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https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/feuerwehr/leitstelle.php 19.03.2021 07:15:56 Uhr 11.04.2021 16:47:00 Uhr
Blick in die Leitstelle
© Amt 37

Integrierte Regionalleitstelle Dresden

Integrierte Regionalleitstelle Dresden

Am 27. August 2013 wurde ein neues Einsatzleitsystem gestartet und die Integrierte Regionalleitstelle Dresden in Dienst genommen. In unserer Landeshauptstadt arbeitet eine von fünf Großleitstellen im Leitstellenverbund des Freistaates Sachsen. Im Vollbetrieb wird die Integrierte Regionalleitstelle Dresden erste Anlaufstelle für Hilfeersuchen von etwa 1,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Gästen der Landeshauptstadt Dresden, des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und des Landkreises Meißen sein. In der Dresdner Leitstelle gehen alle Notrufe 112 für die Feuerwehr und Notfallrettung sowie Anforderungen des Krankentransportes und des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes ein. Das moderne Einsatzleitsystem aus vernetzten Computern gibt Auskunft zur Verfügbarkeit der Fahrzeuge und des benötigten Personals an jedem Ereignisort oder für jedes Schadensereignis innerhalb des gesamten Leitstellenbereiches. Mithilfe von topografischen Karten oder GPS-Koordinaten unterstützt das Einsatzleitsystem die hier arbeitenden Frauen und Männer aber auch bei der richtigen Auswahl des genauen Einsatzortes.

Funk-Headset eines Disponenten
Funk-Headset eines Disponenten

Die Arbeit in der Integrierten Regionalleitstelle

Der Zuständigkeitsbereich der Integrierten Regionalleiststelle erstreckt sich auf insgesamt 3.434km² Fläche. In diesem Bereich leben ca. 1,1 Millionen Menschen. Durch die IRLS werden ca. 380 Freiwillige Feuerwehr​en und die Feuerwehr Dresden alarmiert.

Der Dienstbetrieb in der Integrierten Regionalleitstelle findet in einem 24 Stunden Schichtsystem statt. Dabei sitzen die Disponent*innen jedoch nicht ununterbrochen an ihrem Arbeitsplatz, sondern haben so genannte Pultzeiten. Diese betragen in der Regel vier Stunden.

Die IRLS ist in Bereiche aufgeteilt. Dazu sind Arbeitsplätze in Sternform angeordnet. Es gibt beispielsweise den Stern Dresden, Stern SOE und natürlich den Stern Meißen.

Überblick über die Arbeitsplätze in der IRLS Dresden
Überblick über die Arbeitsplätze in der IRLS Dresden

Der Arbeitsplatz

Jeder Arbeitsplatz sieht gleich aus und verfügt über dieselbe Technik. Damit wird sichergestellt, dass die Kolleg*innen die Arbeitsplätze wechseln und innerhalb der unterschidlichen Funktionen rotieren können.

Arbeitsplatz eines Disponenten
Arbeitsplatz eines Disponenten

Auf dem linken Bildschirm befindet sich das GIS. Das ist ein geografisches Informationssystem, welches den Einsatzort und die Standorte der Einsatzfahrzeuge abbildet. Die Disponent*innen können verschiedene Layer wie Satellitenkarten,m Wanderkarten etc. aufrufen.

Bildschirm 1 mit GIS
Bildschirm 1 mit GIS

Der mittlere Bildschirm stellt die Eingabemaske bei der Abfrage des Notruf​es bereit. Hier tragen die Disponent*innen alle relevanten Informationen ein, welche sie von den Anrufenden erhalten. Diese werden im Zuge der Alarmierung an die Kräfte übermittelt.

Bildschirm 2 mit Abfragemaske
Bildschirm 2 mit Abfragemaske

Der rechte Bildschirm gibt den Disponent*innen in der #IRLS einen Überblick über die Kräfte und Mittel im Leitstellenbereich. Es kann nach den einzelnen Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr, Gerätehäusern und Rettungswachen gefiltert werden.

Bildschirm 3 mit Wachenübersicht
Bildschirm 3 mit Wachenübersicht
Das Funk-Notruf-Abfragesystem ist die kommunikative Schnittstelle nach außen. Darüber läuft die gesamte Telefonie sowie die Funkverbindung. Die IRLS verwendet den digitalen BOS-Funk. Damit ist eine sehr sichere Kommunikation zu den Einsatzkräften garantiert.
Funk-Notruf-Abfragesystem
Funk-Notruf-Abfragesystem

In der IRLS Dresden kommt IVENA zum Einsatz. IVENA ist eine webbasierte Anwendung in der sich der Rettungsdienst in Echtzeit einen Überblick über die Behandlungs- u. Versorgungsmöglichkeiten sowie freien Kapazitäten der Krankenhäuser verschaffen kann.

Screenshot IVENA
Screenshot IVENA

Damit alle Abläufe funktionieren ist neben moderner Technik auch ein leistungsfähiges und motiviertes Team nötig. Circa 20 Mitarbeiter*innen aus zwei Sachgebieten kümmern sich Tag für Tag um die Pflege der Daten und Technik.

Komplexe und moderne Technik sichert den Betrieb der IRLS
Komplexe und moderne Technik sichert den Betrieb der IRLS

Bei Ereignissen wie Starkregen, Sturm oder Katastrophe​n kommt es zu einem deutlich erhöhten Anrufaufkommen. Für diesen Fall werden zusätzliche Arbeitsplätze vorgehalten, die dann durch Personal aus den Wachen der Berufsfeuerwehr besetzt werden.

"ANA" Notruf-Annahmeplätze die bei Bedarf besetzt werden
"ANA" Notruf-Annahmeplätze die bei Bedarf besetzt werden

In der Bereitschaftszeit können sich die Kolleg*innen zurückziehen, Sport treiben, Lesen, TV schauen oder auch mal die Augen zu machen.

Blick in einen Ruheraum der IRLS
Blick in einen Ruheraum der IRLS

Über digitale Funkmeldeempfänger werden die Disponent*innen umgehend alarmiert, falls die Lage es erfordert und sofort das gesamte, diensthabende Personal in die Leitstelle kommen muss.

Funkmeldeempfänger sichern die Erreichbarkeit der Mitarbeiter*innen
Funkmeldeempfänger sichern die Erreichbarkeit der Mitarbeiter*innen

Tag des Notrufs - Twittergewitter

Das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und die EU-Kommission haben im Jahr 2009 gemeinsam und aufgrund der im Datum enthaltenen Notrufnummer (11.2.) den 11. Februar zum jährlichen Europäischen Tag des Notrufs 112 erklärt, um die europaweite Gültigkeit des Euronotrufs 112 sichtbarer und die Vorteile der europaweiten Notrufnummer bekannter zu machen.

Um die Bürger*innen für dieses Thema zu sensibilisieren und über die Arbeit der Feuerwehren und Rettungsdienste zu informieren, veranstalten die deutschen Berufsfeuerwehren seit drei Jahren das „Twitter-Gewitter“. Dabei lautet das Motto: „lokale Aktion, bundesweiter Charakter“. Über den Nachrichtendienst „Twitter“ informieren die Feuerwehren an diesem Tag über aktuelle Einsätze und geben einen Einblick hinter die Kulissen von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Was am 11. Februar 2021 alles los war, erfahren Sie unter diesem Link. Dort ist u.a. auch ein Film zu finden, der einen Einblick hinter die Kulissen gewährt.

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