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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/afrikanische-schweinepest.php 15.11.2021 12:39:18 Uhr 03.12.2021 22:50:16 Uhr

Afrikanische Schweinepest

Schwarzwilduntersuchungen - Aktuelle Ergebnisse

Ergebnisse der Untersuchung auf Erreger der Afrikanischen Schweinepest

Untersuchungsliste LUA ASP

Wildschweine im Wald

Afrikanische Schweinepest in Sachsen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Sie verbreitet sich schnell und führt in der Mehrzahl der Fälle zum meist qualvollen Tod des Tieres innerhalb einer guten Woche. Die ASP wird nicht vom Tier auf den Menschen übertragen. Sie ist daher für den Menschen ungefährlich!


Übertragung durch Blut, Speiseabfälle, kontaminierte Geräte.

Eine Übertragung auf Haus- und Wildschweine erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Sekrete, Blut, Sperma), die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte, Fahrzeuge und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste Übertragungsweg. Nach einer Infektion entwickeln die Tiere sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome.  

Vorbeugung. Das können Sie tun:

Melden Sie tote Wildschweine.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) Dresden bittet alle Bürger um erhöhte Wachsamkeit. Tot aufgefundene Wildscheine sind unter genauer Angabe des Fundortes dem VLÜA Dresden ((03 51) 4 08 05 11, veterinaeramt@dresden.de) oder der Leitstelle der Feuerwehr ((03 51) 50 12 10) zu melden. Die Jägerschaft ist angesichts der aktuellen Lage und des Verlaufes des Seuchenzuges aufgefordert vermehrtes Auftreten von Fallwild der zuständigen Behörde zu melden und durch geeignete Proben amtlich abklären zu lassen. Zusätzlich wird auf die Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen zur Anzeigepflicht und Mitwirkung der Jagdausübungsberechtigten vom 22. September 2021 verwiesen. Im Zuständigkeitsbereich des VLÜA Dresden erfolgt, anders als in den Landkreisen, die Abgabe der Proben wie gewohnt bei der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA, Jägerstraße 8/10, 01099 Dresden).


Keine Lebensmittel im Wald entsorgen.

In nicht gegarten Schweineprodukten (z.B. Haus- oder Wildschweinsalami/-schinken) bleibt das Virus der ASP über längere Zeit stabil. Über die unsachgemäße Entsorgung von entsprechenden Produkten, beispielsweise Wegwerfen von Resten an Rastplätzen, können sich Wildschweine mit dem Erreger infizieren. Es besteht insbesondere für die Einschleppung des Krankheitserregers über Personen und Fahrzeuge in die Wildschweinpopulation in Deutschland ein hohes Risiko. Unbehandelte Jagdtrophäen aus betroffenen osteuropäischen Ländern stellen ebenfalls ein Einschleppungsrisiko dar.


Hausschweine vor Infektion schützen.

Wichtig ist insbesondere auch der Schutz der Hausschweinbestände vor einer Infektion mit der ASP. Die Schweinehalter sind gesetzlich zur Einhaltung der Grundregeln der Biosicherheit gemäß der Schweinehaltungs-Hygieneverordnung verpflichtet und sind aufgefordert, diese Biosicherheitsmaßnahmen in ihrem Betrieb zu überprüfen und ggf. anzupassen. Insbesondere bei Auslauf- und Freilandhaltungen sind diese strikt einzuhalten. Der Kontakt zwischen Haus- und Wildschweinen muss verhindert werden. Die Verfütterung von Speiseabfällen an Hausschweine ist verboten. Hobby- und Minipighalter sind von den Regelungen nicht ausgenommen.

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