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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/05/pm_067.php 19.05.2017 13:51:31 Uhr 17.08.2017 01:42:11 Uhr
16.05.2017

Eine neue Kultur des Miteinanders

Kulturhauptstadtbüro sucht Orte, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern

„Dresden ist keine Ausnahme. In vielen europäischen Städten gibt es Debatten, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Im Unterschied zu anderen stehen wir aber inzwischen als europaweites Symbol für die derzeitigen gesellschaftlichen Herausforderungen“, so die Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch. „Gleichzeitig hat Dresden den Ruf einer europäischen Kunst- und Kulturstadt. Da liegt es auf der Hand, mit den eigenen Stärken daran zu arbeiten, vorhandene Schwächen zu überwinden. Während Mitbewerber den Titel eher nach Imagegesichtspunkten betrachten, versteht Dresden die Bewerbung als Stipendium für die Stadtgesellschaft.“

In einer ersten Beteiligungsrunde zur Kulturhauptstadt hatten viele Dresdnerinnen und Dresdner die Polarisierung in der Stadt problematisiert.

„Die Überschrift für die Bewerbung ist ganz klar: Eine neue Kultur des Miteinanders! Wir führen in Dresden eine Debatte darüber, ob man mit Kunst und Kultur europaweit eine neue Kultur des Miteinanders schaffen kann“, so die Bürgermeisterin. Dies könne nicht nur Dresden positiv verändern, sondern auch auf andere europäische Städte ausstrahlen, die vor ähnlichen Herausforderungen stünden.  

Neben gesellschaftlichem Zusammenhalt wurden bei der Frage nach dem Kulturbegriff konkrete Orte und Plätze genannt. Daher läge es auf der Hand, diese Dinge miteinander zu verknüpfen, so der Leiter des Kulturhauptstadtbüros, Stephan Hoffmann. „Die Frage, wie der öffentliche Raum gestaltet sein muss, um Zusammenhalt zu fördern, ist daher Inhalt der nächsten Beteiligungsrunde des Kulturhauptstadtbüros. Ziel ist es, in den vielen Dresdner Stadtteilen und Ortschaften Plätze und Orte zu finden, an denen ganz unterschiedliche Menschen zusammen kommen können“, so Hoffmann.

In einem ersten Schritt sucht das Kulturhauptstadtbüro von Mai bis September 2017 unter der Überschrift "STADT / FEST / KULTUR" auf den vielen Stadt- und Ortschafts-Festen das Gespräch mit den Dresdnerinnen und Dresdnern. Welche Orte sind ihnen wichtig? Wie können sie weiterentwickelt werden? Und was braucht es dort, um mit Kunst und Kultur ganz unterschiedliche Menschen zusammenzubringen? Zweitens wird es Veranstaltungen geben, bei denen es um ganz konkrete Orte, wie beispielsweise die Robotron-Kantine, das Sachsenbad oder der Fernsehturm, und deren Entwicklungspotential geht. Ergänzt wird die Beteiligungsrunde ab Herbst 2017 mit einer Online-Debatte. Wie in der ersten Beteiligungsrunde sollen auf dieser Grundlage Pilotprojekte ausgeschrieben werden.

Die nächsten Termine der Tour "STADT / FEST / KULTUR" des Kulturhauptstadtbüros: Freitag, 27.-28. Mai 2017: Sankt Pieschen, Sonntag, 11. Juni 2017: Westhangfest und Sonntag, 25. Juni 2017: Elbhangfest.

Die Dresdnerinnen und Dresdner wurden in einer ersten Befragung nach ihrem Kulturbegriff sowie nach den Stärken und Schwächen Dresdens gefragt. Darauf aufbauend schrieb das Kulturhauptstadtbüro das Projekt „10 x 2025 Euro für 2025“ aus. Ziel war es, neue Ideen auszuprobieren, die mit Blick auf das Jahr 2025 für ein größeres Vorhaben weiterentwickelt werden können. Insgesamt wurden 13 Projekte ausgewählt, die auf kreative und ungewöhnliche Art und Weise die lokale Identität und die natürlichen Ressourcen der Stadt in den Blick nehmen, das gesellschaftliche Miteinander anregen oder Zukunftsvisionen für eine Stadt im Wandel entwerfen.

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