Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/kinder/kinderschutz/fachkraefte.php 16.10.2017 09:22:46 Uhr 21.11.2017 15:06:31 Uhr

Informationen zum Kinderschutz für Fachkräfte

"Der Erfolgreichste im Leben ist der, der am besten informiert wird."

Benjamin Disraeli

Der Schutz des Kindeswohls ist unter anderem gemeinsame Aufgabe aller Personen, die mit Kindern und Jugendlichen beruflich in Kontakt stehen. Dementsprechend tragen Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen, z. B. der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, den Kindertagesstätten, der Freizeitbetreuung, dem Ordnungswesen u.s.w. Verantwortung für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft.

Liegen Anhaltspunkte vor, die darauf hinweisen, dass das Kindeswohl gefährdet sein könnte, ist ein besonnenes Reagieren von besonderer Bedeutung. Beispielsweise Gespräche und Vereinbarungen mit den Eltern sowie die gemeinsame Suche nach geeigneten Hilfen können bereits entlastend wirken und zum Schutz der betroffenen Minderjährigen beitragen. Lässt sich eine Gefährdung nicht abwenden, kann es notwendig werden, das Jugendamt zu informieren. Hier werden dann durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialen Dienste weitere Schritte zum Schutz der Kinder und Jugendlichen eingeleitet.

Für den Umgang mit Einzelfallsituationen, in denen ein Verdacht auf Bestehen einer Kindeswohlgefährdung vorliegt, finden Fachkräfte auf dieser Seite Informationen und Arbeitshilfen.

Das Netzwerk für Kinderschutz und Frühe Hilfen in Dresden

Hauptziele des Netzwerks für Kinderschutz und Frühe Hilfen in Dresden sind die Förderung des gesunden körperlichen, geistigen und seelischen Aufwachsens von Kindern sowie die Mitwirkung am effektiven Schutz des Kindeswohls.

Das Netzwerk wird durch zwei beim Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden angegliederte Stellen mit folgenden Hauptaufgaben koordiniert und begleitet:

  • die Förderung von fachlichem Austausch und das Zusammenführen unterschiedlicher Professionen in Arbeitsgruppen, Foren und anderen Gremien
  • das Ausrichten von Fachtagen zu relevanten Themen
  • das Durchführen von Schulungen und anderen Qualifizierungsmaßnahmen
  • das öffentliche Bereitstellen von Informationen, Arbeitsmaterialien und Orientierungshilfen

Koordinierungsstelle des Netzwerks für Kinderschutz und Frühe Hilfen

Claudia Friedrich (Netzwerk für Kinderschutz)

Anja Krebs (Netzwerk Frühe Hilfen)


Besucheranschrift

Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden


Telefon (03 51) 4 88 46 28 oder (03 51) 4 88 46 72
Fax (03 51) 4 88 46 56
E-Mail netzwerk-kinderschutz@dresden.de


Postanschrift

Postfach 120020, 01001 Dresden

Der Dresdner Kinderschutz-Ordner

Der Dresdner Kinderschutzordner soll Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und Handlungsorientierung im Falle eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung geben.

Der Ordner ist eine Sammlung von Informationen, Arbeitsmaterialien und Orientierungshilfen. Er wurde 2013 erstmals von der AG Kindeswohl im Netzwerk für Kinderschutz erstellt. Aktuell wird die wertvolle Handreichung umfassend überarbeitet und ist nicht mehr in Papierform beim Jugendamt erhältlich. Nachfolgend steht der Ordner zum Download zur Verfügung. Bei Fragen zur Verwendung einzelner Vorlagen, wenden Sie sich bitte an die Netzwerkkoordination.

Newsletter des Netzwerks für Kinderschutz und Frühe Hilfen

In den zurückliegenden Jahren hat das Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden mit einem quartalsweise erscheinenden Newsletter über den Stand der Netzwerk- und Kinderschutzarbeit in Dresden informiert.

