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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/06/pm_021.php 19.06.2020 17:11:12 Uhr 05.12.2020 07:23:35 Uhr
Meldung vom 09.06.2020

Ideen zur Aufwertung des Fritz-Foerster-Platzes gesucht

Digitales Beteiligungswerkzeug ermöglicht Bürgern die Formulierung eigener Planungsideen

Das Stadtplanungsamt will eine städtebauliche Studie für den Fritz-Foerster-Platz durchführen. Die Untersuchung soll aufzeigen, wie sich der Platz als Eingangsbereich zum Hochschulcampus, als Verkehrsknotenpunkt und als Teil der zukünftigen Stadtbahntrasse 2020 ergänzend zu vorhandenen Gebäuden aufwerten lässt. Im Mittelpunkt steht der Bereich zwischen Zellescher Weg, Einsteinstraße und Hochschulstraße. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain erklärt: „Bei diesem Projekt beteiligen wir die Stadtgesellschaft bereits vor der Untersuchung durch ein Planungsbüro. Unsere zentralen Fragen sind: Wie stellt sich die Stadtgesellschaft die künftige Gestaltung des Fritz-Foerster-Platzes vor? Welche Wünsche und Erwartungen zur Nutzung und Gestaltung des Stadtraums gibt es?“

Zur Ideenfindung, wie der Stadtraum weiterentwickelt werden soll, erprobt die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) Dresden einen innovativen Ansatz der Bürgerbeteiligung: In dem EU-Projekt „U_CODE" wurde vom WISSENSARCHITEKTUR Laboratory of Knowledge Architecture an der Fakultät Architektur der TU Dresden ein neues Verfahren entwickelt. Es ermöglicht, verschiedene Interessengruppen bei der Konzeption urbaner Räume und Gebäude einzubeziehen. Mit digitalen Werkzeugen können sich auch tausende Bürger mit Ideen und Hinweisen einbringen, die weitestgehend automatisiert aufbereitet und ausgewertet werden. „Bei einem klassischen Verfahren der Bürgerbeteiligung sind uns Grenzen gesetzt: zeitlich, personell und organisatorisch. Hier beschreiten wir einen neuen Weg mit einer Plattform für alle, die ihre Ideen und Vorschläge in den Planungsprozess einbringen möchten“, beschreibt der Baubürgermeister die Möglichkeiten dieses Prozesses.

Prof. Dr. Jörg Noennig, Leiter der WISSENSARCHITEKTUR Laboratory of Knowledge Architecture an der TU Dresden, betont: „Besonders freut uns, dass wir hier Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung direkt in die konkrete Anwendung vor Ort bringen können. Mit dem U_CODE Verfahren für den Fritz-Foerster-Platz in Dresden können wir zeigen, wie neue digitale Werkzeuge das kreative Zusammenwirken auch größerer Beteiligungsgruppen in Dresden ermöglichen.“

So funktioniert U_CODE

Das Beteiligungsprojekt wird in drei Phasen durchgeführt. Ab 9. Juni 2020 in der ersten Phase „Wissenskampagne“ können Bürger bis zum 5. Juli 2020 ihre Beiträge und Gestaltungsideen in einer Online-Befragung kundtun. Die Antworten werden von der WISSENSARCHITEKTUR analysiert und für den nächsten Prozessschritt aufbereitet. Vom 13. Juli bis 9. August 2020 in der Phase „Online Co-Design“ haben Interessierte dann die Möglichkeit, online eigene Designvorschläge zum Fritz-Foerster-Platz zu erstellen. Diese werden gemeinsam mit den Befragungsergebnissen in der dritten Phase für einen „Co-Design Workshop“ vor Ort vom 24. August bis 5. September 2020 aufbereitet. Dort können die Teilnehmer im virtuellen Raum oder an einem digitalen Planungstisch eigene Konzepte designen und ausprobieren. Im Anschluss werden die Ergebnisse vom Projektteam der WISSENSARCHITEKTUR analysiert, zusammengefasst und als wertvolle Inspirations- und Ideensammlung an das Stadtplanungsamt für die weiteren Planungsschritte übergeben.

Die Wissens- und Informationskampagne wird online ab dem 9. Juni 2020 unter folgendem Link freigeschaltet:


www.dresden.de/fritz-foerster-platz

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