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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/datennetze/weisse-flecken.php 17.07.2020 12:14:11 Uhr 22.10.2020 07:55:14 Uhr

„Weiße Flecken“

Öffentlich geförderter Breitband-Ausbau in Dresden

Testgerät mit vielen Kabeln zur Untersuchung von Telekommunikationsanlagen

Am 16. Juli 2020 startete das Projekt zur Versorgung so genannter „Weißer Flecken“ auf der Breitbandkarte Dresdens. Im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden wird die Vodafone GmbH in den nächsten rund zwei Jahren die unterversorgten Adressen im Dresdner Stadtgebiet mit modernen Glasfaseranschlüssen erschließen. Als unterversorgt gelten (gemäß den Fördervorschriften) alle Adressen, die derzeit mit 30 oder weniger Mbit/s Bandbreite versorgt werden können.

Finanzierung über Fördermittel

Die Netzplanung, Netzbau- und Betrieb werden bezüglich nicht gedeckter Kosten, der so genannten Wirtschaftlichkeitslücke, gefördert. Diese Finanzierungslücke für notwendige Investitionen lässt sich am Telekommunikationsmarkt nicht erwirtschaften. Deshalb erfolgt kein entsprechender Netzausbau.

Die Finanzierung der Wirtschaftlichkeitslücke von rund 21,1 Mio. Euro wird nunmehr geschlossen durch Fördermittel des Bundes (10,6 Mio. Euro) und des Freistaates Sachsen (8,4 Mio. Euro). Auch die Landeshauptstadt Dresden steuert weitere 2,1 Millionen Euro aus ihrem Haushalt bei.

Grundstückseigentümer müssen sich melden

Für die Grundstückseigentümer werden die Anschlüsse kostenlos errichtet. Rund 2.500 Euro pro Glasfaser-Anschluss können sie dadurch sparen. Voraussetzung ist der Abschluss eines Grundstücksnutzungsvertrages der Eigentümer mit der Vodafone bis zum 17. November 2020. Das ist notwendig, um den reibungslose Planungs- und Ausbauablauf und feste Projekttermine, auf die sich die Stadt als Auftraggeberin mit der Vodafone verständigt hat, zu realisieren.

Wie erfahre ich, ob ich einen geförderten Breitbandanschluss erhalten kann?

Kontakt

Die Umsetzung des Projektes übernimmt Vodafone im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden. Deshalb sollten Sie sich mit allen Fragen direkt an Vodafone wenden.


© Vodafone

Ob das eigene Grundstück vom Projekt profitieren kann oder andere Fragen beantwortet die Vodafone über ihre Homepage www.vodafone.de/dresden. Außerdem informiert Vodafone in den Verwaltungsstellen vor Ort. Die Termine erhalten Anwohner per Postkarte.

Informationen wie Termine, Tarifdetails und Verfügbarkeit stehen unter www.vodafone.de/dresden sowie in den Dresdner Vodafone Shops und den extra eingerichteten Glasfaserbüros in den Ausbaugebieten.

Wer ab 17. August 2020 einen Vertrag abschließt, erhält neben dem kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss zusätzlich noch die Inhouse-Installation im Wert von 399 Euro kostenfrei dazu. Zur Auswahl stehen Festnetzanschlüsse mit Telefon- und Internet-Flatrates mit bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde.



Was bringt Glasfaser?

Bisherige weit verbreitete kupferbasierte VDSL-Anschlüsse bieten Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 100 Megabit pro Sekunde. Glasfaser ist rund zehn Mal leistungsfähiger als der schnellste VDSL-Anschluss. Außerdem ist es weit weniger anfällig gegen äußere Störfaktoren und garantiert eine deutlich zuverlässigere Übertragungsqualität bis in den Gigabit-Bereich hinein.

Was passierte vor dem Projektstart am 16. Juli 2020?

Im Sommer 2017 wurden die Internetversorgung und Datennetztopologie im Dresdner Stadtgebiet untersucht. Parallel wurden alle Telekommunikationsunternehmen in einem Markterkundungsverfahren aufgefordert, ihre eigenen Ausbaupläne für die nächsten drei Jahre aufzuzeigen. Selbst unterversorgte Adressen sind nämlich nicht förderfähig, wenn ein privates Unternehmen einen betreffenden Netzausbau plant.

  • Die Ergebnisse dieser Analysen nutzte die Stadtverwaltung, um Fördermittel zum Breitband-Netzausbau bei Bund und Freistaat Sachsen zu beantragen. Sie waren auch Grundlage, für die öffentliche Vergabe der Stadtverwaltung für Netzplanung, - bau und -betrieb.
  • Im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens hat die Stadtverwaltung die Vodafone GmbH als Auftragnehmerin und Projektpartnerin gefunden. Der Beauftragung wurde durch den Stadtrat bestätigt.
  • Mit dem Erhalt der Förderbescheide von Bund und Freistaat Sachsen und der Finanzierungszusage des Dresdner Stadtrates für den städtischen Teil wurde die Gesamtfinanzierung gesichert. Der Vertrag mit der Vodafone GmbH konnte geschlossen werden. Das gemeinsame Projekt konnte beginnen.

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