Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/veranstaltungen/Vortraege.php 05.05.2026 11:29:11 Uhr 09.06.2026 11:19:45 Uhr

Vorträge / Lesungen / Präsentationen

Rückblick

Dreiecksnetz des Königreich Sachsen
Dreiecksnetz des Königreich Sachsen

28. April 2026 | Vortrag

Königlich-sächsische Triangulation 1862 bis 1890 - Eine aktuelle Zeitreise in die Vergangenheit der Landesvermessung im Königreich Sachsen

Im Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 wurden große Anstrengungen in der Verbesserung der Kartengrundlagen für Mitteleuropa unternommen. Preußen initiierte die Mitteleuropäische Gradvermessung, der sich 1862 Sachsen anschloss und ab 1864 ein Dreiecksnetz mit insgesamt 36 Stationen als Messpunkten errichtete. Zu diesen gehören unter anderem die Stationen Keulenberg, Valtenberg und Kahleberg. Fast gleichzeitig wurde durch die Königlich-Sächsische Triangulation das Vermessungsnetz mit weiteren 122 Stationen verdichtet. Zu diesen gehören unter anderem der Rothstein, Wahnsdorf, Cottaer Spitzberg und Strohmberg.

Im Vortrag wurde dargestellt, was unter einer Triangulation zu verstehen ist und welche Messverfahren dafür angewandt wurden. Weiterhin wurden die geistigen Köpfe der Triangulation vorgestellt und erklärt, was im Anschluss geschah.

Fragment einer hebräischen Pergamenthandschrift des 13. Jahrhunderts als Einband für Gerichtsprotokolle der Jahre 1617-1621
Fragment einer hebräischen Pergamenthandschrift des 13. Jahrhunderts als Einband für Gerichtsprotokolle der Jahre 1617-1621

21. April 2026 | Vortrag

Hebräische und aramäische Einbandfragmente in deutschen Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Im Zuge wissenschaftlicher Untersuchungen der Bestände des historischen Ratsarchivs wurde in einem Akteneinband des 17. Jahrhunderts ein hebräisches Handschriftenfragment entdeckt, dessen Ursprung und Inhalt inzwischen entschlüsselt werden konnten.

Andreas Lehnardt berichtete vom Fund eines hebräischen Handschriftenfragmentes auf Pergament aus dem 13. Jahrhundert im Dresdner Stadtarchiv im Jahr 2024. Es ist die Abschrift eines Kommentars des jüdischen Gelehrten Menahem Ben Shlomo zum Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Die Rätsel um dieses wichtige Zeugnis jüdischen Lebens in Dresden werden im Vortrag beleuchtet.

Der Vortrag fand im Rahmen von TACHELES - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 statt.

 

Buchcover: Das halbe Leben ganz
Buchcover: Das halbe Leben ganz
10. Februar 2026 | Lesung

Das halbe Leben ganz

Neun Dresdner Frauen, die sich seit vielen Jahren zu einer Erzähl- und Schreibgruppe zusammengefunden haben, stand neben vielen anderen verbindenden Elementen eine wesentliche biografische Gemeinsamkeit im Mittelpunkt: das Leben in der DDR. Von frühester Kindheit an bis ins mittlere Erwachsenenalter bildete dieses Land den Rahmen, in dem sie sich entwickelten, Prägungen erfuhren, Pläne verwirklichten oder aufgaben, Begrenzungen wahrnahmen und – jede auf ihre Weise – manchmal überwanden.

Die Lesung gibt über die verschiedenen Lebenswege Auskunft, was ihre Kindheit prägte, wovon sie träumten, was sie antrieb und politisch bewegte. Denn all diese persönlichen Erfahrungen werden im Buch besprochen. Denn ungeachtet der gemeinsamen Sozialisationserfahrungen treten auch Kontraste zutage. Von einer Gleichförmigkeit der Lebenswege kann keine Rede sein. Alle neun Frauen haben ihren Weg zu sich selbst, wenn auch auf Umwegen, gefunden.

Weihnachtsbuden am Goldenen Reiter, ca. 1910; Richard Lanzendorf
Weihnachtsbuden am Goldenen Reiter, ca. 1910; Richard Lanzendorf
24. November 2025 | Lesung

Vorweihnachtliche Lesung im Stadtarchiv

Die Lesung in vorweihnachtlicher Atmosphäre ermöglicht allen Interessierten, Neues, Vergessenes, aber auch Wissenswertes und Kurioses aus der Dresdner Stadtgeschichte zu erfahren. Dazu gehören insbesondere spannende Geschichte(n) über Produktpiraten auf dem Striezelmarkt, Schlittenfahrten von August den Starken im winterlichen Dresden, Gebäcktraditionen wie das beliebte Russisch Brot und ein mehrgängiges Weihnachtsmenü im Hotel Bellevue, die von den Autorinnen und Autoren gelesen werden.

