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https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/integrationspreis/bewerber-2019.php 11.07.2019 17:50:22 Uhr 29.03.2020 06:19:05 Uhr

Bewerber 2019

Ehrenamtliche Vormundschaften/ Patenschaften für unbegleitete ausländische Minderjährige

46 Ehrenamtliche Vormünder/-innen haben seit August 2016 insgesamt 74 Vormundschaften für unbegleitete ausländische Minderjährige (uaM) übernommen und stehen weiterhin über die Volljährigkeit als Pat/-innen zur Verfügung. Weiterhin gibt es verschiedene Patenschaften für uaM für schulische Nachhilfe, Kennenlernen der Stadt und des Lebens in Dresden und Fotografie. Die ehrenamtlichen Vormünder/-innen sind ein sehr großer Gewinn für Dresden und ihre Mündel und verfügen inzwischen über ein gutes Wissen. Sie vertreten mit sehr großem Engagement umfassend die Interessen der ihnen anvertrauten Mündel und investieren viel Freizeit, gemeinsam mit den Mündeln Dresden kennenzulernen und ihnen bei einer guten Integration in Deutschland zu helfen.

intap - das internationale Talenteprojekt für Dresden

Mit regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen wie Karrierecafés und Events wie „Pitch and Match“ vernetzt intap internationale Top-Talente mit der lokalen Wirtschaft. Angebote wie Bus-Touren zu ausgewählten Dresdner Unternehmen fördern den Austausch und machen Internationals und große wie kleine Unternehmen vor Ort aufeinander aufmerksam. In Workshops erläutern unsere interkulturell geschulten Referentinnen und Referenten die Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarktes, beraten beim Onboarding, helfen bei der Navigation durch den Bewerbungsprozess und leisten handfeste Unterstützung wenn es darum geht, die perfekte Stelle für einen hochqualifizierten Bewerber zu finden.

Interkultureller Gemeinschaftsgarten Prohlis

Der Stadtteil Prohlis, einer der ärmsten in Dresden, hat mit dem Zuzug vieler Geflüchteter große Integrationsleistungen zu erbringen, die indirekt den anderen Stadtteilen zugute kommen. Eine gelingende Integration vieler Migranten erfolgt aufgrund ihrer sozialen Lage, ungenügender Sprachkenntnisse und eingeschränkter Mobilität überwiegend am Wohnort. Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten Prohlis ermöglicht die Integration durch positives gemeinsames Gärtnern sowie professionelle soziale Vermittlung: Vom Verbund Sozialpädagogischer Projekte e.V. ist mit den Bewohnern eine brachliegende Fläche zu einem Ort der Begegnung und des Miteinanders belebt worden. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aller Altersgruppen werden durch gemeinsames Handeln zu einem solidarischen Miteinander befähigt. Die Orientierung liegt auf der Stärkung der Ressourcen und Interessen in kultureller und sozialer Vielfalt. Bürgerschaftliches Engagement wird gestärkt und ein nicht sprachbasiertes, sondern handlungsorientiertes Miteinander ermöglicht positive Erfahrungen und Begegnung. Ängste und Vorurteile werden abgebaut – daraus resultieren integrationsfördernde Impulse und Synergien zur Stärkung der Nachbarschaft. Durch die Überwindung einer einseitigen Förderung von Geflüchteten erfolgt die Annäherung auf beiden Seiten. Eine dringend notwendige professionelle Vermittlung bei Konflikten aufgrund unterschiedlicher kultureller Werte ermöglicht beidseitiges Lernen und Verstehen sowie Empowerment.

Stricken Interkulturell

Stricken lnterkulturell ist ein niedrigschwelliges Angebot für Migrantinnen und geflüchtete Frauen, das einmal in der Woche stattfindet. Das Erstellen von Handarbeiten, konkret Stricken und Häkeln ist hier eine Verbindung zwischen Frauen unterschiedlicher Kulturen. Im geschützten Rahmen und mit dem Engagement von mehreren Ehrenamtlichen wird vor und während des Angebots Deutsch gelernt. Die Aktivitäten der Gruppe gehen weit über die wöchentlichen Treffen zum Handarbeiten hinaus. So werden regelmäßig Informationsveranstaltungen über gesellschaftspolitische Themen mit Fachreferenten organisiert und ein Netzwerk zu kulturellen und sozialen Vereinen aufgebaut, wo die Frauen die Dresdner Kultur-und Bildungsangebote kennenlernen.  

Vierteltonorchester Dresden

Das Viertelton Orchester wurde Anfang 2018 in Dresden gegründet. Das Orchester ist offen für ambitionierte Musiker mit Orchestererfahrung aller Nationen, die Interesse daran haben, sich der vielfältigen orientalischen Musik zu widmen und sie dem Publikum in Deutschland näher zu bringen. Gespielt wird neu arrangierte orientalische Musik, um sie mit europäischen Instrumenten aufführen zu können. Somit wird eine Brücke zwischen den Kulturen geschaffen und ein eigener Stil und Klang kreiert, der die Herkunftsländer der Orchestermitglieder widerspiegelt. Geflüchtete haben die Möglichkeit, dem Musizieren nachzugehen. Deutsche Musiker entdecken neue musikalische Ausdrucksweisen.

