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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/04/pm_085.php 26.04.2022 16:05:34 Uhr 20.05.2022 19:40:46 Uhr
Meldung vom 26.04.2022

Erlweinpreis an Architekturbüro Peter Zirkel

Preis für besondere Bauvorhaben in Dresden für Johannstädter Wohn- und Geschäftshaus

Der Erste Bürgermeister Detlef Sittel verleiht heute, Dienstag, 26. April 2022 in der Johannstadthalle, Holbeinstraße 68 in Dresden den Erlweinpreis. Der Erlweinpreis 2020 mit einem Preisgeld von 10.000 Euro geht an das Bauprojekt „Wohn- und Geschäftshaus Johannstadt, Striesener Straße 31-33“ des Architekturbüros Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten, Dresden. Bauherr ist die WGJ Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG.
Moderiert wird die Veranstaltung von Till Schuster, Zentrum für Baukultur und Dr. Tom Schoper, Dresdner Architekt, beauftragt mit Erstellung der Gestaltungsleitlinie der Stadt Dresden. Für die musikalische Umrahmung sorgt CHOONS. Das sind Karoline Weidt, Gesang und Florian Schultz, elektrische Gitarre. Erstmalig wird dieses Jahr die Preisverleihung mit einer Dialog Veranstaltung „Gut und sozialverträglich Bauen“ kombiniert. Ziel ist, exemplarisch weitere Möglichkeiten aufzuzeigen, die für eine zukunftsfähige Stadtbildung wichtig sind: Nachhaltige Bauweisen, bezahlbare und qualitätsvolle Wohnungen, städtebauliche Raumbildung und das mit gelungener Baukultur.

Der Erlweinpreis wird seit dem 125. Geburtstag von Hans Erlwein 1997 aller vier Jahre verliehen. Zuletzt ging er 2016 an die ARGE Rieger Architektur GbR und ASD Architektur und Ingenieurbüro für das Projekt 81. Grundschule "Robert Weber". Neben dem Erlweinpreis werden Bauprojekte mit einer „Besonderen Anerkennung der Jury“ ohne Dotierung gewürdigt. Weitere Informationen unter www.dreden.de/Erlweinpreis

Für die Auszeichnung „Besondere Anerkennung der Jury“ sind folgende drei Projekte vorgesehen:
Bauprojekt Brühlsche Terrasse, Museum der Festung Dresden vom Architekturbüro Raum und Bau GmbH, Dresden. Bauherr ist der Freistaat Sachsen.
Bauprojekt Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium des Architekturbüros RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH, bestehend aus: AGZ Zimmermann Architekten GmbH und Architekturbüro Raum und Bau GmbH, Dresden. Bauherr ist die Landeshauptstadt Dresden.
Bauprojekt „Schwimmsportkomplex Freiberger Platz“ der Architekten ARGE SSK, bestehend aus: CODE UNIQUE Architekten GmbH und DÄHNE Architekten PartGmbB, Dresden. Bauherr ist die Dresdner Bäder GmbH.

Nach mehreren pandemiebedingten Verschiebungen beriet am 13. Oktober 2021 eine Jury, unter Leitung von Professor Jörg Joppien, Dekan an der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität Dresden. In der Jury entscheiden Vertretern des Stadtrates, der Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden, der Architektenkammer Sachsen, der Ingenieurkammer Sachsen, des Bundes Deutscher Architekten Sachsen und der Sächsischen Akademie der Künste, Klasse Baukunst, sowie der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften über die Vergabe des Preises und die „Besonderen Anerkennungen“. Der Fertigstellungstermin der Bauvorhaben musste zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2019 liegen. Insgesamt hatte die Jury 21 Projekte zu begutachten.

Bau- und Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn: „Ich freue mich über die einstimmige Wahl des Preisträgers und die drei Anerkennungen, weil sie exemplarisch für wichtige Bauaufgaben in einem anspruchsvollen städtebaulichen Kontext in der Landeshauptstadt Dresden stehen. Dazu zählen das Planen und Bauen in einem sensiblen, denkmalgeschützten Rahmen, die Konzeption und Errichtung von Gebäuden für Bildung und Sport sowie von Wohngebäuden. Besonders jedoch freue ich mich über die Preisträgerarbeit. Sie belegt, dass das sowohl im Äußeren als auch in der Struktur in hoher handwerklicher Qualität konzipierte und in einem städtebaulich heterogenen Umfeld nach diesen Plänen umgesetzte Gebäude einen wundervollen Beitrag zur stadträumlichen und funktionalen Konsolidierung leisten kann. Vor allem aber wird deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum nicht gleichzeitig ein billig anmutendes Äußeres haben muss. Mein Dank gilt dem Architekten Peter Zirkel und seinem Team sowie der Bauherrin, der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, für diesen Beleg, der uns und anderen Planerinnen und Planern, Bauherrinnen und Bauherren Beispiel und Ansporn sein soll.“

Hans Erlwein hat in seiner Wirkungszeit als Dresdner Stadtbaurat von 1904 bis 1914 zahlreiche Bauten für die Stadt entworfen und errichtet, mit denen er Maßstäbe für die gestalterische Bewältigung von Bauaufgaben für Profanbauten innerhalb eines sensiblen Stadtgefüges und deren Verknüpfung mit technischen Neuerungen im Industriebau setzte.
Der Erlweinpreis besteht aus einer Urkunde und einem Geldbetrag in Höhe von 10.000 Euro für die Architekten bzw. die Ingenieure sowie einer Plakette und einer Urkunde für die Bauherren. Für die „Besondere Anerkennung der Jury“ gibt es eine Urkunde ohne Dotierung für die Architekten bzw. die Ingenieure sowie die Bauherren.
In Würdigung seiner Verdienste um die architektonische Qualität von in der Öffentlichkeit wirksamen Bauten vergibt die Landeshauptstadt Dresden seit dem 125. Geburtstag von Hans Jacob Erlwein im Jahre 1997 einen Erlweinpreis. Im Jahr 2020 sollte dies bereits zum achten Mal geschehen.

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