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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/boden/altlasten/stillgelegte-deponien/coschuetz-gittersee.php 09.09.2021 11:27:01 Uhr 03.12.2022 10:44:39 Uhr

Ökologisches Großprojekt Dresden-Coschütz/Gittersee

Beseitigung der radioaktiven Altlast „Uranfabrik 95“

  • Bäume am Kaitzgrund, im Hintergrund die Uranfabrik 95 der Wismut
  • Blick vom Fichteturm zur „Uranfabrik 95“ der Wismut, 1958
  • Personen posieren für ein Foto hinter einem großen LKW-Reifen
  • Fabrikhof mit Fässern
  • LKW des VEB Fettchemie
  • Stadtkarte mit einer grünen, roten und gelben Fläche
  • Karte des zu sanierenden Areals mit drei farbigen Bereichen
  • Schichtaufbau der Deponie Halde A
  • Schichtaufbau der Deponie Halde B
  • Gebäude wird abgerissen
  • Gelbes Gestein mit Spitzhacke
  • Luftbild der Deponie Halde A
  • Radlader verteilt Erde, Hochhäuser und Straße im Hintergrund
  • Grüner Hügel der Deponie Halde B
Bäume am Kaitzgrund, im Hintergrund die Uranfabrik 95 der Wismut Blick vom Fichteturm zur „Uranfabrik 95“ der Wismut, 1958 Personen posieren für ein Foto hinter einem großen LKW-Reifen Fabrikhof mit Fässern LKW des VEB Fettchemie Stadtkarte mit einer grünen, roten und gelben Fläche Karte des zu sanierenden Areals mit drei farbigen Bereichen Schichtaufbau der Deponie Halde A Schichtaufbau der Deponie Halde B Gebäude wird abgerissen Gelbes Gestein mit Spitzhacke Luftbild der Deponie Halde A Radlader verteilt Erde, Hochhäuser und Straße im Hintergrund Grüner Hügel der Deponie Halde B

Finanzierung

Für die Sanierung der Altlast in Dresden-Coschütz/Gittersee wurden insgesamt 45 Millionen Euro aufgewendet. Dabei finanzierte die Landeshauptstadt Dresden den sogenannten Sockelbetrag in Höhe von 10 Millionen Euro sowie 10 Prozent der restlichen 35 Millionen Euro. Die Bundesrepublik Deutschland sowie der Freistaat Sachsen haben dieses Projekt mit etwa 31,5 Millionen € gefördert.

Zur langzeitlichen Überwachung und Nachsorge über die kommenden 25 Jahre sind weitere Aufwendungen in Höhe von ca. 3 Millionen Euro geplant.

Gesamtkosten: 45 Millionen Euro

  • 13,5 Millionen Euro durch die Landeshauptstadt Dresden
  • 31,5 Millionen Euro durch den Freistaat Sachsen und die Bundesrepublik Deutschland

Auf ehemals landwirtschaftlich genutztem Boden in Dresden-Coschütz, oberhalb des beliebten Kaitzbachtales, errichtete die Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) Wismut zwischen 1947 und 1950 auf einer Fläche von ca. 42 Hektar die ehemalige „Uranfabrik 95“. Der Standort umfasste zusammen mit den industriellen Absetzanlagen, den sogenannten Schlammteichen (Halde A und Halde B), eine Gesamtfläche von rund 76 Hektar.

Durch industrielle Nutzung nach Schließung der Uranfabrik, etwa durch das Pneumant Reifenwerk und die VEB Fettchemie, gelangten weitere, konventionelle Schadstoffe in den Boden. Dieser war stark belastet:

  • 2,2 Kilogramm radioaktives Radium 226
  • 1.500 Tonnen Uran
  • 1.500 Tonnen Arsen
  • mehr als 10.000 Tonnen andere Schwermetalle

Die Landeshauptstadt Dresden kaufte als Eigentümer der Absetzanlagen 1992 den ehemaligen Werksstandort mit dem Ziel der umfassenden Sanierung des Gebietes als Grundlage für eine gewerbliche Nachnutzung.

Karte des zu sanierenden Areals mit drei farbigen Bereichen
Sanierung in drei Abschnitten

Im Rahmen des ökologischen Großprojektes sanierte das Umweltamt der Stadt Dresden in den Jahren 1993 bis 2012 das Areal in Coschütz/Gittersee. In drei Sanierungsabschnitten konnten die Umweltschäden beseitigt und das gesamte Gebiet einer Nachnutzung wieder zugänglich gemacht werden.

1994 begann parallel zu den Sanierungsarbeiten im Kernbereich der ehemaligen Uranaufbereitung (Abschnitt IIB) die Erschließung und Neuansiedelung von Firmen auf den bis dahin bereits sanierten Flächen. Bis zum Jahr 2012 hatten sich auf dem Gelände der ehemaligen „Uranfabrik 95“ bereits etwa 60 Firmen angesiedelt und damit rund 2400 Arbeitsplätze geschaffen. Heute sind dort 109 Unternehmen ansässig mit insgesamt 3700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Stand: Dezember 2020).

Neben diesem großen Gewerbegebiet sind dort aber auch ein intakter Lebensraum für Tiere und Pflanzen und ein Naherholungsgebiet für alle Dresdnerinnen und Dresdner entstanden. So werden die neu angelegten Wege zum Joggen genutzt oder auch zum Wandern vom Kaitzgrund bis zu den Aussichtspunkten Kaitzer Höhe und Coschützer Höhe. Viele Sitzgelegenheiten laden zur Rast oder einem Picknick ein.

Die beiden, heute stillgelegten Deponien sind im städtischen Themenstadtplan zu finden:

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