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https://www.dresden.de/de/kultur/kunst-und-kultur/fachkommission-historische-persoenlichkeiten.php 15.01.2024 10:27:56 Uhr 12.04.2024 22:35:35 Uhr

Fachkommission historische Persönlichkeiten

Die Landeshauptstadt Dresden hat sich zum Ziel gesetzt, den Erhalt historischer Grabstätten verstärkt zu fördern. Hierfür wurde auf Beschluss des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 8. März 2022 eine Fachkommission ins Leben gerufen und mit der Würdigung, Einordnung und Kontextualisierung bedeutsamer Persönlichkeiten der Stadtgeschichte beauftragt, um den Katalog historischer Gräber in der Landeshauptstadt Dresden zu aktualisieren und fortzuschreiben. Die Empfehlungen der Kommission werden zur weiteren Entscheidung an die Gremien des Stadtrates gegeben und danach veröffentlicht. Die Geschäftsführung für die Kommission obliegt dem Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Portrait von Frau Dr. Birgit Sack
Dr. Birgit Sack, Leiterin der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden / Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Die Fachkommission, die am 3. März ihre Arbeit aufgenommen hat, steht unter der Leitung von Dr. Birgit Sack, Leiterin der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden / Stiftung Sächsische Gedenkstätten und wurde einstimmig zur Vorsitzenden der Kommission gewählt.

„Dresden bekennt sich zu den Friedhöfen als Orten der Trauer, als wertvollem Kulturgut, als Begegnungsräumen und Erinnerungs- und Lernorten. Es ist gut und richtig, dass Dresden nun dem Vorbild anderer Städte folgt und die historischen Gräber auf den städtischen und kommunalen Friedhöfen einer fachlichen Überprüfung unterzieht. Die Frage, welche Grabstätten als erhaltenswert gelten, wird zu unterschiedlichen Zeiten verschieden bewertet. Auch heute werden Persönlichkeiten insbesondere der jüngeren Geschichte kontrovers eingeschätzt, je nachdem wie ihre Verdienste und Verstrickungen gewichtet werden. Die Einsetzung einer Kommission zeigt, dass Dresden sich für eine offene und transparente Auseinandersetzung mit allen Facetten seiner Geschichte engagiert. Die Kommission möchte diese möglicherweise schmerzlichen, aber notwendigen Diskurse fördern und begleiten“, erläutert Dr. Birgit Sack.