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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/03/pm_042.php 24.03.2021 13:13:38 Uhr 01.12.2021 19:38:43 Uhr
Meldung vom 16.03.2021

Stadt dankt Dr. Joachim Klose für die Moderation der AG 13. Februar

Seit 2013 moderiert Dr. Joachim Klose die AG 13. Februar. Nach dem Gedenken anlässlich des 75. Jahrestages 2020 als erinnerungskultureller Höhepunkt mit zahlreichen Gedenkformaten, geht auch die Arbeit der AG 13. Februar in eine neue Phase. Dr. Joachim Klose möchte sich nach dem diesjährigen Gedenktag des 13. Februar nunmehr anderen Aufgaben zuwenden.

Dr. Klose: „Mit der AG 13. Februar ist der Stadt Dresden etwas gelungen, wofür uns viele Städte beneiden. Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche und politischer Haltungen traten zusammen, um sich um das Gemeinwesen zu kümmern, es zu befrieden und eine gemeinsame Antwort auf rechtsextremistische Provokationen und radikalen Gegenreaktionen zu finden. Aus anfänglich antagonistischen Meinungen und gegenseitiger Ablehnung hat sich im Laufe der Zeit eine Kultur der Wertschätzung unter ihren Mitgliedern gebildet, die auch in die Stadt ausstrahlte und sich auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt positiv auswirkte. Es war für mich ein Glück und eine Freude, die AG 13. Februar nach bestem Wissen und Gewissen moderieren gedurft zu haben. Für die weitere Arbeit und die Phase der Umstrukturierung der AG 13. Februar wünsche ich allen Beteiligten viel Erfolg.“

Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch: „Der 13. Februar in Dresden ist eine dauerhafte Herausforderung, solange es Versuche gibt, diesen Gedenktag für geschichtsrevisionistische Ideologien zu instrumentalisieren. Zwischen dem Bedürfnis des stillen Gedenkens und der Notwendigkeit zivilgesellschaftlichen Widerstands gegen Geschichtsverdreher die Prozesse und Diskussionen zu moderieren, bedurfte in den letzten Jahren besonderen diplomatischen Geschicks. Ich danke Dr. Klose deshalb für sein Engagement. Er hat als Moderator der AG 13. Februar in den letzten acht Jahren wesentlich zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in unserer Stadt beigetragen.“

Die AG 13. Februar wird sich noch im März in einem moderierten Workshop darüber verständigen, wie in der zukünftigen Arbeit und im Zusammenwirken mit der Landeshauptstadt Dresden die Akzente in der Erinnerungskultur seitens der AG gesetzt werden sollen.

Der 13. Februar stellt eine Zäsur in der Geschichte der Landeshauptstadt Dresden dar, deren Nachwirkungen bis in das 21. Jahrhundert wahrzunehmen sind. Im Zuge der Auseinandersetzungen um den 13. Februar und ein angemessenes Gedenken wurde die Arbeitsgruppe 13. Februar 2009 von Oberbürgermeisterin Helma Orosz berufen. Ziel war es, dass sich wichtige gesellschaftliche Gruppen und Institutionen in der Stadt auf ein gemeinsames Vorgehen am Jahrestag der Zerstörung Dresdens verständigen. Dies umfasst zum einen das Gedenken an Krieg und Zerstörung, zum anderen aber auch den Protest gegen Rechtsextreme, die den Tag für ihre menschenverachtende Ideologie missbrauchen wollen. Im Ergebnis gab es erstmals am 13. Februar 2010 eine Menschenkette durch die Dresdner Innenstadt. Sie setzte ein beeindruckendes Signal für Frieden und Versöhnung. Seitdem organisiert die AG 13. Februar die Menschenkette in der Dresdner Innenstadt und weitere dezentrale Gedenkveranstaltungen ihrer Mitglieder.

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