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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/01/pm_043.php 23.01.2018 12:48:33 Uhr 17.10.2018 17:16:53 Uhr
19.01.2018

Zusätzliche Flächen für Gründer und Technologieunternehmen im Nanocenter

Freistaat Sachsen kauft für 2,1 Millionen Euro Gebäude des Nanocenters

Im Technologie- und Gründerzentrum Nanocenter auf der Maria-Reiche-Straße nahe des Dresdner Flughafens entstehen derzeit neue Gewerbeflächen für Gründer und Technologieunternehmen. „Um die Ansiedlung weiterer Startups und technologieorientierter Unternehmen zu ermöglichen, investieren wir aktuell 4,5 Millionen Euro in den Ausbau von zusätzlich 2 000 Quadratmetern. Wir schaffen die speziell benötigte Infrastruktur wie Druckluft, Vakuum, Lüftung und Kühlung, Spezialgase, ableitfähige Fußböden und Drehstromanschlüsse. Und natürlich auch schnelle Breitband-Internetanschlüsse“, erläutert Steffen Rietzschel, Geschäftsführer der NanoelektronikZentrumDresden GmbH, die das Nanocenter betreibt. Ende des dritten Quartals 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Interessenten können und sollten sich schon jetzt melden. Die Nachfrage ist groß“, so Rietzschel. Die Mieter profitieren im Nanocenter nicht nur von der technischen Infrastruktur, sondern auch von kostenfreien Beratungen zu Fördermitteln und Finanzierungsmöglichkeiten sowie der Möglichkeit, kostenlos Beratungs- und Konferenzräume im Objekt zu nutzen. Das Bauvorhaben wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ durch den Freistaat Sachsen gefördert. Das Technologie- und Gründerzentrum auf der Maria-Reiche-Straße beherbergt derzeit 22 Unternehmen. Das Gebäude Haus 1 ist nahezu vollständig ausgelastet. Auch im Gebäudekomplex Haus 3 ist die derzeit nutzbare Fläche von 1 500 Quadratmetern belegt.

Der Staatsbetrieb Zentrales Flächenmanagement Sachsen (ZFM) hat für den Freistaat Sachsen zwei Gebäude an der Maria-Reiche-Straße im Wert von 2,1 Millionen Euro gekauft. Die Gebäude werden der Fraunhofer-Gesellschaft überlassen und von drei Fraunhofer-Instituten genutzt (Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS, Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS sowie Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP). „Der Erwerb der Häuser 5 und 7 durch den Staatsbetrieb ZFM eröffnet neue Möglichkeiten für zukünftiges Wachstum, weiteren Ausbau und zusätzliche Forschungskooperationen der Fraunhofer-Institute. Das beflügelt und intensiviert auch die Zusammenarbeit mit dem Technologie- und Gründerzentrum“, freut sich Prof. Dr.-Ing. Hubert Lakner, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme. Mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen und der Bundesrepublik Deutschland hat die Fraunhofer-Gesellschaft am Standort Maria-Reiche-Straße bereits mehr als 120 Millionen Euro in Gebäude und Ausstattung investiert. „Mit dem Grundstückskauf festigt der Freistaat Sachsen Dresdens Rolle als Mikroelektronikstandort mit weltweiter Bedeutung“, unterstreicht Stefan Wagner, kommissarischer Geschäftsführer des Staatsbetriebs ZFM.

Dresden ist der größte Halbleiterstandort Europas. Besonders im Norden der sächsischen Landehauptstadt konzentrieren sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Mikroelektronik und Nano-technologie. Hier befinden sich die Schwergewichte der Branche wie Infineon, Globalfoundries, X-FAB und IDT. „Der Dresdner Norden ist ein attraktiver Standort, der Spitzenforschung und innovative Entwicklungen begünstigt“, sagt Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. Auch bei der jüngsten Ansiedlung von Bosch habe die Nähe zu Forschungseinrichtungen und die Expertise der ansässigen Unternehmen eine entscheidende Rolle gespielt, so Franke weiter.

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