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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/gefluegelpest.php 29.04.2022 10:54:31 Uhr 01.12.2022 17:29:54 Uhr

Geflügelpest (Aviäre Influenza)

Die Aviäre Influenza (AI) – auch Geflügelpest oder Vogelgrippe genannt - ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildvögel betroffen sind. Eine Infektion mit dem hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAI) ist hoch ansteckend und kann insbesondere bei Hühnern und Puten zu schweren allgemeinen Symptomen sowie hohen Tierverlusten führen. Sehr empfänglich sind außerdem bestimmte Wildvögel - vor allem Wassergeflügel wie Schwäne, Enten, Gänse und Möwen sowie Greifvögel, wie Habichte und Bussarde, aber auch aasfressende Vögel wie Krähen. Die AI stellt eine Zoonose dar und kann daher bei engem Kontakt zu infiziertem, erkranktem oder totem Geflügel oder zu mit Geflügelausscheidungen kontaminierter Umgebung auf den Menschen übertragen werden.

Seit Mitte Oktober 2021 wird die AI wieder vermehrt bei Wildvögeln an der Nord- und Ostsee, zunehmend auch in ganz Deutschland nachgewiesen. Daneben fand ein häufiger Eintrag in Nutzgeflügelhaltungen statt. In Sachsen wurden im Januar 2022 Ausbrüche bei Schwänen und Wildgänsen in den Landkreisen Nordsachen, Meißen und Görlitz registriert. Mit dem Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts vom 9. Februar 2022 wird der Ausbruch der Geflügelpest bei zwei verendeten Schwänen und einer Wildgans festgestellt. Seit Anfang Februar 2022 sind weitere Ausbrüche im Stadtgebiet Dresden, aber auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hinzugekommen, welche sich hauptsächlich in der Nähe der Elbe lokalisierten.

In Dresden wurde seit Anfang Februar 2022 bei insgesamt neun verendet aufgefundenen Wildgänsen, zwei verendeten Schwänen und einem Mäusebussard Geflügelpest nachgewiesen. Zur Verhinderung der Ausbreitung der Tierseuche in Nutzgeflügelbestände wurde mit den tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügungen vom 10. Februar 2022 sowie vom 12. März 2022 die Aufstallungspflicht sämtlichen Geflügels in der Uferzone 500 m rechts und links der Elbe angeordnet. Bei den in den letzten Wochen verendet aufgefundenen Wildvögeln erfolgte kein weiterer Nachweis der Geflügelpest. In ganz Deutschland zeichnen sich ebenfalls sinkende Ausbruchszahlen ab. Aufgrund sinkender Fallzahlen auch in den angrenzenden Landkreisen wird das Risiko des Eintrages des Erregers in Geflügelbestände regional als gering eingestuft. Daher ist die Aufstallung zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel nicht mehr erforderlich.

Übertragung durch direkten Kontakt, Kot, kontaminierte Geräte.

Wildvögel bilden ein natürliches Reservoir für die AI und verbreiten diese. Durch den Kontakt zu infizierten (Wild-)Vögeln oder zu infektiösem Kot sowie durch ungenügende Biosicherheitsmaßnahmen kann das hochansteckende Virus in Haus- und Nutzgeflügelbestände eingeschleppt werden. Ein Risiko für die Einschleppung stellen beispielsweise der Zukauf von Tieren, Personen- und Fahrzeugverkehr, kontaminierte Geräte, Futter und Wasser dar. Bereits kleinste Mengen an Erregern reichen für die Übertragung aus.

Vorbeugung – das können Sie tun:

Melden Sie tote Wildvögel.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) Dresden bittet alle Bürger um erhöhte Wachsamkeit. Melden Sie kranke oder verendete Wildvögel - insbesondere Wassergeflügel und Greifvögel - unter genauer Angabe des Fundortes dem VLÜA Dresden (Telefon 0351-4080511, E-Mail veterinaeramt@dresden.de). Berühren Sie tote Vögel nicht!

Hausgeflügel vor Infektion schützen.

Halten Sie Ihr Geflügel so, dass kein Kontakt zu Wildvögeln besteht. Tragen Sie im Stall oder Auslauf separate Schutzkleidung und Stallschuhe. Reinigen und desinfizieren Sie vor und nach Geflügelkontakt Ihre Hände. Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Ihrem Geflügel in Berührung kommen, unzugänglich für Wildvögel auf. Füttern Sie Ihre Tiere im Stall. Benutzen Sie Leitungswasser zur Tränke und kein Regen- oder sonstiges Oberflächenwasser. Sichern sie Ställe vor unbefugtem Zutritt. Melden Sie Totfunde, neurologische Symptome oder Rückgang der Legeleistung sofort dem Veterinäramt (Telefon 0351-4080511, E-Mail veterinaeramt@dresden.de).

Auch hier gilt: Berühren Sie tote Vögel nicht!

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