Das neue Buch „in civitate nostra Dreseden“ ist limitiert nur im Stadtarchiv und im Museumshop des Stadtmuseums erhältlich. In der Publikation sind 46 Beiträge auf 204 Seiten enthalten. Ausführliche Informationen zum Verkauf des Buches finden Sie unter: www.dresden.de/stadtarchiv-buch.

Titel des Dresdner Heft 162
Titel des Dresdner Heft 162
8. September 2025 | Buchpräsentation

Ein Blick in Dresdner Archive

Das neue Dresdner Heft 162 " Sammeln, Bewahren, Erforschen. Ein Blick in Dresdner Archive" bietet genau das: Einen Blick in Dresdner Archive und ihre Bestände. Denn tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Archiven, die in der Landeshauptstadt Archivgut sammeln, bewahren und auch erforschen. Dass nicht alles an einem Ort gesammelt wird, entspricht neben den gesetzlichen Regelungen vor allem einer institutionellen Ordnungslogik, die hilft den ein oder anderen Archivschatz überhaupt zu finden. Drehen Sie am Rollregal und öffnen Sie den Archivkarton und tauchen Sie ein in die Objekte, die Bilder, Tonträger, Bücher und Akten. Die zwölf Autorinnen und Autoren nehmen Sie mit. Es lohnt sich.

Buchcover: „Man kann die Liebe nicht stärker erleben“ Thomas Mann und Paul Ehrenberg
Buchcover: „Man kann die Liebe nicht stärker erleben“ Thomas Mann und Paul Ehrenberg
17. Juni 2025 | Lesung

„Man kann die Liebe nicht stärker erleben“ Thomas Mann und Paul Ehrenberg

Das Buch erzählt erstmals ausführlich und lebendig von der intensiven Freundschaft Thomas Manns zu dem Maler Paul Ehrenberg. Thomas Mann war nicht immer der strenge Großmeister der deutschen Literatur. Als junger Mann konnte er albern und übermütig sein – vor allem, wenn er mit seinem Dresdener Freund Paul Ehrenberg zusammen war. Der junge Tiermaler nimmt ihn mit in Kaffeehäuser, begleitet ihn auf Radtouren, feiert mit ihm Fasching auf den Schwabinger Bauernbällen – für den Lübecker Patriziersohn eine neue Erfahrung von Leichtigkeit und Lebenslust. Vielleicht findet er bei Paul – den er seine „zentrale Herzenserfahrung“ nennt – sogar körperliche Nähe, wie ein neuer Blick auf die Quellen zeigt.

Paul Ehrenberg, der bei Urlauben in seiner Dresdener Heimat viel Zeit in der Blasewitzer Villa der Familie Distel verbringt – inspiriert Thomas Mann zu literarischen Figuren wie Tonio Kröger und dem Geiger Rudi Schwerdtfeger in Doktor Faustus. Mehrere Jahre hält diese enge Freundschaft an. Aber auch danach behalten beide füreinander große Bedeutung – selbst als sich die Wege 1933 trennen: Paul bleibt in Deutschland und arrangiert sich mit den Nationalsozialisten, Thomas geht ins Exil.

Wie die Lebenswege der beiden im Einzelnen verlaufen, wird von Oliver Fischer detailliert beschrieben. Auf diese Weise entsteht nicht nur ein neuer Blick auf die beiden Männer, sondern zugleich das eindrückliche Bild einer ganzen Epoche. 