Derzeit wird der Newsletter nicht erstellt, so dass kein aktuelles Exemplar zum Download zur Verfügung steht. Eine Neuauflage des Informationsmaterials befindet sich in Planung.

Interdisziplinäre Fallbesprechungsgruppe

Einmal monatlich besteht an der Evangelischen Hochschule Dresden die Möglichkeit, sich an einer interdisziplinären Fallberatung zu beteiligen. Mitwirken können sowohl Studierende der ehs wie Fachleute aus allen Berufsgruppen. Die Teilnehmenden stellen Fälle aus dem eigenen Arbeitsfeld vor und können durch Fragerunden, wertschätzende Reflecting Teams und fachlichen Austausch bisherige Perspektiven erweitern und vertiefen. Die nächsten Treffen finden am 15. November 2017, 13. Dezember 2017 und 17. Januar 2018, jeweils von 16:30 Uhr bis 19:00 Uhr in den Räumen der Evangelischen Hochschule, Dürerstraße 25 in Dresden statt. Geleitet werden die Fallbesprechungsrunden durch Frau Dr. Ursula Riedel-Pfäfflin. Die Koordinierungsstelle des Netzwerks für Kinderschutz und Frühe Hilfen unterstützt die Fallbesprechungsgruppe organisatorisch und wirkt aktiv bei den Treffen mit. Im Flyer der Fallbesprechungsgruppe sind weiterführende Informationen enthalten.

Bundesinitiative Frühe Hilfen

Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern - ein familienunterstützendes Angebot

... für Familien sowie Alleinerziehende, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden und sich Unterstützung beim Aufwachsen des Kindes wünschen.

Speziell ausgebildete Hebammen und Kinderkrankenschwestern

  • begleiten Familien in der sensiblen Zeit der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes.
  • beraten zu Fragen der gesunden Ernährung, Pflege, Entwicklung und Förderung des Kindes.
  • unterstützen den Aufbau einer sicheren Bindung.
  • vermitteln Familienangebote und weiterführende Hilfen.

Telefon (03 51) 4 88 82 48

E-Mail: familienhebammen@dresden.de

Gemeinsam mit Eltern - Unterstützung in Belastungssituationen und Krisen (Ehrenamtsprojekt)

... ist ein aufsuchendes, präventives Angebot im Bereich der Frühen Hilfen zur Entlastung durch unmittelbare praktische ehrenamtliche Hilfe. Ehrenamtliche Helferinnen unterstützen Familien und Alleinerziehende dabei, sich Freiräume zu erschließen und eigene Kräfte zu aktivieren, ermöglichen Entlastung im Alltag und geben Ihnen die Zeit, Termine wahrzunehmen.

Frühe Hilfen in Dresden richten sich vorwiegend an werdende Eltern und Eltern mit Kindern in den ersten Lebensjahren mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen.

Kinderschutz und Frühe Hilfen im Freistaat Sachsen

Sie sind nicht aus Dresden und brauchen Informationen über die Netzwerkarbeit in Ihrer Region? Unter der folgenden Website finden Sie Infos zu allen regionalen Netzwerken in Sachsen.

Insoweit erfahrene Fachkräfte - Kinderschutzfachkräfte zur Risikoeinschätzung

Der durch das neue Bundeskinderschutzgesetz neu eingeführte § 8b SGB VIII regelt den Beratungsanspruch von Personen, die mit Kindern und Jugendlichen beruflich in Kontakt stehen zur Sicherung des Kindeswohls.

Konkret heißt es dazu in § 8b SGB VIII:

Fachliche Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

(1) Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern oder Jugendliche stehen, haben bei der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung im Einzelfall gegenüber dem örtlichen Träger der Jugendhilfe Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahren Fachkraft.