Die Refugee Law Clinic Dresden - TU Dresden

Die Refugee Law Clinic Dresden (RLCD) ist ein Projekt des Zentrums für Integrationsstudien an der TU Dresden. Die RLCD bietet eine kostenfreie Rechtsberatung im Asyl- und Aufenthaltsrecht für geflüchtete Menschen in Dresden an. Die Beratung findet wöchentlich an inzwischen fünf Standorten in Dresden statt und wird momentan durch 24 ehrenamtlich arbeitende Studierende, fünf studentische Hilfskräfte sowie eine wissenschaftliche Mitarbeiterin/Volljuristin realisiert. Des Weiteren bietet die Refugee Law Clinic Dresden ein umfassendes Aus- und Fortbildungsprogramm für die (zukünftigen) ehrenamtlichen Berater*innen an, um das notwendige (Spezial-)Wissen zu vermitteln und die Qualität der Beratung zu gewährleisten. Auch in Zukunft sollen Berater*innen ausgebildet werden, der vierte Ausbildungsgang (ab Wintersemester 2019/20) ist in Planung. Die RLCD wird durch die am Zentrum für Integrationsstudien tätige wissenschaftliche Mitarbeiterin und Rechtsanwältin Elena Bogdanzaliew geleitet und supervisiert.

10 Jahre "Frauentreff" des Ausländerrates Dresden e. V.

Seit 10 Jahren bietet der Frauentreff des Ausländerrates Dresden e.V. einen geschützten Ort für Frauen*mit und ohne Migrationserfahrung. Ziel unserer Arbeit ist die Unterstützung von Frauen* bei der Verwirklichung ihrer Ansprüche auf ein nach ihren Maßstäben sinnerfülltes Leben sowie ihrem Wunsch nach persönlicher Entfaltung. Mit unseren Angeboten bieten wir Raum für Begegnung, Austausch zu frauenspezifischen Themen und fördern deren gesellschaftliche und berufliche Teilhabe. Die Stärke unseres Frauentreffs ist es, dass sich Frauen* gegenseitig ermutigen, ihre vorhandenen Kompetenzen nutzen und Erfahrungen weitergeben. 10 Jahre Frauentreff stehen für ca. 9.500 erreichte Frauen* sowie 8 Fahrradkurse und 6 Schwimmkurse für Frauen*.

Arbeitsmarktintegration von Migranten

Friseurmeister Stefan Jaksic und sein Team sind ein Musterbeispiel für gelebte Integration, die sich nicht nur in großen Gesten und Verlautbarungen zeigt, sondern in kleinen Gesten, in den Chancen, im Alltag. Der Friseur ist damit ein Vorbild für andere Unternehmen. Jaksic bildet in seinem Friseursalon zwei Auszubildende mit Migrationshintergrund aus. Eine Mutter aus Syrien, die bald ihren Abschluss machen wird und eine junge Frau mit vietnamesischen Migrationshintergrund. Viel hängt dabei auch von der Offenheit in Jaksics Team ab. Obwohl das Kopftuch einer Mitarbeiterin bei manchem erstmal für Verwunderung sorgt - das Styling der eigenen Haare ist wie eine Visitenkarte für Friseure - am Ende zählt, dass sich der Kunde gut aufgehoben fühlt.

Internationaler Chor aus Geflüchteten, MigrantInnen und Deutschen

Singasylum e.V. ist einer internationaler Chor aus Geflüchteten, MigrantInnen und Deutschen, die sich wöchentlich treffen, um gemeinsam zu singen und Spaß zu haben. Singasylum ist offen für alle nicht-rassistischen Menschen, unabhängig von Alter, Nationalität und Religion. Neben dem Gesang nimmt der kulturelle Austausch eine wichtige Stellung ein. Wir möchten mit unserem Chor helfen, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen. Singasylum ist für seine Mitglieder zur Familie geworden. Diesen Zusammenhalt und die Freude kann man bei unseren Auftritten und den Proben spüren. Wir stehen für Integration, Toleranz, Weltoffenheit und Zusammenhalt.

Angebote für Menschen mit Fluchterfahrung

Seit 2015 engagiert sich das Jugend- und Kulturzentrum Spike Dresden in der Integrationsarbeit für Menschen mit Fluchterfahrung. Neben dem umfassenden Angebot für Jugendliche im Bereich der HipHop-Szene wurde ein gut ausgearbeitetes, an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasstes Programm aufgebaut mit dem Ziel, die negativen Erfahrungen aus der Zeit der Flucht zu überwinden und einen erfolgreichen Weg zur Integration aufzuzeigen. Durch das vielfältige, breit ausgelegte Angebot konnte das Vertrauen vieler Geflüchteter erlangt werden. Das Spike wurde und ist weiterhin ein intensiv genutzter Anlaufpunkt, zunehmend auch von geflüchteten Frauen. Durch die Schaffung von Netzwerken und einer hohen Einsatzbereitschaft der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen erlangte das Projekt einen hohen Grad an Kompetenz und Effizienz. Die Vermittlung von Praktikums-, Ausbildungsplätzen und Arbeitsplätzen wurde möglich, die Hilfe zur Selbsthilfe von den geflüchteten Menschen angenommen, so dass der angestrebte Integrationsprozess voranschreitet. Der Erfolg dieses Prozesses bereitet die Grundlage für die kontinuierliche Erweiterung des Angebotsspektrums und des gelebten Engagements aller Beteiligten.

