Die Einrichtung des Kleinen Festsaales übernahmen beispielsweise die Gebrüder Arnhold.

Castle College Albrechtsschlösser

Als 1927 die Idee einer amerikanischen Zweiguniversität auf deutschem Boden aufkam, fand das Projekt prominente Unterstützer, darunter die Vertreter der Dresdner Bank, der Güntz-Stiftung sowie des Bankhauses Gebrüder Arnhold. Erklärtes Ziel des Projektes war die Stärkung der deutschen Kultur- und Bildungspolitik sowie der Ausbau internationaler Beziehungen.

Esperanto in Dresden

Heinrich Arnhold lud als Mitorganisator 1908 zum IV. Internationalen Esperanto-Kongress nach Dresden ein. Zu den Teilnehmenden gehörten neben 1450 Esperantisten aus 40 Ländern und sieben Regierungsvertretern auch Dr. Zamenhof, der Schöpfer der Plansprache Esperanto. Der König von Sachsen, Friedrich August III., übernahm die Schirmherrschaft für den Kongress und in der Semperoper wurde Goethes „Iphigenie in Tauris“ in einer Esperanto-Übersetzung aufgeführt. Als Versammlungsräume dienten Räumlichkeiten im Bankhaus auf der Waisenhausstraße.

Tiergartenstraße

Seit den 1920er Jahren veranstaltenden Heinrich und Lisa Arnhold Vortragsabende über wissenschaftliche, politische oder allgemeinbildende Themen in ihrem Haus auf der Tiergartenstraße 32. Das Haus war repräsentativ mit wertvollen Porzellanen, Plastiken, Kunstwerken und Grafiken von Künstlern wie Max Liebermann, Lovis Corinth und Käthe Kollwitz ausgestattet. Ebenso berühmt waren die Gäste, darunter Wassily Kandinsky, Mary Wigman und Albert Einstein.In Erinnerung an diese Veranstaltungen entstand auf Betreiben von Henry Arnhold 2001 die „Lisa and Heinrich Arnhold Lectures“ in Kooperation mit der American Academy und dem Dresden Heritage e. V.

 

Übergabe der Publikation mit Herrn Prof. Kübler und Herrn Dr. Lames
Übergabe der Publikation mit Herrn Prof. Kübler und Herrn Dr. Lames

Bürgermeister Dr. Peter Lames überreicht die Publikation zur Trainerlegende Walter Fritzsch von Uwe Karte an das Stadtarchiv.

Am 20. September 2021 erhielt das Stadtarchiv ein Exemplar der Publikation „Tagebuch für Walter Fritzsch“ vom Bürgermeister Dr. Peter Lames für die Bibliothek. Autor des Buches ist Uwe Karte. Von 1969 bis 1978 war Walter Fritzsch Trainer von Dynamo Dresden. Sein Name ist untrennbar mit der erfolgreichsten Epoche der Vereinsgeschichte verbunden.

Am 4. November 2021 präsentiert Uwe Karte die Biographie über die Dresdner Trainerlegende im Stadtarchiv. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Sie sind herzlich eingeladen.

Jürgen-Michael Schulter übergibt dem Stadtarchiv Dresden seinen Bestand an Luftbildern
Jürgen-Michael Schulter übergibt dem Stadtarchiv Dresden seinen Bestand an Luftbildern

Jürgen-Michael Schulter übergibt seine Luftbilder dem Stadtarchiv

Der bekannte Luftbildfotograf Jürgen-Michael Schulter hat dem Stadtarchiv seinen Bestand an Luftbildern von Dresden übergeben. Schulter dokumentiert seit circa 15 Jahren die Landeshauptstadt aus luftiger Höhe. Auf seinen Bildern zeigen sich deutlich die Veränderungen innerhalb der Stadttopographie. Diese private Übergabe ergänzt wesentlich die amtliche Überlieferung, denn das Zwischenarchiv hat das Luftbildarchiv des Amtes für Geodaten und Kataster im Jahr 2021 übernommen.   

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