Rahmenprogramm zur Ausstellung: Neue verborgene Geschichte(n) aus dem Stadtarchiv

Anmeldung Jacobine Baums beim Gewerbeamt der Stadt Dresden, 1887
Anmeldung Jacobine Baums beim Gewerbeamt der Stadt Dresden, 1887
26. Mai 2025 | Vortrag

Dörthe Schimke: Das Geschäft mit dem Gesinde. Private Stellenvermittlungen für häusliches Dienstpersonal in Dresden um 1900

Private Stellenvermittlungen für häusliches Dienstpersonal in Dresden um 1900“ von Dörthe Schimke in das Stadtarchiv ein. Eine Köchin, ein Dienstmädchen oder einen Kutscher zu beschäftigten, gehörte im 19. Jahrhundert in bürgerlichen Familien zum guten Ton. In Großstädten wie Dresden konnte die Suche nach einem geeigneten Dienstmädchen angesichts der großen Nachfrage nach Hauspersonal kompliziert werden. Die von bürgerlicher Seite viel beklagte Dienstbotennot zur Tugend machten die sogenannten Gesindebüros, private Stellenvermittlungen, die sich auf häusliches Personal spezialisiert hatten. Die reiche Überlieferung des Dresdner Stadtarchivs ermöglicht Einblicke in ein heute vergessenes, damals jedoch allgegenwärtiges und manchmal zwielichtiges Gewerbe - ein Kapitel der Dresdner Stadtgeschichte, dem der Vortrag nachgehen wird.

Diese und weitere Geschichten aus dem Dresdner Stadtarchiv finden Sie auch in der neuen Publikation „in civitate nostra Dreseden“: Verborgenes aus dem Stadtarchiv, Zweites Buch, die im Januar 2025 erschienen ist. Die limitierte Auflage ist exklusiv nur über das Stadtarchiv Dresden erhältlich. Weitere Informationen zum Buchverkauf finden Sie unter: www.dresden.de/stadtarchiv.

Kochbuch "Die Dresdner Köchin" mit Widmung von Johann Friedrich Baumann
Kochbuch "Die Dresdner Köchin" mit Widmung von Johann Friedrich Baumann
12. Mai 2025 | Vortrag

Prof. Josef Matzerath: Dresdner Koch und Dresdner Köchin. Johann Friedrich Baumanns hohe Kochkunst und häusliche Küche

Welche Küche rechnete man im 19. Jahrhundert einem Koch und welche einer Köchin zu? Wer beschäftigte einen Koch, wer eine Köchin? Ließ sich daran auch der gesellschaftliche Status des Arbeitgebers ablesen?

Der Koch Johann Friedrich Baumann veröffentlichte 1830 das Kochbuch „Der Dresdener Koch“. Das war ein zweibändiges Werk mit 969 Seiten. Als derselbe Autor 1844 ein Buch „Die Dresdener Köchin“ erschien ließ, umfasst es nur 343 Seiten. Wie erklärt sich der unterschiedliche Umfang? Wer war der Verfasser dieser beiden Werke? Wie lässt sich Baumanns Küche charakterisieren und mit welchen technischen Mitteln war sie damals umsetzbar?  Der Vortrag führt ein in die feine kulinarische Welt Dresdens während des Vormärz. Die Stadtgesellschaft pflegte teils eine gehobene und teils eine exquisite Tafelkultur.

Akte mit der Beschwerde von Herrn Petzsch über gestohlene Hundeleichen
Akte mit der Beschwerde von Herrn Petzsch über gestohlene Hundeleichen
28. April 2025 | Vortrag

Dr. Stefan Beckert: Warum Herr Petzsch sich über gestohlene Hundeleichen beklagt?

Ein Beschwerdebrief des Dresdner Scharfrichters Johann Petzsch wirft ein überraschend alltägliches Problem in der Residenzstadt Augusts des Starken auf: den Diebstahl von Hundekadavern. Der Vortrag nimmt Sie mit auf einen Streifzug durch das soziale Gefüge des barocken Dresdens, durch die Nebentätigkeiten städtischer Bediensteter und die Rivalitäten zwischen Bettelvögten und Scharfrichtern.

Stefan Beckert ist Forschungsstipendiat der SLUB Dresden (Abteilung Alte Handschriften und Drucke) und arbeitet im Rahmen des Digital History Projekts "Herrschaft Vermessen" mit den Hofdiarien Kurfürst Johann Georgs II. von Sachsen. Seine Promotion erschien unter dem Titel „Duell unter Abwesenden. Die Druckschriftenfehde um Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig vor der Reichsöffentlichkeit (1538–1542).                                                                                                                              

Der Eintritt ist kostenfrei

Schmuckblatt der Menü-Karte des Restaurant „Elbterrasse“ des Interhotels „Bellevue“
Schmuckblatt der Menü-Karte des Restaurant „Elbterrasse“ des Interhotels „Bellevue“
14. April 2025 | Vortrag

Annemarie Niering: Spitzenküche in der DDR. Die Restaurants des Interhotels "Bellevue"

Anlässlich der Wiedereröffnung der Semperoper im Februar 1985 gewährte das neu gebaute Interhotel „Bellevue“ der geladenen Prominenz einen exklusiven Aufenthalt. Zu dem Fünf-Sterne-Hotel gehörten neun Restaurants, in denen vor allem die devisenzahlenden Gäste beim Speisen-Angebot auf ihre Kosten kamen. Vor allem der Anspruch des französischen Restaurants „Canaletto“ nach den Grundzügen der „Nouvelle Cuisine“ zu kochen, stellte eine Besonderheit dar.

