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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/oberflaechenwasser.php 23.07.2026 13:53:45 Uhr 11.08.2026 19:02:40 Uhr

Flüsse, Bäche und Seen in Dresden

Dresden ist reich an kleineren Oberflächengewässern. Erhalten Sie hier einen Überblick über das Gewässernetz Dresdens und wie Sie den Zustand unserer Gewässer erhalten und verbessern können.

Wasserentnahme bis 31. Oktober untersagt

Die untere Wasserbehörde der Landeshauptstadt Dresden verbietet die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern im Stadtgebiet Dresden – sowohl die Wasserentnahme mittels Pumpen als auch das Schöpfen mit Handgefäßen.

Ausgenommen davon ist die Elbe.

Zeitraum
Das Verbot gilt vom 24. Juni 2026 bis 31. Oktober 2026.

Bei Verstoß droht Bußgeld
Werden bei Gewässerkontrollen Verstöße festgestellt, können diese als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Das Bußgeld beträgt mindestens 50 Euro.

Ausnahmen
Nicht betroffen vom Verbot sind Wasserentnahmen, für die eine wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt. Die Inhaber einer solchen Erlaubnis müssen deren Nebenbestimmungen beachten. Wer eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragen möchte, wendet sich per E-Mail an die untere Wasserbehörde: umwelt.recht1@dresden.de

Hintergrund
Viele Dresdner Bäche und Flüsse führen zu wenig Wasser oder sind teilweise ausgetrocknet. Die extrem niedrigen Wasserstände werden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen. 

Ganz allgemein gilt nach dem Wasserhaushaltsgesetz für jeden der Grundsatz,

  • stets sorgsam und sparsam mit Wasser umzugehen.
  • Zum Gießen sollte vorzugsweise Regenwasser aufgefangen und verwendet werden.
  • Grundsätzlich ist Gießen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden empfohlen, um Verluste durch Verdunstung zu minimieren.
  • Rasenflächen sollten generell nicht gewässert werden.

Fragen dazu beantwortet das Umweltamt per E-Mail an umwelt.recht1@dresden.de.

Eine Beschränkung der Grundwasserbenutzung muss aktuell noch nicht ausgesprochen werden.

Allgemeinverfügung 

Die Allgemeinverfügung steht im elektronischen Amtsblatt der Landeshauptstadt Dresden in der Ausgabe vom 24. Juni 2026 unter www.dresden.de/amtsblatt.

Gewässer und Quellen im Themenstadtplan

Die Dresdner Gewässer und Quellen sind im Themenstadtplan dargestellt und mit einem Klick auf die Karte näher beschrieben. 

Die kleineren Gewässer in Dresden lassen sich folgendermaßen einteilen:

  • Flüsse, Bäche und Gräben zählen zu den Fließgewässern, von denen es in Dresden über 550 gibt. Sie werden zunehmend und vielfältig in Anspruch genommen – nicht nur zur Ableitung von Niederschlagswasser.
  • Seen, Teiche und Tümpel bezeichnet man als stehende Gewässer.
  • Künstliche Gewässer sind von Menschen geschaffene oberirdische Gewässer.
  • Als Quelle bezeichnet das Wassergesetz einen natürlichen, an einer bestimmten, örtlich begrenzten Stelle nicht nur vorübergehend erfolgenden Austritt von Grundwasser.

Zusammen bilden sie die Oberflächengewässer im Stadtgebiet.

Der ökologische Gesamtzustand der Oberflächengewässer konnte bisher nur lokal verbessert werden. Neben den stofflichen Belastungen aus Einträgen der Siedlungswasserwirtschaft und der Landwirtschaft ist der harte Verbau und die damit einhergehenden Strukturdefizite der Stadtgewässer das größte Hindernis, das im Rahmen der Gewässerentwicklung langfristig überwunden werden muss.

Städtische Lebensadern naturnah umgestalten

Der Fisch Egon hält den Daumen hoch.
Egon zeigt, in welchen Gewässern er sich wohl fühlt.

Viele unserer Dresdner Bäche sind in einem schlechten Zustand. Deshalb wollen wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern diese Bäche umgestalten, damit Tiere wieder ihr zu Hause finden, ein Ort zum Erholen für alle entsteht und der Bach gleichzeitig genug Platz hat, um ein Hochwasser abzufangen.

Ein neuer Animationsfilm "Bachbettgeschichten", der mit freundlicher Unterstützung des europäischen Projekts ReBioClim entwickelt wurde, erklärt anschaulich, wie naturnahe Gewässerentwicklung funktioniert. Protagonist ist Egon, ein kleiner Fisch, durch dessen Augen man den verrohrten, aber auch den renaturierten Bach entdecken kann und der zeigt, wo er sich am wohlsten fühlt.

Helfen Sie Egon, den Betonkanal ein für alle mal abzuschaffen!

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