Koordinierungsstelle für Integration und Ehrenamt in Gorbitz

Die Koordinierungsstelle sichtet im Stadtteil vorhandene Angebote und forciert deren Vernetzung und optimale Koordination. Sie fördert aktiv die Bekanntgabe der Angebote anderer Träger an die Zielgruppe. Die Koordinierungsstelle initiiert eigene Projekte der Begegnung zwischen Einheimischen und Zugewanderten, bringt Akteure zusammen, um aktiv im Stadtteil Probleme zu lösen. Die Koordinierungsstelle akquiriert und unterstützt die Ehrenamtlichen bei Ihren Aktivitäten zur Integration von Geflüchteten. Die Koordinatorin optimiert den Einsatz je nach Möglichkeit und Zeit der Helfer/innen. Regelmäßig werden für und mit den Ehrenamtlichen Veranstaltungen, Aktivitäten und auch Supervisionen organisiert. Dies fördert Kontakte und Selbstbewusstsein.

Logo SUFW Dresden e. V.

Training und berufliche Orientierung für eine berufliche Integration

Die Teilnehmer der Kurse durchlaufen einmalig eine 12 Unterrichtseinheiten umfassende Modulreihe zu den Themen: Merkmale des Dualen Berufsschulsystems, überbetriebliche Ausbildung, Wertigkeit einer Ausbildung, Lernfelder, Zusammenarbeit Schule/Unternehmen, Ausbildungsvergütung, Brutto/Netto, steuerliche Abzüge, IHK, HWK, Innungen. Anschließend wird ein Kompetenzfeststellungstest durchgeführt, der von der Firma „gepedu“ einkauft wurde. Diese Testergebnisse dienen zum Nachweis der beruflichen Fähig- und Fertigkeiten und sollen in den berufsberatenden Gesprächen mit dem Jobcenter/Agentur für Arbeit vorgelegt werden.

"Puzzle" Unterstützung der Integration

Der Omse e.V. betreibt seit 2009 den Kindertreff "Puzzle" in Gorbitz. Durch den Zuzug von Menschen mit Fluchthintergrund, in den letzten 4 Jahren, hat sich der Ausländeranteil im Wohngebiet „Sanddornstraße“ von 4% auf über 40% erhöht. Von Beginn an haben wir das Thema "Integration" intensiv unterstützt. Mit unseren Projekten Kindertreff, Familientreff und Nachbar/schafft/Gorbitz versuchen wir das Miteinander zu stärken, Vorurteile abzubauen und Begegnung zu ermöglichen. Neue Angebote werden mit den Menschen vor Ort gemeinsam entwickelt. Wir verstehen uns im sozialräumlichen Sinne als Erstanlaufstelle insbesondere für Eltern und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Besonders herausfordernd ist, dass wir mit Familien arbeiten, welche überdurchschnittlich sozial benachteiligt sind. Dies betrifft sowohl die deutschen, wie auch die Familien mit Migrationshintergrund. Unser Angebot ist so vielfältig wie die Menschen, die in Gorbitz leben oder ein neues Zuhause gefunden haben. Wir koordinieren und betreuen neben monatlichen Familienausflüge, Halbjahresfeste im Wohngebiet, unsere Ferienfahrten in den Sommerferien auch regelmäßigen Länderabende, Nachhilfeangebote, ein Repaircafe, Tanzangebot und einen Arabischkurs für Kinder.

Kursangebote von Menschen mit Migrationserfahrung

Ob Arabischkurs, Kochworkshop, Dabketanz oder Literaturzirkel – Migrant*innen und Geflüchtete bringen viel Wissen mit. Das wollen wir sichtbar machen. Deshalb hat KAMA Dresden seit seiner Gründung dabei geholfen, dass Migrant*innen in mehr als 65 eigenen Kursen zu Wissensvermittlern wurden. Von ihrem Angebot profitierten bisher mehr als 600 Dresdnerinnen und Dresdner, die ihre Kurse besuchten. Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Allein die Idee zählt. Inhalt und Format ihrer Workshops bestimmen die Kursleiter*innen selbst. Wir helfen bei der Raumsuche, vermitteln Kurspat*innen, übernehmen die Werbung und finden Kursteilnehmenden. Wir treten ein für ein konsequentes Miteinander auf Augenhöhe, in dem die Stärken der Neudresdner*innen zählen.

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