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Bildwelt intim

28. August bis 26. Oktober 2018

Bildwelt intim

Mit der Ausstellung "Bildwelt intim" endete die vierte Ausstellung der Jahresreihe „Bild Welt – Welt Sicht“ der freien Künstlergruppe „12 Nischen“.

In der Ausstellung zeigten sieben Künstlerinnen und Künstler bis zum 26. Oktober 2018 ihre graphischen Welt-Sichten: Walter Battisti, Friederike Curling-Aust, Brian Curling, Gabi Keil, Mirjam Moritz, Elisabeth Richter und Heike Wadewitz. Diese Welt-Sichten vermittelten Zeichnungen und Druckgraphiken als intime, stark vom Gefühl heraus geformte, persönliche Bildwelten. Es waren zu Stillleben arrangierte alltägliche Gegenstände mit sensiblen Botschaften, Landschaften, Stadtansichten und Figurationen, die manchmal bewegt, manchmal versachlicht wirkten.

Die Ausstellung war mit einem Gedenken verknüpft: Der Gründer, Kopf und Konzeptentwickler der freien Künstlergruppe „12 Nischen“, Walter Battisti, ist Ende Mai 2018 gestorben. Zwei der zwölf Galerie-Nischen waren deshalb in einer repräsentativen Auswahl ihm und seinem reichen graphischen Werk gewidmet. Seine Werke erscheinen in sich versponnen. In seinen Zeichnungen und Druckgrafiken suchte und fand er aus einer inneren Dringlichkeit heraus Formeln und Symbole, um seine persönlichen Wahrnehmungen und Befindlichkeiten seiner ganz eigenen Welt-Sicht auszudrücken.

Die Holzschnitte und Kaltnadelradierungen von Friederike Curling-Aust halten Augenblicke fest: Menschen, Tiere, Landschaften, Gebautes und Gegenstände. Das Lebendige und Wesenhafte, alltägliche bis wundersame Geschichten von Wesen und Dingen treiben die Künstlerin an.

Brian Curling dringt im Beobachten von Bewegungen, Licht, Veränderungen und Prozessen in Natur und Zeit zu thematischer Tiefe vor. Bei der Arbeit an diesen Inhalten versucht er, seine eigenen Erzählungen nicht in starren Konstellationen zu verfestigen, sondern dem Betrachter als offene Plattformen anzubieten.

Fluss- und Stadtlandschaften inspirieren Gabi Keil zum bildnerischen Arbeiten. Dabei interessieren sie die Gegensätze zwischen Altem und Neuen, Farb- und Formkontraste, besondere Lichtstimmungen und Situationen, die ein Bild einmalig machen.

Mirjam Moritz ist ein Mensch der Fülle. Aus dieser Fülle auswählend verdichtet sie die positiven Elemente ihrer Weltsicht in Stillleben, zumeist in Monotypien, deren Stimmungen bisweilen durch aquarellierte Farb-klänge verdichtet und verstärkt werden.

Die Kreide- und Graphitzeichnungen von Elisabeth Richter spiegeln ihre unmittelbarste Umgebung, ihre gelebten Innen- und Außenräume wieder, die normalerweise verschlossen bleiben: Das Chaos in der Küche, das Spiel der Kinder – kippelnd am Tisch –, die Baustelle am Haus, die schleichenden Veränderungen der dörflichen Umgebung.

Heike Wadewitz arbeitet vorwiegend mit der Kaltnadel. Thematisch steht bei ihr der Mensch mit seinen Träumen, Sehnsüchten, Konflikten und Begegnungen im Vordergrund des Geschehens: Momentaufnahmen des Seins – jetzt, hier, so –, ein Gleichgewicht auf der Druckplatte suchend und haltend.

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