Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2024/05/pm_096.php 28.05.2024 14:10:16 Uhr 19.06.2024 00:36:11 Uhr

Landeshauptstadt nimmt am deutschlandweiten Hitzeaktionstag am 5. Juni teil

Dresden gegen Hitze!

Das Jahr 2023 war ein Rekordjahr in puncto Hitze: das heißeste Jahr, mit dem heißesten Monat und dem heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dass Sachsen und Deutschland zumindest in den Sommermonaten verschont geblieben sind, muss als reiner Zufall angesehen werden. Daher ist es wichtig, sich auf die kommenden Sommer vorzubereiten. Lange Hitzeperioden sind nur allzu wahrscheinlich, da die Klimaexperten auch für 2024 neue Extremwerte vorhersagen.

Für Mittwoch, 5. Juni 2024, hat die Deutsche Allianz für Klimawandel und Gesundheit e. V. und Health for Future gemeinsam mit der Bundesärztekammer zum deutschlandweiten Hitzeaktionstag aufgerufen. 

In Dresden gibt es in Kooperation mit der Landeshauptstadt von 15 bis 19 Uhr einen Informationsstand mit Aktionen am Dr.-Külz-Ring im Zugangsbereich zur Altmarktgalerie. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Geplant sind unter anderem:

  • Impulsvortrag zum Gesundheitsrisiko Hitze
  • Informationen über präventive Maßnahmen, Aufklärung Klimawandel und Gesundheit, Hitzeentwicklung
  • Kinderaktion mit Glücksrad
  • Hitze SkillsLab – wie verhalte ich mich, wenn jemand in meinem Umfeld einen Hitzeschlag erleidet?
  • Kurzvortrag Dermatologie: Wie schütze ich meine Haut?
  • Diskussionsmöglichkeit mit der Klimamanagerin bzw. dem -manager des Städtischen Klinikums Dresden
  • Dresden als Schwammstadt – was ist das?
  • Klimasprechstunde 17 bis 18 Uhr mit Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen
  • Informationsstand des Amtes für Gesundheit und Prävention

„Ich danke Health for Future für die Initiative, anlässlich des Hitzeaktionstages auf dieses wichtige Anliegen aufmerksam zu machen. Die durch den menschengemachten Klimawandel verursachten ansteigenden Temperaturen und zunehmenden Extremwetterereignisse stellen insbesondere für Großstädte wie Dresden eine Herausforderung dar. Die dichte Bebauung sorgt dafür, dass Temperaturen noch stärker ansteigen und höher bleiben, als im nicht bebauten oder begrünten Umfeld. Insbesondere für die Schwächsten unserer Gesellschaft stellt dies eine ansteigende Gefahr dar. Deshalb unternimmt die Stadt zahlreiche Anstrengungen, um der Überhitzung entgegenzuwirken. Einige der Maßnahmen sind zum Beispiel für mehr grün in der Stadt zu sorgen, Wasser besser aufzufangen und in der Stadt zu halten, oder auch das Aufstellen von Trinkbrunnen. Aber auch um grundsätzliche Maßnahmen kümmert sich die Stadt. So wird gerade das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept diskutiert, mit dem wir den Weg zu einer treibhausgasneutralen Stadt beschreiten wollen. Dazu biete ich am Hitzeaktionstag auch von 17 bis 18 Uhr eine Sprechstunde an.“

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen

Der Klimawandel und insbesondere längere und intensivere Hitzeperioden sind nicht zuletzt auch ein Thema mit hohem gesundheitlichen Bezug. Aus diesem Grund arbeitet Dresden aktuell an einem Hitzeaktionsplan. Besonders Kleinkinder, ältere und erkrankten Menschen gilt es, vor Hitze zu schützen. Daher wird der Hitzeaktionsplan unter Federführung des Amtes für Gesundheit und Prävention mit den Zielgruppen und der Fachöffentlichkeit erarbeitet. Bis hin zur Etablierung von Hitzeschutzbündnissen als Reaktion auf akute Hitzelagen wird der Hitzeaktionsplan verschiedene Stufen der Sensibilisierung, Aufklärung und Intervention beinhalten.

„Der Klimawandel hat verschiedene Auswirkungen. Neue invasive Arten werden heimisch und können eine Herausforderung für unsere Gesundheit darstellen. Aber besonders der zunehmenden Überwärmung der Stadt in unserer besonderen Tallage müssen wir auf verschiedenen Ebenen begegnen. Ich bin dankbar, dass wir uns gemeinsam mit vielen Partnern auf den Weg machen, den Hitzeaktionsplan Dresden zu entwickeln und ins praktische Tun zu übersetzen.“ 

Dr. Frank Bauer, Leiter des Amtes für Gesundheit und Prävention

Hitze in der Stadt: Vortrag an der Volkshochschule am 30. Mai 2024

Zum Thema „Wie können wir unsere Gesundheit bei Hitze schützen?“ gibt es am Donnerstag, 30. Mai 2024, von 18 bis 19.30 Uhr an der Volkshochschule, Annenstraße 10, eine Veranstaltung. Marit Gronwald, Fachreferentin für Gesundheit und Klima des Amtes für Gesundheit und Prävention, spricht dort über die Klimaentwicklungen, die Folgen für die Gesundheit und nützliche Tipps für den Alltag. Außerdem stellt sie Auszüge aus dem Hitzeaktionsplan der Stadt Dresden vor.

Um Anmeldung wird telefonisch unter 0351-254400 oder online unter www.vhs-dresden.de gebeten.