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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/klima-und-energie/klima-von-dresden/Witterungsberichte.php 19.01.2026 09:55:56 Uhr 06.03.2026 12:44:40 Uhr

Witterungsberichte

Temperatur, Niederschlag, Sonnenstunden, Eis- und Frosttage: Wie waren die Witterungsverhältnisse in den letzten Jahren in Dresden? Wie waren die Durchschnittswerte in einem bestimmten Jahr? Wie fiel die Monatsauswertung aus?

Jahreswitterungsbericht 2025: zu warm, sehr sonnig und viel zu trocken

Ein abermals zu warmes, sehr sonniges und äußerst trockenes Jahr 2025 liegt hinter uns.

Im Vergleich zum Deutschlandmittel fiel die Jahresdurchschnittstemperaturen in Dresden 2025 etwas kühler aus. Während sie Deutschlandweit 1,9 Grad über der Klimareferenzperiode 1961 bis 1990 lag, war es in Dresden „nur“ 1,5 Grad wärmer gegenüber dem Vergleichswert.

Mit einem Jahresmittel von 10,4 Grad Celsius ordnet sich 2025 dennoch in den Klimatrend der kontinuierlich voranschreitenden Erwärmung ein.

Wie sollte es auch anders sein: Die CO2-Konzentration als maßgeblicher Treiber der Erderwärmung stieg auch in 2025 weiter an.

La Niña dominiert in 2025

Dass das Jahr 2025 nicht ganz so heiß war, ist zum Teil der Tatsache zu verdanken, dass die El Niño-Phase 2024 zu Ende ging und La Niña in 2025 dominierte. La Niña hat in Deutschland zwar keine direkten Auswirkungen, kann aber durch mehr Hochdrucklagen zu kühleren und trockeneren Wintern führen, da der schwächere Polarwirbel kalte Luft nach Europa lässt. El Niño und La Niña beschreiben ein gekoppeltes Ozean-Atmosphäre-Phänomen im tropischen Pazifik, bei dem sich Meeresoberflächentemperaturen und die atmosphärische Zirkulation gegenseitig beeinflussen.

Balkendiagramm zeigt jährliche Temperaturspitzen von 1961 bis 2025
Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Jahresmitteltemperatur 2025 (Dresden-Klotzsche) – Abweichung vom Klimamittel 1961-1990
Balkendiagramm zeigt jährliche Niederschlagssummen von 1961 bis 2025
Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Jahresniederschlagssumme 2025 (Dresden-Klotzsche) – Vergleich zum Klimareferenzwert 1961-1990
Balkendiagramm zeigt jährliche Anzahl der Sonnenstunden von 1961 bis 2025
Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Jahressonnenstunden 2025 (Dresden-Klotzsche) – Vergleich zum Klimareferenzwert 1961-1990

Mit 2031 Stunden war es das sechst Sonnenscheinreichste Jahr seit 1961 – ein Plus von 31 Prozent. Bis auf zwei Monate (Juli und Oktober) schien die Sonne in allen Monaten überdurchschnittlich.

Wo viel Sonne scheint, fällt meist wenig Regen. An der Station Dresden Klotzsche gab es in 2025 an nur 136 Tagen messbaren Niederschlag. Das sind 34 Regentage – also mehr als ein Monat! – weniger gegenüber der Periode 1961 bis 1990. In der Jahresbilanz ergab sich ein Niederschlagsdefizit von 29 Prozent (minus 192 Liter). Mit nur 477 Litern war es das fünft trockenste Jahr seit 1961. Das erste Halbjahr (von Januar bis Juni) war dabei das trockenste (mit 2003) seit 1961.

In der Jahresbilanz wich die Anzahl der Frosttage, Tage an denen die Tagesminimumtemperatur unter null Grad Celsius bleibt, um fünf Tage von der Klimareferenzperiode 1961 bis 1991 ab (76 statt 81). Es wurden 20 Eistage, Tage an denen die Tageshöchsttemperatur unter null Grad Celsius bleibt, weniger gezählt (nur 7 statt 27). Anhaltende Kälte blieb also aus. Auch gab es 26 Heiztage weniger (Tage an denen die Tagesmitteltemperatur unter 15 Grad Celsius bleibt). Mit 43 Sommertagen wurde der Vergleichswert nur um fünf Tage überschritten (43 statt 38). Es wurden 15 Heiße Tage gemessen, wobei der Langzeitwert 1961 bis 1991 bei knapp sieben liegt. Wenn es also warm wurde, dann meist auch gleich richtig heiß. Die Anzahl der Kühltage – Tage mit einer Tagesmitteltemperatur über 18 Grad Celsius, überstieg den Referenzwert um 22 Tage (68 statt 46). 

Die Werte gelten für die Klimamessstation Dresden Klotzsche. Im dicht bebauten Elbtal weichen die Messungen zum Teil deutlich ab. Da jedoch keine geschlossene Langzeitmessreihe im Stadtgebiet vorliegt, kann die klimatische Einordnung nur für die Station Dresden Klotzsche vorgenommen werden.

Ein beschlossenes und planmäßiges Vorgehen, Dresden widerstands- und zukunftsfähig gegenüber den Klimaveränderungen zu machen, ist für die Stadtplanung und -gestaltung dringend notwendig. Es braucht eine Priorisierung des Themas Klimaanpassung in der Gesellschaft. Es braucht außerdem Leitlinien für die Verwaltung als auch zur Orientierung für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft sowie Politik. Investitionen in die Klimaanpassung verursachen Kosten. Sie reduzieren letztlich jedoch die deutlich höheren Kosten, die durch Extremwetterereignisse, z. B. Überflutung durch Starkregen, entstehen. Maßnahmen zur Anpassung an die Klimaveränderungen sind vor allem auch eine Frage der sozialen Verantwortung.

Umweltamtsleiter René Herold


Wetterrückblicke der letzten Jahre

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