Annemarie Niering wird im Vortrag einen Einblick in die bisher für die DDR-Zeit kaum untersuchten ernährungsgeschichtlichen Bereiche der gehobenen und exquisiten Küche geben.

Im Fokus stehen dabei die Einordnung des Hotels „Bellevue“ in das System der DDR-Gastronomie, die Überlieferung der Unterlagen sowie deren Bedeutung für die Dresdner Restaurantlandschaft Ende der 1980-er Jahre.

Himmelskratzer“ auf dem Altmarkt, Arthur Fritzsche, 1911
Himmelskratzer“ auf dem Altmarkt, Arthur Fritzsche, 1911
7. April 2025 | Vortrag

Carola Schauer: „Gross-Dresden und Himmelskratzer auf dem Altmarkt“

Unter dem Schlagwort „Gross-Dresden“ gerieten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Stadterweiterungspläne in den Fokus. Mit der ersten großen Eingemeindungswelle vom 1. Januar 1903 verdoppelte sich das Stadtgebiet und Dresden kam damit flächenmäßig auf Platz acht unter den deutschen Großstädten. Noch größer dachte er sich die Stadterweiterung der Dresdner Architekt Arthur Fritzsche. Seine Vision von „Gross-Dresden“ veröffentlichte am 13. August 1905. Fritzsche zielte darauf ab, breite Bevölkerungskreise von seiner Idee zu begeistern, einen Verband der Elbtalgemeinden von Pirna bis Meißen zu gründen.

Die Archivdirektorin Carola Schauer wird im Vortrag auf die Ideen von Arthur Fritzsche zur stadtplanerischen Entwicklung Dresdens eingehen. Seine Vision von Himmelskratzern in der Altstadt insbesondere um den Altmarkt sorgte in Dresden für reichlich Diskussionen. Vor diesem Hintergrund werden zudem die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aspekte der fortschreitenden Stadtplanung in Blick genommen.

Fragment eines Antiphonars aus dem 15. Jahrhundert
Fragment eines Antiphonars aus dem 15. Jahrhundert
31. März 2025 | Vortrag

Dr. Stefan Dornheim: Mittelalterliche Buchkultur recycelt. Handschriftenfragmente als Einbände frühneuzeitlicher Archivalien

Im Rahmen kontinuierlicher Bestandserschließungen sind bereits in der Vergangenheit vereinzelt Fragmente spätmittelalterlicher Pergamenthandschriften aus der Zeit zwischen ca. 1200 und 1500 aufgefallen. Eine systematische Recherche konnte inzwischen bereits rund 70 Fragmente feststellen, welche zwischen 1550 und 1670 als repräsentative Buch- und Akteneinbände recycelt worden sind. Nahezu sämtliche Fragmente entstammen einem geistlichen Kontext. Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit den Dresdner Kirchen und Orden zuzuordnen und nach Einführung der Reformation schrittweise makuliert und buchbinderisch weiterverarbeitet worden. Medien und Texte dieser Art sind in protestantischen Regionen wie Sachsen konfessionsbedingt nahezu vollständig verloren gegangen.

Dr. Stefan Dornheim wird im Vortrag auf die Grundzüge der Dresdner Klostergeschichte und die Verwendung der originären Dokumente eingehen. Im Fokus stehen dabei die Herkunft, die Überlieferung der Unterlagen sowie deren Bedeutung für die gegenwärtige Geschichtsforschung.

