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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/gefluegelpest.php 11.11.2021 07:14:09 Uhr 23.01.2022 15:56:43 Uhr

Geflügelpest (Aviäre Influenza)

Aviäre Influenza

Die Aviäre Influenza (AI) – auch Geflügelpest oder Vogelgrippe genannt - ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildvögel betroffen sind. Eine Infektion mit dem hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAI) ist hoch ansteckend und kann insbesondere bei Hühnern und Puten zu schweren allgemeinen Symptomen sowie hohen Tierverlusten führen. Sehr empfänglich sind außerdem bestimmte Wildvögel - vor allem Wassergeflügel wie Schwäne, Enten, Gänse und Möwen sowie Greifvögel, wie Habichte und Bussarde, aber auch aasfressende Vögel wie Krähen. Die AI stellt eine Zoonose dar und kann daher bei engem Kontakt zu infiziertem, erkranktem oder totem Geflügel oder zu mit Geflügelausscheidungen kontaminierter Umgebung auf den Menschen übertragen werden.

Seit Mitte Oktober 2021 wird die AI wieder vermehrt bei Wildvögeln an der Nord- und Ostsee, aber auch in Sachsen-Anhalt und Bayern nachgewiesen. Zudem sind auch zunehmend Geflügelhaltungen betroffen. In Brandenburg im Kreis Spree-Neiße waren zwei Bestände betroffen und es wurden Restriktionszonen festgelegt. Zuletzt war ein Ausbruch in einem niedersächsischem Betrieb in Cloppenburg mit knapp 39.000 Enten amtlich festgestellt worden. In der aktuellen Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes vom 26. Oktober 2021 wird das Risiko einer Ausbreitung des Erregers bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel in Deutschland als hoch eingestuft.


Übertragung durch direkten Kontakt, Kot, kontaminierte Geräte.

Wildvögel bilden ein natürliches Reservoir für die AI und verbreiten diese. Durch den Kontakt zu infizierten (Wild-)Vögeln oder zu infektiösem Kot sowie durch ungenügende Biosicherheitsmaßnahmen kann das hochansteckende Virus in Haus- und Nutzgeflügelbestände eingeschleppt werden. Ein Risiko für die Einschleppung stellen beispielsweise der Zukauf von Tieren, Personen- und Fahrzeugverkehr, kontaminierte Geräte, Futter und Wasser dar. Bereits kleinste Mengen an Erregern reichen für die Übertragung aus.

Vorbeugung. Das können Sie tun:

Melden Sie tote Wildvögel.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) Dresden bittet alle Bürger weiterhin um erhöhte Wachsamkeit. Melden Sie kranke oder verendete Wildvögel - insbesondere Wassergeflügel und Greifvögel - unter genauer Angabe des Fundortes dem VLÜA Dresden (Telefon (03 51) 4 08 05 11, E-Mail veterinaeramt@dresden.de). Berühren Sie tote Vögel nicht!  

Hausgeflügel vor Infektion schützen.

Halten Sie Ihr Geflügel so, dass kein Kontakt zu Wildvögeln besteht. Tragen Sie im Stall oder Auslauf separate Schutzkleidung und Stallschuhe. Reinigen und desinfizieren Sie vor und nach Geflügelkontakt Ihre Hände. Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Ihrem Geflügel in Berührung kommen, unzugänglich für Wildvögel auf. Füttern Sie Ihre Tiere im Stall. Benutzen Sie Leitungswasser zur Tränke und kein Regen- oder sonstiges Oberflächenwasser. Sichern sie Ställe vor unbefugtem Zutritt. Melden Sie Totfunde, neurologische Symptome oder Rückgang der Legeleistung sofort dem Veterinäramt (Telefon (03 51) 4 08 05 11, E-Mail veterinaeramt@dresden.de).

Auch hier gilt: berühren Sie tote Vögel nicht!

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