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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/01/pm_066.php 30.01.2026 14:33:29 Uhr 30.01.2026 16:51:33 Uhr |
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Nutzung des Stauseebades Cossebaude gesichert
Vattenfall und Landeshauptstadt unterzeichnen Absichtserklärung zum Pumpspeicherwerk Niederwartha
Im Stauseebad Cossebaude kann auch in den kommenden Jahren gebadet werden. Der entsprechende Pachtvertrag zwischen der Vattenfall Wasserkraft GmbH (VWK) und der Landeshauptstadt Dresden wurde dafür bis 2030 verlängert. Bisher galt der Vertrag immer nur für ein Jahr. Nun hat man sich auf eine Verlängerungsoption für weitere fünf Jahre in Abhängigkeit etwaiger Baumaßnahmen am Unterbecken des Pumpspeicherwerks (PSW) Niederwartha verständigt.
Der langfristige Erhalt des Stauseebades für die Dresdnerinnen und Dresdner ist dabei nur ein Teilaspekt der Verhandlungen zwischen beiden Parteien. Es geht auch um die Zukunft des durch den Energiekonzern stillgelegten Pumpspeicherwerks. Hier wurde die Eckpunktevereinbarung aus dem Jahr 2020 nun durch eine Absichtserklärung konkretisiert.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert„Als Landeshauptstadt Dresden setzen wir alles daran, das Stauseebad Cossebaude langfristig als Badestelle im Dresdner Westen zu erhalten. Die nun erzielte Einigung gibt allen Beteiligten für die nächsten Jahre Planungssicherheit. Gleichzeitig arbeiten wir weiter darauf hin, für das Pumpspeicherwerk Niederwartha eine trag- und vor allem zukunftsfähige Lösung zu finden.“
Die nun unterzeichnete Absichtserklärung hält unter anderem fest, dass der endgültigen energiewirtschaftlichen Stilllegung auch die wasserwirtschaftliche Stilllegung – einhergehend mit der Umsetzung teils planfeststellungsbedürftiger baulicher Maßnahmen am PSW Niederwartha – folgen müsse. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe stimmen sich alle Beteiligten sowohl dazu als auch zu möglichen Nachnutzungsoptionen fortlaufend ab.
Beide Parteien bekräftigen die Absicht zur Eigentumsübertragung der Gesamtanlage nach der wasserwirtschaftlichen Stilllegung und der Umsetzung der baulichen Maßnahmen. Eine Verpflichtung zum Verkauf bzw. Kauf besteht auf Grundlage der Absichtserklärung jedoch noch nicht.
Benjamin Tupaika, Geschäftsführer VWK„Wir sind seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Partner für die Landeshauptstadt – dazu stehen wir und gemeinsam mit der Stadt Dresden wollen wir eine gute und tragfähige Lösung für die Zukunft des Standorts erarbeiten. Um unternehmensintern nachhaltige Investitionsentscheidungen treffen und Planungsleistungen beauftragen zu können, ist für uns die Unterstützung der geplanten Maßnahmen durch die Stadt Dresden unabdingbar. Wir werden unsererseits alles dafür tun, den Prozess zur Nutzungsübertragung so schnell wie möglich zu einem guten Ende zu bringen und so Planungssicherheit für alle Beteiligten herzustellen. Die gemeinsame Nachnutzungskonzeption stellt aus unserer Sicht eine große Chance für die Stadt Dresden dar, um den Standort im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger weiter zu entwickeln.“
Vattenfall hat das Ziel, den Antrag auf Planfeststellung bis Ende 2027 einzureichen, um nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens eine Investitionsentscheidung zu treffen und so die Voraussetzungen für die Nachnutzung zu schaffen. Bis Ende 2035 könnte – nach heutigem Planungsstand – der Umbau umgesetzt sein.
In den betroffenen Ortsteilen sollen die Anwohner in Informationsveranstaltungen im ersten Quartal des Jahres 2026 über den jeweiligen Planungs- und Sachstand informiert werden.
Hintergrund:
Vattenfall hatte das fast 100 Jahre alte Pumpspeicherkraftwerk (PSW) Niederwartha bereits zum 1. April 2024 endgültig energiewirtschaftlich stillgelegt. 2025 wurden Bau- und Reparaturarbeiten an der Pumpenanlage zur Haltung des Wasserpegels im Unterbecken umgesetzt und naturschutzfachliche Kartierungen vorgenommen. Im kommenden Jahr stehen unter anderem umfangreiche Baugrunduntersuchungen im Ober- und Unterbecken an.