Diese Fachkräfte stehen allen Institutionen zur Verfügung, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten (Jugendhilfe, Kindertagesbetreuung, Schule, Vereine, Gesundheitswesen etc.) und nicht über eigene Fachkräfte verfügen. Eine insoweit erfahrene Fachkraft soll unterstützend bei der Wahrnehmung des Schutzauftrages hinzugezogen werden. Ihre Aufgabe besteht darin, Fachkräfte bei der Gefährdungs- und Ressourcenabschätzung zu beraten. Hier finden Sie aktuelle Übersicht der Fachkräfte nach §8a SGB VIII als pdf-Datei:   

Beschwerdemanagement 

Beschwerdemanagement ist ein zentrales Element der Qualitätsentwicklung. Auch der Gesetzgeber verlangt, dass Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in denen sich Kinder oder Jugendliche ganztägig oder für einen Teil des Tages aufhalten gemäß § 8b SGB VIII fachliche Standards entwickeln. Dazu gehören

  • fachliche Handlungsleitlinien zur Sicherung des Kindeswohls und zum Schutz vor Gewalt
  • Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
  • sowie Beschwerdeverfahren.

Zur Entwicklung und Anwendung dieser Handlungsleitlinien haben die Träger Anspruch auf Beratung durch den überörtlichen Träger der Jugendhilfe.

Eine Reihe fachlicher Empfehlungen unterstützen Sie bei der Entwicklung eines Beschwerdemanagements:

Aktuelles

Zweiter Dresdner Kinderschutzbericht

Handreichungen zum Kinderschutz für Ehrenamtliche und für Vorstände

Die sächsische Arbeitsgruppe „Kinderschutz in der verbandlichen Jugendarbeit und im Sport" veröffentlicht eine weitere Handreichung zum Kinderschutz für den Vorstand von Vereinen und Verbänden, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Damit wird die Handreichung für Ehrenamtliche, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten von 2013 ergänzt. Die Handreichung ist vor allem für Freizeit- und Sportvereine nutzbar, in denen Kinder aktiv sind.

Dresdner Notfallkarte für Kinder, Jugendliche und Familien in Notsituationen

Wenn Sie die Notfallkarte an Kinder, Jugendliche und Familien weitergeben möchten, wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin des Netzwerks für Kinderschutz.

Kinderschutz geht alle an!

Kinderschutzgruppe im Gesundheitsamt

Die Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit bietet eine interdisziplinäre Kinderschutzgruppe insbesondere dem Gesundheitswesen aber auch den städtischen Strukturen an:

2 Kinderärzte/-innen, und 2 Sozialpädagogen/-innen („Insoweit erfahrene Fachkräfte im Kinderschutz) beraten fallbezogen und vermitteln die Familien an Helfersysteme. (Tel. 03 51 488 82 40, E-mail: gesundheitsamt-kjg@dresden.de)

Weitere Informationen zur Kinderschutzgruppe Gesundheitsamt

Kinderschutzgruppe am Universitätsklinikum

Die KinderSchutzGruppe des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden behandelt Kinder und Jugendliche, bei denen der Verdacht auf eine Gefährdung ihres körperlichen oder psychischen Wohles durch Dritte besteht.

Ein multiprofessionelles Team von Fachleuten aus mehreren Kliniken, Institutionen und anderen Einrichtungen des Universitätsklinikums Dresden arbeitet eng mit dem Städtischen Krankenhaus Dresden-Neustadt zusammen und ist über einen Kooperationsvertrag mit dem Jugendamt der Stadt Dresden verbunden. Die Fachleute des Universitätsklinikums sind Ansprechpartner/-innen für alle medizinischen Professionen innerhalb und außerhalb des Universitätsklinikums. Die KinderSchutzGruppe des Universitätsklinikums Dresden wurde im Jahr 2008 gegründet. Seit November 2012 verfügen sie über eine eigene Sozialarbeiterin.

Weitere Informationen zur Kinderschutzgruppe am Universitätsklinikum

Erster Dresdner Kinderschutzbericht 2012

Bundeskinderschutzgesetz

Nach seinem langen Entstehungsweg ist nun am 1. Januar 2012 das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) in Kraft getreten. Das Gesetz ist ein Artikelgesetz und bringt neben der Einführung des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) vor allem auch Änderungen im SGB VIII mit sich.

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