Werbeanzeige zu Hermann Präuschers anatomischem Museum
Werbeanzeige zu Hermann Präuschers anatomischem Museum

Vortrag: 10. März 2025, 18 Uhr

Dr. Sylvia Drebinger-Pieper: "Hermann Präuschers ›Anatomisches, pathologisches und ethnologisches Museum‹ zu Gast in Dresden"

1870 beehrte Präuschers „allwärts rühmlichst bekannntes anatomisches Museum“ das Dresdner Gewandhaus. Dabei handelte es sich um ein Wachsfigurenkabinett, das vor allem modellierte Persönlichkeiten darstellte. Die vielfältige Sammlung zeigte Personen aus der Vergangenheit und Gegenwart, aus Märchen, aus exotischen Ländern und aus der Geschichte des Verbrechens. Darunter befanden sich zudem Präparate, die neben krankhaften Zuständen des Menschen auch Marter- und Folterwerkzeuge bei deren Einsatz demonstrierten.

Dr. Sylvia Drebinger-Pieper wird im Vortrag auf die zeitgenössische Faszination an den drastischen Darstellungen und die Besuche entsprechender Unterhaltungsformate eingehen. Die Beliebtheit entsprechender Veranstaltungen reiht sich nahtlos ein in die anthropologische Konstante von der Lust am Beschauen des Schrecklichen.

Zeichnung des neuen dreigeschossigen Hauses an der Reicker Straße, Bruno Just, 1922
Zeichnung des neuen dreigeschossigen Hauses an der Reicker Straße, Bruno Just, 1922
10. Februar 2025 | Vortrag

Dr. Marco Iwanzeck: "Formen der Moderne. Die Siedlung der Heimstätten-Genossenschaft Dresden Reick“

Die Siedlung der Heimstätten-Genossenschaft Dresden Reick feiert 2025 ihr 100-jähriges Jubiläum. Obwohl der Startschuss für das Projekt bereits 1919 fiel, erhielt der Baufortschritt der Siedlung im Jahr 1925 einen besonderen Schub, da im selben Jahr die „Vierte Jahresschau“ mit dem Thema ›Wohnung und Siedlung‹ in Dresden stattfand. Namhafte Dresdner Architekturbüros, wie Schilling & Graebner, waren an der Errichtung der Mustersiedlung in Reick beteiligt.

Dr. Marco Iwanzeck wird im Vortrag auf die Gründung der Genossenschaft im Jahr 1919 und die schwierigen Bedingungen zu Beginn der 1920er Jahre eingehen. Thematisiert werden zudem der Baustart 1925 sowie die am Bau beteiligten Architekten, die der Siedlung letztendlich ihr Gesicht gegeben haben.

Beiträge einer Artikelreihe zu vietnamesischen Werktätigen aus der Betriebszeitung „Funke“
Beiträge einer Artikelreihe zu vietnamesischen Werktätigen aus der Betriebszeitung „Funke“;

Vortrag: 27. Januar 2025, 18 Uhr

Prof. Thomas Kübler: "Von dort nach hier – Vertragsarbeiter in Dresden"

Ostdeutschland besitzt eine beständige Migrationsgeschichte. Vertragsarbeiter und Vertragsarbeiterinnen zum Beispiel aus Vietnam, Mosambik und Polen förderten Kohle in der Lausitz oder arbeiteten in den Volkseigenen Betrieben. Aufgrund bilateraler Regierungsvereinbarungen der DDR mit Ländern des sozialistischen Weltsystems und Entwicklungsländern mit sozialistischer Orientierung erreichten ausländische Werktätige auch Dresden und arbeiteten dann beispielsweise bei Polypack oder Robotron. Die Menschen kamen für eine Ausbildung oder einen der raren Studienplätze in die DDR. Andere wiederum flüchteten vor politischer Verfolgung.

Prof. Thomas Kübler wird im Vortrag über seine Erinnerungen mit befreundeten Vertragsarbeitern aus den 1980er-Jahren berichten. Neben der Retrospektive schildert Prof. Kübler anhand der Aktenbestände des Stadtarchivs Dresden die Zusammenarbeit der damaligen Betriebe mit den "ausländischen Werktätigen" und die damit verbundenen Aufgaben.

Podiumsgespräch: “Starke Frauen” und andere Klischees. Wie Sprache die Wahrnehmung von Frauen und ihren Leistungen beeinflusst, mit Anna Groß (MaLisa Stiftung)

Am 18. Juni 2024

Veranstalter: Frauenstadtarchiv und das Stadtarchiv Dresden

Lesung: „Aus meinem Leben“ im Stadtarchiv Dresden

30. Mai 2024

Referent: Prof. Jobst Henke

Stadtbildfotografie - Führung und Gespräch

22. Januar 2024

Veranstalter: Dresdner Geschichtsverein