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19.09.2019

Neuer Landschaftsplan liegt aus

Bis 1. November im Umweltamt einsehen

Ab Montag, 30. September bis Freitag, 1. November 2019 liegt der Landschaftsplan von Dresden zur Einsicht im Umweltamt aus. Die öffentliche Bekanntmachung dazu steht im heutigen Dresdner Amtsblatt.

Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen erklärt dazu: „Mit dem strategischen Leitbild der ,kompakten Stadt im ökologischen Netz‘ formuliert der Landschaftsplan Impulse und Leitlinien für die gesamte städtebauliche Entwicklung. Dieses Leitbild stellt für die nächsten Generationen die Ziele der ökologischen Entwicklung dar. Das darauf aufbauende Entwicklungs- und Maßnahmenkonzept umfasst die jetzt bekannten Anforderungen für die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte. Der Landschaftsplan unterstützt dadurch maßgeblich das Ziel der nachhaltigen Stadtentwicklung“.

Wozu gibt es überhaupt einen Landschaftsplan?

Dresden ist eine einzigartige Stadt mit einer reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft. Das schätzen sowohl die Menschen, die hier leben, als auch die Gäste der Stadt. Den Landschaftsplan erarbeitet die Stadt zum Schutz und zur Bewahrung der Natur und Landschaft. Er fußt auf einer Vielzahl europäischer, bundesweiter und sächsischer Vorgaben und Gesetze. Ein Teil des Planes ist eine gründliche Bestandsaufnahme der Umwelt. Er beinhaltet gleichfalls ein planerisches Gesamtkonzept für die Entwicklung von Natur und Landschaft, auch innerhalb der Siedlungsgebiete. Er soll nachhaltig und dauerhaft dafür sorgen, dass der Naturhaushalt auch als Grundlage für das Leben der Menschen funktioniert und das Landschaftsbild nicht beschädigt wird.

So ist der Landschaftsplan zugleich Fachplan des Naturschutzes, ökologische Grundlage für die Bauleitplanung, Grundlage für die Bewertung und den Ausgleich von Eingriffen in den Naturhaushalt sowie Maßstab für die Bewertung der Umweltverträglichkeit von Planungen und Projekten. Umgesetzt werden die Ziele und Inhalte des Landschaftsplanes, indem sie in anderen Planungen und Bauvorhaben berücksichtigt werden. Außerdem können die Dresdnerinnen und Dresdner bei einer Vielzahl der im Land­schaftsplan angeregten Maßnahmen mitwirken. Das geht beispielsweise im Rahmen der Aktivitäten von Naturschutz-, Heimatschutz- oder Kleingartenverbänden sowie als private Flächennutzer und -bewirtschafter.

Warum ein neuer Landschaftsplan?

Mit dem Stadtratsbeschluss 2018 fand ein langer mehrstufiger Planungsprozess seinen Abschluss. Der bisher geltende Landschaftsplan war 1997 beschlossen worden. Seitdem ist Dresden gewachsen. Es wuchs in der Fläche. Mehrere, eher ländlich geprägte Umlandgemeinden gehören jetzt zur Landeshauptstadt. Zum anderen stieg die Bevölkerungszahl, denn nach der Jahrtausendwende kehrte sich der Prozess der Bevölkerungsabwanderung um. Dresden gehört jetzt zu den wenigen, stark wachsenden Kommunen Ostdeutschlands.

Fachbürgermeisterin Eva Jähnigen ergänzt: „Demografische Entwicklung, globalisierte Wirtschaft, Ressourcenverknappung und neue Bedingungen in der städtebaulichen Entwicklung beeinflussen das städtische Ökosystem. Der Klimawandel wirkt stark auf das Stadtklima und damit auf unsere Lebensbedingungen. Die Klimaänderungen haben Auswirkungen auf Arten und Biotope, den Wasserhaushalt und den Boden. Neben den langfristig wirkenden Klimaänderungen, nimmt die Häufigkeit von Extremereignissen wie Starkregen oder Hitzeperioden zu. Vor diesem Hintergrund wurden die Ziele des ursprünglichen Landschaftsplanes neu bewertet und angepasst“.

Der Landschaftsplan sowie alle zugehörigen Unterlagen und Informationen können online unter www.dresden.de/landschaftsplan eingesehen werden. Im Themenstadtplan unter stadtplan.dresden.de, Thema Landschaftsplanung, sind die Maßnahmen als interaktive Karte veranschaulicht.

Auslage zur Einsicht im Umweltamt: Grunaer Straße 2, 01069 Dresden, Raum N110 im 1. Obergeschoss, während folgender Sprechzeiten: Montag und Freitag von 9 bis12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.

Der aktuelle Landschaftsplan wurde im Mai 2018 vom Stadtrat beschlossen. Gemäß Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) ist der Landschaftsplan öffentlich bekannt zu machen.

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