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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/01/pm_065.php 30.01.2026 14:22:27 Uhr 30.01.2026 16:51:18 Uhr

Alter Leipziger Bahnhof: Stadtrat beschließt weitere Entwicklung zum Gedenkort

Zweigeteilte Projektförderung in Höhe von 100.000 Euro

In der Sitzung des Dresdner Stadtrats am Donnerstag, 29. Januar 2026, wurde über den weiteren Fortgang der Entwicklung des Alten Leipziger Bahnhofs zum Gedenkort entschieden. Nach einer Aktuellen Stunde zum Thema einigte sich eine Mehrheit des Gremiums darauf, Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen zu verurteilen. Der Stadtrat unterstreicht in seinem Beschluss ausdrücklich die herausragende Bedeutung eines Gedenkortes mit einer Bildungs-, Vermittlungs- und kulturellen Begegnungsstätte am Alten Leipziger Bahnhof für Dresden, Sachsen und bundesweit. Die Landeshauptstadt Dresden ist angehalten, ihrer historischen Verantwortung auch für zukünftige Generationen gerecht zu werden. 

Konkret beinhaltet der Beschluss, dem ein Ersetzungsantrag der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und FDP/FB zugrunde liegt, eine zweigeteilte Projektförderung in Höhe von insgesamt 100.000 Euro zur Sicherung der weiteren konzeptionellen und inhaltlichen Arbeit des Projekts für 2026. Dabei entfallen 75.000 Euro auf die Weiterentwicklung des Nutzungs- und Betreibungskonzepts sowie die Fortführung der Forschungs-, Bildungs-, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Eine weitere Förderung von 25.000 Euro soll fließen, wenn bis zum 30. September 2026 ein Konzept zur Weiterentwicklung des Projekts eingereicht wird, das die Bildungsangebote, eine Kooperationsstrategie mit weiteren Dresdner Gedenkstätten sowie einen Zeitplan für einen Pilotbetrieb der Angebote vorstellt.

„Die Entscheidung für eine weitere Förderung ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Alten Leipziger Bahnhofs als Gedenkort und Begegnungsstätte sowie für die Planung und Umsetzung weiterer Forschungstätigkeiten. Dass sie nur knapp zustande kam, ist jedoch besorgniserregend. Gedenkorte wie dieser sind unverzichtbar für die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und für historisch-politische Bildungsarbeit. Ihr Erhalt ist Ausdruck unserer gesellschaftlichen Verantwortung.“

Annekatrin Klepsch, Kulturbürgermeisterin und Mitglied im Beirat Erinnerungskulturen