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https://www.dresden.de/de/leben/gesundheit/beratung/selbsthilfe/selbsthilfegruppen.php 24.05.2019 16:30:30 Uhr 06.12.2019 06:52:14 Uhr

Was sind Selbsthilfegruppen?

Wenn man sich mit Fragen, Sorgen, einem Problem oder Anliegen allein gelassen fühlt und sich gern mit anderen Menschen austauschen möchte, denen es ähnlich geht. Dann könnte eine Selbsthilfegruppe genau das Richtige sein.

Was sind Selbsthilfegruppen?
Selbsthilfegruppen bestehen aus Menschen mit ähnlichen Lebensfragen, Problemen oder Diagnosen, die sich freiwillig, ehrenamtlich, selbstorganisiert, basisdemokratisch und regelmäßig treffen. Selbsthilfe bedeutet, gemeinsam mit Gleichbetroffenen die eigenen Probleme und deren Lösung in die Hand zu nehmen.

Die Gruppentreffen werden nicht durch Fachkräfte angeleitet, sodass jede Gruppe eigene Formen der Zusammenarbeit und Moderation findet. Die Formate sind dabei ganz unterschiedlich – vom Stuhlkreis über Stammtische, Improvisationstheater, Spazieren, mit sportlichen oder kreativen Elementen usw…

Ein Gruppentreffen dauert im Durchschnitt zwei Stunden.

In Deutschland haben sich mehr als 3,5 Millionen Menschen in ca. 100.000 Selbsthilfegruppen zu ganz unterschiedlichen Themen zusammengeschlossen.


Zu welchen Themen gibt es Selbsthilfegruppen?

Es gibt eine große Themenvielfalt in der Selbsthilfe. Viele Gruppen treffen sich zu Themen aus den Bereichen chronische Erkrankungen, psychische Belastungen oder Süchte. Aber auch Trauer, Missbrauch, Essstörungen, Mobbing oder soziale Themen können in Selbsthilfegruppen bearbeitet werden.

Kann ich einfach so hingehen?
Die meisten Gruppen sind ganz offen gegenüber neuen Interessierten. Manche führen ein kurzes Vorgespräch oder wünschen sich eine Anmeldung. Es lohnt immer, sich vor dem ersten Besuch bei der Selbsthilfegruppe zu informieren.


Hilft das was?
Selbsthilfegruppen können Sehnsuchtsorte sein. Dort erleben Menschen, Entlastung, Verständnis und schöpfen neuen Mut. Es tut einfach gut, verstanden zu werden ohne viel erklären zu müssen. Die Gruppe hilft häufig mit großen Belastungen besser umgehen. Das Gespräch und die Vielzahl an Informationen fördert, dass man selbstbewusster mit Erkrankungen und Problemen umgehen kann.


Ganz ohne Fachleute? Klappt sowas?
Meist kommen in einer Gruppe sehr vielfältige Erfahrungen und damit verbunden unterschiedliches Fachwissen zusammen. Eine klare Struktur und einfache Regeln für das Gespräch miteinander helfen, Verantwortung für die gemeinsame Zeit zu übernehmen. So findet jede Gruppe ihren eigenen Stil. „Fachleute“ von außen bleiben gern gesehene Gäste zu einzelnen Terminen.


Kostet das was?
Selbsthilfegruppen sind in der Regel kostenfrei. Für bestimmte Kosten haben die Selbsthilfegruppen die Möglichkeit eine Förderung zum Beispiel über Krankenkassen zu beantragen.

 

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