Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/08/pm_114.php 17.08.2022 15:34:45 Uhr 03.10.2022 01:21:43 Uhr
Meldung vom 17.08.2022

Neues Quartalsblatt „Dresden in Zahlen“ jetzt erhältlich

Themen sind Bürgermeisterwahlen, Bevölkerung mit Migrationshintergrund und Kindeswohlgefährdung

Das jetzt erschienene vierte Quartalsblatt 2021 der Kommunalen Statistikstelle befasst sich mit den Bürgermeisterwahlen in Sachsen, der Entwicklung und Struktur der Dresdner Bevölkerung mit Migrationshintergrund und dem Thema Kindeswohlgefährdung. 
Die Ausgabe „Dresden in Zahlen – IV. Quartal 2021“ kann kostenfrei unter www.dresden.de/statistik heruntergeladen oder in gedruckter Form über die Kommunale Statistikstelle bestellt werden (Kontakt: Telefon 0351-4881100, E-Mail statistik@dresden.de).

Bürgermeisterwahlen in Sachsen – Oberbürgermeisterwahl in Dresden
Mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren sind Ende 2021 in sächsischen Städten und Gemeinden 419 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Einsatz. Knapp ein Drittel davon kandidierte als Einzelbewerber, fast genauso viele Kandidaten wurden von von der CDU gestellt – der Partei mit den meisten amtierenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in Sachsen. In diesem Jahr wird über das Bürgermeisteramt in über 200 sächsischen Städten und Gemeinden entschieden. So geschehen auch in Dresden. Im zweiten Wahlgang am 10. Juli 2022 bestätigten die Dresdnerinnen und Dresdner den seit 2015 amtierenden Oberbürgermeister Dirk Hilbert (Unabhängige Bürger für Dresden e. V.) mit 45,3 Prozent der Stimmen.

Entwicklung und Struktur der Bevölkerung mit Migrationshintergrund 2021
Seit 2005, dem Jahr der erstmaligen Berechnung des Migrationshintergrundes in Dresden, stieg der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Dresdner Bevölkerung. In den letzten Jahren nahm die Dynamik im Zuwachs des Ausländeranteils sogar deutlich zu. Gründe dafür liegen unter anderem an ausländischen Studierenden, deren Anteil seit dem Jahr 2000 um über 11 Prozentpunkte zunahm sowie an der geringen Bevölkerungsdynamik der Deutschen ohne Migrationshintergrund. Für 50 Prozent der Dresdner Bevölkerung mit Migrationshintergrund liegen die Bezugsländer in Europa. Menschen mit Migrationshintergrund aus Russland, Syrien und Polen sind in Dresden am häufigsten vertreten und verteilen sich besonders auf Stadtteile mit Plattenbaugebieten, mit Erstaufnahmeeinrichtungen und mit Studentenwohnheimen.

Kindeswohlgefährdung – Höchststand im Corona-Jahr 2020
Um 51 Prozent stiegen die Fälle von Kindeswohlgefährdung im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr an. Je jünger die Kinder, desto gefährdeter sind sie. Jeder vierte Fall betraf ein Kind unter 3 Jahren. Ab dem Alter von 12 Jahren sind Mädchen zunehmend betroffener als Jungen – ab 15 bis unter 18 Jahren fast doppelt so häufig. In 55,7 Prozent der Fälle stellte das Jugendamt Anzeichen von Vernachlässigung fest. Die Verdachtsmeldungen werden zunehmend aus dem nahen Umfeld angezeigt. 2020 prüfte das Jugendamt über 2.000 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung – nicht immer musste eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt werden.
Der Dresdner Kinder- und Jugendnotdienst bietet bei familiären Problemen und Krisen einen 24-Stunden Betreuungsdienst an, der unter 0351-2754004 telefonisch erreichbar ist. Weitere Informationen dazu gibt es hier:

https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/kinder-jugend-notdienst.php

Drucken